Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwe F. (520 Belege) Lexer BMZ BMZ Findeb.
| brust slecht, daz ist ein urchuͤnde der buzze und der riwe. er sluͤch umb daz an sein brust, wan er sich | |
| sprach: ‘appropinquabit regnum coelorum’. er sprach, ob wir buͤzzen und riwe haben wellen, so nachent uns daz gotes rich. er goz | |
| schuͤlnt, die vallent an ir antluͤtze; daz sint die die riwe habent umb ir suͤnt und si buͤzzent und nimmer mer | |
| des armen suͤntæres hertz und sein gewizzen mit der waren riw gestunget und ruͤret. so die unreinen girde und die boͤsen | |
| girde und die boͤsen gluͤst gestillet werdent von der heiligen riw die diu guͤte des almæchtigen gotes dem suͤnder git und | |
| im sein hertz ze der waren und ze der stætigen riw enzuͤndet wirt. er beginnet reden, so er sein suͤnde chlaget | |
| si in disem leben mit siner beicht und mit siner riw bedech vor den augen des almæchtigen gotes. da sitzet er | |
| bediu kint unde wip/ durch ir truwe./ si heten groze ruwe./ Genelun neich deme kaisere schone./ er kerte an eine wise | |
| in sineme geiste/ was ne hein truwe:/ uon ime chom michel ruwe./ er iruolte daz altsprochene wort;/ ia ist gescrieben dort:/ ‘under | |
| herce ode/ in dehainem zwiuel buwe(n),/ daz wir in samelichen ruwen/ an unseren iungisten stunden/ in rechtin bůzen werden funden,/ unt | |
| werlt wisten?/ Cornubiles ledigete sine truwe/ im ze$/ uil micheler ruwe:/ er hůp sich uaste an den man,/ wol uerstach er | |
| vil/ gein in so groze trúwe/ das in ir klagende rúwe/ grozen jamer offte bot,/ so si sahin ir not/ da | |
| geste kleiten sich zehant/ und leiten rúweclich gewant/ mit clagelichir rúwe an sih./ ir klagende klage was jemerlih/ umbe ir frúnt | |
| Das begunde sere klagin/ der edile, der getrúwe./ mit klagelichir rúwe/ sprah er in jemerlichir not:/ ‘nu weiz ih wol, ir | |
| __ Do gwan an dem selbin zil/ David so groze rúwe/ das er gein Gote núwe/ mahte sine guͤte./ mit guͤtlichir | |
| also gewan/ umbe sine valsche untrúwe./ des han ih cleine rúwe,/ wan alle unrehte rageben/ soltin alsus gebin ir lebin,/ die | |
| zit/ Sich beraitent uf den strit./ Und sol ich der rúwen cranz/ Mit jamer iendert machen ganz/ Dekainem werden wibe/ Mit | |
| erslagen/ Die man von rehte clagen sol!/ Da nam diu rúwe laiden zol/ An dem ellenthaften man./ Der edel fúrste rait | |
| tot/ Unde loͤse in dort us aller not!/ /Nu, vro Rúwe, ist iwer cranz/ Gevlohten soͤne worden ganz/ An den von | |
| werlt mugen sîn/ ieren dihein trûwe,/ wande ih lîde grôze rûwe.’/ //Dô Porus disen brieb gelas,/ alsime dar in gescriben was,/ | |
| gevangen ze schribenne und komen waz bis dar von der rúwe: nu wol uf sel minú etc., do hatte er etwas | |
| salbe, daz alles hus erfúlte mit sime gůten smake. __Owe, rúwe, wel ein edel ding du bist! Wie selig der ist, | |
| Wie selig der ist, dem der ware grunt einer rehten rúwe wirt! Wan dem werdent sine súnde luterlich vergeben, und were | |
| geslagen, er ist in nút vernietet. Sú heint ein zipfel rúwe, daz ist: sú wen gůt sin, untz daz es in | |
| kúnnent wegen, waz got ist, waz súnde ist, und waz ruwe ist. __Sehent, got ist ein also unerschoͤpfeter brunne grundeloser erbarmherzikeit | |
