Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| von wirte selch gemach/ eines nahtes nie geschach./ des morgens schiet er von dan/ und vant den griulîchen man/ ûf einem | |
| ich den künec von ir:/ herre, daz geloubet mir,/ ich schiet alsô von dan/ daz mir dâ nie dehein man/ ein | |
| solde sî zuo kêren./ //Dô man den wirt begruop, dô schiet/ sich diu riuwige diet./ leien unde pfaffen/ die vuoren ir | |
| in ir muote/ getriuwe under in beiden,/ sô sich gebruoder scheiden./ sus was ez under in zwein:/ der wirt und her | |
| der in treit.’/ nû was der künec Artûs gereit:/ der schiet mit urloube dan./ nû reit diu vrouwe mit ir man/ | |
| vrouwe mit ir man/ wol drî mîle ode mê./ daz scheiden tete ir herzen wê,/ als wol an ir gebærden schein./ | |
| er triuwen verjæhe./ sîniu wort diu sint guot:/ von den scheidet sich der muot./ ez schînet wol, wizze Krist,/ daz mîn | |
| im ab der hant gewan./ sî neic dem künege und schiet von dan./ //Daz smæhen daz vrou Lûnete/ den herren Îweinen | |
| kêren,/ der slac sîner êren,/ daz sî sô von im schiet/ daz sî in entrôste noch enriet,/ daz smæhlîche ungemach,/ dazs | |
| kêrte/ und gestuont im zaller sîner nôt,/ unz sî beide schiet der tôt./ //Der lewe und sîn herre/ die vuoren unverre/ | |
| nieman ze hûs/ der sich ez wolde nemen an:/ sus schiet ich âne kempfen dan./ des wart ich sô ze spotte | |
| ir anders gar enbir.’/ //Daz widerredte der künec Artûs./ sus schiet er ûz sînem hûs/ vil harte zornlichen dan./ er sprach | |
| er gelîchet sich wol einem man/ der betelîchen biten kan./ scheidet er von hinnen/ mit selhen unminnen,/ ern gesprichet nimmer mêre/ | |
| wider in:/ er vuorte die küneginne hin./ unde dô sî schiet von dan,/ dô sach sî jæmerlîchen an/ alle die dâ | |
| immer wân/ daz ich des lîbes sî ein zage.’/ nû schiet den zwîvel und die clage/ der grôze rise des sî | |
| hiez die brücke nider lân./ er sprach ‘diz sol sich scheiden/ unser einem ode uns beiden/ nâch schaden und nâch schanden./ | |
| wie sî ir vrouwen verriet/ daz sî von ir êren schiet./ deiswâr, herre, ich râte iu daz/ daz ir iuch bedenket | |
| ir tôt./ //Noch erkand in dâ wîp noch man,/ und schiet ouch alsô lîhte dan;/ niuwan eine vrou Lûnete,/ diu daz | |
| vil schiere verkêren/ ze vreuden unde ze êren.’/ //Von danne schiet er trûrec dô/ und sprach wider sich selben sô/ ‘vrouwe, | |
| er sînes lîbes maht/ wol widere gewan,/ ê daz er schiede von dan./ //Do begunde der tôt in den tagen/ einen | |
| wolde diu alte/ die jungen mit gewalte/ von dem erbe scheiden,/ daz dienen solt in beiden;/ dâ zuo diu junger sprach/ | |
| mære/ von iu vernime, des vreu ich mich.’/ hie mite schieden sî sich/ und diu dâ suochte, der was gâch./ der | |
| ein kampf gesprochen/ zwischen in beiden:/ sô wil sî sî scheiden/ von ir erbeteile,/ ezn stê dan an ir heile/ daz | |
| ichn kam nie her durch iuwer leit:/ mac ich, ich scheide von hinnen/ mit iuwer aller minnen./ aller liute beste,/ enpfâhet | |
| got vergaz,/ daz ich iuch brâhte dâ her in!/ ir scheidet mit unêren hin.’/ //Dô sprach der rîter mittem leun/ ‘ir | |
