hâ – haber- haberlîte – hachelen hachelwërc – hage hage- – 2hagen hagen- – halbe halbe – hallergëlt hallergülte – halphimel halp|hunt – halpvaste halpvierteil – halser halsgebeine – halsveste halsvlinken – hamerslac hamerslahen – hanef hanef|âkambe – 1hansen 2hansen – hantgiften hantgiftphenninc – hantsalbe hantschmänt – hantvestlich hantvestunge – hârbendelîn hârblôʒ – hârlouf harm – harnaffe harnasch, harnas – 1harre 2harre – hartruore hartsinnic – haselbir haselbluome – hasenvleisch hasenwint – havendierne havengazzer – haʒʒiclich haʒ|zorn – heberînmelwer hebesal – 3hecken heckenjeger – hegelîn hegeln – heidenisch heidenischheit – heilalle heilant – heilige heiligeistlîcheit – heilvuorlich heilwâc – heime suochen hei|metze – heimvart heimvartlich – heitber, heidelber heiter – heiʒmuot heiʒsühtic – hëlfebære hëlfebërnde – hëlkleit helle – helleglocke hellegluot – hellemunt hellemünzer – hellerigel hellerîs – helle- hellesun – hellevreisærin hellevunke – hëllunge helm – hëlmschîn hëlmschirbe – helwërtwitze hely – hendewinden hendewringen – hennenvuoʒ hentschuocher – herbërgen herbërgerîe – hêre herebërge – hergesidele hêrgesidele – hêrischheit hërkêre – Herodære Herodiane – hêrrennôt hêrrenphruonde – herschrîære hêrschunge – hertes hërtgëlt – hërverloufen herverten – hërzeblüete hërzebluot – hërzekrachen hërzekranc (?) – hërze|nabele (?) hërzenandâht – hërzenvride hërzenvrô – hërzestôʒ hërzesüeʒe – hërzevrouwelîn hërzewaʒʒer – heselîn heselîn – hîbære hichela – hierunder hiesch – himelbalsem himelbære – himelgesanc himelgesinde – himelknabe himelknolle – himelpalas himelphat – himelschheit himelschlich – himelstîge himelstîgunge – himelval himelvane – himelvürste himelvürstin – hinde hinden – hindergêunge hindergrîfen – hindernisse hinderrât – hinderstelle hinderstellic – hinderwërtlingen hinder wîchen – hinker hinkêre – hinnëben hin nëmen – hînt hintber – hinwërt hinwësunge – hirngupfe hirnhût – hirtelîn hirtelôs – hirʒmilch hirʒ- – hiu hiubelhuot – hiuten hiutezucker – hôchgebirge hôchgebluomet – hôchgenant hôchgenende – hôchgewaltic hôchgewîht – hôchmeister hôchmësse – hôchvart hôchvart – hôchzîtkleit hôchzîtlich – hœhe hôheclich – holde hölde – hol|loch hol|louch – holzapfelîn holzban – holzheit holzhërre – holzschuoherin holzstîc – honec honec|bluome (?) – honec|tranc honec|triefende – hônheit honic – hopfenziech hopferebe – horgen horgewat – hornicsprenget (?) hornîn – horten hortgadem – hospitâl hossen – houbeten houbet|êre – houbetkleit houbetklôster – houbetman houbetman|ambet – houbetsachwaltære houbetschande – houbetsünde houbetsündic – houbetwaʒʒer houbetwëgen – höuptinc höurëht – höuwezëhende houwic – hovegeselle hovegesinde – hovelich hovelîche – hovephenninc hovephliht – hoveschar höveschære – hovestatzins hove|stetære – hovezins hovezorn – 1hûchen 2hûchen – hüenerhirne hüenerhûs – hûfeht hufel – hügenisse hügenumft – hüllenwëbære hüllenwëbærinne – humerâl hummen – hundertweide hundesber – hungergîtic hungerhâr – hunt huntaffe – huobdinc huobe – huof huofblat – huorgelust huorgelustic – huotelôs huote|strëbe (?) – hurmelen hurnaʒ
– hurticlich hurtieren – hûs|êre hûsgëlt – hûslode hûslôs – hûsvrouwe hûswer – hûwen hûwen – hy
|
hêrarm
Adj.
vermutlich ein Kompos. aus hêr
‘stolz, erhaben’ und arm
‘nicht vornehm, nicht mächtig’ (FrlWB, S. 151; zum abweichenden Vorschlag von
BMZ und Lexer s. dort):
her-arm, daz meit / ie wiser liute tür Frl
8:5,13;
her-arm, daz treit ein schemic siden hemde ebd.
8:5,15;
her-arm, daz heizet wol vroun Eren lemde ebd.
8:5,16
MWB 2 1375,61; Bearbeiter: Tao
herban
stM.
