Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sancte Adj. (1383 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| gelîch;/ des traht er dester sêrer,/ wie er gemachte mêrer/ sant Peters urbar./ des kunigs het er vâr/ mit dem swert | |
| alsus,/ Hostiensis Nicolaus/ was er geheizen_–/ ruowen und erbeizen/ ûf sant Peters stuol hernâch/ nâch bâbst Honorium man in sach,/ dô | |
| rehter lêr und guotem bilde,/ des er si hiez phlegen./ sant Peter, gotes degen,/ ir aller furste und senat,/ des amt | |
| von eines phaffen schulden,/ der von Rôm was komen dar./ sant Peter hete sich fürwâr/ und maniger, der sît der frist/ | |
| im die Salzpurgære,/ daz er bî priester Johan wære/ datz sant Thomas in Indiâ/ unde daz er wær aldâ/ primas oder | |
| mich niht bevillen/ ze tuon durch iwern willen/ und durch sant Ruoprehtes/ wil ich mich durchslehtes/ bewegen, swaz iu mac gevallen./ | |
| in dem niunzigsten jâr,/ daz ze næhste darnâch lac,/ an sant Sebastianes tac/ //__CCCCLXXV. dô daz alsô verriht wart./ dô rihten | |
| ûf sînem bistum/ die êrsten mess ze singen phlac/ an sant Ruoprehtes tac,/ der in dem herbste ist./ darnâch in kurzer | |
| stæt/ nâch sînem willen gelæt./ herre, dâvon seht,/ daz ir sant Ruopreht/ sîn dinc schaffet mit witzen!/ wir müezen entsitzen/ des | |
| des er sît enkalt;/ sam tet der helt balt/ mit sant Peter grâf Uolrich/ und mit den andern algelîch/ wartet er | |
| gerant in die herberge/ mit listen und mit kerge/ datz sant Peter under die veste,/ dâ entschumphierten die geste/ allez sîn | |
| an dem mittichen man si sach/ zogen für Judenburc/ hinz sant Gorgen bî Frounburc/ und wolden dâ die naht belîben./ __nû | |
| fürsaz si drabten,/ daz si ninder ûf habten,/ zetal für sant Beneditten,/ und dô si geritten/ den wec eng und smal/ | |
| mit sînen jungern unde az,/ dô begunde zuo im gên/ sant Marî Magdalen;/ mit grôzen vorhten tet si daz./ daz si | |
| ez tagen begunde,/ nû fuor der herzog enzît/ unz hinze Sant Vît_–/ niht fürbaz wold er kêren,/ unz er sich mit | |
| unde anden,/ als verre si ir witze lêrte./ ê von Sant Vîte kêrte/ Albreht, der wan êren gert,/ schildes amt unde | |
| Herman,/ und ein burgær zuo der zît/ was gesezzen zuo sant Vît,/ hiez her Kuonrât von dem Turnlîn,/ der und die | |
| niwe/ wart an getragen,/ daz wil ich iu sagen./ die sant Johannesære,/ ich wæn si heizen Spitalære,/ habent ein hûs, daz | |
| heizen Spitalære,/ habent ein hûs, daz lît/ vil nâhen bî sant Vît,/ daz ist Pulst genant./ dâ was ein bruoder wol | |
| dô fuorens bî der naht/ mit aller irer maht/ für sant Vît hin./ nû het man dar gefuoret in/ vil leiter | |
| manigen wagen wîsen/ an der selben zît/ hinz Friesach von sant Vît/ und hinz Griven alsam./ daz guot, daz man dâ | |
| êren phlægen,/ daz si die reise iht verlægen/ her ze sant Vît./ er gewan in kurzer zît/ wol anderthalp hundert man;/ | |
| gebunden/ und gesleiphet über al/ beide berc unde tal/ datz sant Vîte in der stat,/ dâ man die untriwe hât/ an | |
| daz si mit im drât/ füeren an der zît/ gegen sant Vît./ er sprach: ‘die sul wir ouch behern,/ wand si | |
| ir an disem zil/ den herzogen heim suocht.’/ ‘waz ob sant Ruopreht geruocht’,/ sprach der viztum Ruodolf,/ ‘daz sînem bischolf/ lîht | |
