Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sëlp prn (2119 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ir leben unde ir lîp/ an die mâze verlât,/ sich selben rehte liebe hât;/ und al die wîle und al die | |
| al die wîle und al die vrist,/ daz si ir selber liep ist,/ sô ist der billîch ouch derbî,/ dazs al | |
| lîbe tuot,/ diu sô gesetzet ir muot,/ daz si ir selber ist gehaz,/ wer sol die minnen über daz?/ diu selbe | |
| selber ist gehaz,/ wer sol die minnen über daz?/ diu selbe ir lîp unmæret/ und daz der werlt bewæret,/ waz liebe | |
| nâch sinne,/ dazs al diu werlde minne,/ diu minne sich selben vor,/ zeige al der werlde ir minnen spor:/ sint ez | |
| diu minnet mite./ ein wîp, diu ir wîpheit/ wider ir selber liebe treit/ der werlde zuo gevalle,/ die sol diu werlt | |
| alle die tür besliezen/ und nieman ouch în liezen,/ si selbe enhieze in în lân./ die tür die wurden zuo getân./ | |
| gesellekeit/ her unz an dise stunde brâht;/ wir suln die selben andâht/ billîche leiten ûf den tôt./ hêrre, ez ist allez | |
| umbe niht./ ir hazzet êre unde wîp/ und almeist iuwer selbes lîp./ wie muget ir iemer werden vrô,/ die wîle ir | |
| getuot ez niemer mêre:/ vermîdet sus getânen spot/ durch iuch selben und durch got!’/ sus nâmen sin mit rede dervan,/ daz | |
| noch geleben./ daz lieht ir liehten ougen/ daz nam sîn selbes lougen/ oft und ze maneger stunde./ ir zunge in ir | |
| dô si den segel vliegen sach,/ ir herze wider sich selben sprach:/ ‘ôwî ôwî, mîn hêr Tristan,/ nu clebet iu mîn | |
| ez mir gât,/ ern sol durch den willen mîn/ sîn selbes niht in sorgen sîn./ mit swelher nôt ich sîn enber,/ | |
| ze Normandîe,/ dannen ze Parmenîe/ hin ze Rûâles kinden./ in selben wânder vinden/ und woltim künden sîne nôt./ leider nu was | |
| Tristan vernam,/ daz ime von lande helfe kam,/ er vuor selbe gegen in/ und leites allez nahtes hin/ und vuortes alsô | |
| iedoch, wâ Îsôt ist:/ mîn ouge, daz Îsôte siht,/ daz selbe ensiht Îsôte niht:/ mirst Îsôt verre und ist mir bî:/ | |
| wunneclîchez leben.’/ //Alsolhiu mære treip Tristan/ vil ofte wider sich selben an,/ swenne er sîn senftez ungemach,/ //Îsôte_as_blanschemains gesach./ diu viuwerniuwet | |
| Îsôte,/ daz siz mit rede Tristande büte,/ reht alse er selbe vor gebüte,/ und niemer kæme an keine tât/ âne in | |
| vater rât./ //Îsôt diu leiste sîne bete,/ wan siz doch selbe gerne tete,/ und bôt ez Tristande aber dô baz:/ rede | |
| wol geminnet sint ie sît./ er vant ouch zuo der selben zît/ den edelen leich Tristanden,/ den man in allen landen/ | |
| Kâedîne/ ze liebe geschæhe./ swes aber sich der versæhe,/ ir selber vröude lac dar an./ //Diu maget diu wart sich wider | |
| sîne rede mit ir ze handen nam,/ daz er sîn selbes gar vergaz/ und siuftend allez bî ir saz./ sîn tougenlîchiu | |
| Arundêle./ //Si wândens aber alle dô./ sô wânde ouch Îsôt selbe alsô/ und wart verirret gar dervan;/ wan sich ensenete Tristan/ | |
| sêre,/ daz ez in an ir mêre/ dan an im selben müete./ die liebe und die güete,/ die sime sô stæteclîche | |
| lîp./ durch si mîdich al ander wîp/ und muoz ir selber ouch enbern./ ine mac von ir niht des gegern,/ daz | |
