Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sëlp prn (2119 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| leben?’/ ‘waz wiltû danne, daz ich tuo?’/ ‘vrouwe, dâ denket selbe zuo:/ gât hinnen, lât in ûz gân./ die wîle muget | |
| hin, dâ Tristan/ heinlîche an sînem bette saz./ //Tristan sîn selbes niht vergaz:/ er vuor ûf balde gegen in/ und viel | |
| volgen began./ sus wurden wir zwêne under uns zwein/ dirre selben reise in ein:/ durch daz kam ich in Îrlant,/ durch | |
| dem künege dô/ //Tristandes mære rehte alsô,/ als er ir selbe sagete./ diz mære daz behagete/ dem künege wol und sprach | |
| und vrâge, welher under in/ //Curvenal dâ sî genant:/ dem selben rûne zehant,/ daz er ze sînem hêrren gê;/ und sage | |
| mîniu cleider dâ mite,/ diu von dem allerbesten snite./ dich selben cleide ouch alsô wol,/ alse ein hövesch ritter sol.’/ //Curvenal | |
| ouch nie niht dervan,/ wan alse vil daz Tristan/ im selbem dar van genam/ einen gürtel, der im rehte kam,/ ein | |
| gestellet in der wæte,/ als si diu Minne dræte/ ir selber zeinem vederspil,/ dem wunsche zeinem endezil,/ dâ vür er niemer | |
| in ein/ mit ir vingere zwein:/ vürbaz dâ viel er selbe wider/ und nam den valt al zende nider,/ daz man | |
| dar unde dan:/ ich wæne, Îsôt vil manegen man/ sîn selbes dâ beroubete./ //Si truoc ûf ir houbete/ einen cirkel von | |
| ‘ich hœre wol, ez muoz et sîn:/ ich muoz mîn selbe nemen war.’/ si wincte Paranîse dar:/ ‘gâ hin’ sprach si | |
| brûner danne ein vîolate,/ reht ebenbrûn der gloien blate./ der selbe pfelle der tet sich/ an den valt und an den | |
| unde guot./ al sîn geverte daz was rîch:/ er was selbe rîlîch/ an allen sînen sachen./ si begunden ime rûm machen,/ | |
| ich niht sunder rechen wil./ der künec dô Tristanden nam/ selb andern, alse er dar kam,/ in und Brangænen die mein | |
| kiel ze sînem kiele/ und daz ouch der geviele/ im selben unde Îsolde/ und dâ zuo, swem er wolde./ und alse | |
| sîn mit in zwein/ ieman enbîze, daz ist sin,/ noch selbe entrinkes niht mit in:/ der tranc der ist von minnen;/ | |
| ir vater, ir muoter beide/ vertriben mit manegem leide/ die selben kurzen stunde./ manec ouge dâ begunde/ riezen unde werden rôt./ | |
| wie sin ouch generte;/ von allem dem geverte,/ wie si selbe in sîner pflege/ schrîben lernete alle wege,/ latîn unde seitspil./ | |
| dicke sprach,/ er bedâhte unde besach/ anclîchen unde cleine/ des selben wortes meine./ sus begunder sich versinnen,/ lameir daz wære minnen,/ | |
| es ist niht rât,/ ine müeze durch iuch beide/ mir selber nâch leide/ und iu nâch laster werben;/ ê ich iuch | |
| uns der sâme birt./ wir müezen snîden unde mæn/ daz selbe, daz wir dar gesæn./ wir bûwen die minne/ mit gegelletem | |
| namen der minne/ und vinden niht dar inne/ niwan die selben arbeit,/ die wir haben an si geleit:/ misselinge und ungeschiht!/ | |
| und ir daz wort unmæret;/ si swachet unde swæret/ ir selber ûf der erde:/ diu êrelôse unwerde,/ si slîchet under hûsen | |
| einen sac,/ in dems ir diube und ir bejac/ ir selbes munde verseit/ und ez ze strâze veile treit./ ôwê! den | |
| bœse conterfeit/ in daz vingerlîn geleit/ und triegen uns dâ selbe mite./ ez ist ein armer trügesite,/ der vriunden alsô liuget,/ | |
