Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| des wolt er yn selber thun jehen ee das sie schieden, man neme yn im dann mit gewalt. //Sie saßen beide | |
| ging zur konigin und bat sie das sie den strit schiede durch sines dinstes willen, er wolt ir ummer darumb dienen. | |
| daz di sele icht irsterbe,/ so si uon deme libe gescheiden werde,/ wan vͥwer hineuart/ gnedicliche wart gespart/ in der cristine | |
| uns armen zu heile/ an dime urteile./ swer da wirt gescheiden uon dinen kinden,/ der nemac njemer ujnde/ neheinerslahte gnade./ so | |
| blutis./ njeman tut so ujle gutis,/ der sih dar uone scheidit,/ er ne si des himelriches entfreidit./ der vil suzze wege wist/ | |
| heilegen werken vnderſcheiden vnde wurden doch uon ein ander nie geſcheiden. //Der iunger ſprach: Wie kumet daʒ, daʒ got in allen | |
| [27#’v] e ſi verteilet wirt oben in den luften. So ſcheident die engele vil vnfroliche uon der ſelen. Der wirt niemer | |
| In der ſelben $t wilen ſo ſich naht vnde dac ſcheiden beginnet, do betite der helige criſt, daʒ er blůtige trehene | |
| hei[36#’r]ligen naht dehein vngemach han. Da mite ſulen wir unſ ſcheiden uon dem viende vnde uon ſinen holden, die deʒ nahteſ | |
| daʒ unſer herre lute ſchrei, do er uon der welte ſchiet. Dar nach důt er drú crúce. Da mite iſt betutet, | |
| meiſter: Die gotiſ gebot erfúllent. So ſi uon der welte ſcheident, ſo fůrent ſie die engele in daʒ irdiſche paradiſe oder | |
| vil lúte úbil, die gůt ſint. An dem iungeſten dage ſcheident die engele die gůten von den [67#’r] úbelen alſe daʒ | |
| vnde in der ge[70#’r]weſſede ſint, alſe ſi von der welte ſchiedent. //Do ſprach der iunger: Weder ſint ſi geuaſſit oder nacket? | |
| ze gerichte leiden,/ dat du sin vr#;iund van im segs scheiden,/ der jüden růfen, der heidnen spot/ wider din sun, unsen | |
| der anschowungen $’s suͤʒen Jhesu/ bit vriden van disem live scheiden,/ wand des ich so lange můste beiden,/ der werld liͤcht, | |
| ein wiʒe wolke in entfiͤnc,/ de in van #;iuren ougen schiͤt,/ diͤ ware sun, dat ewlich liͤt./ //Wat vröuden mocht din | |
| is ein jar,/ als lang als ich bin van dir gescheiden,/ dat ich niͤt völlich in dir enbeiden./ als lang als | |
| du so lange beiden,/ da din můder van dir is gescheiden?/ wan doch ich willen min klage stillen,/ wand ich volgen | |
| velt, kurt is diͤ zit,/ diͤ in van sinem aʒe scheidet,/ niͤt he $’n traget, niͤt he$’ n beidet,/ he siͤt | |
| man!/ můder, burn der barmherzicheide,/ van dinem kind mich niͤt enscheide!/ bit eim ougen sich uns beide ane,/ wand in dir | |
| selen reine/ si hant einer hande klarheit aleine,/ diͤ si scheidet van naturen/ van andern godes creaturen./ //Diͤ klarheit sint diͤ | |
| wirt #;iuch beiden,/ diͤ er ensal men van #;iuch niͤt scheiden./ ////Diͤ drid martilje liden diͤ kint,/ diͤ an irn willen | |
| du alein bis god als na,/ dat engeine creat#;iure/ dich scheit van sinem schinem v#;iure!/ wiͤ schins du, dar eins iͤwlichen | |
| sundin si./ //Hilf mir, frouwe, so diu sele von mir scheide,/ so cum ir zi troste./ wan ich giloube, daz du | |
| heligen gelich und enpfahet denne an sich gotlichen schin. So scheidet dú sele von dem lichamen mit aller ir maht, wisheite, | |
