Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîche Adj. (1359 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die crumben sache slihten/ und einem armen rihten/ als eime rîchen alle frist./ dâvon gebiute ich, wizze Crist,/ dem <fürsten> ûzer | |
| zît/ gescheiden iuwer beider strît’./ /Der herre wolgewahsen,/ der fürste rîch von Sahsen/ sprach aber als ein frevel helt:/ ‘herr, ich | |
| kamphe zôch,/ wan der Sahsen fürste hôch/ schein alsô crefte rîche/ daz niender sîn gelîche/ lebt über allez Niderlant,/ und man | |
| nu schuof mîn werder vater doch/ mit hôher und mit rîcher maht/ daz er Jerusalêm ervaht/ und er dâ wart gecrœnet;/ | |
| fuorte Ênêas/ und pflac ir ûf der strâʒe/ in alsô rîcher mâʒe,/ als eʒ ir êren wol gezam./ Prîant der künic | |
| ervohten hæte./ er was getriuwe und stæte,/ gewaltic edel unde rîch,/ ez lebete niender sîn gelîch/ in manger lande creizen./ Rîchart | |
| gesehen/ nie künec alsô tugenthaft./ ellende und arme ritterschaft/ mit rîchen gâben er beriet,/ und wart von sîner hovediet/ zeimâl des | |
| mînen munt/ reht unde wol hernâch geseit./ er fuorte ein rîchez wâpencleit,/ daz müget ir selbe wizzen./ si beide sich dâ | |
| geste mære/ begunden sich bereiten:/ si wurfen unde leiten/ diu rîchen wâpencleider an./ dô wurden ros <beid> unde man/ vil schiere | |
| ûf daz gras/ gar einen tiurlichen schilt,/ der was sô rîch daz mich bevilt/ der manecvalten koste sîn./ mit golde lieht | |
| sîn:/ dur daz het er an sich geleit/ ein alsô rîchez wâpencleit,/ daz worhte man ze Kriechen./ reht als die wæhen | |
| unde wilt./ ûz <einem> purpur ûf den schilt/ was ein rîchez dach geleit;/ ouch schein deck unde wâpencleit/ in küneclicher wîse/ | |
| wart diu heide erglestet/ von sînen liehten rotten./ Der künec rîch von Schotten/ was in der selben parte,/ <die> wol mit | |
| dâ stoup unde melm/ der heide muoste wahsen./ Der fürste rîch von Sahsen/ ze velde ouch in der rotte quam,/ des | |
| hæte sich geflizzen/ ûf eine ritterlîche tjost./ gebriten was von rîcher kost/ in sîn gewant zam unde wilt./ der herzog einen | |
| bein/ mit liehten ringen wol bewart./ ein kursît <blâ> von rîcher art/ fuort er von baldekîn darobe./ nâch eines werden fürsten | |
| ze velde brâhte in dirre phliht/ von Engellant der fürste rîch./ Darnâch mit rotten wünniclîch/ ûf disen turnei quam gezoget/ der | |
| turnei quam gezoget/ der werden Kerlingære voget/ <reht> als ein rîcher künec tuot./ er fuorte wâpencleider guot/ von glanzer sîden reine,/ | |
| gezieret âne mein/ der hôchgeborne Franzeis./ Dar quam der grâve rîch von Bleis/ geblüemet hêrlich ûf daz gras./ sîn schilt mit | |
| getambûrieret,/ geschellet und gephîfet./ dâvon der muot begrîfet/ fröud unde rîcher wünne spil;/ des wart gehœret alzevil,/ dô si ze velde | |
| hôhem prîse vâhten/ die Tiuschen und die Walhe./ vil manec rîchiu malhe/ wart guotes îtel von der kost,/ diu dâ vertân | |
| künec wert von Spangen./ dô hæte in unbevangen/ der grâve rîch von Bâre:/ die stunden im ze vâre/ und manec ritter | |
| einen hûfen/ mit sîner hurticlichen vart/ vil mangen helt von rîcher art/ der umbe den herzogen hielt./ die schar zecloup er | |
| verschriet mit sîme swerte./ vil schaden er gewerte/ den künec rîch von Spangen./ er het in nâch gevangen/ und ûz gefüeret | |