1
‘Heeresaufgebot, Heerbann’ (zur Sache vgl. 2 HRG 2,851-853), hier auf den relig. Bereich übertr. 2
‘die aufgebotene Mannschaft’
1
‘Heeresaufgebot, Heerbann’ (zur Sache vgl. 2HRG 2,851-853), hier
auf den relig. Bereich übertr.:
beujl uns gote mit deme gebete / vnde gedenke
[...] diner knehte, / [...]
daz si diner gute nah treten / uze disen bitteren herban [vgl. V.
807: dienistman
] . / des bite wir dih, herre sancte Columban Litan
896
2
‘die aufgebotene Mannschaft’
durch daz si heten herban, / die knehte sanden si dô dan / daz si die helde
guote / suochten ûz dem bluote Bit
9539
MWB 2 1376,4; Bearbeiter: Tao
herbarge
stF.
→
herbërge
MWB 2 1376,14;
hërbaʒ
Adv.
‘weiter, außerdem (noch)’, aufzählend, dem lat. item entsprechend
(WMU 1,828):
I#. zweiteil herbas oͮch nebent dē von Wintertv̍r UrkCorp
(WMU)
N90,24;
<1/2> acker herbas v́ber den Bledensheim weg nebent der Schultheissen
kinden ebd.
N90,16;
<1/2> acker herbas vf den salzweg ebd.
N90(2),20,23
MWB 2 1376,15; Bearbeiter: Tao
herbe
stF.
→
herwe
MWB 2 1376,22;
herbe
stN.
mit prothetischem h- (
Spec
147,10;
weitere Belege WMU 1,488 s.v. erbe stN.) →
erbe
MWB 2 1376,23;
herbërgære
stM.
‘jmd., der Fremden Unterkunft bietet’, hier religiös:
daz si [Sterbesakramente] mir sein
[...] der leitære unde suze geverte, der wirt unde der
herbergære SeckauBrev
171
(=
LambGeb
B 90
).
– Schachfigur, der sechste vende:
ir herberger [auch wirt V. 7660 u.ö.,
schenke V. 3898 genannt] , dâ bî
verstânt, / ir sullet mæzlîchen leben HvBer
7731
MWB 2 1376,25; Bearbeiter: Tao
herbërge
stswF.
auch here-,
herre- (
Roth
1238.
1900
),
herburge,
herbarge (
UrkSchles
2,24
(a.1305)
).
1
‘(Heer-, Feld-) Lager, Lagerzelt, -hütte’
2
‘(vorübergehende) Unterkunft (bes. für Fremde, Gäste), Quartier, Gasthaus’
2.1 allg. 2.2 in besonderen Verbverbindungen, oft artikellos 3
‘Beherbergung(spflicht), Herbergsrecht’
4
‘Wohnung, Wohnstätte, (Wohn-)Haus’
4.1 mit Poss.-Pron. 4.2 ohne Poss.-Pron.
1
‘(Heer-, Feld-) Lager, Lagerzelt, -hütte’
in die [feindliche] herberge si în
ranten Kchr
15813;
uon den herbergen er reit Rol
1650;
dô Turnûs solde dannen / varen mit sînen mannen / hin ze herbergen
En
6471;
daz velt herberge stuont al blôz, / wan ein gezelt, daz was
vil grôz Parz
54,11;
kvnig Bilas / [...] hiez blasin die
businen, / [...] vn̄ dy gecelt uf hebin san, / der reise
beginnen, / ir herberge brinnen Athis
A** 7;
die herberge wurden an gezunt Wh
316,25;
die brûdere sulen ouch von den herbergen [
de castris
] oder von dem hûs niht sô verre âne urlop varen, daz sî daz gerûfte,
ob ez wirt in dem here, oder die clocken niht mugen gehôren StatDtOrd
114,10.
– Jagdlager:
dâ mit [mit dem Hornsignal] in
wart erkant, / daz man den fürsten edele dâ zen herbergen vant
NibB
944,4;
jâ sih ich einen bern, / der sol mit uns hinnen zen
herbergen varn ebd.
947,3.
951,1.
–
~ nemen, vâhen (mit Richtungs- oder Ruhekonstr.) ‘(an einem
Ort) den Lagerplatz abstecken, das Lager, die Zelte aufschlagen, sich
lagern’:
ûf den plân / nam er [der
Marschall] herberge wît Parz
354,11;
dâ nâmens ouch herberge / ûf einem vesten berge
Tr
5501.
5611;
dem here was herberge genomen /
[...] zeime klôster: daz verbran Wh
202,19;
sô der vane gesetzet ist, umme den sulen sî herberge
nemen zu ringe ûzewendic der capellen snûren StatDtOrd
113,2;
wanne die brûdere ir herberge sulen vâhen ebd.
113,9;
dekein brûder sal ime selben noch sîner geselleschaft
herberge vâhen, ê danne der marschalc geherberget wirt ebd.
