Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîche Adj. (1359 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| verte, $s daz wizzest, wærlîchen nôt.«/ Der verge was sô rîche, $s daz im niht dienen zam,/ dâ von er lôn | |
| habt, $s ir müezet dishalben sîn.«/ »Nein, durch got den rîchen«, $s sprach dô Hagene./ »ich bin ein vremder recke $s | |
| meister: $s des fuort$’ er ûf den sant/ vil manegen rîchen recken $s in daz unkunde lant./ Zem êrsten brâht$’ er | |
| ir houbte $s von golde liehtiu bant/ (daz wâren schapel rîche), $s daz in ir schœne hâr/ zefuorten niht die winde: | |
| Daz edel gesteine $s lûhte verre dan/ ûz ir vil rîchen wæte; $s si wâren wol getân./ dô kômen ouch die | |
| küen$’ unt gemeit./ Dô sprach offenlîchen $s der edel spileman:/ »rîcher marcgrâve, $s got hât an iu getân/ vil genædeclîchen, $s | |
| doch genôz./ Dô sprach der marcgrâve: $s »ir edelen künege rîch,/ als ir nu wider rîtet $s (daz ist gewonlîch)/ heim | |
| lobelîch,/ daz wol truoc mit êren $s der edel künic rîch,/ swie selten er gâbe enpfienge, $s ein wâfenlîch gewant./ dar | |
| begonde Dancwart $s hin ze hove gân./ dem gap vil rîchiu kleider $s des marcgrâven kint./ diu truoc er zen Hiunen | |
| vrouwen Kriemhilde muot.«/ Dô giengen sundersprâchen $s die drîe künige rîch,/ Gunther und Gêrnôt $s und ouch her Dietrîch./ »nu sage | |
| unde klagen/ mit jâmerlîchen sinnen $s daz Etzelen wîp/ dem rîchen got von himele $s des starken Sîfrides lîp.«/ »Ez ist | |
| iu gâbe solden $s bringen degene,/ ich wære wol sô rîche, $s het ich mich baz verdâht,/ daz ich iu mîne | |
| Dietrîch:/ »ich binz, der hât gewarnet, $s die edeln künege rîch/ und Hagen den küenen, $s den Burgonden man./ nu zuo, | |
| began./ »Diu mære weste ich gerne«, $s sprach der künec rîch,/ »wer jener recke wære, $s den dort her Dietrîch/ sô | |
| schœnen Prünhilden schalt!/ Ez ist et âne lougen, $s küneginne rîch,/ ich hân es alles schulde, $s des schaden schedelîch./ nu | |
| Berne $s der nam an die hant/ Gunthern den vil rîchen $s von Burgonden lant,/ Irnfrit nam Gêrnôten, $s den vil | |
| vogt von Rîne $s in den palas gie,/ Etzel der rîche $s daz langer niht enlie,/ er spranc von sînem sedele, | |
| sunewenden âbent $s die herren wâren komen/ in Etzeln hof des rîchen. $s vil selten ist vernomen/ von alsô hôhem gruoze, $s | |
| funden si berihtet $s den recken über al/ mit vil rîchen betten, $s lanc unde breit./ in riet diu vrouwe Kriemhilt | |
| für sîden hemde $s die halsperge tragen,/ unt für die rîchen mentel $s die guoten schilde wît,/ ob iemen mit iu | |
| willeclîchen $s zuo der kirchen gân,/ unde klaget got dem rîchen $s sorge und iuwer nôt,/ und wizzet sicherlîchen, $s daz | |
| wirt des landes $s und ouch sîn schœne wîp./ mit rîchem gewande $s gezieret was ir lîp,/ und der vil snellen | |
| hôhe stouben $s von den Kriemhilde scharn./ Dô der künec rîche $s sus gewâfent sach/ die künege und ir gesinde, $s | |
| ir vrouwen $s in diu venster gesaz/ zuo Etzel dem rîchen; $s vil liep was im daz./ si wolden schouwen rîten | |
| sît maniger vrouwen $s vil grœzlîche leit./ er stach dem rîchen Hiunen $s daz sper durch sînen lîp./ daz sach man | |
