Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hërze swn (4208 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| gedenken,/ dîn vart diu kan mir senken/ jâmer in mîns herzen grunt./ gip mir her an mînen munt/ einen süezen friundes | |
| hân gesaget dir’./ ‘gerne, frouwe’, sprach er zir/ ûz trüebes herzen sinne,/ ‘swaz ich daran gewinne,/ ich tuon mit willen swaz | |
| swaz ir went./ ich hân sô gar an iuch versent/ herze muot und ouch den sin,/ daz ich iu von rehte | |
| kumber doln./ ich bin sô gar an iuch verquoln/ mit herzen und mit lîbe,/ liebest aller wîbe,/ daz ich des michel | |
| schieden sich mit marter,/ und twungen sich dô harter/ ze herzen an der stunde/ danne ich mit dem munde/ iu bescheiden | |
| munde/ iu bescheiden künne./ an werltlicher wünne/ lag ir beider herze tôt:/ ir liehten münde rôsenrôt/ vil senfter küsse pflâgen,/ dar | |
| der tugenthafte ritter/ begunde nâch ir trûren/ und in sîn herze mûren/ vil jâmerlîche riuwe./ sîn altiu sorge niuwe/ nâch ir | |
| ir süeziu meisterschaft/ sô bitterlicher nœte craft/ senden mir ze herzen!/ wie mac sô grôzen smerzen/ ir vil sælic lîp gegeben!/ | |
| ûzen an im sach/ den tougenlichen ungemach/ den innerhalp sîn herze truoc./ und dô der werde ritter cluoc/ der leiden mære | |
| mir snîden ûf den lîp/ und nim dar ûz mîn herze gar,/ bluotic unde riuwevar;/ daz soltu denne salben/ mit balsam | |
| cleine/ von golde und von gesteine,/ dar în mîn tôtez herze tuo,/ und lege daz vingerlîn dar zuo/ daz mir gab | |
| schouwen/ waz ich durch si habe erliten,/ und wie mîn herze sî versniten/ nâch ir vil süezen minne./ si hât sô | |
| triuwe/ daz ir mîn jâmer niuwe/ lît iemer an ir herzen,/ bevindet si den smerzen/ den ich durch si lîden sol./ | |
| der reine und der vil süeze got,/ der kein edel herze nie/ mit der helfe sîn verlie,/ der ruoche sich erbarmen/ | |
| er unde kêrte dan/ als ein fröudelôser man/ mit dem herzen alsô tôt./ er fuorte ez, als er im gebôt,/ zuo | |
| schiere dâ/ die lade von gezierde cluoc,/ darinnen er daz herze truoc/ und der frouwen vingerlîn./ er hætes an den gürtel | |
| gürtel sîn./ daz tet er ûf mit sîner hant:/ daz herze sach er unde vant/ dâ bî der frouwen vingerlîn./ an | |
| sprach ze sînem koche sâ,/ daz er im ûz dem herzen dâ/ ein cleine sundertrahte/ mit hôhem flîze mahte./ daz tet | |
| der koch mit willen gar:/ er nam zuo im daz herze dar/ und mahte ez alsô rehte wol/ daz man enbîzen | |
| wol nâch prîse/ mit edeln würzen sî gemaht/ als daz herze vil geslaht./ /Als ez was gar bereitet,/ dô wart niht | |
| sus nam diu frouwe vil geslaht/ und az ir friundes herze gar,/ alsô daz si niht wart gewar/ welher slahte ez | |
| smac ir ie geviele baz./ /Dô diu frouwe stæte/ daz herze gezzen hæte,/ dô sprach der ritter alzehant:/ ‘frouwe, nû tuo | |
| spot,/ den sorgen zam ân underlâz:/ du hâst des ritters herze gâz/ daz er in sîme lîbe truoc/ der nâch dir | |
| herzenôt/ nâch dîner süezen minne tôt,/ und hât dir daz herze sîn/ und daz guote vingerlîn/ zeim urkünde her gesant/ bî | |
| tôtez wîp gestalt,/ ie wart in deme lîbe kalt/ daz herze, daz geloubent mir./ ir blanken hende enphielen ir/ beide für$/ | |
