Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
bî adv_prp (1451 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ist Itonjê?"/ sus sprach die werde Gâwân:/ "diu sol mich bî ir sitzen lân."/ des vrâgter Bênen stille./ sît ez was | |
| clâr./ "diu den rôten munt, daz prûne hâr/ dort treit bî liehten ougen./ welt ir si sprechen tougen,/ daz tuot gefuoclîche,"/ | |
| got lêre iuch helfe unde rât,/ sô daz ir uns bî freuden lât."/ ___dô sprach er "frowe, nu lêrt mich wie./ | |
| mîner minne wer."/ //___Gâwân hôrt an dem frouwelîn,/ daz si bî minne wolde sîn:/ dar zuo was ouch niht ze laz/ | |
| lieht,/ wære der kerzen keiniu brâht,/ dâ wær doch ninder bî ir naht:/ ir blic wol selbe kunde tagn./ sus hôrt | |
| munde./ //___Gâwân und Sangîve/ unt diu künegîn Arnîve/ sâzen stille bî des tanzes schar./ diu herzoginne wol gevar/ her umb zuo | |
| diu herzogîn daz niht vermeit,/ dane wære ir helfe nâhe bî./ Gâwân fuorten dise drî/ mit in dan durch sîn gemach./ | |
| genas/ sô daz im arges niht enwas:/ //Diu wurz was bî dem blanken brûn./ muoterhalp der Bertûn,/ Gâwân fil li roy | |
| hête gesant/ hin ze Löver in daz lant,/ ze Bems bî der Korcâ./ der künec Artûs was aldâ,/ unt des wîp | |
| iu sîn reht,/ dienstlîch triwe ân allen wanc,/ und dâ bî sîne freude kranc,/ irn welt im freude machen hôch./ sô | |
| werden dienst dar/ mit wünneclîcher frouwen schar,/ die für wâr bî mîner zît/ an prîse vor ûz hânt den strît./ âne | |
| unt ân Orgelûsen lîp/ sone erkenne ich ûf der erde/ bî toufe kein sô werde./ //Daz Gâwân von Artûse reit,/ sît | |
| herze rief,/ dô er von im wart gelesn,/ dô muoser bî beiden wesn,/ daz ein was freude untz ander klage./ er | |
| freude untz ander klage./ er sprach "wol disem süezem tage,/ bî des liehte ich hân vernomen,/ mir sint diu wâren mære | |
| ob ir in liezet under wegen:/ wer solt ouch dâ bî freuden pflegen?/ iwer trôst im zucket freude enbor:/ unz ûzerhalb | |
| werlde spot:/ daz ist ein burc vest erkant./ der künec bî sînem wîbe in vant:/ Clinschor slief an ir arme./ lager | |
| iu hie vil undertân:/ manc heiden unde heidenîn/ muose ouch bî uns hie ûf sîn./ nu lât daz volc wider komn/ | |
| baniere,/ sah Arnîve und Gâwân/ manege füeren ûf den plân,/ bî den allen niht wan einen schilt:/ des wâpen wâren sus | |
| mahinante./ der frouwen sarjante/ herberge nâmen,/ die frouwen wol gezâmen,/ //bî einem clâren snellen bach,/ dâ man schier ûf geslagen sach/ | |
| die heten âne vrâge/ ûf ir reise grôze slâge./ ___Gâwân bî Bên hin_ab enbôt/ sîme wirt Plippalinôt,/ kocken, ussiere,/ daz er | |
| schær nie bezzerz wart gesniten,/ wan einz daz Isenhartes was./ bî Artûs sunder ûf ein gras/ wart daz gezelt ûf geslagen./ | |
| den plân;/ unt daz der werde Gâwân/ solt ouch komen bî dem tage./ daz wart ein gemeiniu sage/ von al der | |
| harnasche erkant/ giengen ouch dar unden,/ helm oben drûf gebunden/ bî manegem schilde wol getân./ manec schœne kastelân/ man bî den | |
| gebunden/ bî manegem schilde wol getân./ manec schœne kastelân/ man bî den soumen ziehen sach./ rîtr und frouwen hinden nâch/ riten | |
| wart erkant/ Sangîven von Norwæge./ Lyschoys der gar untræge/ reit bî der süezen Cundrîê./ sîn swester Itonjê/ bî Gâwân solde rîten./ | |