113,12
2
‘(vorübergehende) Unterkunft (bes. für Fremde, Gäste), Quartier, Gasthaus’
2.1
allg.:
jan’ hânt niht mêre sorge dise degene / wan umb’ die
herberge, [...] / wâ wir in disem lande noch hînte
nahtselde hân NibB
1636,3;
sîn herberge ist mir gesagt, / daz er die schœnen stat
vermeit / und eine smæhe gazzen reit / vor dem graben in ein hiuselîn
Wh
112,6;
daz korn muost unser herberge sîn UvLFrd
339,26;
sin este verre fur sich gant, / so daz dez hymels fogel
hant / vnder dem schaden reste / als in herburgen geste EvStPaul
2971
(vgl. Mc 4,32);
tabernum: herberge UrkKölnSchr
1,237.
– bildl.:
do mahte im [Gott] wol
gecemen / div herberge also reine, / sin muͦter v̄ mæit al eine
Wernh
D 2503;
des heiligen geistes rat, / der in sines herzen
grat [in seinem Herzen] / volle herberge vant
Pass I/II (HSW)
20315;
Loheng
1523.
– im Zusammenhang mit Bürgschaftsverpflichtungen als Ort des
Einlagers:
so svln die selben bvͤrgen, ob sis gimant werdent, zi Alzey in ein
herbergen varen UrkCorp (WMU)
673,9.
1638,43
u.ö.;
eine êrbære, êrsame, offene ~
s. DRW 5,736
2.2
in besonderen Verbverbindungen, oft artikellos:
–
ane bieten:
daz er [
der wirt
]
[...] sî vrœlîch enpfienc, / und bôt sî die
herberge an Iw
5943.
–
biten:
der herberge begunde si bitten Kchr
1583;
[der Pilger] bat der hereberge in der minne [
in caritate
]
KLD:GvN
40: 1,5.
40: 2,5;
swenne nôthafte liute, / [...] bâten der
herberge Sibote
67;
si hât’ ouch bî aller wochen / sente Gedrûden nie gesprochen / noch
umb kein guote herberge gebeten Reiher (GA)
381.
–
enphâhen:
di selege furstinne / kunde umme godes minne / joch mit keiner leie
rede / zu Isenache in dirre stede / herburge nie enphahen
Elis
5001;
in die stat Samaritaner / sie
[...] gingen, / daz sie ym herberge
enphingen [damit sie eine Unterkunft für ihn
besorgten]
EvStPaul
7657
(Lc 9,52).
–
geben:
sante Gêrdrût dir herberge gebe Tobiassegen
78;
guote herberge gap man den gesten sint
NibB
1297,4;
man gap in herberge unt hiez behalten ir gewant
ebd.
1433,4;
KarlGalie
13422.
–
gewinnen:
dâ si herberge gewan / dar ne mûste dehein man / neheine wîs nâher
komen En
5231;
dô mit den gesten [...] / hûs
und stat gevüllet was / und man herberge in gewan, / daz man ir nimmer
mochte hân, / dô sluoc man hütten und gezelt / alum die stat ûf daz velt /
von pfelle und ouch von sîden HvFreibTr
565.
–
nemen:
den gesten herberge wâren nu genomen
NibB
1179,1;
die guoten herberge er dô nam, / daz im von wirte
selch gemach / eines nahtes nie geschach Iw
976;
mit Richtungs- oder Ruhekonstr.:
daz si [die Einwohner]
herberge næmen in daz lant [außerhalb der Stadt Quartier nahmen
(um alle Gäste in der Stadt unterzubringen)]
NibB
1363,3;
an eine scône wisen breit / heten herberge genomen / ir boten
En
5307;
er und sîn trûtgesellîn, / und nâmen ir herberge / in
dem velse und in dem berge Tr
16771;
HvFreibTr
6034;
UvLFrd
160,18;
KvWTroj
25047;
Elis
4900.
–
schaffen:
dô schûf man dem helide / herberge unde selide En
6260;
NibB
512,1.
1176,4.
–
ze ~ sîn
‘übernachten’:
ez sol auch chain froͤmder vischer pey der stat
vischern ze herwerg sein StRMünch
442,18.
–
suochen:
er gie zuo einem berge, dar ûf ein burc stuont, / unt
suochte herberge, sô die wegemüeden tuont NibB
485,4;
ein herburge er suͦchte, / da inne ouch he geruͦchte
[...] / gemaches sunderliche plegen
Elis
223;
mit Dat.d.P.:
man suochte herberge, die besten, die man vant, /
Sîvrides knehten NibB
128,2.
–
tuon:
ich hain vur bereit mich dar zo, / dat ich uch guede herberge do
HagenChr (G)
1950.
