Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwe F. (520 Belege) Lexer BMZ BMZ Findeb.
| das ist werlich úwer verderbnisse. Und ob úch Got woren rúwen dar umbe git, das harte misselich ist, so súllent ir | |
| Gregorij «Über Ezechielem,» daz «die sünde, die man snellich übermitz rüwen niht vertilket, die zühet von irre swarheit zuo einre andern.» | |
| signünfter in Israel vertrag niht, noch werde niht geneiget von rüwen.» __Ez ist zemerken, daz in der fürbereitunge zwei ding zebetrahten | |
| daz vater noch muoter hæte,/ waz got mit deme getæte./ //Riuwe unde stætiu triuwe/ nâch vriundes tôde ie niuwe,/ dâ ist | |
| niuwe:/ daz ist diu meiste triuwe./ //Swer nâch dem vriunde riuwe hât,/ nâch tôde triuwe an ime begât,/ daz ist vor | |
| vertruogen;/ ouch sach man an genuogen,/ daz ez in grôze riuwe bar,/ und was ouch der diu meiste schar./ sus was | |
| als ez an ir gebûwen wart./ als ez uns danne riuwe birt/ und innerthalp des herzen swirt/ und tœtet uns dar | |
| dervon seit,/ swer dâ wonet einen tac,/ daʒ er niemer riuwe pflac/ und imer vrœlîche warp/ unz an die stunt daʒ | |
| alle schande/ daʒ kint in dem lande./ mit vreuden, âne riuwe./ er muose sîn getriuwe,/ hübsch unde wol gemuot;/ daʒ hieʒ | |
| niht.’/ mit zorne siu dô von im schiet/ und mit riuwe beide:/ son geschach ir nie sô leide,/ noch enwas si | |
| nieman danc seit:/ daʒ ist trûren unde leit/ und êweclîchiu riuwe,/ wan ir iwer triuwe/ und iwer êre hânt verlorn./ sît | |
| und solt er tôt sîn gelegen,/ er enkunde doch niht riuwen pflegen./ //Nu lît der êrbære/ in eime karkære,/ der ist | |
| got ze rehte’/ sprach diu milte künegîn./ dâ muose michel riuwe sîn,/ wan ze diseme tegedinge/ sâʒen dâ ze ringe/ tûsent | |
| siu âne missewende/ dâ ze hove lebete./ ir herze in riuwe swebete/ als eʒ den minnæren tuot./ si enwiste waʒ ir | |
| siu hete wol vernomen,/ daʒ Iblis diu getriuwe/ durch senelîche riuwe,/ als ir stæte wol gezam,/ des tages niht hin vür | |
| niht wolt erwinden./ des gewan diu künigîn zehant/ sô grôʒe riwe, daʒ ir geswant/ und daʒ siu viel in unmaht./ diu | |
| ich enweiʒ waʒ ich iu sagen mac/ wan dâ was riuwe unde nôt./ manec ritter wære gerner tôt,/ dan er des | |
| als an der selben hervart./ Lôût der getriuwe/ hete grôʒe riuwe/ durch sîner muoter ungemach./ den rittern er zuo sprach:/ er | |
| daʒ sol iu geclaget sîn/ ûf gnædeclîche triuwe./ diu clagelîche riuwe/ sol durch nôt erbarmen/ die rîchen zuo den armen,/ wan | |
| ungehabe,/ ob si stüenden ob dem grabe,/ so enwære ir riuwe niht mêr./ daʒ ane sehende herzesêr/ was dem gougelær ein | |
| sîner hübscheit/ ein zorn und ein herzeleit/ und nâhe gândiu riuwe./ als Lanzelet die triuwe/ an als guoten knehten vant,/ dô | |
| kam:/ di enpfienc er mit triuwen/ und ergatztes al$/ der riuwen/ der ir dâ vor was beschehen./ nu moht siu êrste | |
| dev gotes ſtimme. des kan ich wole irwinden. ich han rewe genûc. daʒ ich den menniſhs î geſchûf. ſi ne werdent | |
| $t ſcalche unde ſine divwe. unde daʒ er inphinge ſine revwe. wande er wider ime hete getan. do er ime ſinen | |
| ſo werdent ſi mit der pihte uirſenket. $t in der riwe all$/ er trenket. ſi ne ge[t]unt uns nimer necheine not. ſi | |
