Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîche Adj. (1359 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| solden, $s des wâren si vil vrô./ dô bôt in rîche gâbe $s Gunther der künec guot,/ und scuof in sîn | |
| zerinne mîner vriwende, $s in wirt arbeit erkant.«/ Den boten rîche gâbe $s man dô für truoc,/ der het in ze | |
| $s die scefte mit ir kraft./ des wart der künec rîche $s mit grôzen sorgen behaft./ Diu ross nâch stiche truogen | |
| grôzen sorgen behaft./ Diu ross nâch stiche truogen $s diu rîchen küneges kint/ beide für ein ander, $s sam si wæte | |
| drîzec sînen mannen. $s dô werte des heldes hant/ sînen rîchen gîsel $s mit ungefüegen slegen./ sît tet scaden mêre $s | |
| frouwen $s michel vrâgen vernomen,/ Wie gelungen wære $s des rîchen küneges man./ man hiez der boten einen $s für Kriemhilde | |
| den tet vil willeclîche $s diu Sîvrides hant./ er bringet rîche gîsel $s in daz Guntheres lant./ Die twanc mit sînen | |
| wol geseit./ du solt haben dar umbe $s ze miete rîchiu kleit/ und zehen marc von golde, $s die heiz$’ ich | |
| heiz$’ ich dir tragen.«/ des mac man sölhiu mære $s rîchen frouwen gerne sagen./ Man gab im sîne miete, $s daz | |
| die sîne, $s die vremden tet er sam,/ wan dem rîchen künege $s anders niht gezam,/ wan danken güetlîche $s den, | |
| harte ringe gelegen./ Die erzenîe kunden, $s den bôt man rîchen solt,/ silber âne wâge, $s dar zuo daz liehte golt,/ | |
| $s sone wærez nimmer getân./ Dar zuo was er ze rîche, $s daz er iht næme solt./ er het daz wol | |
| gebende, $s daz si dâ solden tragen./ Uote diu vil rîche $s diu mære hôrte sagen/ von den stolzen recken, $s | |
| dâ solden komen./ dô wart ûz der valde $s vil rîcher kleider genomen./ Durch ir kinde liebe $s hiez si bereiten | |
| wære guot,/ daz er dâ für niht næme $s eins rîchen küneges lant./ si sâhen die vil gerne, $s die si | |
| $s die si nie heten bekant./ Dô hiez der künec rîche $s mit sîner swester gân,/ die ir dienen solden, $s | |
| daz hovegesinde $s von der Burgonden lant./ Uoten die vil rîchen $s die sach man mit ir komen./ diu hete scœne | |
| $s geselleclîch genomen/ wol hundert oder mêre: $s die truogen rîchiu kleit./ ouch gie dâ nâch ir tohter $s vil manec | |
| dâ wol gehœhet $s den zieren helden der muot./ Die rîchen kamerære $s sah man vor ir gân./ die hôhgemuoten degene | |
| sich bereiten zuo der verte $s die recken küen$’ unde rîch./ Alsô der starke Sîvrit $s die tarnkappen truoc,/ sô hêt | |
| man z$’allen zîten $s in Prünhilde lant./ des sulen wir rîchiu kleider $s vor der frouwen tragen,/ daz wirs iht haben | |
| $s dâ si ê dâ saz,/ ûf matraze diu vil rîchen, $s ich wil wol wizzen daz,/ geworht von guoten bilden, | |
| Kriemhilt $s des starken Sîvrides wîp./ Dô sprach der künec rîche: $s »vil liebiu swester mîn,/ âne dîne helfe $s kund | |
| küene $s in froun Kriemhilde hant./ Dô sprach der degen rîche: $s »ob mir mîn leben bestât,/ sô sult ir aller | |
| sich von lande $s die snellen riter lobesam./ Si fuorten rîche spîse, $s dar zuo vil guoten wîn,/ den besten, den | |