–
vâhen:
an der friunde selden froun Hilden [für Frau
Hilde] si dô herberge viengen [Unterkunft
bereiteten]
Kudr
465,4;
bildl.:
nu begunde ouch strûchen der tac, / daz sîn schîn
vil nâch gelac, / unt daz man durch diu wolken sach / des man der naht ze
boten jach, / manegen stern, der balde gienc, / wand er der naht herberge
vienc [für die Nacht Quartier machte]
Parz
638,6
3
‘Beherbergung(spflicht), Herbergsrecht’
her mûz [darf] niechein gebot, noch herberge, noch
bede, noch dînst, noch chein recht [Pflicht] uffez lant
sezzen, ez en willekore daz lant SSp (W)
3:91,3;
daz dorf [...] git ovch zv bête drv phvnt vn̄ zv
einen male īme iare ein herberge, zv grase mit zehen rittern oder zv hovwe mit fvnf
rittern UrkCorp (WMU)
N 350,33;
daz unser hof in dem selben dorfe [...] vrî vn̄ ledik
sîn sol vor allen betten, herebergen, getwancsal, diensten vn̄ stîvren ebd.
1480,5;
daz ihc min herberge sol han vf dem selben guͦte ebd.
2282,26;
u.ö.;
aver ze Swaige git man zwa herberge, aine bi dem hevͦ, die
ander bi gnaden oder zwai pfvnt UrbBayÄ
1484,g.
– Abgabe zur Ablösung der Herbergspflicht:
ouch han wir [...] zcuͦ lene
[...] zcwenczig hofe und zcen schillinge geldes,
daz heizzet herberge LehnbMeissen
179
4
‘Wohnung, Wohnstätte, (Wohn-)Haus’
4.1
mit Poss.-Pron.:
die magit begunden si uragen / ob si im wolde volgen zir eigen
herbergen [vgl. zuo eigenen seliden
Gen
1019
]
GenM
43,29;
dô der vride wart getân, / daz volc huop sich von strîte
sân, / manneglich zen herbergen sîn Parz
413,23;
der keiser der ist hin / gevarn an die herberge [=
palas V. 198
] sîn Wildon
3,193;
wer den andern haimsuͦcht in zorn oder mit scheltworten oder in auz seiner
herberg her auz vodert OberBairLdr
181
4.2
ohne Poss.-Pron.:
swâ obene bî dem wazzer ein herberge stât, / dâ inne ist
ein verge NibB
1544,2;
vrow, du kunds din vröude bergen, / bitz du quems zuͦr
herebergen, / da din nichte ze wanen plach MarlbRh
71,36;
wonunge oder herberge SSp (W)
2:71,2;
StatDtOrd
114,15;
so sie nu da herburge enphingen [
qui cum domi essent Mc 9,32]
EvStPaul
3943;
zen herbergen [nach Hause]
giengen die liute von der stat NibB
1057,1.
1822,4;
sus gienc ez vrolic her abe / und quam zu herbergen sint
MarLegPass
25,217;
Tr
2251.
18405;
HvFreibTr
1151.
1223;
in relig. Sinne:
got gebe iu, frowe [Frau Welt] , guote naht. /
ich wil ze herberge varn Walth
101,22.
–
hat ein man eigen rouch, daz ist
gemitte [gemietete] herberge
StRFreiberg
44,17.
– an einem Ort, in einem Haus zur/ ze ~ sîn
‘wohnen’
Veredemius [...], / mit dem er
[...] / was da zur herberge / in einem wilden
walde Pass III
454,83;
derselb unser rat sol och von sin selbes hus, da er
selb wil ze herberg inne sein, [...] niht stiwren
StRMünch
41,20
(=
UrkCorp (WMU)
1975AB,33,32
).
MWB 2 1376,33; Bearbeiter: Tao
herbërgelîn
stN.
Lehnübers. für lat. habitaculum.
‘Wohnung’
habitaculo: herbergeline WindbCant
126.
125
MWB 2 1379,3; Bearbeiter: Tao
herbërgen
swV.
1
‘(an einem Ort) ein (Heer-, Feld-)Lager errichten, einen Lagerplatz abstecken,
sich lagern’
2
‘Quartier schaffen, besorgen; jmdm. Unterkunft bei jmdm. zuweisen’
3
‘irgendwo, bei jmdm. (als Gast, Fremder) vorübergehend wohnen, übernachten,
Quartier beziehen, Unterkunft finden’
3.1 allg. 3.2 in rechtl. Kontext 4
‘jmdm. Unterkunft geben, jmdn. unterbringen, gastlich aufnehmen’ , vereinzelt
refl.: ‘sich wo niederlassen’
4.1 ohne weitere Bestimmung 4.2 mit Ortsangabe 4.3 mit Richtungsangabe
1
‘(an einem Ort) ein (Heer-, Feld-)Lager errichten, einen Lagerplatz abstecken,
sich lagern’
zwischen Magdalôn unde Belsephôn / dâ begunden si herbergôn, / an dem stade bî
dem mere / dâ herbergôt daz selbe here Exod
2978. 2980
(Ex 14,2);
her herbergete do aller vurderost / mit den sinin heleden /
inzusken den menigin Roth
2658;
der rûfere [Herold] sal bî dem
marschalke sîn geherberget [
hospitari
]
StatDtOrd
114,24.
