Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîche Adj. (1359 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| mîn, got gebe dir guoten morgen,/ guoten tac, vil fröide rîche naht./ got behüete dich vor al den sorgen,/ dâ von | |
| man dar inne fröide funde,/ der ê nie wart fröiden rîch./ sîst der minne gernden meien zît:/ in ir lachen fröiden | |
| ougen güetlîch lachent an,/ der muoz immer sîn ein fröiden rîcher man./ //Mit ir spilnden ougen lachen schône/ kan diu reine | |
| sanfte tuot./ ich bin alles des gewert/ mit der tugende rîchen, des mîn lîp ze fröiden gert./ //Ich hân von ir | |
| sî ist schœne, sî ist guot,/ kiusche, blîde, stæte,/ zühte rîch, wîplîch gemuot./ //Rœter denne ein rôse/ ist ir munt süez | |
| gemuot./ got den grôzen kumber wende,/ sô daz noch die rîchen werden guot./ die siht man ungüetlîch leben:/ trûren hât in | |
| übel geben./ //Mich nimt wunder daz die jungen/ und die rîchen trûrent bî ir zît./ waz hât sî dar zuo betwungen,/ | |
| wort küssen in den munt,/ sô sæh man mich fröiden rîchen/ hiute und immer zaller stunt./ ich wolt ez sô küssen | |
| cʒeige du die ſtat, da iʒ verporgen iſt. Der iuden riͤche, das cʒerget vnd geſtet der riͤch vnd der ere, die | |
| Criſt ane bettent. Der iſt der ware gotes ſvͤn, des riͤche geſtet iemer ane ende.’ Do ſprach ich ʒe minem vater: | |
| Sin vater hieʒ Hylas vnd was ein edeler herre vnd riche; der note den ſvn, das er div apgot ane pete. | |
| was in allen richen niht. Salomon der gewaltige vnd der riche kvnig, der beʒeichent vnſern herren Jeſum_Chriſtum mit dem namen vnd | |
| mohte haben, wan daʒ ſi nach der werlt edel vnd reich was, das enwas ir alleʒ ʒe niht wider iren gemahelen, | |
| [heiligen] paradiſe warn in allen den eren, vnde in der riche got durch ſin ſelbes milte daz verlihen het, leider, der | |
| gedinge bî/ daz got des armen willen hât/ für eines rîchen argen rât./ Vil manic man hât chünste hort/ und hilt | |
| tuot mir wol.’/ Nû wizzet wol daz ein man/ der rîch ist und bedenchen chan/ gotes êre und dâ mite/ der | |
| wîten;/ und wart ouch an den zîten/ diu christenheit sô rîche,/ daz ir boten offenlîche/ predigeten an den strâzen./ und swâ | |
| swes si ze rehte gerten./ die herren in des gewerten./ Rîcher got der guote,/ wie rehte wol ze muote/ disen altherren | |
| und dô des an im innen wart/ diu süeze tugende rîche,/ do besande in tougenlîche/ daz vil keiserlîche wîp./ ‘friunt, herre’, | |
| tet von Kempten Heinrich’/ riefens algelîche./ ‘jâ’, sprach der keiser rîche,/ ‘hât im der sînen lîp benomen,/ sô ist er uns | |
| gesetzet was,/ viel nider in den palas/ und al sîn rîchiu zierheit./ er hæte in under sich geleit/ geswinde bî den | |
| dô gieng er aber sitzen nider/ ûf sînen stuol von rîcher art;/ daz hâr begunde er und den bart/ streichen unde | |
| wider/ und lie sich dâ ze lande nider/ ûf ein rîchez lêhengelt./ acker, wisen unde velt/ het er ze Kempten, als | |
| ougen her./ ich bin des offenlichen wer/ daz er emphâhet rîchen solt./ mîn herze ist im in triuwen holt/ und muoz | |
| ir crône und ouch ir liehtiu wât/ die wâren alsô rîche:/ die wîle und disiu werlt gestât,/ in allem künecrîche/ daz | |
