Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
küniginne stF. (3041 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| uns insigele/ mit deme sluzele siner minne./ di ist ein kuninginne/ allir geistlicher gabe,/ dan abe comet salde vnde gnade,/ fride | |
| wart also gordinot,/ als iz der wisi Salomon gibot./ //Ein kunigin chom sundir/ zi Salmoni durch wundir./ du brachti michilin scaz,/ | |
| daz ewigi licht,/ des niwirt hini vurdir ziganc nicht./ //Du kunigin, so ich iz virnemin kan,/ bizeihinot ecclesiam./ du sol wesin | |
| lande iſt ein burc, die heiʒet ſaba. Dannan waʒ die kunegin uon ſaba, die da kam ʒů ſalomone. Da bi iſt | |
| irem manne/ ain tochter solt gewinnen,/ himels und erd ain küniginne./ die solt haissen Maria./ da die zit kom dar nach,/ | |
| daz ir waz unbekant/ welch under den kindelin/ solt die küniginne sin;/ von Got wart si irre so./ doch nach ir | |
| er denn chaiser her,/ das er sein mütter pat,/ die chunigin Helenam, ander stat,/ die sinn und frümchait was,/ dye tewrist | |
| sy berichtent dich wes du wil./ do sprach aber dye chunigin:/ ‘die nü haben den pesten sin/ under den die %:ir | |
| unsern sunden müez zergann/ und w%:irt den christen undertann.’/ __Dye chuniginne begunde swarnn/ das sy so lange warnn/ an irem rat | |
| ist eins weissagen chind;’/ und zaigten %:ir ann Judam./ die chunigin Judam nam/ und het in ser in %:irr huet./ si | |
| in der pischolf hiez./ darnach starb der pischolf da./ die chunigin saczt Quiriacum sa/ ze pischolf in Jerusalem;/ er wart lieb | |
| Jerusalem;/ er wart lieb disem und dem./ __Do pat dye chuniginne früm/ den pischolf Quiriacum,/ das er seiner trewen gedechte/ und | |
| dy nagel gewann,/ mit frewden cham er gegann/ für dye chuniginne./ Helena mit güttem sinne/ macht sy im ein pritel güt/ | |
| ze aller czeite./ __Do sy begie des sy gert,/ dye chunigin gen Rom chert/ und lebt nach Got uncz an %:ir | |
| grozzer gab erleich,/ manig chlainat reich/ pracht man für dye chunigin./ __Nün was ein Jud under in,/ der het dye chetten | |
| pabst ander stünde/ wag das sein wer sünde,/ und die chunigin er pat/ das es wer mit irem rat,/ und %:ir | |
| und mit %:ir die tauf enphie/ der chunik und die chuniginn/ und alles daz gesinde sin./ die er mit ler, mit | |
| warnn zevarn/ da sy trawten sich pewarnn./ do stünt die chuniginne her/ und chlagte vil ser/ irs liebenn chindes smerczenn./ si | |
| sin wird so hoch er hat gezogen_–/ on Maria die kuͤngin,/ der wird höher můsz sin,/ wann Got die menscheit/ nam | |
| die menscheit/ nam von ir hailikait,/ er kuͤng und si kuͤngin./ ir gewalt wigt hin/ gelich in der magen kreffte kuͤr;/ | |
| hat die lewt in Gottes nam./ __Nün het Candat die chunigin/ einen ritter der seinenn sin/ het an Got verlazzenn/ und | |
| du gehochet pist.’/ mit solcher red liebten sy sich./ die chuniginne rich/ wänt die rede wer war,/ und wolt ez haben | |
| wie es hoch wurde verpracht,/ do sprach Eunuchus zü der chunigin:/ ‘chert euch nicht an iren sin!/ ez sind nür trugner./ | |
| stünt/ in lebendenn und wol gesunt,/ deinenn sün werleich.’/ __Die chuniginne reich/ sant nach Matheo./ als pald als er do/ cham | |
| nach Matheo./ als pald als er do/ cham für die chunigin,/ die frawe viel für in/ und sprach: ‘gottes pot, meine | |
