Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hêrre swM. (7725 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| reit zu yn und fraget was der mere were. ‘Was, herre?’ sprach ein ritter der des strites nit girig was, ‘der | |
| das ie cristenmensch gesah!’ ‘Was ist das?’ sprach Galahot. $t ‘Herre’, sprachen sie, ‘da ist ein ritter der alles uwer here | |
| ‘Herre’, sprachen sie, ‘da ist ein ritter der alles uwer here entschumpffieret und es alleyn úberwindet; yn enkan kein man verdulden | |
| und gewann wiedder ein hercz und trost sich uff synen herren; er rieff syn zeichen und reit wiedder inn vergatern. Galahot | |
| sol uch hilff gnung senden.’ Da vergaterten sie uff irs herren trost und erholten sich sere, und Galahotes zeichen wart an | |
| andern, das yn groß hilff were komen. Des konig Artus here wart sere uberladen und were mit einander hinder sich getriben, | |
| dem ritter das er keyn angst enhett. ‘Ich enhan auch, herre’, sprach er sere stolczlich. ‘Herre ritter’, sprach Galahot, ‘ich wil | |
| angst enhett. ‘Ich enhan auch, herre’, sprach er sere stolczlich. ‘Herre ritter’, sprach Galahot, ‘ich wil uch von @@s@myner syten ein | |
| det sich zu syner gesellschafft und sprach zu yn: ‘Ir herren, ir sint des koniges frúnde, ich enkan uwer aller genennen | |
| wol loben.’ Mit dem vergaterten jhene all ungeschart, und myn herre Ywan was by der andern siten mit sim volck und | |
| siten mit sim volck und kam allgemachlich $t zuslagen. ‘Ir herren’, sprach myn herre Ywan zu synen lúten, ‘sit sicher das | |
| volck und kam allgemachlich $t zuslagen. ‘Ir herren’, sprach myn herre Ywan zu synen lúten, ‘sit sicher das wir dalang me | |
| das Galahotes lut gar in den strit komen wern. Myn herre Gawan der wust aber wol das sin letste schare gar | |
| gestochen, so schwinde kamen die andern off sie schlagende. Min herre Ywan vergatert und gab yn große krafft. Sie bedorfftens $t | |
| nit komen; mit so großer krafft kamen die andern. Min herre Ywan und die synen triben Galahotes $t volck mit gewalt, | |
| Galahot reit wiedder hinder und bracht alle sin macht. ‘Ir herren’, sprach er, ‘sehent das ir manlich vergaternt! Ich gesah nie | |
| strit wert, @@s@und ir volck was wider getrungen von mym herren Ywan ders ußermaßen wol det; und alle sin gesellen datens | |
| im so er behendeclichst mocht, biß er by yn kam. ‘Herre’, sprach er, ‘got gebe uch selige nacht!’ ‘Got muß uch | |
| selige nacht!’ ‘Got muß uch lonen!’ sprach er vil krencklich. ‘Herre’, sprach Galahot, ‘wer sint ir?’ ‘Ir mogent wol sehen, herre’, | |
| ‘Herre’, sprach Galahot, ‘wer sint ir?’ ‘Ir mogent wol sehen, herre’, sprach er, ‘das ich ein ritter bin.’ ‘So helff mir | |
| solt?’ und det als er yn nie me gesehen hett. ‘Herre’, sprach er, ‘ich bins Galahot $t der schonen Risinen sůne | |
| ‘ich bins Galahot $t der schonen Risinen sůne und bin herre uber alles diß groß here, das ir hut gesehen hant, | |
| schonen Risinen sůne und bin herre uber alles diß groß here, das ir hut gesehen hant, und konig. Doch hant ir | |
| behalten, das ich hut sicherlich behalten hette, det ir alleyne.’ ‘Herre’, sprach der ritter, ‘ir sint myns herren des konigs fynt | |
