Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben stN. (1043 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| hant/ dir mîn harnasch gegebn,/ dêswâr daz tæter ouch mîn lebn,/ möhtestu mirz an gewinnen./ sus kan er friwende minnen./ was | |
| mîn hêrre jâmers vrî:/ sich mac nu jungen wol sîn lebn./ er sol im ze wîbe gebn/ sîne tohter, unser frouwen./ | |
| ir lant niht wolte gebn,/ in ir helfer flôs sîn lebn/ von Clâmidê und von Kingrûn./ des ist mir dürkel als | |
| tôt. ich sluog im sînen suon,/ Schenteflûr nam ich sîn lebn./ got hât dir êren vil gegebn:/ swâ man saget daz | |
| fürhte ir komts in nôt."/ "frouwe, wer næm uns ez lebn?/ daz hât uns gotes kraft gegebn:/ ob des gerte ein | |
| ich leiste anders swes du gerst,/ op du mich des lebens werst./ daz het ich etswenn von gote:/ nu ist dîn | |
| ichs danke dîme prîse."/ sus sprach der fürste wîse./ ___"mîn leben kouf ich schône./ in zwein landen krône/ treit gewaldeclîche/ mîn | |
| dir sicherheit muoz gebn:/ dâ mit erkoufte ich dô mîn lebn./ die enphâch: sô wirt hie gar getân/ als ich gein | |
| ir müezt im drumbe wandel gebn,/ odr ich verliuse mîn lebn./ ir sît ûf strît ze nâhe geriten./ doch wil ich | |
| Pelrapeire./ Kardeiz fîz Tampenteire,/ ir bruoder, nâmt ir och sîn lebn./ sol man iu sölhe zinse gebn,/ wol mich daz ich | |
| het ir mir gegebn,/ dô ir rois Ithêr nâmt sîn lebn."/ //___Von der suone wurden naz/ der küngîn ougen umbe daz,/ | |
| nâch dem der lac vor Nantes tôt:/ unglîch ir zweier leben was;/ wan munt von rîter nie gelas,/ der pflæg sô | |
| dennoch mêre/ bî des helmes êre/ unt durch ritter ordenlîchez lebn:/ dem sint zwuo rîche urbor gegebn,/ rehtiu scham und werdiu | |
| an dem tage/ komen freude unde klage;/ ein solch geparriertez lebn/ was den helden dâ gegeben./ si stuonden ûf über_al:/ dâ | |
| des endes mîn gedanc:/ dâ von gescheide ich nimmer/ mînes lebens immer./ //___Sol ich durch mîner zuht gebot/ hœren nu der | |
| bater/ die fürsten sînes landes./ unerlœset pfandes/ stuont sîn ellenthaftez lebn:/ daz muose sich dem tôde ergebn./ in der selben riuwe/ | |
| muoz der künec slahen tôt,/ odr ich behalde dir dîn lebn."/ Gâwân den vride begunde gebn:/ der lantgrâve spranc zuo zim | |
| ez sô hie ergêt/ daz iu mîn hêrre læt dez lebn:/ dâ wirt iu kampf von mir gegebn./ ich sprach iuch | |
| bâc./ iwern vetern (ir wârt sîn man),/ swer dem sîn leben an gewan,/ //Dâ rechetz. ich entet im niht:/ ich wæne | |
| volgten al die râtgeben./ sus behielt hêr Gâwân dâ sîn leben./ ___man pflac des heldes unverzagt/ des nahts aldâ, wart mir | |
| unt Sigûnen vander./ der helt lac dinne begraben tôt:/ ir leben leit ûf dem sarke nôt./ Sigûne doschesse/ hôrte selten messe:/ | |
| ûf dem sarke nôt./ Sigûne doschesse/ hôrte selten messe:/ ir leben was doch ein venje gar./ ir dicker munt heiz rôt | |
| minne,/ als ich michs versinne,/ læt siz bî ir mannes lebn,/ dem wart an ir der wunsch gegebn./ kein beiten stêt | |
| ich niender den geberc/ der underswinge mir mîn ê./ mîme leben tet sîn sterben wê./ der rehten ê diz vingerlîn/ für | |
| toufes,/ sô jâmer iuch des koufes:/ er hât sîn werdeclîchez lebn/ mit tôt für unser schult gegebn,/ durch daz der mensche | |