113,13;
herbergen ist loyschiern genant Wh
237,3.
– mit Richtungsangabe:
alse die helede guote / geherbergeten / vffe den sant bi
dem mere Roth
3587;
dô hiez der hêre Ênêas / alle sîne holden, /
[...] herbergen an daz velt / unde selbe sîn gezelt
/ vor der borch ûf slân En
9201;
si hiezen herbergen für den grüenen walt
NibB
928,1;
Gâwâns marschalc wære komn: / der herberget ûf den plân
Parz
668,25.
682,4;
von Mîsne bischof Mertîn / dâ herbergte neben in
Kreuzf
1184.
– in subjektlosem Passiv:
sô nû geherberget wirt, / [...]
Wh
460,23;
nâch dem sô geherberget ist, sô sulen die brûdere
[...]
StatDtOrd
113,24.
– subst. Inf.:
swenne man diu gezelt / durch herbergen ûf sluoc
UvZLanz
9076.
– tr. ‘etw. als Lagerplatz nutzen’, hier präd. Part.Prät.:
daz mer man allenthalben siht / geherbergt zehen mile
lang. / von den kyelen ist gedrang, / von koken barken tragmvnt
TürlArabel
F 866
2
‘Quartier schaffen, besorgen; jmdm. Unterkunft bei jmdm. zuweisen’
vrowe mîn, / [...] ich wold des marschalcamptes mich
/ hînt underwinden [...]. / herbergen wold ich in der stat
/ gewalticlîch [kraft meines Amtes als Marschall]
UvLFrd
250,5;
dô der tuomvogt ze Wienen quam, / er herberget sô als daz wol zam, / in al der
stat gewalticlîch. / da enwas dehein burgære sô rîch, / er müest in dâ herbergen
lân. / dô das herbergen was getân [...]
ebd.
250,26. 29;
mîn herre mich vür gesendet hât, / des marschalc bin ich alhie, / wâ ich
geherberge oder wie Mai
210,38;
wir wellen auch, daz dehain vnser marschalch [...]
ninder hintz dehainem purger gestte herwergen suͦl, an swo im der rihter hin zaige,
[...] vnd svͦln auch bede der rihtær vnd der marschalch
dehain miet dar vmbe enphahen, si herwergen als zimlich vnd pillich sei. si suͦln
auch niht herwergen datz den witiben vnd datz den hausgenozzen UrkCorp
(WMU)
2345,41,43,44
3
‘irgendwo, bei jmdm. (als Gast, Fremder) vorübergehend wohnen, übernachten,
Quartier beziehen, Unterkunft finden’
3.1
allg.:
sie quamen zvͦ einer burcstete, / da der gotis holde /
inne herbergen solde Ägidius
1294;
geherberget ein man / dâ ims der wirt wol gan, / dem
gezimt deste baz / sîn schimpf unde sîn maz Iw
2689;
ob ein brûder wizzentlîche unde âne nôtdurfte zu den
herberget, dî dâ sint bôses lûmundes StatDtOrd
82,4;
si soͤnt oͮch [...] also
herbergen, das si moͤgen betten und sclaffen von den lúten under einem
sunderlichen tache Mechth
4: 27,40;
in den perg ain weytes loch, / dar inn der ausserwelte
degen / herbergte fur den regen HvNstAp
6720;
HlReg
35,24;
Lilie
18,28;
ParzRapp
394,16;
Seuse
284,30.
– in subjektlosem Passiv, wohl hier anzuschließen:
von gesinde noch von gesten / wart geherberget / sô
wunneclîchen alse hie Tr
601.
– übertr.:
do der [Gott] da geherbergote
der si gebildote, / also geistlichen si [Maria] in
enphie AvaLJ
5,5;
also scult ir ime garwen daz hûs iwers herzen unde
scult daz reinen uon aller slahte unrehte, so herberget min trhotin in iwerm
herzen unde gît îv die ewigen genâde Spec
138,3;
noch ist ein hüs, daz dem almehtigen got vil lieb
ist [...]. das ist eines iegelichen seligen
menschen hercze, [...] daz da rain ist von
haupthaften svnden: [...]. do hat inne geherberget
chuͤsch vnd diemvͤt, gedulte vnd gehorsam, triͤwe vnd warhait
Konr
23,71;
cunst unde nâhe sehender sin [scharfe
Urteilskraft] / swie wol diu schînen under in, /
geherberget [gesellt sich] nît zuo zin, / er
leschet kunst unde sin Tr
35
3.2
in rechtl. Kontext:
swer mit gewalt uf den andern herberget, der ist fridebræch
MGHConst
2:598,41
(a. 1256);
der Geschädigte erscheint auch als Akk.-Obj.:
swer den andern mit gewalt herwerigt, [...] daz
sol er im mit der zwigvͤlt gelten UrkCorp (WMU)
475AB,31,34.
