Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwe F. (520 Belege) Lexer BMZ BMZ Findeb.
| trœsten holn,/ muoz ich âne helfe doln/ nâch minne alsolhe riuwe?/ pfligt si wîplîcher triuwe,/ si sol mir freude mêren,/ diu | |
| sêre,/ unt diu minne michels mêre,/ unt der vier frouwen riuwe:/ wand er sach an in triuwe./ er bat se weinen | |
| ich gerne gein im wolte komn/ ûf strît durch mîne riuwe./ sîn vater der brach triuwe,/ ime gruoze er mînen vater | |
| niwe freude kunt/ daz er dâ nâch solt trinken./ sîn riwe begunde hinken,/ und wart sîn hôchgemüete snel./ ir süezer munt, | |
| gezieret,/ wol underparrieret/ die rîter underz frouwen her:/ gein der riwe kômen si ze wer./ och mohte man dâ schouwen/ ie | |
| unde sô./ ir komens was er zuo zim vrô./ sîn riwe smal, sîn vreude breit/ wart dô: sus swant im al | |
| pflegen?/ iwer trôst im zucket freude enbor:/ unz ûzerhalb der riwe tor/ von sîme herzen kumber jagt/ daz ir an im | |
| mit vreuden schalle:/ hêr, daz trœst uns alle./ gein der riwe sult ir sîn ze wer./ hie kumt der herzoginne her:/ | |
| jâmers ruoder/ in ir herzen wol ein fuoder/ der herzenlîchen riuwe:/ wan si pflac herzen triuwe./ si sprach "vart hin, verfluochet | |
| bist slôz ob mîner triwe/ unde ein flust mîns herzen riwe./ dîn minne gît mir helfe rât,/ daz deheiner slahte untât/ | |
| tôt:/ dô twanc si wîplîchiu nôt/ nâch im dennoch ir riuwe./ welt ir, des jeht für triuwe./ ___Gâwân unt Gramoflanz/ mit | |
| triwe minnet,/ werltlîch freude er hât verlorn/ und immer herzen riwe erkorn./ ___wes sûmestu dich, Parzivâl,/ daz du an die kiuschen | |
| des sint dir zil gestecket/ ze reichen und zerwerben./ dîn riwe muoz verderben./ wan ungenuht al_eine,/ dern gît dir niht gemeine/ | |
| ___"ich weiz wol, pflægt ir triuwe,/ so erbarmet iuch mîn riuwe./ wie lange sol diz an mir wern?/ welt ir iu | |
| sô,/ pflegt ir helflîcher triuwe,/ man siht iuch drumbe in riuwe./ wurde ie prîs von iu gesagt,/ hie sî rîter oder | |
| ein trûren rüeren/ Parzivâln durch triuwe:/ diu rede in lêrte riuwe./ mit den sîn er sich beriet,/ daz er von rîtern | |
| von sînin sundin êntwedir mit der toufe oder mit der rûwe oder mit der bûze. sô wirkit er sie ouh, swenne | |
| not, der mirren, des rauches, des goldes: daz ist diu riwe unser suͤnden, daz ist des gebetes emzicheit da mit wir | |
| si uns ratent und uns dar zů manent, daz wir rewe haben, daz wir unser suͤnde buͤzzen. da nach sænt si | |
| dem feur ertailt ist, daz prennen selb ab uns mit rewe, mit chlage, mit emtzichlichem weinen unser suͤnde, mit der vasten, | |
| suͤnden vertunchelt habt. eur muter, diu hilig christenheit, spricht: ‘habet riwe und buͤzzet, daz gotes rich ist iu nahen.’ wie wir | |
| diu schol der mensch fuͤr bringen, daz hertz mit der rew, der munt mit der biht. der sein suͤnt beriuset und | |
| getan ere wir verlorn haben und rætet uns daz wir rew haben. wir waren in der wunne dez hiligen paradyses gesetzet, | |
| mit ungehorsam gearnet haben, so schin wir hiut in unser riwe und enpfahen diu erde auf unser haupt. wan wir daz | |
| got und erchant sich mit innechlicher piht und mit grozzer rew. daz ist ein islich christenmensch der die sele floren hat | |