| rain schar/ die Got hat lieb für war,/ darczü die chuniginne chlar/ die got Jesum Christ gepar! Amenn./ //80. Vonn Sand | |
| vater wol erchant,/ Costus was er genant./ ir mütter die chuniginne/ het zü der tochter grozze minne,/ als daz wol pilleich | |
| rain./ ir almüsenn was nicht chlain,/ wann sy was ein chunigin;/ ir hab gab sy durch Got hin./ nün was laid | |
| gar/ inhimel, auf erde her und dar.’/ do sprach die chunigin rain:/ ‘wie gar dein sin ist chlain!/ ich pin nür | |
| die weil die magt gevangen leit./ doch ander stünde/ der chunigin trawmen begünde/ von irem wiert ein trawm swër,/ wie im | |
| frawe vorcht irs mannes tot/ und wolt sehen Katherinam./ die chunigin zü sich nam/ einen ritter hiez Porphirius;/ zü dem sprach | |
| der maide,/ die da lag indem laide./ __Porphirius und die chunigin/ g%:ingen do pey der nacht hin/ haimleich zü dem charcher./ | |
| sich/ mit der marter zehimelrich!’/ do Katherina daz gesprach,/ die chünigin auf sach,/ und sahen siczen engel da/ pey der maid | |
| und grozze frewd der christen./ __Darnach andenn fristenn/ gie die chunigin dann/ zü dem chunig, irem chon mann,/ und sprach zü | |
| werleich Jesus Christ/ ein ware gothait ist.’/ __Do daz die chunigin geret,/ der chaiser sprach ander stet:/ ‘daz sy sey geunert/ | |
| st%:irbet wërleiche./ gedenkch an dein reiche,/ daz dü pist ein chungin,/ und laz durch mich solchen sin!/ und wiltu dich nicht | |
| vogeln zeezzen dein leib/ davon becher dich, liebes beib!’/ __Die chunigin rain/ sprach zü dem chaiser: ‘nain,/ du macht mich nicht | |
| mag gegeben,/ vil wünne und daz ewig leben.’/ do die chunigin daz gesprach,/ Katherinam sy ann sach/ und freyleich sy zü | |
| ewig leben.’/ __Do die magt daz geret,/ man fürt die chunigin ander stet/ aus der stat zü Allexandrey./ da wart die | |
| tagt,/ do wart sein vil gefragt,/ nach dem leichnam der chunigin;/ man fragt her und hin,/ wer hiet genomen den leichnam./ | |
| und schullen haben die christenn/ missetan andenn fristenn/ die dy chunigin habent hin getragen/ und sy zü der erdenn begraben,/ des | |
| gerten antlaz an in do;/ und wart gelaubig da/ die chunigin Helena/ und tauften sich mit %:ir für war/ davonn aus | |
| lange he dich vür bekande!/ //He spricht: #.,Her got, diͤ küninginne,/ diͤ zů dir bint diͤ geistlich minne,/ si steit zů | |
| ce lezzes uns gesamene/ in deme ewigeme levene./ //Maria, milde kuningin,/ nu muozestu gelovet sin/ der diner otmuote/ und aller diner | |
| sunnen,/ von Nazareth irrunnen,/ Hierusalem gloria,/ Israhel leticia,/ Sancta Maria./ //Chuniginne des himeles,/ porte des paradyses,/ du irweltez gotes hus,/ sacrarium | |
| du magit do ware./ //Sende in mine sinne,/ des himilis chuniginne,/ ware rede suoze,/ daz ich den vatir und den sun/ | |
| brustin bot/ und dine bruste in sine hende vie./ owe, kuniginne,/ waz gnaden got an dir bigie!/ //La mich giniezin, swenne | |
| werlte bræhte./ //Maget aller magede,/ schone als diu sunne,/ himelischiu chuniginne,/ dirre werlte gimme,/ erchenne alle die dich minnent/ und mit | |
| erste teil dis bůches <INHALT><N>I</N>. Wie dú minne und dú kúneginne zesamen sprechent <N>II</N>. Von drin personen und drin gaben <N>III</N>. | |
| da lebent ane valscheit.»</PROLOG> <KAP><N>I</N>. Wie dú minne und dú kúneginne zesamene sprachen</KAP> Die sele kam zů der minne und grůste | |
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