– im Zusammenhang mit Herbergsrecht bzw. Beherbergungspflicht:
wil der voit herbergen in die stat, daz sol er tuͦn, swelhen enden er
wil, an der stete schaden UrkCorp (WMU)
29,43,44,46,47;
ez sol chein graf in siner graschaf [...] mer
herbergen danne dristund in dem iar DRW
5,739f.
(Rockinger, Dm.; a. 1256);
subst. Inf., hierher oder zu 4:
die korherren von Illimvnster die gebint fvr daz
herbergen anderhalben mvtte waitzn vnde zwæne mvtte rocken vnde fvnfzehn
mvtte habern UrbBayÄ
1325,e;
UrkCorp (WMU)
N109AB,5,4.
N770,16
4
‘jmdm. Unterkunft geben, jmdn. unterbringen, gastlich aufnehmen’, vereinzelt
refl.: ‘sich wo niederlassen’
4.1
ohne weitere Bestimmung:
ir sult [...] den durftîgen
herbergen Spec
45,26;
dô wart geherberget Gêre unt sîne man NibB
744,1;
ein wirt herbergte geste / und tet in daz aller beste
StrKD
116,1;
di reine was verschalden, / so daz si nieman halden / noch herbergen solde
Elis
4929;
swaz geste kvmet mit hvnden vnd mit vederspil vnd mit vil
gesindes, die sol man niht herwegen SpitEich
14,5;
swer herberget oder spîset wizzenlîche einen man der
veræhtet ist, er muoz dar umbe wetten die hant SpdtL
220,11;
swer der ist, der ein unendelich versprochene frauwen
huset oder herberget WüP
62,4
4.2
mit Ortsangabe:
daz si herbirgen ein durftigen. daz och si got hêrberge in sineme riche
PrWack
17,6;
daz klôster [...], / dar man die
herren herberget Ottok
9818;
nu enthielt der stern sich alda / gliches ob dem dache, /
da aller vreuden sache / geherberget inne was Pass I/II (HSW)
2307;
übertr.:
eya du allersnoͤdestú creatur, wie lange wiltu din
unnútze gewonheit herbergen in dinen fúnf sinnen? Mechth
7: 3,8
4.3
mit Richtungsangabe:
man herbergte si wol / in ein hûs, daz was vol / alles,
des man haben solde Ottok
75267.
– übertr.:
siv geherbergote aber den aller hohesten got in die tovgini ir libes
PrWack
8,47;
refl.:
so herberget sich got in daz haus MvHeilGr
1840.
– hierher oder als intr. zu 3:
die boten herbergen hiez man in die stat
NibB
152,1.
248,1;
Kudr
319,1
MWB 2 1379,6; Bearbeiter: Tao
herbërgerîe
stF.
aus afrz. herbergerie (Suolahti 1,105).
‘Unterkunft, Quartier’
wan [man] bereit in daz castel / vil schier
herbergerie / gegen dirr massenie Krone
575;
nv reit div massenye / wider ze herbergerye / an ir gemach in die stat ebd.
908.
–
‘Zeltlager’
schier wart vf dem veld / von manigerhande gezeld / herbergarji vf geslagen
Krone
22257
MWB 2 1381,4; Bearbeiter: Tao
herbërgerinne
stF.
‘eine, die Unterkunft bietet’
si [Elisabeth] nam ouch sunder froude
war [d.h. hatte besondere Freude] , /
[...] ein fri herburgerinne, / an verweisten kinden
Elis
7686
MWB 2 1381,12; Bearbeiter: Tao
herbest
stM.
‘Herbst’
1 allg. 2 als Zeit für bestimmte Tätigkeiten, Arbeiten 3 in Datumsangaben (meist Festtagsbezeichnungen) 4 personif.
1
allg.:
daz vierde teil dez iares heizit der herbest, der an vahet an
sant Bartholomeus tag. etliche meistere unde die iuden vahent daz iar an in dem
herbest, so die sunne lofet in libra. unde so ist equinoccium autumpnale, daz
winterliche equinoccium MNat
7,13;
herbest [...] ist kalder unde trokener
nature Macer
Prosavorr. 16;
den selbin sichtum heizint di lute di struche vnde geschit
allir meist uon der kelde in deme herbeste so sich di luft wandelt
SalArz
40,54;
swer auch miste, stein oder holtz hat ligen in den gazzen, da
die wegen in dem herbeste von geirret mugen werden WüP
106c,3.
– als Zeit des Absterbens der Natur, als Zeit des Niedergangs:
daz leben ist uf der neige, / die werlt ist uf den herbest komen
Frl
7:30,2.
– als Zeit, in der Früchte reifen:
der herbest ist ein fruhtber zit MNat
7,17;
danne gat der herbest zvo / mit genuht Martina
250,13;
da [im himmlischen Paradies]
ist herbst mit gnuͤht / mit maniger schonen sußen fruht HvNstGZ
7742;
übertr.:
er [der vriedel
] wil, daz ich sin herbest si, und hat in mich gedrücket / die
truben, da min vater sich hat selben in gebücket Frl
1:19,28
2
als Zeit für bestimmte Tätigkeiten, Arbeiten:
der centaurien saf sol man in dem herbesten gewinnen unde
trocken an der sunnen Macer
33,9;
in dem lenzen, sô man daz sumergetraid sæt, und in dem
herbst, sô man daz wintergetraid sæt BdN
181,26.
