Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwe F. (520 Belege) Lexer BMZ BMZ Findeb.
| gut wirt und kumbt wol,’/ Sprach die sel zu frawn Rewen./ ‘Ich dankch dir deiner trewen/ Und deiner gueten ler./ Mich | |
| solt das gelauben mier/ Das von ier nicht schaidet vro Rewe./ Vro Gewissen ist so trewe/ Das sy dich nimmer gelat,/ | |
| Merkch wol und volg mir:/ La nicht von dir die Rew,/ Si ist gar getrew/ Und hilft dir dein chumer tragen,/ | |
| Und ir mit trewen pey stat,/ Das ist die starkch Rew;/ Dew selb ungetrew/ Hat das mit ir geschaffet/ Das sy | |
| Und versmecht sein ler und sein rat./ __Darnach kom die Rewe,/ Die was so getrewe/ Das sy die sele troste/ Und | |
| lip mit slegen/ Zer slagen und zer blůwen!/ Jamer und den růwen,/ Die wile ich leben, sol ich tragen./ Ey lieben lůte, | |
| Marien swestern waren,/ Die sach man auch gebaren/ Mit clegelichem růwe./ Manige clage nuͤwe/ Waz da nider und hoch,/ Biz ez | |
| ernern./ Da mag nieman enpfliehen/ Noch Gotes craft verziehen./ Der ruwe hat da nirgen stat,/ Die bezzerunge ist alle mat./ In | |
| huͤre/ Werden sie zu schanden/ In Beelzebubes handen./ An allen ruͤwen sint sie gewesen,/ Da von muͤßent sie lesen/ Der vermalediten | |
| unde ir stæte güete,/ ir wîplîche triuwe/ und ir senlîche riuwe,/ dô minnet er sî deste mê,/ und im wart nâch | |
| gunnen sol,/ sô muoz er mich mit triuwen/ ergetzen mîner riuwen,/ und muoz mich deste baz hân/ daz er mir leide | |
| herze wart bevangen/ mit senlîcher triuwe:/ in begreif ein selch riuwe/ daz er sîn selbes vergaz/ und allez swîgende saz./ er | |
| smæhlîche ungemach,/ dazs im an die triuwe sprach,/ diu versûmde riuwe/ und sîn grôziu triuwe/ sînes stæten muotes,/ diu verlust des | |
| gezelt/ ûz ir gesihte an daz velt./ dô wart sîn riuwe alsô grôz/ daz im in daz hirne schôz/ ein zorn | |
| unde ir güete/ beswârten ir gemüete,/ daz sî von grôzer riuwe/ und durch ir reine triuwe/ vil sêre weinen began,/ daz | |
| dem sündigen man,/ swie swære schulde er ie gewan,/ nâch riuwen sünde vergebe,/ und daz er in der buoze lebe/ daz | |
| gingesindet./ von den sorgen/ muoz ich verworren nû in stæter riuwen stricke $s worgen:/ daz tuont wachende gedanke $s unde in | |
| niht den rôten kus erwerben,/ sost mir fröiden strâze in riuwen pfat gebant./ //Lôs $s in rehter wîbes güete sach ich | |
| lieber wîbe triuwe/ lieplich sich liebet alle tage./ liep vertrîbet riuwe,/ liep wendet sende klage./ liebiu wîp sint aller liebe ein | |
| der valschen daz sol sîn mîn triuwe/ vil süeze âne riuwe: $s mîn kampflîch gewæte/ für ir nîderæte $s daz sol | |
| die geloͮbech w%:urden vnd getoͮfet w%:urden vnd vmb iͤr irretům r%>iwe heten, das die enphiengen antlas aller iren ſvnden.#.’ Do ſprach | |
| heren lichnamen vnd das heilige plůt des almehtigen gotes mit riͤwen an ſinen ivngiſten cʒeiten emphat, der des heilwages $t mit | |
| den vns min froͮwe ſant Maria praht hat. Swie getane riuwe, ſwie getan dienſt wir dem almehten gote vnd ſiner heiligen | |
| vnd an der ſele, ob wirs innenchlichen vnd mit rehten riwen got chlagen. Da ſullen wir inne erweruen vmb den almehtigen | |
