Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| genûc sîn bi mir./ und ez ist mîn wille, wir/ scheiden uns.» als der furste sprach,/ alsô daz leger dâ geschach./ | |
| geverte wêre, der heiden,/ noch von der habe sie wolden scheiden,/ die dâ rîche vor in lac./ menlich wolde vullen sînen | |
| nu kumen in ein tal./ ein hôher rucke sie noch schiet./ dô andersît der heiden diet/ mit den Cristen streit. nôt | |
| grâve Albreht/ tet manigen werden heiden/ des tages von lebene scheiden./ von Tramne der edele Witige,/ gegen den vînden der unsitige,/ | |
| sêre ez im zu herzen gie,/ daz sich sô snelle schieden sie./ doch sprach der fremde: «geschihtz û nôt,/ ich kume | |
| geschart uf den plân,/ der den rucke rûrte, der sie schiet,/ die Cristen und die heiden diet./ doch ir gesezze hinder | |
| unz hin daz unser herre got/ die zwelfe von ein ander schiet/ und in gebôt unde riet/ daz si sich teilten in | |
| Christ,/ der sante mich her daz ich dir sage,/ dû scheidest an dem dritten tage/ von disen arbeiten/ hin dâ wir | |
| mir/ als ich ir des schuldic bin.’/ mit der rede schiet er hin./ Die herren leisten sîn gebot./ dô erschein in | |
| gotes hant/ des niemen übertreit/ er enmüeze von dirre arbeit/ scheiden swar und swenne er wil./ des lîbes und des tôdes | |
| in gebôt unde riet/ unser herre, dô er von in schiet./ Diu wahte werte, als ich iu sage,/ zwô naht und | |
| erloubet wart/ ze varne swar si wolden,/ dô si sich scheiden solden/ und ieglîcher urloup nam,/ wâ! dort her îlende quam/ | |
| her îlende quam/ der nôtgestallen einer./ noch was ir deheiner/ gescheiden von dem andern dâ./ ‘wis willechomen, Thômâ!’/ sprâchen die herren | |
| dirre guot man sî,/ sô lât uns arcwânes vrî.’/ Sehse schieden sich her dan,/ der ieglîchem wart ein van/ ze sînen | |
| diz genuoge sâhen/ beide juden und heiden,/ ir begunden sich scheiden/ sumelîche von der phlihte./ nû stuont dâ vor gerihte/ ein | |
| daz beste sî,/ daz tuon und stên ein ander bî.’/ Alsus schieden si sich dâ./ vor dem bischof Cayphâ/ quâmens aber zesamen./ | |
| er daz sehen lie./ si trûreten daz er von in schiet,/ unz er sie trôste und in riet/ daz si noch | |
| swaz ir welt./ gehabet iuch wol und sît vrô!/ ich enscheide niht von iu alsô/ daz ir mîn êwiclîche enbert./ ich | |
| hie verdienet hât.’/ Nû der heilige Christ/ alsus von in gescheiden ist,/ si fuoren wider in die stat/ und wâren drinne | |
| der dînen vater hie verriet/ und ouch von disen êren schiet./ nû var heim und phlege dîn got!’/ des engels rât | |
| DEM STANDORT DES BEOBACHTENS.@n. $f:(2va)$f. Nach dem zuvalle wirt spera geschaiden in zwu schikung. Deu erst ist ain aufgereht, deu ander | |
| sein. Und davon haizzet er der ohsenzagel, der die ebenneht schaidet. Die zwen ohsenzegel uͤberschrenkent sich auf den himelspitzen, also, daz | |
| andern. Daruͤmb neme wir daz viertail dez ohsenzagels, der da schaitte die sunwenden; daz viertail get von dem ebennehter an die | |
| vil sanfte würde leit/ daz mit langer stætekeit/ von im gescheiden würde gar./ dar umbe ich gerne mit ir var/ zuo | |
| den gelieben zwein/ ir trûtschaft wolde leiden,/ diu niemer doch gescheiden/ mohte werden under in./ er kêrte dar ûf sînen sin/ | |