| gar untræge/ reit bî der süezen Cundrîê./ sîn swester Itonjê/ bî Gâwân solde rîten./ an den selben zîten/ Arnîve unt diu | |
| sine habten sus alumbe,/ hie diu wîse, dort diu tumbe;/ bi ieslîchr ein rîter, der ir pflac/ unt der sich diens | |
| was sîn langez ûz wesn./ nu was ouch Keye genesn/ bî dem Plimizœl der tjoste:/ der prüevete Gâwâns koste,/ er sprach | |
| triwen nie vergaz:/ //Kein unbilde dran geschach,/ swâ man in bî sælden sach./ ___wie der von Norwæge/ sînes volkes pflæge,/ der | |
| der herzoginne rîter gar./ man nam ir zimierde war/ al bî des mânen schîne,/ dâ Artûs und die sîne/ lâgen: durch | |
| den plân./ ___gelücke müezes walden!/ er sah ein rîter halden/ bî dem wazzer Sabîns,/ den wir wol möhten heizen flins/ der | |
| boten funden/ den künec Gramoflanz mit her?/ ûf einem plâne bî dem mer./ einhalp vlôz der Sabbîns/ und anderhalp der Poynzaclîns:/ | |
| gelobten strît/ mîn unverzagtiu hant sô gît/ daz ich Gâwân bî disem tage/ gein prîse oder in laster jage./ ich hân | |
| diu disen kumber hât erkant/ gemacht an iwerm lîbe clâr,/ bî allen mannen. daz ist wâr,/ iwer varwe ein manlîch spiegel | |
| zürne niht/ daz der kamph von mir geschiht./ belîp hie bî dem hêrren dîn:/ sage Itonjê der swester sîn,/ ich sî | |
| mich unmæren niht./ ein ieslîch [frouwe] mich ungerne siht,/ diu bî dem Plimizœl gehôrt/ hât von mir valschlîchiu wort./ //Got müeze | |
| âne blûkeit wart er vrô./ ___Gâwân von rehten schulden/ gebôt bî sînen hulden/ froun Bênen, daz ir süezer munt/ Itonjê des | |
| unt mit frouwen schar/ riten dâ der wol gevar/ saz bî werder frouwen diet./ Parzivâls antfanc dô geriet,/ manege clâre frouwen/ | |
| herzoginne rîter gar/ ouch kômen dâ der wol gevar/ Parzivâl bî Artûse saz./ der werde künec des niht vergaz,/ er enpfienge | |
| sprach mîn hêr Gâwân/ "mâge und bruoder ich hie hân/ bîme künege von Bretâne vil:/ iwer keinem ich gestaten wil/ daz | |
| sûren zins für sînen kranz./ sîner vriwendinne künne/ leit ouch bî im swache wünne./ sus enkalt der werde Parzivâl/ Itonjê der | |
| under al den clâren frouwen./ ir sult ouch sunder schouwen,/ bî welher Bêne sitze./ nemt daz in iwer witze,/ in welhen | |
| dem velde./ vor dem kleinn gezelde/ einer Bênen sitzen sach/ bî der diu zArtûse sprach/ "giht des diu herzogîn für prîs,/ | |
| gestriten,/ ezn understê diu minne dîn./ gesaher dînen liehten schîn/ bî friunden ie ze keiner stunt,/ unt dînen rôten süezen munt?"/ | |
| brieve sach,/ daz er mit sîme sinne/ sô endehafte minne/ bî sînen zîten nie vernam./ dâ stuont daz minne wol gezam./ | |
| sînen kampfgenôz bevilt:/ ich mein gein minne hôhen muot,/ der bî den vînden schaden tuot./ er sol höfsche liute bringen:/ ich | |
| geselleschaft genomn:/ sînes landes fürsten drî/ riten dem künege dannen bî./ als tet ouch der œheim sîn,/ der künec Brandelidelîn./ Bernout | |
| op der künec wolde lân/ bîziht ûf ir sweher Lôt./ bî Artûs si daz dan enbôt./ ___Artûs der wîse höfsche man/ | |
| Itonjê/ lûterlîche ân allen haz./ daz ergienc die wîle er bî ir saz:/ alle ir bete er volge jach./ Gâwânn man | |
| der werde Parzivâl,/ Sangîve und Cundrîê/ nâmen urloup: Itonjê/ beleip bî Artûse dâ./ nu darf niemen sprechen wâ/ //Schœner hôchgezît ergienc./ | |
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