| det ir alleyne.’ ‘Herre’, sprach der ritter, ‘ir sint myns herren des konigs fynt und bittent mich das ich mit uch | |
| herbergen nit als lang als es zwuschen uch und mym herren dem konig also stat.’ ‘Hei lieber herre’, sprach Galahot, ‘was | |
| uch und mym herren dem konig also stat.’ ‘Hei lieber herre’, sprach Galahot, ‘was sprechent ir? Ich wolt vil me durch | |
| mir bittent.’ //Der ritter bleib haltende und besah Galahoten. ‘Werlich herre’, sprach er, ‘ir kúnent sere wol geloben, ich weiß nit | |
| uch des sicher machen ee dann ir von mir scheident.’ ‘Herre’, sprach der ritter, ‘man hatt uch fur ein fast byderben | |
| wol das ir gelobetent das ir nit gedechtent zu leisten.’ ‘Herre’, sprach Galahot, ‘das dörffent ir keynen zwivel han das ich | |
| wil uch sicher gnug thun als irselber vorsprechent.’ ‘Mich duncket, herre’, sprach der ritter, ‘das uch myn gesellschafft lieb were, meynet | |
| wiedder umb und ritten zu Galahotes pavilune. Diß sach myn herre Gawan da er lag uff der louben, wie der ritter | |
| ‘Ist er hinweg?’ sprach der konig. ‘Ja er’, sprach myn herre Gawan, ‘er reit zwuschen jhenem waßer und jhenem gebirg hinweg.’ | |
| ritten wiedder zu herberge. Der konig kam wiedder zu mym herren Gawan und sprach das er syn nicht funden hett. Min | |
| Gawan und sprach das er syn nicht funden hett. Min herre Gawan wart ußermaßen zornig und was gar unfro. ‘Ay herre’, | |
| herre Gawan wart ußermaßen zornig und was gar unfro. ‘Ay herre’, sprach er zu dem konig, ‘man hatt dick gesprochen das | |
| Darumb was der konig unfro und die koniginne und myn herre Gawan. Min herre Gawan hett groß angst das er Galahotes | |
| konig unfro und die koniginne und myn herre Gawan. Min herre Gawan hett groß angst das er Galahotes gesell wurd, wann | |
| gerumet hett. Da Galahot und der gut ritter by das here kamen, da sprach der gut ritter zu Galahoten: ‘Herre’, sprach | |
| das here kamen, da sprach der gut ritter zu Galahoten: ‘Herre’, sprach er, ‘ich wil das ir mir @@s@zwen man thút | |
| gern thun’, sprach Galahot und reit zuhant nach yne. ‘Ir herren’, sprach er, ‘volgent mir, ich sol uch noch den richsten | |
| in der werlt lebet!’ ‘Sint ir das nicht’, sprachen sie, ‘herre?’ ‘Neyn ich’, sprach er, ‘ich wúrd aber noch hint der | |
| sie were sie weren, und sie nanten sich beide. ‘Ir herren’, sprach er, ‘uwer herre hatt uch groß ere gethan, er | |
| und sie nanten sich beide. ‘Ir herren’, sprach er, ‘uwer herre hatt uch groß ere gethan, er spricht, er getruw uch | |
| war?’ sprach er, und Galahot sprach: ‘Ja.’ ‘So wil ich, herre’, sprach er, ‘ob irs nicht thút, das mir diße zwen | |
| sprach er, ‘ob irs nicht thút, das mir diße zwen herren in myn hant sichern das sie mit mir farn war | |
| ichs bedarff.’ ‘Ich wil das ir im sichernt’, sprach Galahot. ‘Herre’, sprach der konig mit den Hundert Rittern, der sin nefe | |
| den Hundert Rittern, der sin nefe was und sin truchses, ‘herre Galahot, bedenckent uch wol was ir thůt, ee dann wirs | |
| alle die lecker gewinnen, die man mag gewinnen in dem here, und alle die freud machen die ymand gemachen kan; und | |
| reit hinweg fur das er úmmer mocht und det sins herren gebott. Galahot und sin truchses hielt den ritter so lang | |
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