Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben stN. (1043 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| so huop sich michel not:/ dar umbe gap Paris sin leben,/ da lac ouch Menalaus tot./ /Sibille was ein listic wip/ | |
| vor zwenzic jaren!/ ich bin gast und selten wirt, daz leben ist unstaete./ dunk ieman, daz ez senfte si, der tuo, | |
| der dinge der uns not ist zů eime woren goͤttelichen lebende und zů eime verborgenen bekentnisse der worheit und schalkeit der | |
| noch ungelicher ist ir ende. Die einen die vindent das leben, die andern den ewigen tot. Paulus der sprach: ‘die geschrift | |
| nach dem glouben, daz ander nach der minne diz zitlichen lebennes, das dritte übermitz die gebruchunge der selikeit. __Unde also so | |
| eigentlich die redelich creaturen, die da begriflich ist dez ewigen lebennes, wirt in ez gelazen alse von got gesant. Unde die | |
| zwivel zehalten ist, daz die gotlich wesung in dem ewigen leben unmittellich von dem geschaffenen verstan gesehen wirt. Her zuo ist | |
| sin nüt unmittelichen. Unde da von wirt in dem ewigen leben diz mittel enzogen. Ouch enwirt da dekein mittele nach dekeinen | |
| lâze ouch got mit vröuden leben!/ //Der werlde und diseme lebene/ enkumt mîn rede niht ebene:/ ir leben und mînez zweient | |
| werlde und diseme lebene/ enkumt mîn rede niht ebene:/ ir leben und mînez zweient sich./ ein ander werlt die meine ich,/ | |
| ir liebez leit,/ ir herzeliep, ir senede nôt,/ ir liebez leben, ir leiden tôt,/ ir lieben tôt, ir leidez leben:/ dem | |
| liebez leben, ir leiden tôt,/ ir lieben tôt, ir leidez leben:/ dem lebene sî mîn leben ergeben,/ der werlt wil ich | |
| ir leiden tôt,/ ir lieben tôt, ir leidez leben:/ dem lebene sî mîn leben ergeben,/ der werlt wil ich gewerldet wesen,/ | |
| ir lieben tôt, ir leidez leben:/ dem lebene sî mîn leben ergeben,/ der werlt wil ich gewerldet wesen,/ mit ir verderben | |
| mit ir die tage vertriben,/ die mir ûf nâhe gêndem leben/ lêre unde geleite solten geben:/ der hân ich mîne unmüezekeit/ | |
| meister was/ und an britûnschen buochen las/ aller der lanthêrren leben/ und ez uns ze künde hât gegeben./ //Als der von | |
| liebet liebe und edelt muot,/ ez stætet triuwe und tugendet leben,/ ez kan wol lebene tugende geben;/ wan swâ man hœret | |
| muot,/ ez stætet triuwe und tugendet leben,/ ez kan wol lebene tugende geben;/ wan swâ man hœret oder list,/ daz von | |
| ir lêre/ noch tugende hât noch êre./ sô manec wert leben, sô liebe vrumet,/ sô vil sô tugende von ir kumet,/ | |
| hie mite sô lebet ir beider tôt./ wir lesen ir leben, wir lesen ir tôt/ und ist uns daz süeze alse | |
| ir tôt/ und ist uns daz süeze alse brôt./ //Ir leben, ir tôt sint unser brôt./ sus lebet ir leben, sus | |
| //Ir leben, ir tôt sint unser brôt./ sus lebet ir leben, sus lebet ir tôt./ sus lebent si noch und sint | |
| brôt./ //Und swer nu ger, daz man im sage/ ir leben, ir tôt, ir vröude, ir clage,/ der biete herze und | |
| wan lebete und lebete und lebete êt dar./ dô sîn leben ze lebene vienc,/ ûf alse der tagesterne gienc/ und lachend | |
| solte leben/ und in der lebenden süeze sweben./ nein, sînes lebenes begin/ der gie mit kurzem lebene hin;/ diu morgenlîche sunne/ | |