| smekket, ie si sich minneclicher ansehent./ Ie si sich noͤter scheident, ie #.[er ir mer#.] gibet./ Ie #.[si me#.] verzert, ie | |
| und du bist oͮch ir nehstes cleit./ Das da ein scheiden můs geschehen,/ joch envant ich nie groͤsser herzeleit!/ Woͤltist du | |
| swenne wir zwoͤi alsust ein sin,/ so mag da niemer scheiden geschehen,/ mer ein wunnenklich beiten/ wonet zwúschent úns beiden.»/ «Herre, | |
| mag des nit erliden, das er ein stunde von ir scheide./ Alse si denne erwachet, so mag si sin nit me | |
| sůche an in zweigerleie krankheit, die si allerschierest von gotte scheident: das ist helliche oder heimlichú unkúscheit. $t Swenne ein mensche | |
| $t «Nein, solten si von der durvliessunge der lebendiger gotheit scheiden, si solten seror weinen denne ich, wan si úber mich | |
| ein seliger man. So gat es an die not. So scheident sich die gůten us den boͤsen und verwegent sich des | |
| das ir cristan sint und oppfernt got einen lip, so scheiden wir úns nit.» So bindet man den mannen ir fuͤsse | |
| ruͤffent und mit den werken von dir kerent. Minne, din scheiden und din komen das ist gliche willekomen der wol geordeneten | |
| den beswerten selen, die hútte mit angest von irme lichamen scheidin, das du, erbarmherziger got, ir behalter wellist sin und urteilen | |
| mir neigen, also das alle mine viende von mir trurig scheiden $t und ich, herre, da nach diner suͤssen wollust und | |
| des heligen geistes und der pine des armen fleisches so scheidet ir sele von irm libe ane alle eisunge der pine. | |
| nime ich urlop alsus zů allen den, da ich von scheiden sol. Ich nim urlop zů der heligen cristanheit und ich | |
| vúr alle die cristane selen, die hútte von irme lichamen scheiden, das du, erbarmherziger got, ir behalter wellest sin und urteilen | |
| minnendú sele, die von gotlicher minne brennet, von diser welte scheidet <N>XL</N>. Alsus sprichet dú minnende sele zů irme lieben herren | |
| minnendú sele, die von goͤtlicher minne brennet, von diser welte scheidet</KAP> Wol dem gůten menschen, das er ie wart geborn, der | |
| nit mag enpfan, die wile ich irdensche #.[sol wesen#.]; ich enscheide aller ein cleine wile von diseme armen leben, also das | |
| «Wir leren mine vrowen, die kúnegin, das si iemer kúnne scheiden das boͤse von dem gůten mit goͤtlicher wisheit in heliger | |
| han./ //Toh ir chomint alle von einiman/ ir bint iedoch geskeiden/ mit manicvalten listen,/ mit michelen unchusten,/ ter eino ist wise | |
| seht, sô tágt ez in dem herzen mîn./ /‘Owê des scheidens, daz er tet/ von mir, dô er mich vil senende | |
| iemer dâ stân./ Ôwê, sô muoz ich $s víl tr%/ûric scheiden dan,/ sô kumt ein wolken sô trüebez dar under,/ daz | |
| wâne,/ der mich sô sêre leitet in die nôt?/ ich schiet von ir gar aller vröiden âne,/ daz sî mir trôst | |
| mê,/ wan mir ist leide/ und v%/ürht%\e des, daz sich scheide/ diu triuwe, der wir pflâgen ê.’/ /Mir kumet eteswenne ein | |
| saehe ich gerne mich in hôhen muote als ê./ mich enschéide ein wîp von dirre klage/ und spreche ein wort, alse | |
| ich vil unsanfte komen mac./ Sî enlât mich von ir scheiden/ noch bî ir bestên;/ ie dar #s+under#s- muoz ich gar | |
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