Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sancte Adj. (1383 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ein in dir phinkiſtwochin^. an deme mantage^. unde ein an ſente Johannis tagi zu mitteſumere^. unde ein an ſente Jacobis tagi^. | |
| ein an ſente Johannis tagi zu mitteſumere^. unde ein an ſente Jacobis tagi^. Unde di vlurſcuzzin die ſulin den luitin vuri=gibieti, | |
| male. Unde die mal ſal min zu rechti ſizzi undir ſenti Kilianis linden^. unde dar ſulin alli die cume, die icht | |
| wart beidenthalp gesworn./ diu zît wart ouch darzuo erkorn/ ûf sant Bartholmes tac./ nû besanden man und mâc/ die herren gegen | |
| uns geschach diu herzensêre/ und diu grôze klag/ reht an sant Vîtes tag./ des jâres ouch begraben wart/ von Salzpurc bischolf | |
| gehôrt/ von frouwen und von mannes galm/ und halt die sant Willehalm/ het umb Vivianzes tôt,/ diu klage sich gegen diser | |
| got geruoch im geben/ genâde an der sêl,/ daz si sant Michêl/ ûz allen wîzen wîs/ in daz frône paradîs./ //XXXIV. | |
| sprach: ‘sun, dû weist daz wol,/ daz dehein bâbest sol/ sant Peters guot minnern./ ich wil dich des wol geinnern,/ daz | |
| nur viere,/ die andern muosten dannen varn./ die munich von sant Peter wârn/ an irem guot sô sêr entwarht,/ daz si | |
| Pettou wirt verlorn,/ her, geloubet mir daz slehtes,/ daz ist sant Ruoprehtes./ und des gotshûses eigen./ daran sult ir erzeigen,/ daz | |
| maste,/ grôzen ungelimph het er./ daz vorht der abt von sant Peter/ und von Nunberc die nunnen;/ den was aber zerunnen/ | |
| strît,/ des ich ze sagen bin gebeten,/ an dem tage sant Margreten./ die dâ mit sigebærer maht/ wâren, den was kurz | |
| gewerren:/ die Templær und die tiutschen herren/ und die von sant Johannes/ die berieten sich des,/ daz si dem soldan wolden | |
| zuo den zîten,/ dô der bâbest het erloubt,/ daz man sant Hedwigen houbt,/ daz heilic und daz reine,/ mit anderm irm | |
| in ûf al den strâzen/ die Pôlân widersâzen./ wâ man sant Hedwigen/ erhuop, daz wirt iu niht verswigen./ ein klôster in | |
| geschach./ für grâf Bernharten man geben sach/ Phanberc, Peckach und sant Peter,/ lutzel veste mêr het er./ für grâf Heinrichen/ antwurt | |
| danne,/ dô wart im bî des bâbstes banne/ und bî sant Peters des zwelfpoten/ vesticlich geboten,/ daz im verboten und verspart/ | |
| selbe hât erhaben./ dâ wart er begraben./ nû lâz im sant Michêl/ enpholhen sîn die sêl,/ sît der lîp hât ein | |
| daz kunt getân,/ der kunic wolt rihten alle klag./ ûf sant Mertînes tac/ solt der hof geschehen/ nû liez der kunic | |
| und êwiclich ze dienen./ diu suon geschach datz Wienen/ an sant Elspeten tac./ niht lenger dâ lac/ von Bêheim der wîgant./ | |
| grôzen/ der bischolf von Basel began/ disen ruof heben an:/ ‘sant Marî, muoter und meit,/ all unser nôt sî dir gecleit!’/ | |
| volliclich./ ouch was der ellensrîch/ sô gar unverzagt,/ hiet im sant Peter gesagt,/ er wurde dâvon kranc,/ ein schemelicher wanc/ wær | |
| zwei hundert jâr/ und tûsent, als ich iu sag,/ an sant Barbaran tag/ bi dem Weidenbache ûf dem plân./ swaz wîbe | |
| ze guoter mâze kleine,/ diu solde nun sîn worden;/ in sant Klâren orden/ stuont zuo der wîl ir sin./ datz sant | |
| sant Klâren orden/ stuont zuo der wîl ir sin./ datz sant Franciscus fuor si in/ daz klôster in Prâge lît./ ich | |
