Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sëlp prn (2119 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| hætim misselinge/ ir stricke, ir melde, ir arbeit/ an den selben pfat geleit,/ den er underwîlen ie/ zÎsôte vrôlîche gie:/ der | |
| im dô/ ‘zewâre hêrre, im ist alsô:/ ir muget hie selbe merken an,/ daz si sich niht gehelen kan/ der grôzen | |
| lust, die si dar an/ ervinden unde gehaben kan./ dem selben sinnelôsen site/ dem gieng ouch Marke vaste mite:/ er wante | |
| ich mit dem willen mîn/ in sîner pflege wære./ der selbe lôsære,/ der ist mir zallen zîten/ gelîchsend an der sîten/ | |
| muot,/ in welhen triuwen er ez tuot./ ouch weiz ichs selbe genuoc:/ wan er mir mînen œheim sluoc/ und an mir | |
| eine,/ daz ich durch iuch noch mêre/ dan durch mîn selbes êre/ vriuntlîche dar gebâre,/ sôn gesæhe ich in zewâre/ mit | |
| mac,/ ir müezet mîn zwâre under wegen,/ ob ir gebietet, selbe pflegen./ swar ir wellet, dar wil ich,/ ir eine enwendet | |
| vuoge vinde;/ er sol ze Parmenîe varn/ und sol sîn selbes dinc bewarn./ des ist im unde dem lande nôt.’/ //’Genâde | |
| ir/ mit den landen und mit mir,/ reht alse iuch selbe dunke guot;/ daz ist mîn wille und mîn muot:/ et | |
| aber anderswâ./ ein getwerc was in dem hove dâ,/ daz selbe solte namen hân/ //Melôt petit von Aquitân/ und kunde ein | |
| gerâten dâ:/ der künec bat sînen neven iesâ/ durch sîn selbes êre,/ daz er dekeine kêre/ zer kemenâten næme/ noch niemer | |
| lüge unde lâge leite:/ ez genüzzes iemer wider in./ er selbe vuor ze walde hin/ mit michelem geschelle./ sîn weidegeselle/ //Tristan | |
| mac gesîn/ und ez an iuwerm willen ist./ hêrre, diu selbe kurze vrist,/ die ich noch ze lebene hân,/ diu sol | |
| nâhest bî ir wâret,/ und ouch vil rehte vâret/ der selben stunde unde der zît,/ als ir gewon ze komene sît./ | |
| wænet oder giht,/ liez ich ez allermeiste niht/ durch mîn selbes êre,/ irn geseitet niemer mêre/ hin wider ze hove mære,/ | |
| als ez zem brunnen was geschehen:/ ‘ir muget die wârheit selbe sehen’/ sprach Melôt ‘hêrre, wellet ir,/ ze naht sô rîtet | |
| daz,/ sin komen noch hînaht beide dar,/ sô muget ir selbe nemen war,/ wie si gewerben under in.’/ der künec reit | |
| wânes ist der hof vol./ nu weiz ez aber got selbe wol,/ wie mîn herze hin ziu stê;/ und wil ein | |
| mir keine valscheit/ mit gebærden hætet vür geleit,/ noch ich selbe hin ziu nie/ valsch noch üppekeit begie./ ine weiz, waz | |
| daz er den neven und daz wîp/ und allermeist sîn selbes lîp/ sô hæte beswæret/ und zübele vermæret/ über hof und | |
| jegeren allen sagen,/ daz si beliben und vüeren jagen;/ er selbe kêrte wider în./ ‘saget an’ sprach er ‘vrou künigîn,/ wie | |
| als er si bî dem brunnen tete/ und alse er selbe wol vernam,/ wiez umbe ir beider rede kam./ //Der künec | |
| vil./ swenner sich heinlîche dar,/ sô neme der man sîn selbes war./ //Als tet Melôt und Marjodô:/ si wâren aber Tristande | |
| ich in den tagen wol,/ daz ich wol vür mich selben sol/ beidiu tuon unde lân/ und reden, swaz ich ze | |
| wâne/ dâ von daz es der hof giht./ mîn hêrre selbe dern hât niht/ an iu bevunden niuwan guot./ von mæren, | |