| süeze sweben./ nein, sînes lebenes begin/ der gie mit kurzem lebene hin;/ diu morgenlîche sunne/ sîner werltwunne,/ dô diu von êrste | |
| stete muosen sich ergeben/ und lœsen ir guot unde ir leben,/ reht alse liep als ez in was,/ unz er zesamene | |
| von Markes tugenden ie/ gehôrte sagen, deist allez hie./ sîn leben daz ist höfsch unde guot.’/ sus seiter Marke sînen muot,/ | |
| und senediu sorge wære./ wan er greif in ein ander leben;/ ein niuwe leben wart ime gegeben:/ er verwandelte dâ mite/ | |
| wære./ wan er greif in ein ander leben;/ ein niuwe leben wart ime gegeben:/ er verwandelte dâ mite/ al sîne sinne | |
| als wilde und alse unstæte,/ als ers erbeten hæte./ sîn leben begunde swachen:/ von rehtem herzen lachen,/ des er dâ vor | |
| mitalle von;/ swîgen unde wesen unvrô/ daz was sîn beste leben dô./ wan elliu sîn gemuotheit/ was gar in senede nôt | |
| ir ê wol gezam,/ daz missestuont ir allez dô./ ir leben enschuof sich niuwan sô,/ als ez ir an der nôt | |
| ir herzen vröude müese sîn,/ ir meister trôst, ir beste leben:/ si begunde im ouge und ouge geben/ und sach in, | |
| der niht von minnen wære komen,/ dô hæte vür ir leben genomen;/ und wære iedoch verdorben/ und in dem leide erstorben,/ | |
| daz si daz allez gerne lite./ hie vriste si daz leben mite,/ biz daz si wider ze sinnen kam/ und in | |
| gan dir niemer nihtes abe,/ die wîle und ich daz leben habe.’/ //Diu meisterinne gedâhte dô:/ ‘gestate ich dirre dinge alsô,/ | |
| dâ Riwalîn, dâ Blanscheflûr,/ dâ beide, dâ lêal amûr./ ir leben was vil gemeine dô,/ si wâren mit ein ander vrô/ | |
| in sanfte und alsô wol,/ daz si enhæten niht ir leben/ umb kein ander himelrîche gegeben./ //Doch werte daz unlange;/ wan | |
| weiz wol, ob daz wol ergât,/ daz mich mîn bruoder leben lât/ und er mich niht ersterbet,/ daz er mich aber | |
| wart im nâch gegeben,/ daz got sîn êre und sîn leben/ geruohte in sînem schirme hân./ nuz an die naht begunde | |
| dem muote,/ der guoten liuten solte geben/ sælde und sæleclîchez leben./ //Diz ist geschehen, ez muoz nu sîn:/ erst tôt der | |
| wart geweinet?/ dâ was ir herze ersteinet:/ dân was niht lebenes inne/ niwan diu lebende minne/ und daz vil lebelîche leit,/ | |
| minne/ und daz vil lebelîche leit,/ daz lebende ûf ir leben streit./ geclagetes aber ir hêrren iht/ mit clageworten? nein si | |
| bedenken, wie sîn werde rât:/ die wîle und er daz leben hât,/ sô sol er mit den lebenden leben,/ im selben | |
| er daz leben hât,/ sô sol er mit den lebenden leben,/ im selben trôst ze lebene geben./ als tet der marschalc | |
| tuone/ wan vlêhen unde sich ergeben:/ si ergâben guot unde leben/ an Morgânes hulde./ die hazlîchen schulde/ under Morgâne und under | |
| und nôt ze rucke wart geleit;/ sehen wie trûreclîch ein leben/ ime ze lebene wart gegeben;/ sehen an den trûreclîchen tôt,/ | |
| ie gelas,/ der erkennet sich wol, daz der nam/ dem lebene was gehellesam:/ er was reht alse er hiez ein man/ | |
| solte enstân,/ dô er mit vröuden solte gân/ in sînes lebenes begin,/ dô was sîn beste leben hin:/ dô er mit | |
Ergebnis-Seite: << 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 >> |