| schaden tůt, daz ist, daz sú nút kúnnent wegen, waz ruwe ist. Ruwe ist eine tugent, die einem menschen sine súnde | |
| daz ist, daz sú nút kúnnent wegen, waz ruwe ist. Ruwe ist eine tugent, die einem menschen sine súnde abe nymet, | |
| sú mit bescheidenheit ist. Sant #s+Bernhart #s- sprichet, daz unbescheiden ruwe gotte missevellet. Der boͤse Kayn der ruwete oͮch, aber ane | |
| den taic tuot./ wilder lattuoch was ouch ire maz:/ der riwe bittere zaicte daz./ //Iemer an dem sibinten jare/ do was | |
| pflag,/ sam Tristan, der mich riuwen muoz,/ swie mir der riuwe niemer buoz/ werde. sam tet Pyramus/ und ouch der kiusche | |
| spil./ für reht geschiht mir grôz gewalt,/ des ist mîn riuwe manicvalt./ ine bin so alt der jâre niht,/ so man | |
| tag nit mêr irwinden wil:/ der leit versicht, dast vür riuwe guot./ Frowe, swaz ich nû gisage,/ went ir doch niender | |
| sî mir niemer sende swære büezzen,/ wan daz ich iemerwernde riuwe solte tragen./ sît aber ich ie gegen ir noch alle | |
| $s mîn lîb in ir band/ Dem tôd in jâmers riuwe. $s mîn triuwe $s vergicht/ der vil sældenbæren $s bewæren, | |
| selben triuwe!/ nu sende, erbarmeherzer got, mir des so stæte riuwe,/ daz ich der werlte widersage/ und ich mit dîner süezen | |
| ich ſi garne, vnde gloͮbe antlaz minir ſunte nach warri riwe vnde nach dvrnahtichlicher becherde $t vnde gloͮbe vrſtente mineſ libeſ | |
| ſo ich in auer genam, ſo nam ich in an riwe miner ſvnden unde an bihte unde an vorhte unde behielt | |
| daz ſi mir ſin wegende vnde helfende durnahtiger becherde, warrir riwe, antlaz aller miner ſvnden vnde daz ſi mine ſele wiſen | |
| unſ geloͮben unſerſ unrehteſ unde ſîne gnâde ſůchen mit warer riwe unde mit rêhtir bechantnuſſe, mit warer bvͦzze, ſo erlôſet er | |
| iv vergebe iwer ſchvlde; damite wirde ih innen iwer wærlichen riwe.’ Wir biten oͮch tægelichen deſ ſelben an dem pater noſter, ſo | |
| iv helfe ze dem almæhtigen gote, daz ir mit warer riwe fvnden werdet vnde daz er iv verlihe, daz ir die | |
| in dirre werlte ſol wůffen vmbe ſine ſvnde. Zwaier ſlahte riwe ſint vnde zwaier ſlahte bvͦze. Der offenliche ſvndet vnde mit | |
| Da hât unſ got in diſime lebene ſtat gebin ze riwe, ze bihte, ze bůzze; ſwer ſich hie uerſumit, der hat | |
| deſ niht, daz div gotiſ gůte dich lêitet ze rehtir riwe, auer nach dîner herte unde nach unriwigem herzen ſchatziſt du | |
| unrůchlich ſint, ſo ſi ir bîhte tůnt, daz ſi ane riwe unde ane zaher ſagent, daz ſi denne wellint. Div bîhte | |
| uergab, div de%<#;owch got ſine %<vͦzze mit ir zâhern. Ir riwe erzeigte ſi mit mangem trâhen. Dannin ſprach $.s$. Dauid: Lauabo | |
| hivte komen engegen vnſerm herren mit dvrnæhtiger bekerde, mit waren riwen vnde flizzet ivch nv diſe tage mit kirchgengen, mit wachenne, | |
| gâwicet habint mit hoͮpthaftin ſundin, die ſchulin chomin ze wârer riwe unde ze warer bůzze. Der offenlichen $t geſundet habe unde | |
| braht, die ſine hulde uerlorn hetin, unde werdint nach wârn riwen vor in daz himelriche gelêitet. Dem ſchuln wir nachuolgin, daz | |
| diemůtiget unde engeſtit, $t ê er ſinem lîvte bvͦzze unde riwe ſatzte. Gvͦt waſ div diet, div ſo ſchiere ir herrin | |
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