Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben stN. (1043 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| rîter sprach ‘wær iu bekant / ir geburt und ir leben, / sô solt ir ir wider geben / daz pfärt | |
| / si begunden vaste rîten / beide einander ûf daz leben. / dem jungen rîter wart gegeben / ein starkez sper | |
| all%\ez in dîm gebot: / der werlte tôt und ir leben; / geruoche mînem kempfen geben / mit dîner helfe ganze | |
| des niht enlieze; / dar umbe liez er im sîn leben. / daz pfärit muose er wider geben / und den | |
| ir unser herre Krist / nâch ir ahte ein kleinez leben / in ir kintheit gegeben, / als ich iu nu | |
| / er hât durch sînen zouberlist / beidiu sêle unde leben / einem tievel gegeben; / der tuot durch in wunders | |
| der segen wart gegeben. / ‘herre got, vrist im sîn leben / und gip im sige unde kraft / zer ängestlîchen | |
| vrâg%..et ich si der mære / unz ich ervüere ir leben gar.’ / von der jæmerlîchen schar / kêrt%..e der edel | |
| %..in unvrô, / wand er wol sach daz in daz leben / got ze buoze hêt gegeben. / von den rîtern | |
| ob du geloubest an Krist / und wiez um%..b dîn leben stê; / dir ist nû wol, ê was dir wê. | |
| was ich vrô: / mir hêt zer werlte ein süezez leben / dîn reiniu gotheit gegeben; / des bin ich nû | |
| vrouwe hêt gegeben / ze vristen an der nôt sîn leben; / ez gap im alsô grôze maht / daz er | |
| nâch dem wurme reit. / vil kûme hêten si ir leben; / der zagel was umb si gegeben / wol mit | |
| schilt und îsengwant / wâren an im zedrücket. / sîn leben hêt gezücket / der tôt vil nâch mit jâmer hin: | |
| dâ hêt er wunder an getân / daz er sîn leben ie behielt, / sô vaste sô der wurm vielt / | |
| im was naht unde tac / allez ungemeine; / sîn leben daz was kleine; / iedoch was im der lîp warm. | |
| noch vil mangem tuot, / wan si dem kucte sîn leben / dem si den tôt ê wolde geben; / daz | |
| ich mich versinne, / sô ist mit in daz beste leben / daz got der werlte hât gegeben. / diu reinen | |
| was ab leides vol / um%..b den rîter, der sîn leben / durch si dem tôde hêt gegeben. / si sprach | |
| ie rîch, / dem bistu leider ungelîch. / allez mîn leben ist ein troum. / ich bin gesetz%..et an disen boum | |
| ein guot ors gegeben, / deiswâr, sô mac ich mîn leben / gerne wâgen ûf den trôst / daz daz lant | |
| er hêt in gotes gnâde ergeben / beidiu sêle unde leben. / swaz im des morgens wider gie, / dazn gevlôch | |
| tôt gevreischt ich nie / angestlîcher iemen ligen; / des lebens was im gar verzigen. / dô si daz swert geg%..en | |
| er sus an dem tôde lac / und daz sîn leb%\en zem tôde wac, / dô kom er im ze trôste; | |
| / herre got, dir sî gegeben / mîn vil zwîvellîchez leben / in dîne grôze erbarmicheit, / wan du erkenn%\est wol | |
| sprach ‘herr%\e, nâch dîm gebot / wil ich sêle unde leben / in dîne erbarmunge geben, / daz du mir ruoch%\est | |
| beidiu naht unde tac / und dem er sêle unde leben / in sîn gebot hêt gegeben. / daz was ein | |
| wunder hât got gegeben / in dem viure ein vremdez leben, / als wirz an den buochen lesen. / niht le%..b%..endes | |
| ein kol / was, daz gar erloschen ist. / des leben hêt deheine vrist, / swen sîn mortgirigiu hant / an | |
| sîn mortgirigiu hant / an deheinem strîte überwant: / des leben wart des tôdes pfant. / Dô vâhten si unz an | |
| dem tôde muose ergeben. / sus endet sich der werlte leben; / vreude, guot und êre / des wirt in niht | |
| / bezzer rîter dan er ist. / nu gebet sînem leben vrist / unz erz verliese als ers ger; / jâ | |
| bejagen. / würd er von wîbes hant erslagen, / des leben âne missetât / sîne zît behalten hât / und der | |
| ein diep / und stal dem reinen wîbe / daz leben ûz ir lîbe. / als ich iu ê hân geseit, | |
| / gedenk%..e bî dîner menscheit / wie brœde süeze ir leben treit, / und gip daz wir verdienen hie / die | |
| hât mir den sic gegeben / und iu daz êwige leben / g%..eoffent g%..enædiclîche; / sus sî wir beide rîche / | |
| wart dô hin getân; / ze vreuden rihten si ir leben. / guot trôst den vrouwen wart gegeben / von dem | |
| tôde muose ergeben. / ich sagiu wer im nam daz leben: / her Gwîgâlois, der wîgant. / der herre wart mir | |
| nâch dem selben zîte / nam si an sich rîters leben; / des wart ir hôher prîs gegeben. / si was | |
| daz diu vrouwe durch ir ruom / wolde versuochen rîters leben. / si kunde wol nâch êren geben / und mit | |
| mir got hât gegeben; / dîn werdicheit ist gar mîn leben. / des lobe ich unsern herren Krist / daz dir | |
| her. / nu hât geletzet in daz sper / des lebens und der hôchzît. / owê, wie jæmerlîch er lît / | |
| leide geschehen. / von im sît ir vervluochet / iuw%..ers lebens er niht ruochet.’ / daz %..ist über uns ergangen. / | |
| / sô herzenlîche vreude geben / als der reinen wîbe leben. / ir gewizzen und ir güete / hœhent daz gemüete | |
| / daz diu werlt niht vreuden hât! / ir hœhstez leb%..en mit grimme stât; / daz ist rîters orden! / ich | |
| missewende / schône unz an ir ende. / ir reinez leb%..en verdiente hie / daz gotes gnâde s%..i dort enpfie / | |
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