| ſin ſunde an, ob erʒ vordert ʒe gotte mit warer riwe vnd mit lůtter piͤhte. Hie wirt er an alle diu | |
| daʒ gerainet vnd gewaſchen iſt mit den cʒehern der rehten riwe vnd daʒ da rain iſt von haupthaften ſvnden: von manſlahte, | |
| arbeit./ __Dirre kunic, gote getrûwe,/ mit voller bîhte, mit ganzer rûwe,/ gespîset mit dem lebenden brôte,/ uf gap er die sêle | |
| mich immer riuwen/ daz ichz sô lange hân verlân.’/ ‘dîn riuwe sol dich wol vervân’,/ sprach sant Pêter aber dô,/ ‘sît | |
| lange diu gewizzen neget,/ diu wîze sich nimmer geleget./ ir riuwe frumt in danne niht./ swie wê den armen dâ geschiht,/ | |
| nâch ir trûren/ und in sîn herze mûren/ vil jâmerlîche riuwe./ sîn altiu sorge niuwe/ nâch ir süezen minne wart./ der | |
| $s schœne $s lœne $s mêre/ sêre! $s niuwe $s riuwe $s swache!/ lîch $s rîch $s lêhen $s mir,/ wîp! | |
| $s mich sêret,/ diu hât mîn leit niuwe $s mit riuwe $s gemêret./ /Gnâde, frouwe reine! $s du meine $s mich | |
| lîdet!/ swen der bœse nîdet,/ der wirret sich in heiles riun./ /Ein frouwe diu mit kiusche unstæte ûz ir gemüete riutet,/ | |
| da was er vil unfro inn sym herczen, das die ruw nymer ußer sym herczen kam, als es darnach vil wol | |
| herren den konig sollen sere erbarmen, als er unsern großen ruwen ersicht. Und wißent das wir noch hint müßen off den | |
| ers alles recht gebrúfet, da kam im ein so groß ruw zu herczen geschlagen das im die trehen zun augen ußsprungen | |
| von dißem tag fúrwert stet im manig armut und manig ruwe zu habende, wann es hut ein armer weise ist worden | |
| selb solt döten von großem jamer den sie machte. //Den ruwen und den jamer, den die koniginne macht, ist unmúglich yemant | |
| dem anegenge ‘das mere von der koniginne mit den Großen Ruwen’. Da sprach sie wiedder zu der ebtißin: ‘Frauw, durch gott | |
| groß leyt sampt weynende und zu clagende und yren großen ruwen, und das sie beyd sampt got solten dienen; wann gott | |
| den lac sprang. Groß was ir beyder jamer und ir ruwe umb yrn großen verlust; und weren sie auch nit by | |
| verlust; und weren sie auch nit by einander gewesen, ir ruw wer vil mere gewesen und ir jamer und ir angst. | |
| sol weynen zu recht wan sin sunde, und allen weltlichen ruwen sol laßen farn.’ Da die koniginn hort das er also | |
| saget und unser glúbd ist. Ich muß weynen und großen ruwen machen, wann ich sere forcht des das myn herre alsus | |
| dut, wann das uwer hercz bekummert ist mit dem starcken ruwen der uch an ist. Gott von hymmel muß gnedig wesen | |
| noch hůt diß tags mangem man schadende. Dißen großen $t ruwen solt ir laßen bliben, wann ir mit weynende in nit | |
| im zu můt was, wann er nicht gewon was großen ruwen zu haben. Er was stolczes gemutes ye gewesen und achtet | |
| angsten und mit großen sorgen. Wann es mag kein größer ruw gesin oder in des mannes hercz komen dann das yn | |
| einen getruwen frunt verlúset, das ist mere schad und großer ruwe, das bin ich hůt an dißem tag wol geware worden.’ | |
| und trost yn da er groß ungemach hett und großen ruwen. Ich hett uch úmmer da laßen ligen ee dann ich | |
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