| underscheide/ zuo der patelle griuwelîch./ hie wart Rîchart der künec rîch/ und der von Sahsenlanden/ vil sêre dô bestanden/ und darnâch | |
| erloschen/ ist an êren hiute,/ gesigent welsche liute/ an dem rîchen künge wert,/ des herze frîer milte gert’./ /Die Tiuschen von | |
| waz ûf die plâniure reis/ gesteines unde goldes!/ owê waz rîches soldes/ verdarp von hôher koste dâ!/ der samît rôt grüen | |
| ûf dem ringe/ den cnappen algelîche,/ die von den schilten rîche/ und von den helmen sprâchen:/ dâvon si niht zebrâchen/ sîn | |
| sîn/ wil und mit sîner hende mac./ sûsâ wie lît rîch bejac/ versigelt hiute in sîner hant!/ ahtzehen ros hât er | |
| cluoc/ ûf und an ir lîbe truoc,/ diu wâren alsô rîche/ daz si sicherlîche/ nie man vergelten kunde,/ ob man si | |
| wie schœne ich sî, wie vollekomen./ den hôhen lôn, den rîchen fromen,/ den dû von mir enphâhen maht/ umb dînen dienest | |
| wac/ ein alsô egeslicher smac/ den niemen kunde erlîden./ ir rîchez cleit von sîden/ vil übel wart gehandelt:/ ez wart aldâ | |
| werdent myn man von uwerm land! So mach ich uch rych von großen lehen.’ Da sprach der konig Ban, er wolt | |
| arm in synem alter, der so unerforcht was und so rich was gewesen ye und ye, und der so groß gesellschafft | |
| Der konig Claudas hett yn fast lieb und macht yn rych und gewaltig in sym lande und gab im syner lut | |
| da mit kunden sie sich junglich behalten und schön und rich, wenne sie wolten. Und alles das wart geseyt by Merlins | |
| gar schone jungfrauw, die was eins vavasors dochter der nicht rych enwas, und er hett gut innwendig Brytanien; und die jungfrauw | |
| manige stunt, und underwilen hett sie yn so: lieb, schöne, rich weyse. //Alsus zoh die jungfrauw Lanceloten dru jare; und er | |
| truchseßen uber alles das lant zu Galle, und macht yn rych von großen rechten und von großen lehen. Der ritter was | |
| stolcz und kúne waren, und enwolt auch nit das úmmer rych man gůt ritter were. Er haßet die im allerheymlichst waren | |
| undertenig; die mynnet er vil me dann die im zu rych waren, wann das er zu genöte was das sin nymant | |
| eyner großen frumkeit in synem herczen, das er wer sere rich, und das yn manig man forchtet, und das er starck | |
| yn der konig Artus dete, und macht sie alle zu richen lúten. Der konig Claudas was mit dem konig Artus mit | |
| keyn man was, wann ich gesah nye keynen man so rich in dißer welt noch so mechtig der im geurlogen möcht; | |
| der welt hatt. Er ist milte und gůt und sere rich. Wir wißen beyde wol das er hatt die blumen von | |
| der muß me ritterschafft in sim lande han; er muß richer wesen, sin lant und sin burg mußen vester wesen, er | |
| got so schön einen ritter macht, so guten und so rychen, den alle die welt forcht und minnet und sagt von | |
| wiedder mich der din recht herre bin? Ich han dich rich gemacht!’ ‘Herre’, sprach der knapp, ‘und wolt er uch zu | |
| prúfen ich wol das nie so hoch ding enwart so rich man milte mit sinnen. Das ist also vil zu sagen: | |
| die jungfrauw nant yn kóniges kint und by wilen der rich weise. Da er die macht gewan, da macht im syn | |
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