| zů unserm herren, dem almæchtigen $t got, und schuͤln grozze riwe haben umb vil manich suͤnt die wir getan haben, und | |
| gerichtet haben, nu wir mit der vasten und mit der riw sein genad versucht haben, nu hat er uns bei sinen | |
| unser herre chert wider zů dem suͤndær, swenn er sein riw enpfæht und im sein suͤnd vergit. er zimmert sein haus, | |
| Marie_Magdalenen, daz er die suͤndær getroͤst da mit, ob si rew haben wellen und buͤzzen wellen, daz si der ewigen genaden | |
| wir wol auz des tiufels gewalt choͤmen muͤgen mit innechlicher riwe, mit den zæhern, mit riwichlicher bichte. er hat die suͤnt | |
| an unser frowen sant Maria_Magdalena diu zů im mit grozzer riwe chom, da er ze haus geladen waz, und enschamt sich | |
| trute die mit grozzen suͤnden gevallen waren und mit grozzer riwe und mit grozzer buzze wider ze sinen hulden chomen, daz | |
| an dem tode sein suͤnde vil innenchlichen chlait und sein riwe vil groz waz. der mit girischheit, mit rawe gevallen sei, | |
| got troͤstet uns mit der ewigen froͤude, ob wir stæt riwe wellen haben und dem tiufel widersten wellen. dem schuͤl wir | |
| in schied, daz si immer mer die weil si lebten riwe heten umb ir ungelauben. unser herre tet alz ein gůt | |
| er ze einem riusær. er geit den unchæuschen so grozziu riwe, daz si mit ir zæchern alles ir unrecht ab waschent, | |
| dem gab er die genade daz er sein schulde mit riwe und mit zæhern ab wusch. Davide der sich uͤberladen het | |
| er und lert siu wie si mit der hitz der riwe ab brennen scholten diu unsaubercheit der suͤnden und lert si | |
| suͤnden bechert sam von den niun und niuntzich die der riwe nicht beduͤrffent. die gelichnuͤsse die ir nu vernomen habent, diu | |
| suͤnte der si in gewizzen waren, der chomen si ze rewe und ze erchantnuͤzze und cherten daz haus umb mit allem | |
| und wil uns enpfahen, ob wir buͤzzen wellen und stætig riwe haben wellen. wie diu stæt riwe getan sei, daz schůln | |
| buͤzzen wellen und stætig riwe haben wellen. wie diu stæt riwe getan sei, daz schůln wir merchen. $t die getann suͤnt | |
| sein huld. Nu schuͤln wir mit unsern zæchern, mit innenchlicher riwe ze sinen genaden chomen. die wil wir die vrist haben, | |
| waz, die bezaichent die sæligen menschen die ir suͤnt mit riwe und mit buzz ab waschent und bechernt sich ze dem | |
| si schuͤln si ze allen ziten an ruͤffen, daz si riwe haben und daz si ir suͤnt buͤzzen. suͤmlich die waren | |
| aver diu zal, daz man zelt fuͤmftzich, die beduͤtent $t riw alz ir vernomen habt. der die zehenzech emmer oͤlz gelten | |
| wan sant Pauls lert die heiden daz si buzze und riwe heten dar umb, daz si diu abtgot an gebet heten. | |
| schaiden, so můg wir nicht gearbeiten, so enhilfet dehain unser riwe. die wil wir in diser werlt sein, so muͤg wir | |
| lernt uns diu heilig dimůt. swer diu behaltet, der gewinnet rew und genad siner sel. als ir vernomen habt, iz waren | |
| heidenisch volkch, die chomen auch zů der christenheit mit grozzer riwe und chleiten vil innichlich ir suͤnt und wurben da mit | |
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