– metonymisch ‘Weinlese im Herbst’
dû scholt nâch miltem weinlesen [La.
herbest
] wênig trinken und nâch klainem weinlesen trink paz#. und
milticleicher BdN
350,28.
– als Termin für Abgaben und Dienstleistungen, für
Gerichtsversammlungen:
vnde uffe disem selben guͦte sol der selbe Hug
[...] emphahen vnd nieszen allú iâr ze herbste ze
rehter gúlte vier march lôtigez silberz UrkCorp (WMU)
3003,22,25;
das der egenande vogt [...] die lúte in dien
[...] drien doͤrfern jaͤrlich zwúrent in dem jar
bitten sol vmb ein stúr ze meiien vnd ze herbst ebd.
N243,28,29,30,31,43
u.ö.;
UrkMoselQ
191,15
(a.1344);
der selbe kelner hat och einen acher, von des wegen er sol geben einem
vogte ze meyen ein imbis und ze herbst ein imbis, so er dar kumet zuͦ den
jargerichten UrbHabsb
1:252,21
(a. 1306);
die vogte uf dem lande die hant niht ze rihtenne hinze der
burger gute noch hinz ir luten die druffe sitzent, wan ze zwain ziten in dem
iare, ze maien unde ze herbeste, umbe gulte StRAugsb
13,16
3
in Datumsangaben (meist Festtagsbezeichnungen):
decima die septembris, [...] dc waz an dem zehenden
tage herbestez PrSchw
2,118;
umb sant Mathes tag in dem herbst [ 12.
Sept.]
KvMSph
20,10;
ich sage iu, wenne der tac gelît. / in dem herbest nennet man
in sô / sanctæ crûcis exaltâtiô [14. Sept.]
Eracl
5281;
diser prief ist geben ze Wienne an sand Franciscen tage in dem
herbiste [4. Okt.]
UrkCorp (WMU)
2811,12.
2495,8.
2581,41
u.ö.;
–
der êrste/ andere/ dritte ~
:
diser brief wart gegebin [...] in dem erstin
herbiste [im September] an dem gvͦtimtage nah dez
heiligen crcis [!] tvlt UrkCorp (WMU)
1468,12;
diz geschach [...] an dem nehsten zistage nach
sancte Michels tvlt, do viench oͮch der ander herbist [d.h. am 1.
Okt.]
ebd.
257,35;
an dez driten herbistes non̄ [
nonas nouembris
145A,20
]
ebd.
145B,41
4
personif.:
herbest, der des meien wât / vellet von den rîsen SM:St
1: 1,5;
herbest, underwint dich mîn, / wan ich wil dîn helfer sîn /
gegen dem glanzen meien ebd.
1: 2,1;
der herbest ersprengete do / mit einre frefellichen just. / er stach den
meigen ûf die brust Herbst
182.
– seine Gaben, sein Reichtum:
herbest wil birâten / mang gisinde mit guoten trachten
SM:Had
18: 1,1.
20: 1,1;
herbest wol ergetzen kan / gisindes man der sumerzît: /
swer miete gît, der ist so wert ebd.
44: 1,1;
siude und brât / des herbstes rât, vil lieber wirt, / sît
er uns birt so vollen teil! ebd.
44: 1,9;
herbest, dîn geræte der swære / hilfet uberwinden ein
michel teil SM:UvB
2: 1,5
MWB 2 1381,16; Bearbeiter: Tao
herbestboum
stM.
Baum in der Herbstzeit:
si sint auch als di herwestbavme, di da blvͦent vnd doch niht
wuchers bringent PrBerthKl
5,16
MWB 2 1382,31; Bearbeiter: Tao
herbestdinc
stN.
Gericht, das im Herbst abgehalten wird:
es hat ouch des richs vogt [...] diu reht, daz er ze
zwain maln in dem jare, in dem maien und in dem herbstding, da hin sol chomen
WeistGr
6,293
(a. 1316)
MWB 2 1382,34; Bearbeiter: Tao
herbesten
swV.
‘Wein lesen; (Trauben) ernten’
von den dornen lesin si nicht fîgen, noch von dem busche herbisten si nicht wînber [
neque de rubo vindemiant uvam
]
EvBeh
Lc 6,44;
so erteil ich in iares viercehen naht zuͦ howenne, viercehen naht zuͦ ernenne
vnde viercehen naht zuͦ herbestenne UrkCorp (WMU)
360,15
MWB 2 1382,39; Bearbeiter: Tao
herbestgedinge
stN.
wie
herbestdinc
:
das die keller [...] dess jares haben sonndt ain
maygeding und herbstgeding WeistGr
1,296
(a.1330 kopial);
das der keller den vogt selb drytt haben und verkosten sol zu den selben
mayen- und herbstgedingen ebd.