| gesinne küniginne,/ dô ir ze sprechene geschach,/ si stuont ûf selbe unde sprach:/ ‘hêrre, hêr bischof,/ dise lantbarûne unde der hof,/ | |
| ir gerihte dô,/ als ir dâ wart besprochen,/ nâch den selben sehs wochen/ in die stat ze Carliûne./ künec unde lantbarûne,/ | |
| als iu gevellet unde behaget;/ von diu sô seht hie selbe zuo,/ waz ich gespreche oder getuo,/ ob ich ez iu | |
| stat/ und geleistet dâ des sin gebat,/ er vuor des selben mâles/ von Engelant ze Swâles/ zem herzogen Gilâne;/ der was | |
| daz ez Gilân niht hæte gegeben/ âne eine vür sîn selbes leben/ umb kein guot, daz er ie gesach./ diu trahte | |
| diu wâre istôrje seit/ von Tristandes manheit,/ sô was des selben mâles/ dem lande ze Swâles/ ein rise bî gesezzen,/ hôchvertic | |
| der rivâgen hûs/ und hiez der Urgân li vilûs./ dem selben risen dem was Gilân/ und sîn lant Swâles undertân/ und | |
| traf in, alse er gerte:/ wan er sluoc ime die selben hant,/ diu nâch der stange was gewant,/ dazs an der | |
| vil starke./ //Tristan nam zweinzic marke/ von Îsolde golde/ im selben unde Îsolde/ zir nôtdürfte und zir lîpnar;/ dar zuo sô | |
| unde cleinen/ und was der Hiudan genant:/ den nam er selbe an sîne hant./ sîn gesinde bat er got bewarn/ und | |
| dem bôt er ouch die harphen dar./ daz armbrust er selbe nam,/ daz horn unde den hunt alsam,/ //Hiudanen, niht Petitcreiu./ | |
| dâ geriten jagen/ und hætin sîn wec dar getragen./ daz selbe hol was wîlent ê/ under der heidenischen ê/ vor Corinêis | |
| mac gesîn,/ daz er zer wilde kumet hin în,/ der selbe hât sîn arbeit/ vil sæleclîchen an geleit;/ der vindet dâ | |
| swæren,/ êre unde guot unmæren./ sus gereit er in den selben tagen/ in disen selben walt jagen/ und mê durch sîne | |
| unmæren./ sus gereit er in den selben tagen/ in disen selben walt jagen/ und mê durch sîne triure/ dan durch kein | |
| stân:/ dâ begundens in ze ruore lân;/ und an der selben stunde/ sô geschieden die hunde/ einen vremeden hirz hin dane,/ | |
| kam:/ dô was er zer fontaine/ ûf Tristandes plaine./ //Des selben morgens was Tristan/ und sîn gespil geslichen dan/ bihanden gevangen/ | |
| er erbeizete und trat ûf den pfat/ und volgete dem selben spor,/ dazs ime hæten getreten vor/ biz hin an der | |
| unde bluomen unde gras,/ daz vor dem vensterlîne was,/ daz selbe vundens ouch zehant./ ouch spurten si zwei durch den sant/ | |
| dâ nâch als ime daz herze stuont/ und alse er selbe wolde:/ daz er sîn wîp Îsolde/ und sînen neven besande,/ | |
| gehüeten kan./ der guoten darf man hüeten niht,/ sie hüetet selbe, als man giht;/ und swer ir hüetet über daz,/ entriuwen | |
| ie mannes muot gewan,/ getrûwen sînem wîbe/ und ouch sîn selbes lîbe,/ dazs aller slahte unmâze/ durch sîne liebe lâze./ swie | |
| daz man ez gar verbære,/ ob ez unverboten wære./ der selbe distel unde der dorn/ weiz got der ist in an geborn:/ | |
| daz brach si und brach gotes gebot/ und verlôs sich selben unde got./ ez ist ouch noch mîn vester wân:/ //Êve | |
| der Êven vünde/ noch hiutes tages, die durch verbot/ sich selben liezen unde got!/ und sît in daz von arte kumet/ | |
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