Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîche Adj. (1359 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sprach Lancelot. ‘Vil liebes kint’, sprach er, ‘das det ein richer konig @@s@und ein mechtiger, der ist geheißen Claudas von dem | |
| die beid unfro sint zu Mönster_Roal und unberaten, die ettwann rich waren und wol beraten. //Die history sagt uns das die | |
| und frů. Ich wen auch wol, und wert ir als rich und als mechtig als ir ye warent, ir enkunnent yn | |
| gesind hab dann du hast. Du gezems wol din ritter rich zu machen und thust yn groß ere. Du bist milt | |
| vernomen’, sprach sie, ‘das ich eyner der hochsten und der richsten jungfrauwen bot bin die in der welt lebet und die | |
| herlich man inne was under burgern und ir kinden, die rich und hochgemut waren. Da der konig det gebieten das man | |
| und ist gern mit yne und trostet alle diß bedörffent, rich und arm, die zu syner gesellschafft horent. Nu wil ich | |
| allen synen gesellen lieblich und frölich des sie bedörffent, beide richen und armen, da yn duncket das es wol bestattet sy, | |
| oder ein urlage stifften. Da kam einer furgesprungen, der der richst und der best under yn was, wann er und Phariens | |
| was des konig Bohortes $t magk gewesen und was der rychst der in allem dem land was und der getruwest, und | |
| guts verluhen dann ir wenent oder ichselber. Er ist auch rych gnug mir zu geben alles das mir not ist und | |
| ritter mit und darzu manigen wann er wolt. Er was ryche und wolmögend und was Galahots nefe, der schönen Yoaniden $t | |
| andern tags oder des dritten thurnierten die ritter die die richsten waren und die werdsten. Min herre Gawan reyt zu dem | |
| ir der geweltigst konig werent der nu lebet und der richst. Herumb duncket mynen herren das ers kein ere hett, uberwund | |
| gethan wart, das er uch icht verschmahe; wann ir frauw richer synt dann diß ander frauwen, darumb gedencket er licht das | |
| herren’, sprach er, ‘volgent mir, ich sol uch noch den richsten man thun sehen der in der werlt lebet!’ ‘Sint ir | |
| ‘Neyn ich’, sprach er, ‘ich wúrd aber noch hint der richste man der lebet.’ Der zweyer ritter was der konig einer | |
| uch! Ir sollent auch furwar wol wißen das ir wol richer gesellschafft mögent gewinnen dann mit mir, ir engewinnent aber gesellen | |
| lebent, und sint sin getruwe frauwe: also machent ir yn richer dann ob alle die welt uwer were und irs im | |
| sie ist hubsch und wol gemacht, sie ist edel und rich.’ ‘Frauw’, sprach Galahot, ‘ir mögent mit mym herczen und mit | |
| off dem bett siczt, der ein hoch man was und richer; er was alter dann ich und bleib in eim strytt | |
| zu manne nit nemen wolt, wann sie vil edeler und richer was dann er und vil junger. Des schampt sich der | |
| enhett er sie nit vermöget zu urlagen, sie was vil richer dann er. Alle die guten ritter kamen zu im, wann | |
| ritter off lit, der ein edel man was und ein richer, durch des willen noch manig leyt wer uff gestanden, hett | |
| jungfrauwen die uwer augen ie gesahen, und ist edel und riche.’ ‘Ach jungfrau, was sprechent ir’, sprach myn herre Gawan, ‘wie | |
| hettent.’ Das sprach er darumb, wann er wonde das Galahot richer were dann keyn man in der welt. Da myn herre | |
| mym herren Gawan, er kunde wol geraten wie sie ir richsten finde alsament vahen mochten. ‘Wie were das?’ sprach myn herre | |
| so rich gewesen, des ist nit lang, das ich nit richer sin wolt, und hett ich wunsch gewalt, dann ich was. Darumb | |
| uwer verlust sy angegangen? Ir sint noch hut diß tages richer dann keyn herre den ich lebende weiß, beide von land | |
| Alle die von der tavelrunden lobeten uch, @@s@uch wart die richst gabe mit ir gegeben die man ie mit keiner frauwen | |
| dick vor im gedienet off uwern knyen. Al warnt ir richer und mechtiger dann er, ir brachtent myn frauwen zu Logres | |
| allererst. ‘Herre’, sprach er, ‘ir sint der allerhohste und der richste der nu ist und der wiste. Nu thunt es durch | |
| gefriet ee dann sie mich nemen wolt, wann sie vil richer und edeler was dann ich. Zu letst sprach sie, sie | |
| di luiti/ in eini vil starchi noti./ //Salmon der was richi./ er ded so wislichi,/ er hiz daz luit zu gan,/ | |
| dir lib ist.’/ der kunic vrowit sich des./ //Salomon was richi,/ er det so wislichi:/ er hiz imo snidin du bant/ | |
| zi Hiersalem/ giworcht ani alliz isin./ //Do was daz hus richi/ giworcht mid michilin vlizzi./ di wenti warin marmilstein vil wiz,/ | |
| edilin gistenis/ grozzis undi cleinis./ su was ein vrowi vil rich,/ iri gebi was vil kuniclich./ //Du buoch zelint uns vili | |
| niwart min/ $p/ $p dinotin gizoginliche,/ also gibot Salomon dir richi./ //Sin dinist daz was vesti:/ so der kunic solti gan | |
| ind gewis./ //Dis boum bluͤet eweliche,/ he is aller blůmen riche,/ im $’n gebricht engeiner blůmen,/ engein boum $’n mach sich | |
| diͤ du has guͤtlich gewiset mir./ ////Heilich můder mild ind riche,/ vl#;iuʒ in uns armen barmherzeliche,/ schenk uns din$’ waʒʒer bit | |
| dat heilich blůt behald du dir!/ so sin wir beide riche./ ////Laʒ mich al van n#;iuens gruͤʒen/ dat herz, diͤ hende | |
| gewünnen $’s riches krone./ he wart darümb arm, dat wir riche/ würden ind bliven eweliche./ ////He wart geschant, de groʒe here,/ | |
| wart dötlich de undötliche,/ in dir wart arm de overst riche./ de overst küninc van himelriche/ he lach in dir vil | |
| k#;iuschem schoʒe./ du druͤgs in dic up dinen armen,/ den richen godssun, $’n godes armen./ //Ind wan wers du sin thron | |
| bit allem gůde/ siner hüngriger l#;iud gemůde./ //He hat diͤ richen idel gelaʒen,/ diͤ e sat warn bit engeiner maʒen./ //He | |
| uns here si sal eren./ //Du has den geweldgen, stolzen, richen/ den jamer, dem si niͤt $’n mugen entwichen/ vür gekündigt | |
| gracien vuͤlen./ //Diͤ armen kument zů hoffenungen,/ diͤ stolzen, diͤ richen werden gedwungen./ //Din wort hant offenbar gezalt/ godes guͤd ind | |
| möcht wale sin geschiͤt,/ dat din sun gůt, wis ind riche/ dich hed behalden sunderliche/ in merer vröud ind merer eren,/ | |
| diͤ geist up himelriche./ nu hilp mir, vrow der wisheit riche!/ //Ich volgen eins wisen mannes worden,/ de des self gewar | |
| erden of im himelriche/ als du, ei vrow aller dügde riche/ ind der zweier nemeliche,/ den got is heimlich sunderliche:/ dat | |
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