1,296;
es sol ouch der keller, beide ze meygen- und ouch zuͦ dem herbstgeding, miner
froͮwen amptman selb dritte dz maͮl geben UrkAargau
155
(bald nach 1324 kopial)
MWB 2 1382,46; Bearbeiter: Tao
herbestgenuht
stF.
‘Herbstfülle’
daz dritte ist mit voller fruht / ein iemer werndiv herbest gennuht
Martina
251,108
(vgl.
danne gat der herbest zvo / mit genuht spate vnd frvo ebd.
250,13
).
MWB 2 1382,55; Bearbeiter: Tao
herbesthuon
stN.
Huhn als im Herbst zu entrichtende Abgabe:
der schuͦpossen [= schuopoze F., landwirtschaftl.
Maßeinheit, kleiner als eine Hufe] giltet jeglichuͥ
[...] zwei herbsthuͦnr, ein vasnachthuͦn und xxx eiger
UrkAargau
2,1:378,2
(a. 1306);
es sol ouch ieklich hus ierlich geben j herbsthuͦn vnd j vasnahthuͦn. da
gehoͮrt dz herbsthuͦn minen froͮwen vnd dz vasnahthuͦn dem obern gericht ebd.
14
(bald nach 1324 kopial);
weitere Belege s. DRW 5, 748f.
MWB 2 1382,59; Bearbeiter: Tao
herbestic
Adj.
‘im Herbst’
Chuͦnrad Banwart buwt und jerglich giltet drie mút kernen und zwei viertel
bonen, vier huͤnr, zwei herbstig, und zwei vasnachtig UrkAarau
40
(a.1331)
MWB 2 1383,5; Bearbeiter: Tao
herbestmânôt, -mânde
M. , -mâne
stM.
‘Herbstmonat’
september, october, nouember, december: fier herpstmanot VocOpt
56.014.
– September:
september: herbistmanoth SummHeinr
2:70,55/56.
1:105,1126;
an Prôthî und Jacinctî tac, / dô man dem herbistmânde / das
dritte idus [11. Sept.] nande NvJer
1470;
in dem ersten herbest manode an sant Matheus tage [21.
Sept.]
UrkCorp (WMU)
750,44;
in dem ersten herbstmoͤnne ebd.
N 181,16;
in der achtin kalendin / des êrstin
herbistmêndin [25. Aug.] / irhûb sich kunic Lûdewîc /
von Frankrîche in den stîc / andâchtlîchir betevart NvJer
15682;
UrkHohenz
1,109
(a. 1300).
– Oktober:
von ostron vnz an din andirn herpstmanot mittin
BrEng
48;
herbestmânde HvFritzlHl
213,1
(Überschr.).
– November:
von mitten herpstmanodin vnzin ostron BrEng
8;
in dem dritten herbistmanode nach sant Martins mis [12.
Nov.]
UrkCorp (WMU)
559,25;
an dem sehsten tage dez dritten herbstmanodes UrkFürstenb
5,155
(a. 1306);
Martina
89,42.
– Dezember:
an sant Barbarun tac jn dem vierden herbschmanode UrkCorp (WMU)
1494,3
MWB 2 1383,9; Bearbeiter: Tao
herbestouwestinne
stF.
‘(Herbstmonat) September’
an dem eilftin tage des mandin den man heizet die herbistouwistinne
Köditz
66,28
MWB 2 1383,31; Bearbeiter: Tao
herbestrât
stM.
vom Herbst bis zur Fastenzeit amtierender Rat:
das der herbestrât von Zúrich von der burger wegen von Zúrich vns
[für uns] dur vnser bette vnd dur vnsers nutzes
willen vn̄ dur groͤzern schaden ze versehenne vf vnsern schaden vs
nam [aufnahm] vúnf vnd zwenzig march silbers, da
mitte wir Heinriche Manessen [...] gulten UrkCorp
(WMU)
1844,42
MWB 2 1383,34; Bearbeiter: Tao
herbeststiure
stF.
‘im Herbst fällige Abgabe’, zwei mhd. Belege aus der ersten Hälfte des 14. Jh. s.
DRW 9,35 s.v. Maisteuer.
MWB 2 1383,42; Bearbeiter: Tao
herbestteidinc
stN.
wie
herbestdinc
und
herbestgedinge
:
ein ieglicher probst [...] sol eins ieglichen jars
[...] ze gericht sitzen und genuͦg tuͦn vnd nútze sin
den meigen- und herbsttádingen DRW
5,754
(HönggRQ.; a. 1338);
das unser [...] botte [...]
ze dem meyen tegding und ze dem herbst tegding kommen sol ebd.
5,754
(ZürichOffn.; a. 1347)
MWB 2 1383,45; Bearbeiter: Tao |