| waren gotes triwe. div rache iſt uirwandelet $t in di riwe. Nu ſage wir $t ev da bi. do chomen ſi | |
| waſſe $t iſt ez unde ſtichet. als ovh in div rivwe begrifet. daz wizzet wol ze ware. der belibet ovh dare. | |
| sinem kinde?/ wolt wir ims getriwen,/ er gebuozt uns unser riwen/ unde gæbe uns daz tegeliche brot,/ unde gebuzte uns alle | |
| und ze eren, der stirbet nút unrechtes todes noch #;van rúw siner súnd.’ Und ich wæn wol das er es nút | |
| im hett laidenmůt/ Und trostend in mit trúwen/ Insinen grossen rúwen./ Das was oͮch gar #;van ende:/ Er bott sin hende/ | |
| laide si besass,/ So das du raine werde gůt/ Mit rúwen hette laiden můt./ Ir selbes laster tett ir we,/ Doch | |
| mit froͤde sante/ Wider den getrúwen,/ Der mit ir was inrúwen./ Eines tages gieng sy an ir gebett/ In ain garten, | |
| man/ Den andem crúce Got behielt,/ Wan er mit geloͮbe rúwe hielt./ __Also fůrent sú nu hin./ Do wart vil haiss | |
| Gottes rich./ Mit flisse lert er mengelich/ Umb ir súnde rúwen han/ Und toͮfte sú indem Jordan./ Vil lúte ze im | |
| Und aller welte schuld uf nimt/ Und vergit denen die inrúwen sint!’/ __Nu warent sunderlichen da/ Die sant Johansen giengent nach/ | |
| Wisen, kúnden Gottes rich/ Und applas aller mengelich/ Die rechte rúwe wolten han/ Und von iren súnden lan./ Vil zaichen und | |
| sines herren het./ Man seit er kæme inlaides not/ Mit rúwen úncz an sinen tot;/ Und wenne er horte kræigen den | |
| herren sin/ Richten und vertailet sin,/ Da von er och inrúwe kam:/ Die drisig phenning er do nam/ Und trůg sú | |
| schaide dich der tot’,/ Sprach dú vil getrúwe/ Mit klæglicher rúwe./ __Ihesus mit haiserlicher stim,/ Wie lúczel krefte wære inim/ Von | |
| er insinen handen hat./ Da wider Gottes trúwe/ Sůchet unser rúwe/ Mit mæniger hand dinge,/ Das er úns wider bringe/ Und | |
| sin/ Von herczen und mit trúwen/ Und mit vil grossen rúwen./ Er sprach: ‘owe der grossen not/ Das du hest so | |
| dich/ Genædeklichen úber mich/ Und fúr min untrúwe/ Enphachen min rúwe./ Der mir die bærmde tete kunt/ Das sibenczig warbe siben | |
| hast gebotten mir/ Das ich in neme ze hulden,/ Wer rúwe hat nach schulden./ Des man ich, lieber herre, dich,/ Und | |
| began/ Als siner můter mit trúwen./ Ie doch was si inrúwen/ Umb iren lieben sun mit klage,/ Wainen, súnfczen alle tage./ | |
| sú die red vernament:/ Sú wainotent, růftent, schrúwen/ Mit herczlaides rúwen/ Sament und och sunderbar/ Iegkliches von der schar/ Sam userwelt, | |
| man vint,/ Mit hilffe und allen trúwen:/ Des belibent wir inrúwen,/ Das wir din zarten suͤssen/ Nu mangel haben muͤssen./ Du | |
| er umb Got erwirbet:/ %/Ubels todes er nút erstirbet,/ #;vAn rúwe nút kunt von dir welt;/ Das wirt dar umb sines | |
| erkanden:/ ich meine die dar sanden/ ir vreuden schilt vür riuwe./ ist minne wâriu triuwe,/ so erwarp da manges heldes tôt/ | |
| den wehsel ame strîte/ gap Terramêr von Cordes./ der sêle riuwe hordes/ vil ûf ein ander legten,/ himels dône si wegten,/ | |
| nu lebende?/ der jâmer ist mir gebende/ mit kraft alselhe riuwe,/ diu zaller zît ist niuwe,/ swaz nû mîn lîp gewern | |
Ergebnis-Seite: << 5 6 7 8 9 10 11 >> |