| gelích weren./ do sprach der kvninc mere:/ "diet sint die selbin man,/ die ich hinacht gesehen han./ der eine der was | |
| gote werden vndirtan/ vnde uolge siner leren./ diet sint die selbin herren,/ die dich anme libe machint gesunden/ vnde die dich | |
| der kuninc here/ ze rome groz ere./ her sazte sines selbis hof,/ alse her uon rechte solde sten noch./ her berichte | |
| ce irbarmene/ ubir uns uiel armen/ vnde sante vns sines selbis sůn/ ce irlosene uon den sivndun./ e bette wir al gemeine/ | |
| alsô stæte/ die unzuht harte unhôhe wac,/ unz daʒ im selbn ein geiselslac/ von dem schraze wart geslagen./ do enrach er | |
| ze der sêle niht versteit./ dar ane gedâhte Alberîch./ den selben gedanc hân ich./ unt ich ne wil mih niwit langer | |
| oder mit mahten/ sînen willen î sô volbrâhte,/ sô der selbe man,/ umbe den ich is began./ //Diser rede wil ich | |
| giengen,/ roten unt ouch der lîren chlanc,/ unt von ime selben heven daz gesanc./ //Der dritte frumt ime harte wol:/ er | |
| zehinzoch./ einen sturm tet er mit listen/ unt gewan die selben veste./ fil frôlîche er widere ze lante chom,/ daz er | |
| tach,/ daz was tem sune ungemach./ Darius wart umbe den selben zins erslagen./ daz ich iu sal wâre sagen./ //Alexander spranc | |
| stêt,/ dâ der Jordan ûz gêt./ diz ist noch der selbe walt,/ den der chunich Salemon galt/ wider einen chunich, der | |
| den bevalch erz gesez in die hant/ unde fûr dô selbe ûz/ ze dem berge Libanus,/ unde bewarte sîne holden,/ die | |
| daz er mit sîner tohter sliefe./ Tyre is noch diu selbe stat,/ dâ daz heiden wîb unseren hêren pat,/ daz er | |
| in nieht umbe die scult,/ er gab in wider daz selbe golt,/ daz ime von ir hêren bechom./ er sprach: ’awî | |
| brief,/ daz was dem chunige Alexander lieb./ er screib in selbe mit sîner hant./ er wart dem chunige Dario gesant./ er | |
| wazzer Eufrates;/ daz was Marios unde Typotes;/ daz si in selben sazten dernider/ unde in bunten alsein wider,/ daz sir manheit | |
| sîn wille ist regangen/ uber Jerusalem unt uber Tyre./ sîn selbes ist er gîre./ Rôme und Egyptelant/ stênt beidiu in sîner | |
| chunne,/ ê Alexander den furt ie gewunne./ //Dô chom Alexander selbe geriten,/ alsô ers vil chûme habeti gebiten./ ûf Buzival er | |
| wâren freislîch;/ sîne fîent erforhten sich./ unde alsô er zim selben chom,/ Buzifal er mit den sporn nam,/ er tete Daclyme | |
| wesen/ unde ich sol des stiches wol genesen.’/ mit dem selben worte/ gab er im einen slach mit dem swerte./ ûf | |
| sider,/ ûzer dem velde si fluhen:/ si ne getorsten in selben nieht getrûwen./ //Des wart Alexander vil palt:/ er belaib dâ | |
| Alexander vil palt:/ er belaib dâ mit gewalt/ zû den selben stunden,/ al biz im geheilten sîne wunden;/ unde genâhete sich | |
| silber unde golt,/ er machet ime manegen degen holt./ diu selbe burch Sardix,/ von ir saget uns daz bûch Apocalipsis,/ daz | |
| getorsten vehten./ die Panfilien dâten harte wale,/ si brâhten die selben zal./ noch dô chom im ain scar grôz,/ die des | |
| gezam,/ wande si von Medinrîche quam./ Medinrîch ist noch daz selbe lant,/ dar der engel mit Tobia wart gesant./ Cilicien heizet | |
Ergebnis-Seite: << 35 36 37 38 39 40 41 42 43 >> |