Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben stN. (1043 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| welt ir dem künege geben,/ daz ich iu guot unde leben/ in disem rîche bewar?’/ aber sprach der ellende dar:/ ‘hêrre, | |
| swuor einen eit/ bî küniclîcher wârheit:/ swer ime benæme daz leben,/ er woltim sîne tohter geben,/ der edel und ritter wære./ | |
| er niuwan durch den list:/ er dâhte: ‘ob dirre in lebene ist,/ der disen trachen hât erslagen,/ sôn kan ez mich | |
| der billîch wolte,/ diu junge künigîn Îsôt/ daz si ir leben unde ir tôt,/ ir wunne unde ir ungemach/ zallerêrste gesach./ | |
| an/ und sach wol, daz er lebete/ und aber sîn leben clebete/ kûme alse an einem hâre./ ‘er lebet’ sprach si | |
| seht, daz mich iht geriuwe,/ daz ich iu guot unde leben/ an iuwer triuwe hân ergeben.’/ ‘nein zwâre Tantris, ez entuot;/ | |
| triuwe hân ergeben.’/ ‘nein zwâre Tantris, ez entuot;/ umbe dîn leben und umb dîn guot/ ensorge nu niemêre./ mîne triuwe und | |
| nim in dîne hant:/ daz dir niemer zÎrlant/ bî mînem lebene leit geschiht./ //Entwer mich einer bete niht/ und biut mir | |
| habet keine sorge van:/ ir habet mir zwirnt lîp unde leben/ mit gotes helfe wider gegeben,/ diu suln ouch iu ze | |
| reht wil geben,/ dân sî mîn lîp umb und mîn leben/ gewâget unde geveilet,/ swie mir der hof erteilet,/ hant wider | |
| got hêrre, dû hâst ime gegeben/ dem lîbe ein ungelîchez leben.’/ sus redetes ofte diu maget./ nu hæte ir muoter ouch | |
| muoter zehant,/ ‘Îsôt, wes hâstû mich gemant?/ daz ich mîn leben ie gewan!/ und ist diz danne Tristan,/ wie bin ich | |
| ‘î,/ unde vorderstû merzî?/ merzî gehœret niht ze dir:/ dîn leben daz lâzest dû mir!’/ //’Nein tohter’ sprach diu muoter dô/ | |
| ‘vrouwe, gedenket wol dar an,/ daz ich iu guot unde leben/ an iuwer êre hân ergeben/ unde enpfienget mich alsô.’/ ‘dû | |
| stât./ soltet ir iuwer êre geben/ umb keines iuwers vîndes leben?’/ ‘waz wiltû danne, daz ich tuo?’/ ‘vrouwe, dâ denket selbe | |
| unrehte/ bieten ze vehte,/ daz gât dir wætlîch an daz leben/ waz râtes müge wir dir gegeben?/ hien gehœret rât noch | |
| gegeben?/ hien gehœret rât noch êre zuo:/ verliusest dû daz leben nuo/ ze gar verlorner êre,/ sôst aber des schaden noch | |
| dâ wider in einen:/ in was ein tôt unde ein leben,/ ein triure, ein vröude samet gegeben./ den tranc den nam | |
| tiure und vil genôte./ an ir sô lît mîn beste leben./ ich unde si sîn dir ergeben/ ûf alle dîne sælekeit:/ | |
| künec ze hêrren geben,/ an dem ir vröude und schœne leben,/ guot unde tugent und êre/ vindet iemer mêre.’/ //Hie mite | |
| //Alsam geschach Îsôte:/ diu versuohtez ouch genôte,/ ir was diz leben ouch ande./ dô si den lîm erkande/ der gespenstegen minne/ | |
| tuot mir wê:/ mich müejet himel unde sê;/ lîp unde leben daz swæret mich.’/ si stiurte unde leinde sich/ mit ir | |
| dâst nieman schuldic an wan ir:/ unser tôt und unser leben/ diu sint in iuwer hant gegeben./ hie mite ist iu | |
| sît verlorn und ich mit iu./ herzevrouwe, schœne Îsôt,/ iuwer leben und iuwer tôt/ diu sîn in iuwer pflege ergeben:/ leitet | |
| tôt/ diu sîn in iuwer pflege ergeben:/ leitet tôt unde leben,/ als iu ze muote gestê./ nâch dirre zît enhabet niemê/ | |