| sô wær im verre baz geschehen:/ wand im tete daz scheiden wê./ ern erkunte sît noch ê/ âne sîn selbes wîp/ | |
| gesunderten sô schiere,/ dô mohtens under in beiden/ gelîche sîn gescheiden/ des muotes sam der jâre./ ich versihe mich wol zewâre,/ | |
| sâmen vellen,/ daz ietweders stich geriet/ dâ schilt unde helm schiet:/ wan dâ râmet er des man/ der den man vellen | |
| mêre./ ez wart dâ von in beiden/ ein vil gemüetlich scheiden,/ und sazten sich ze ruowe hie/ unz sî diu müede | |
| ir lîp:/ und möhten sîz in beiden/ nâch êren hân gescheiden,/ daz heten sî gerne getân,/ und begunden rede drumbe hân,/ | |
| si in ir sinnen:/ und dô sî mit minnen/ nieman gescheiden mohte,/ dô tete sî als ir tohte./ diu edele und | |
| an daz leben,/ ir einem ode in beiden,/ sine wurden gescheiden./ daz hete sî lîhte dô getân,/ wold es der künec | |
| diu naht ane gienc/ und ez diu vinster undervienc./ //Sus schiet sî beide diu naht,/ und daz ir ietweders maht/ wol | |
| daz weiz unser herre got/ daz ich sigelôs bin./ ich scheide iuwer gevangen hin.’/ //‘Herre und lieber geselle, nein,’/ sprach mîn | |
| verre./ irn möhtet schande merre/ niemer gewinnen,/ swenn er nû scheidet hinnen/ alles strîtes erlân,/ der iu diz laster hât getân./ | |
| irn geheizet imz mit eide/ ê daz ich von iu scheide.’/ des eides was sî vil gereit./ vrou Lûnete gap den | |
| wurde gesamenet in ein./ sone sol iuch dan dehein ander nôt/ gescheiden nimmer âne den tôt./ nû behaltet iuwer gewarheit/ unde lœsent | |
| sîn niht haben/ ze ainem wârem wîssagen./ swer daz wîp sceidet von dem man,/ daz ist unrehte getân,/ waz mac man | |
| mac man dar an guotes getuon,/ daz man den vater sceidet von dem sun,/ bruoder von dem pruoder,/ tohter von der | |
| wol hinne di frist:/ irne solt iuh von ainander niht scheiden’:/ daz lobeten si duo alle gemeine./ $sDer helt Ôdnâtus/ zu | |
| wazzer hieze sciezen’./ $sDiu frowe kom in alle zît:/ kûme gesciet si den strît./ si sprach: ‘daz enhaizet niht êre,/ daz | |
| waz daz diute.’/ $sDô sprâchen di vursten alle:/ ‘den troum sceiden wir dir denne:/ die Unger sehent in hiute laide;/ si | |
| entwerfen kan/ wunneclîch in sîme sinne/ herzeliep: von dem gewinne/ scheiden muoz, swer triuwe nie gewan./ //Sî gelîchet sich der sunnen, | |
| //Reiniu wîp diu sint $s sô gar von der diet gescheiden/ daz dâ heizent valschiu wîp: des ist mîn herze frô./ | |
| mîn leben lît, Minne, sô lâ dîne güete schouwen/ unde scheide disen süezen strît./ //Minne, mîn dich underwint,/ wan ich bin | |
| wünschet daz mîs herzen trût mich von den senelîchen sorgen scheide:/ sô bit ich die guoten daz si lâze mir gelingen./ | |
| blic der vie mich sô/ daz ich von ir niht scheiden mac, swie selten mich diu herzeliebe hât gemachet frô./ //Ach | |
| von wil ich singen lân/ unde wil mich von ir scheiden./ got der gebe gelücke uns beiden. wære ab ich ein | |
| fröite mir daz sende herze mîn./ rœselehter rôter munt,/ nu scheit den strît $s und hilf enzît, $s sô bin ich | |
| díen t%\et vil leide/ der lange winter kalt./ balde hinnen scheide/ sîn twingen manicvalt./ valwe löcke reide trânt junge stolze meide;/ | |
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