| vart/ diu grôze menge volgte dan/ in daz munster, daz sant Stephan/ ist gewîhet zêren./ dâ danct er unserm herren/ der | |
| diu frou mit andâht;/ sô si beste maht/ got und sant Michêle/ enphalch si die sêle/ und ir êre unser frouwen./ | |
| dâmit si her wider fuoren/ bî dem rehten segelweter./ swaz sant Pauls und sant Peter/ hie hânt dem bâbst genâden lâzen,/ | |
| wider fuoren/ bî dem rehten segelweter./ swaz sant Pauls und sant Peter/ hie hânt dem bâbst genâden lâzen,/ die teilt er | |
| darzuo gehôrt ein tuom./ des phlac mit geistlichem ruom/ wîlent sant Stenezlâ,/ der was bischolf aldâ./ bî des zîten Krackouwe/ was | |
| daz man nû siht gebûren rîten./ durch der meintât grien/ sant Stenezlâ in verbien/ und schiet den kunic unreine/ von der | |
| der burc gewaltic was,/ an einem buoche er las,/ an sant Stenezlâs legende,/ wie von eins kuniges missewende/ daz lant het | |
| jâmer grôz/ was dannoch niht genôz/ der klegeliche galm,/ den sant Willehalm/ het ob Vivianz,/ dô des jâmers lanz/ sîn herz | |
| in dem næhsten mein darnâch/ der bischolf tôt lac/ vor sant Urbans tac./ der tôte lîchnam murc/ wart gefuoret hinz Salzpurc;/ | |
| in die stat,/ in daz munster, daz man hât/ gewîht sande Marc./ darin daz wazzer gie sô starc,/ daz die liut | |
| daz aller kriec und werre,/ der zwischen in lac/ ûf sant Michêles tac/ in guotem fride solde stên./ die man dâmit | |
| was und gehaz./ ouch wæn ich, daz er niht vergaz/ sant Blâsen sînes herren./ dem begund er mêren/ hie ze Stîre | |
| unz daz der winder starc/ dem summer obe lac./ umb sant Mertîns tac/ diu schumphentiure geschach;/ nû beliben si darnâch/ wol | |
| der begund sich darzuo warn./ dô si kômen gevarn/ niderthalp sant Dyonisen,/ dô rand ûf einer wisen/ der Stubenbergær drât/ zuo | |
| von im niht bekomen kan./ wâ nû, mâge unde man/ sant Ruoprehtes unde mîn!/ swes helf dem goteshûse schîn/ wirt an | |
| ze haz/ den, die dar kæmen, solde geben,/ sô er sant Virgilium wold erheben./ der selbe heilige man/ het grôzer zeichen | |
| der Salzpurgære./ er ist der ahte, als wir lesen,/ nâch sant Ruoprehten gewesen./ ouch seit von im diu schrift,/ daz er | |
| ist gelegen,/ von êrs mit bûwe hât gephlegen/ got und sant Ruopreht zêren./ mit werken und mit lêren/ guoter ding er | |
| bischolf Ladizlâ dô gert,/ des wart er alles gewert/ umbe sant Virgilium./ dô der bischolf sînen frum/ datz Rôm geschaffen het,/ | |
| stat gewan/ vor unmuoz, diu im lac ob,/ daz er sant Virgilin ze lob/ sîn gebeine hiet erhebt./ sêre dô darnâch | |
| waz in genâden wære/ von dem bâbste gegeben,/ swann er sant Virgilium wold erheben,/ und daz im erloubet wart,/ daz er | |
| darzuo sîn geladen./ er wolt dâ, hiez er für geben,/ sant Virgilium erheben,/ den heiligen gotes zarten,/ unde bischolf Eberharten,/ der | |
| kunden offenlich./ daz concilium wart gesprochen/ über sechzehen wochen/ ûf sant Mertînes tac./ der bischolf in der friste phlac/ betrahtung der | |
| got,/ daz er sô vil genâden/ gevazzet und geladen/ ûf sant Virgilium het,/ daz er des wirdic tet/ sîn edelez gebeine/ | |
| laudamus./ darnâch aber schiere/ dise bischolf viere/ trâten hinab/ in sant Virgilin grap./ si liezen iu enplanden/ und lâsen mit den | |
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