| bewac/ gegen Friesach ze rîten./ __in den selben zîten/ hinz sant Vît kômen mære,/ daz der viztum wære/ zuo in ûf | |
| zdem herzogen,/ der viztum wolde zogen/ für die stat datz sant Vît;/ daz er kæm enzît/ ze helfe und ze staten,/ | |
| mit einem ritter, den het er,/ hiez her Eberhart von sant Peter,/ der wart sâ zehant/ in botschaft gesant/ ûf die | |
| dâmit zogt er hin,/ als in lêrt sîn sin./ von sant Peter her Eberhart/ mit im selb enein wart,/ daz sîn | |
| daz si niht tuon, als si tâten,/ dô man datz sant Vîte/ mîn herren ûz dem strîte/ fuorte alsô hin,/ daz | |
| gevellet die helden kecke,/ her Friderich von Wîzenecke/ und von sant Peter her Eberhart,/ mit den ouch gevellet wart/ der Wîzeneckær | |
| lange frist,/ daz dâ verdrôz der zît/ die herzogen datz sant Vît,/ daz in nieman niht seit./ der herzog Heinrich reit/ | |
| der hiet zuo der zît,/ die er dâ vie zuo sant Vît,/ daz man einen gen dem andern ahte/ und die | |
| ouch grâve Uolrich,/ daz von Wîzeneck her Fridrich/ und von sant Peter her Eberhart/ alsô ledic wart/ und swaz er ir | |
| site an im mêrte/ und got an im êrte/ und sant Ruopreht,/ daz er bî sînem reht/ und bî solhem geniez/ | |
| bischolfe von Salzpurge:/ der tuom und die von Nunburge,/ datz sant Peter und zReitenhaslach/ den selben ungemach/ und ze Salmanswîlære,/ diu | |
| sîn het funden,/ daz der tuombrobst het gehabt/ und von sant Peter der abt,/ die muosten alle schaden dulden/ von des | |
| zestet/ welten nâch ir reht/ den abt Engelbreht,/ der datz sant Peter was abt vor./ datz Admunde ûf dem kôr/ was | |
| an dem næhsten tage fruo/ in dem munster wît,/ dâ sant Wenzlâ in lît,/ dâ wart gelesen und gedônt,/ die wîle | |
| im ze sprechen./ noch ein burc het er,/ bî Liuben sant Peter,/ als ir wol gehôret habt,/ dâ muost ouch der | |
| al/ und fuor in daz Lavental,/ dâ lac er datze sant Andrê,/ unz daz er ach unde wê/ mit roub und | |
| diu reht/ an einer veste, het er,/ ist genant datz sant Peter,/ und al die zehent im Murztal,/ die abt Heinrich | |
| wær niht borgens./ ez was, als ich iu sag,/ an sant Jorgen tac./ dô des gewarnet wart/ der herzog von hôher | |
| darûf gestecket swebte,/ darin geworht, als er lebte,/ ir herre sant Mertîn/ und der durftige sîn,/ dem er den mantel halben | |
| huop der gotes kappelan/ ein ruof mit lûter stimme an:/ ‘sant Marî muoter!’/ //DCLXXXIII. diser ruof guoter/ wirt selten geswigen von | |
| die dâ fursten sint geheizen/ in tiutscher lande kreizen,/ ûf sant Mertîns tac./ grôzer unmuoze phlac/ des kunigs kanzelære/ und alle | |
| was sô grôz,/ der man ze Wienen phlac,/ und wær sant Mertîns tac/ niht gewesen sô lange,/ ez wær sûmung begangen./ | |
| guote veste,/ die er dâ ligende weste/ in sînen kreizen,/ sant Mertînsperc geheizen./ darzuo der furst im tât/ helfe unde rât,/ | |
| diu mit grôzer kraft/ het gewert bî manigen jârn/ zwischen sant Peters nâchvarn/ und den sæligen/ von Francrîch den kunigen,/ diu | |
| wart er bereit./ mir ist alsô geseit,/ daz er an sant Dyonisen tac/ in dem Lavental lac/ ze sant Poules über | |
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