| ‘jâ’, sprach si dô mit maneger nôt,/ ‘hân ich sîn herze denne gâz/ der mir hât ân underlâz/ von grunde ie | |
| niht daran/ daz er vil tugenthafter man/ sante mir sîn herze tôt./ wê daz mir ie nâch sîner nôt/ wart einen | |
| herzenleide/ ir blanken hende beide/ mit grimme zuo einander vielt./ daz herze ir in dem lîbe spielt/ von sender jâmerunge./ Hie mite | |
| geben daz/ müeze sanfter unde baz/ dann ir vil reinez herze tete./ ich wæne daz an keiner stete/ wart nie vergolten | |
| er dâ bî gelerne/ die minne lûterlichen tragen./ kein edel herze sol verzagen!/ | |
| hete rœtelehtez hâr/ und was mitalle ein übel man./ sîn herze in argem muote bran,/ daz er bewârte an maneger stete:/ | |
| gesant/ ein werder juncherre dar,/ der edel unde wünnevar/ an herzen und an lîbe schein./ diu liute im alle sunder mein/ | |
| unde rôt/ der rede im antwürte bôt/ ûz eime grimmen herzen,/ er sprach: ‘des tôdes smerzen/ den hie mîn truhsæze treit,/ | |
| gerne wolte wern/ und daz leben sîn genern/ mit willecliches herzen ger,/ wand er bekande wol, swaz er/ bî dem barte | |
| bin des offenlichen wer/ daz er emphâhet rîchen solt./ mîn herze ist im in triuwen holt/ und muoz im iemer günstic | |
| hiute streit?/ wand er ouch die getürstekeit/ truog in sîme herzen hôch/ daz er bî dem barte zôch/ einen keiser über | |
| in kurzer frist/ die künstelôsen alle./ Swer kunst in sînem herzen hât,/ den kan si wol versmâhen,/ swer aber âne fuoge | |
| ‘Swer ir tuot genge gâbe schîn,/ dem fröuwet si sîn herze:/ mit crâme füllet man ir schrîn,/ des wirt vil cleine | |
| zopf/ geflohten ist ân underscheit./ nu schenke uns in des herzen kopf/ der wâren minne süezekeit:/ du trüege wîlent grâwen schopf,/ | |
| ir muot:/ avê daz wort alsam ein gluot/ begonde ir herze enphlammen./ daz gab ir sô heizen ruch/ daz si dich | |
| hôhem flîze streich dir an fleisch unde bluot./ ir edel herze, alsam diu sunne lûterlich,/ wart ein schrîn, $s dâ slôz | |
| altiu missewende grôz/ wart vertrochen,/ dô gestochen/ zuo dîm edeln herzen/ wart ein sper scharph unde blôz./ herre guoter,/ dîner muoter/ | |
| ir lîp trûter $s lûter-$svar/ truoc dich, herre, alsô ze herzen/ daz nie von dekeinem smerzen/ wart ir lîb betwungen./ hilf | |
| strît!/ /Wirf dîn fiur und ouch dîn zunder/ in ir herze mit gewalt,/ die mit criege stiftent wunder,/ mache ir lîp | |
| mit den senden minnestricken/ mache ir kumber kumberlich,/ lâz ir herze in fiure ersticken/ unz daz si versinnen sich,/ /Daz diu | |
| /Sô singent/ und springent/ mit fröuden junge und alte;/ ir herzen/ von smerzen/ si scheidet mit gewalte./ die crenze,/ die swenze/ | |
| verswindet!/ wande er nâch dem wunsche vindet/ allez des sîn herze gert:/ reiner wîbe güete/ baz dann al des meien bluot/ | |
| mannes hôchgemüete,/ wan si sint für trûren guot./ /Swer sîn herze welle entstricken/ ûz den sorgen, der sol blicken/ an diu | |
| fröuden vil gewinnet/ sîn werder lîp:/ liep nu wol dem herzen tuot./ swâ den ougen liehten schîn/ die blüenden boume bringent/ | |
| der heide breit/ valwent liehte rôsen rôt:/ daz ist mangem herzen leit,/ daz dur minne lîdet nôt./ mannes sinne $s nâch | |
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