| vische noch fleisch, swaz trüege bluot./ sus stuont sîn heileclîchez lebn./ got het im den muot gegebn:/ der hêrre sich bereite | |
| ranc./ etswenne ich sündebærn gedanc/ gein der kiusche parrierte./ mîn lebn ich dar ûf zierte,/ daz mir genâde tæte ein wîp./ | |
| fênîs/ verbrinnet, daz er zaschen wirt:/ diu asche im aber leben birt./ sus rêrt der fênîs mûze sîn/ unt gît dar | |
| ir lôn ze himel guot./ swenne in erstirbet hie daz lebn,/ sô wirt in dort der wunsch gegebn./ ___di newederhalp gestuonden,/ | |
| got dâ reht gerihte tuot,/ sô giltet im dîn eigen leben./ waz wilte im dâ ze gelte geben,/ Ithêrn von Kaheviez?/ | |
| tohte,/ //Sît daz ich mich het ergebn/ in alsus ärmeclîchez lebn,/ unt des edelen ardes hêrschaft/ was komen an sô swache | |
| zuo zin reit./ si nement niemens sicherheit,/ si wâgnt ir lebn gein jenes lebn:/ daz ist für sünde in dâ gegebn."/ | |
| si nement niemens sicherheit,/ si wâgnt ir lebn gein jenes lebn:/ daz ist für sünde in dâ gegebn."/ ___"nu kom ich | |
| klagen./ ir grôziu triwe daz geriet,/ dîn vart si vome leben schiet,/ die du jungest von ir tæte./ nu volge mîner | |
| unde wisen/ reit er vil durch tjostieren./ wilt du dîn leben zieren/ und rehte werdeclîchen varn,/ sô muostu haz gein wîben | |
| mohte./ diu wer im doch niht tohte:/ man verteilte imz leben unt sînen prîs,/ unt daz man winden solt ein rîs,/ | |
| prîses hulde?/ sine heten niht ze teilen,/ ân nôt ir leben ze veilen./ ietweder ûf den andern jach,/ daz er die | |
| er niht fürbaz wolde gebn:/ für sicherheit bôt er sîn lebn,/ und jach, swaz im geschæhe,/ daz er nimer verjæhe/ sicherheit | |
| hêr Gâwân/ "ich wil durch die herzogîn/ dich bî dem leben lâzen sîn."/ ___grôzer müede se niht vergâzen:/ er liez in | |
| hêrre, ez wart versuochet nie/ ûf Schastel_marveil diu nôt./ iwer leben wil in den tôt./ ist iu âventiure bekant,/ swaz ie | |
| ist von herzen leit,/ op dîn getriwiu manheit/ dîn werdez leben hât verlorn./ hâstu den tôt alhie rekorn/ durch uns vil | |
| dan entwichen,/ daz si ir bræhten mære,/ ob er bî leben wære/ ode ob er wære verscheiden./ daz gebôt si den | |
| ob er den âtem inder züge/ od ober si des lebens trüge:/ daz lac dannoch in strîte./ ûf sîme kursîte/ von | |
| ninder hanc./ diu brâht ze hove mære/ daz er bî lebne wære,/ "unt alsô lebelîche,/ daz er uns freuden rîche/ //mit | |
| welt ir in harnasche wesn,/ iu nement iur êrsten wundenz lebn:/ sô sîn wir an den tôt gegebn."/ //___Gâwân sus mit | |
| boum was alsô bewart,/ wærn Gâwâns zwên, die müesn ir lebn/ umb den kranz hân gegebn:/ des pflac der künec Gramoflanz./ | |
| tôt./ wært ir nu selbe ander komn,/ ir möht mirz leben hân benomn,/ ode ir wært bêde erstorben:/ daz het ir | |
| tôt./ ich sol für sîn lasters nôt,/ hân ich werdeclîchez lebn,/ ûf kampf für in ze gîsel gebn."/ ___dô sprach der | |
| ich hinnen reit?/ ob den iemen überstreit,/ weder schiet daz leben oder tôt?"/ dô sprach Plippalinôt/ ___"frouwe, ich sah in hiute | |
| iu beiden/ mit triwen solhen rât gegebn,/ des iwer werdeclîchez lebn/ genüzze, ich woldez werben:/ des enlieze ich niht verderben."/ si | |
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