| daz si wolden, $s in vil hohvertlîchen siten./ Dô der rîche Hiune $s ze tôde wart erslagen,/ man hôrte sîne mâge | |
| dar zuo her Dietrîch:/ »die bete lâ belîben, $s küneginne rîch./ mir habent dîne mâge $s der leide niht getân,/ daz | |
| kint ersterben $s durch sînen mortlîchen haz./ Dô der künec rîche $s sînen sun ersach,/ zuo sînen konemâgen $s er güetlîche | |
| er nâch dem künne, $s er wirt ein küene man,/ rîch und vil edele, $s starc unde wol getân./ leb ich | |
| »Sol ich sîn kamerære«, $s sprach der küene man,/ »alsô rîchen künegen $s ich wol gedienen kan./ sô pflige ich der | |
| $s waz half in, daz er künec was?/ Kriemhilt diu rîche $s rief Dietrîchen an:/ »nu hilf mir, ritter edele, $s | |
| sô küene, $s er wold$’ erwinden niht,/ daz von sô rîchem fürsten $s selten nû geschiht./ man muose in bî dem | |
| sîn ellen wære guot./ des het der marcgrâve $s einen rîche hôhen muot./ Aber sprach dô Îrinc: $s »mîne vriunt, wizzet | |
| hôrte man dô klagen./ die biderben sturben alle $s dem rîchen künege hêr./ des heten holde mâge $s nâch in grœzlîchiu | |
| marcgrâve: $s »ich hân iu selten iht verseit.«/ Etzel der rîche $s vlêgen ouch began./ dô buten si sich ze füezen | |
| iu got, her Rüedegêr«, $s sprach aber Gêrnôt,/ »der vil rîchen gâbe. $s mich riuwet iuwer tôt,/ sol an iu verderben | |
| lûter unde stæte, $s hêrlîch und guot./ ich wæne sô rîche gâbe $s ein recke nimmer mêr getuot./ Unde welt ir | |
| degen gelîch./ manegen slac vil swinden $s sluoc der marcgrâve rîch./ Die zwêne stuonden hôher, $s Volkêr und Hagene,/ wand$’ ez | |
| schœnen Gotelinde man./ Jane wart nie wirs gelônet $s sô rîcher gâbe mêr./ dô vielen beide erslagene, $s Gêrnôt und Rüedegêr,/ | |
| der wart alsô grôz,/ als eines lewen stimme $s der rîche künec erdôz/ mit herzen leidem wuofe; $s alsam tet ouch | |
| an mir und mînen friunden $s der schade ist alze rîch./ wir wolden Rüedegêren $s getragen haben dan;/ des enwolden uns | |
| Dietrîch./ ich was ein künec hêre, $s vil gewaltec unde rîch.«/ »Wie kunde ez sich gefüegen«, $s sprach aber Dietrîch,/ »daz | |
| dô Dietrîch:/ »wie habt ir sô geworben, $s Gunther, künec rîch,/ wider mich ellenden? $s waz het ich iu getân?/ alles | |
| einem gurtel umbevangen;/ maniger guldînen spangen/ was der selbe gurtel rîch./ dô diu minniclich/ alsus gekleidet wart,/ diu frouwe an der | |
| mit wüesten dâ begangen hât,/ dô besaz er eine stat,/ rîch und kreftic erkant,/ Bisenz sô was si genant./ si was | |
| anderen nature ist. an dirre menige der engile ist Got riche, und der daz bekennit, der bekennit Godis riche. si bewisit | |
| wie siz ane viengen./ si gerten, als ir triwe riet,/ rîch und arme, gar diu diet,/ einer kranken ernstlîcher bete,/ daz | |
| nimt:/ ûf reht in bêder der gezimt."/ ___dô die fürsten rîche/ vernâmen al gelîche/ daz ir hêrre triwen phlac,/ daz was | |
| lac:/ sînen prîs dâ niemen widerwac./ ___Sus fuor der muotes rîche/ in die stat behagenlîche./ zehen soumær hiez er vazzen:/ die | |
| genennet phant./ Frowe, ich wil iwern fürsten sagn,/ daz si rîchiu kleider tragn,/ und daz si vor iu bîten/ unz daz | |
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