| triben under in/ von ir herzeleide./ diu zwei gelieben beide/ schieden sich mit marter,/ und twungen sich dô harter/ ze herzen | |
| liep bî liebe lît./ âne grimmes tôdes strît/ werdent si gescheiden wol/ die nu kumberlîche dol/ durch einander wellent tragen./ frou | |
| sô daz er schanden sich niht scheme/ und lasters sî geschîde./ frou Êre im hôhen prîs beneme,/ diu lûter und diu | |
| mit fröuden junge und alte;/ ir herzen/ von smerzen/ si scheidet mit gewalte./ die crenze,/ die swenze/ die werdent vil genæme,/ | |
| manne wol,/ der vil kumbers von iu dol./ / Jârlanc scheiden $s wil diu linde/ von ir cleiden $s grüenen sô | |
| ungemeit./ walt von sînem cleide $s mit leide $s nu scheide! $s bluomen vil/ siht man valwen in der liehten ouwe | |
| gnuoc gelungen:/ er wache und île balde hinnen!/ von liebe scheide er sich enzît,/ daz dicke leit dem friunde gît/ der | |
| mîn trôst ob allen nâchgebûren,/ fröude muoz mir sûren,/ dîn scheiden sêret mich ze grunde/ diu minne ist wunderlich gemuot:/ in | |
| minne tougen $s sunder lougen/ ûf dem sal, $s der scheide sich enzît/ von liebe daz im nâhe lît./ vil unverborgen | |
| minnen sî,/ ê den palas erliuhte/ daz frœlîche morgenrôt./ ein scheiden mich von liebe diuhte/ wæger danne ein grimmeclicher tôt./ diz | |
| dû vertrîp $s und gib ein küssen mir!/ dâ mite scheide ich mich von dir’./ / Heide $s mit cleide $s | |
| süeze meie kunde bringen./ walt, von dînem cleide $s nu scheide,/ grüeniu löuber dû versprich!/ des wil rîfe twingen dich/ und | |
| leide!/ ûz der minne fiure $s dîn stiure $s mich scheide!/ / Mînen muot/ hât diu minne $s sêre enzunt:/ als | |
| ich rîchen edeln schalc mit valschem muote erwaschen?/ von kupfer scheidet man daz golt mit eines unkes aschen:/ hei daz mîner | |
| vil nâhe ein pulver nie gelac,/ dâmite ich guldîn adel schiede ûz kupferînem willen!/ wê daz ein îderslange mag dur herten cokodrillen,/ | |
| herre sîn./ Gotfrit der <liebe> bruoder mîn/ ist âne sun gescheiden hin:/ dâvon <sô> heize ich unde bin/ sîn erbe gar | |
| Sahsenlant,/ daz er mit minne sâzehant/ den criec hie lâze scheiden./ hât er getân iu beiden/ mit schedelicher ungedult/ schaden iht | |
| er si vil schiere,/ und sî dâmite an dirre zît/ gescheiden iuwer beider strît’./ /Der herre wolgewahsen,/ der fürste rîch von | |
| man sol des herten kamphes nôt/ den criec noch hiute scheiden lân./ <ob> ieman welle mich bestân,/ der kome her, ich | |
| nemen,/ und lâze mir und im gezemen/ daz dirre crieg gescheiden/ werde von uns beiden,/ alsô daz wir hie strîten:/ und | |
| leide sprach:/ ‘frouwe, ir hânt gehœret wol/ daz dirre crieg gescheiden sol/ mit kamphe werden hiute./ des manent iuwer liute/ <mich> | |
| schulden hôher muot/ muoz fremden unde leiden./ liez aber anders scheiden/ den crieg der herzog ellenthaft,/ daz wolte ich und mîn | |
| durch alsô verschriet / daz er in von dem lîbe schiet./ sîn houbet daz zimieret was/ viel nider ûf daz grüene | |
| rehte müeze werden,/ und daz ich ûf der erden/ mich scheide von ir sâzehant./ wil si daz ich ir tuo bekant/ | |
| gas[t/ / einander hæten lange zît. / doch wurden si gescheiden sît./ /Nu hœrent wie daz hüebe sich:/ dô si zwei | |
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