| ein armer trügesite,/ der vriunden alsô liuget,/ daz er sich selben triuget./ wir valschen minnære,/ der minnen trügenære,/ wie vergânt uns | |
| daz tuot uns in dem herzen wol/ und sîn der selben state sô vol,/ daz lützel ieman wære/ getriuwe unde gewære/ | |
| vriunt âne âkust,/ ern möhte sus getâne lust/ von sîn selbes sachen/ in sînem herzen machen;/ wan uns daz selbe zaller | |
| sîn selbes sachen/ in sînem herzen machen;/ wan uns daz selbe zaller zît/ mit jâmer under vüezen lît,/ dâ von ez | |
| state kâmen,/ si gâben unde nâmen/ mit getriuwelîchem sinne/ in selben unde der minne/ willegen zins unde zol./ in was vil | |
| schame vârent/ und gestent sich an liebe,/ die sint ir selber diebe./ sô si sich danne ie mêre helent,/ sôs ie | |
| si sich danne ie mêre helent,/ sôs ie mêre in selben stelent/ und mischent liep mit leide./ dise gelieben beide/ dien | |
| diu bevalch iuch mir in mîne pflege/ und solte iuch selbe an disem wege/ unde an dirre veigen vart/ vor disem | |
| ‘sô tæte dû, waz wirret daz?’/ ‘ôwî!’ sprach si ‘daz selbe glas/ und der tranc, der dar inne was,/ der ist | |
| worden sigelôs,/ dô er die minne vür si kôs:/ die selben sigelôsen zwô/ die gesigeten an der minne dô./ //Tristan der | |
| zwein enpfie,/ mit den sîn leben ouch hine gie,/ daz selbe enpfienc er alse wol,/ als ein man daz enpfâhen sol,/ | |
| in Markes kemenâten/ was nieman wan si vieriu,/ der künic selbe und si driu./ nu was ouch Marke nider komen./ //Brangæne | |
| hantgar:/ vür daz bette saz si dar,/ als ez diu selbe solte sîn./ zehant iesch ouch der künec den wîn:/ dâ | |
| kam/ und lie si trinken beide/ samet âne underscheide./ der selbe site ergieng ouch dâ:/ //Tristan sîn neve der brâhte iesâ/ | |
| danne got:/ zwêne knehte si besande/ vremede von Engelande;/ die selben hiez si beide/ swern eide und eide,/ triuwe über triuwe | |
| mich schiere erslagen./ ir sult mîner vrouwen sagen/ und wizzet selbe, daz ich nie/ wider ir hulden niht begie,/ dar an | |
| mit jâmer und mit leide./ si sageten ir beide,/ diu selbe zunge diu wær ir./ //Îsôt diu sprach: ‘nu saget mir,/ | |
| vleiz sich Marke/ ze sînen êren sêre/ sô durch sîn selbes êre/ sô durch die bete Îsôte:/ diu bat in ie | |
| überseit,/ daz ir urwære sît,/ sôn sult ir nâch der selben zît/ dekeines landes künic wesen./ heizet küneges reht lesen:/ vindet | |
| der sîn leben/ an eine wâge wolte geben,/ noch Marke selbe enwolde/ niht vehten umbe Îsolde,/ wan Gandîn was von solher | |
| in sîner hant/ beidiu liut unde lant./ ouch ist er selbe, sô man seit,/ von alsô grôzer vrecheit,/ sô geherze und | |
| sprach Gandîn/ ‘dûn solt si niht rüeren,/ ich wil si selbe vüeren.’/ ‘wê hêrre!’ sprach diu schœne Îsôt/ ‘diz mære ist | |
| beide ein ander muot,/ sôs iemer beste kunden./ //In den selben stunden/ hæte Tristan einen cumpanjûn,/ der was ein edeler barûn,/ | |
| küneges lantsæze,/ sîn oberster truhsæze,/ und was geheizen Marjodô:/ der selbe was Tristande dô/ gevriunt unde geminne/ durch die süezen küniginne,/ | |
| sich tougenlîche dan/ an sîne strichweide/ ze manegem herzeleide/ im selben unde der künigîn./ dôr unvermeldet wânde sîn/ und sicher sîner | |
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