| mære, $s wie die degene/ von rabenswarzer varwe $s truogen rîchiu kleit./ ir schilde wâren schœne, $s michel, guot unde breit./ | |
| ob er gewalt des hête, $s wol wær$’ er künic rîch/ ob wîten fürsten landen, $s und maht$’ er diu gehân./ man | |
| ist sô gremelîch,/ (unt doch mit schœnem lîbe, $s küneginne rîch)/ von swinden sînen blicken, $s der er sô vil getuot./ | |
| ist sô lobelîch./ magtlîcher zühte $s sihe ich den degen rîch/ mit guotem gelæze $s sô minneclîche stân./ wir möhtenz alle | |
| tragen diu maget,/ von stahel unt ouch von golde; $s rîch er was genuoc,/ den ir kamerære $s selbe vierde kûme | |
| Azagouc der sîden $s einen wâfenroc si truoc,/ edel unde rîche; $s ab des varwe schein/ von der küneginne $s vil | |
| buten sich ze füezen $s ûz Burgonden lant/ Gunther dem rîchen, $s vil manic küener man./ si wânden, daz er hête | |
| kraft getân./ Er gruoztes$’ minneclîche, $s jâ was er tugende rîch./ dô nam in bî der hende $s diu maget lobelîch./ | |
| Îsensteine $s komen unerwant,/ unt hiez in geben allen $s rîch unt hêrlîch gewant./ Sie riten tägelîche $s spâte unde vruo/ | |
| ritter, $s daz wil ich iu sagen:/ ir sult vil rîchiu kleider $s dâ ze hove tragen,/ want uns dâ sehen | |
| vliezen $s sô verre ûf dem sê?/ si füerent segele rîche, $s die sint noch wîzer danne der snê.«/ Dô sprach | |
| sich Hagenen bruoder $s der slüzzel underwant,/ sô manige gâbe rîche $s bôt des helden hant:/ swer einer marke gerte, $s | |
| bî hundert pfunden $s gap er âne zal./ genuoge in rîcher wæte $s giengen vor dem sal,/ die nie dâ vor | |
| $s dem wold ich immer wesen holt./ Er gît sô rîche gâbe, $s jâ wænet des der degen,/ ich habe gesant | |
| zuo der bürge $s z$’einer hôhgezît,/ dâ si vil vreuden rîche $s kômen mit ir helden sît./ 9. ÂVENTIURE/ Dô si | |
| lobelîch./ wâ ist mîn bruoder Gunther, $s der edel künic rîch?/ von Prünhilde krefte $s den wæn$’ wir hân verlorn./ owê | |
| iu solde geben mîn golt./ dar zuo sît ir ze rîche: $s ich wil iu immer wesen holt.«/ »Ob ich nu | |
| leistet, $s er well$’ iu immer wæge sîn./ Die sînen rîche geste, $s des hôrt$’ ich in gern,/ daz ir die | |
| in dâ wolden komen./ dâ wart ûzer valde $s vil rîcher wæte genomen./ Dô sagete man diu mære, $s daz man | |
| künic gerte, $s daz wart mit vlîze getân./ Si truogen rîche pfellel, $s die besten, die man vant,/ vor den vremden | |
| $s ze ende niemen gesagen./ Vil manigen gürtel spæhen, $s rîch unde lanc,/ über liehtiu kleider $s vil manic hant dô | |
| ouch disiu mære $s von der künegîn,/ Uoten der vil rîchen, $s wie si diu magedîn/ gefrumte von der bürge, $s | |
| der vrouwen $s bî ein ander gesehen./ Vil manigen bûhurt rîchen $s sach man dan getriben/ von helden lobelîchen $s (niht | |
| hôrt$’ dâ hurteclîchen $s von schilden manigen stôz./ hey waz rîcher buckelen $s vor gedrange lûte erdôz!/ Die vil minneclîchen $s | |
| munt./ noch stuonden bî ein ander $s die küniges tohter rîch,/ daz liebte an ze sehene $s vil manigem recken lobelîch./ | |
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