| disen zwein gelîche./ Ouch sâzen bî ir frouwen vil/ die rîche crône truogen;/ an den lac hôher wünne spil,/ des ich | |
| daz manec süezer list/ in armekeit nu valle,/ und machet rîche in kurzer frist/ die künstelôsen alle./ Swer kunst in sînem | |
| dô ûf der selben stat/ der edeln Künste swære/ den rîchen herren künden bat./ diu sint alsô gewære/ daz im diu | |
| pantier ist dir gelîch,/ daz mit sînem smacke,/ manger süezekeite rîch,/ füeget daz der tracke/ sunder widerstrît/ tôt von im gelît:/ | |
| frôn;/ daz si wart darîn gebort,/ daz gæb uns sô rîchen lôn,/ daz uns züge an heiles port/ dînes grimmen endes | |
| betwungen./ hilf uns allen $s wallen $s dar/ dâ mit rîcher engel dœnen/ werde ein êwec prîs der schœnen/ sunder zil | |
| fröuden hât/ der liebe nâhe lît!/ /Meie trûren crenket;/ ûf rîchen lôn/ dienet im berg unde tal./ ûz der blüete clenket/ | |
| der liehte meie lât/ wünneclîche $s dâ betouwen/ unde in rîche $s varwe gît dur schouwen,/ diu doch schiere ein ende | |
| karge tuot, der in hor unde in erden/ birget sîne rîchen habe,/ ê daz er gebüezet drabe/ lâze eim armen sînen | |
| schœne $s niht geprîsen mac./ ich muoz strâfen die verschamten rîchen tugentlôsen,/ die sich in der schande clôsen $s hânt getân:/ | |
| valtet $s sich in stückelîn./ /Hûsêr ist ein gnâde $s rîch, diu fremden gast/ ûz vil sorgen wîset/ und die wirte | |
| nu manec herre karc./ /Schanden gran/ unde ir zan/ missezierent rîchen man,/ dem ich wirde erban/ unde im lobes niht gan,/ | |
| herzen ger/ für mange tugende ich crœne;/ si bringent beide rîche lœne./ swem si rehte kunt/ worden sint unz ûf den | |
| vol,/ sô man sîn laster im ûf hebt./ /Der karge rîche vert von hûs/ in purpur unde in bisse;/ des wænet | |
| mêre/ sêre! $s niuwe $s riuwe $s swache!/ lîch $s rîch $s lêhen $s mir,/ wîp! $s lîp $s vlêhen $s | |
| niht als die bœsen alle./ der kargen manecvaltekeit <diu> stœret rîcher sælden hort./ wil ieman ze herzen tugent zücken,/ die muoz | |
| wart dur sînes geistes zunder:/ frouwe, durch diz wunder/ nie rîches lobes dir gebrast./ /Ûz rôsen brennet man ein wazzer, sô | |
| tiure widerwæge:/ daz er sîn wol phlæge,/ daz bræhte im rîcher êren zol./ /Mir ist ein lôser hoveschalc als ein kobolt | |
| zergienge unstæte,/ diu valschen herzen ist bekant./ /Wie sol ich rîchen edeln schalc mit valschem muote erwaschen?/ von kupfer scheidet man | |
| sinne mac!/ swaz ich singe ald ich gesage der valschen rîchen edeln schar,/ des nimt si ze cleine war;/ ir muot | |
| cleine für,/ wand ir nâch sînes herzen kür/ der fürste rîch von Sahsen/ liez grôzen schaden wahsen./ /Er quam geriten in | |
| versan;/ grâven unde dienestman,/ herzogen unde frîen gnuoc/ und manec rîcher fürste cluoc,/ die wâren ûf dem palas./ dô Karle ûf | |
| Sahsen dô geclaget/ von in beiden sêre wart:/ die frouwen rîch von hôher art/ dem künge ir schaden seiten,/ ir ungemach | |
| clegelîchiu wort/ leit aber umbe ir schaden für/ dem künge rîch von hôher kür,/ si bat gerihtes unde sprach:/ ‘lânt iuch | |
| zwei creftelôsiu wîp,/ dâvon wir mügen niht urlogen/ mit eime rîchen herzogen,/ der guot hât unde sterke./ die nôt der künec | |
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