| clage/ sô selten liebez ende geben!/ wie vertuon wir unser leben/ âne liep und âne guot!/ nu gît uns doch daz | |
| under in./ //Sus triben si die reise hin/ mit wunneclîchem lebene/ und doch niht gar vergebene:/ in tet diu vorvorhte wê:/ | |
| dan./ ‘nu waltes got!’ sprach Tristan/ ‘ez wære tôt oder leben:/ ez hât mir sanfte vergeben./ ine weiz, wie jener werden | |
| daz ist der êren verlust./ swie wol Tristande tæte/ daz leben, daz er hæte,/ sîn êre zôch in doch dervan./ sîn | |
| beste,/ daz Marke an disen zwein enpfie,/ mit den sîn leben ouch hine gie,/ daz selbe enpfienc er alse wol,/ als | |
| teidinc/ ze bettegelte würde gegeben./ deiswâr ich saztes wol mîn leben,/ daz sît Âdâmes tagen/ als edel valsch nie wart geslagen/ | |
| triuwe über triuwe geben;/ dâ zuo gebôt sin an ir leben,/ swaz si si hieze ane gân,/ daz daz beidiu getân/ | |
| dingen/ eteslîchen rât geben/ oder ez gât mir an daz leben.’/ diu getriuwe Brangæne sprach:/ ‘vrouwe, iuwer ungemach/ daz müet mich | |
| ‘durch got waz weltir ane gân?’/ ‘dâ sult ir iuwer leben lân.’/ ‘ôwê, war umbe? saget mir!’/ ir einer sprach: ‘waz | |
| ir unde behüete/ ir êre und ir lîp unde ir leben!/ und mîn tôt der sî ir vergeben./ die sêle die | |
| ir mir wider geben/ oder ez gât iu an daz leben:/ ir veigen mortslangen/ ir werdet beide erhangen/ oder ûf einer | |
| manicvalt./ nu vrouwe, vristet disen gewalt:/ ê wir verliesen unser leben,/ wir wellens iu ê wider geben/ schœne unde wol gesunde.’/ | |
| der in getörste bestân./ nun was dâ nieman, der sîn leben/ an eine wâge wolte geben,/ noch Marke selbe enwolde/ niht | |
| beider übel, ir beider guot,/ ir beider tôt, ir beider leben/ diu wâren alse in ein geweben:/ swaz ir dewederem gewar,/ | |
| verderben?/ ine weiz, wie wir gewerben,/ daz wir behalten unser leben.’/ //’Waz râtes mac ich iu gegeben?’/ sprach aber diu getriuwe/ | |
| dich/ über si und über mich!/ unser êre und unser leben/ daz sî dir hînaht ergeben!’/ //Sîn vrouwe diu künigîn/ unde | |
| vrouwe, iuwer sêle und iuwer lîp,/ iuwer êre und iuwer leben/ diu sîn iemer gote ergeben!’/ //Sus schieden si sich under | |
| got unde der werlde künden./ nu hæte Îsôt êre unde leben/ vil verre an gotes güete ergeben:/ si bôt ir herze | |
| ez Gilân niht hæte gegeben/ âne eine vür sîn selbes leben/ umb kein guot, daz er ie gesach./ diu trahte und | |
| kurzlîcher zît/ //Urgânes iemer ledic sît,/ oder ich verliuse daz leben.’/ ‘entriuwen hêrre, ich sol iu geben,/ swes ir gemuotet’ sprach | |
| ir ez habet getân,/ dazn gât iu niuwan an daz leben/ oder aber ir müezet iuch ergeben.’/ der ûf dem orse | |
| reht in der merke gegeben,/ daz er Tristande an sîn leben/ solte sîn gegangen./ und alse er mit der stangen/ hin | |
| wâ./ nun vander weder in dâ/ noch nieman, der ie leben gewan;/ wan der versêrete man/ der hæte, als uns daz | |
| nie sô liebes niht gewan/ âne mîn êre und mîn leben,/ ine woltez iu vil gerner geben/ dan mînen hunt Petitcreiu:/ | |
| er durch mich trûric ist,/ der sîne vröude und sîn leben/ durch mich ze triure hât gegeben?/ wes mac ich mich | |
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