Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
harte Adv. (1361 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| komen müezze/ diu zît, daz ich genge/ hin zem raien, harte wol beclüeget./ Niuwe betzeln unde rîse/ ich ze hâre binde./ | |
| dâ von rechter nôt,/ wan mich jâmert nâch ir alse harte./ ir wengel und ir munt sint so rôsenrôt,/ dâbî lachet | |
| frowe hêre/ nie gewag mîn nôt,/ Und ich doch so harte/ ir genâden warte,/ biz ûf mînen tôt./ Und næme diu | |
| //Sich fröit ûf die edlen nacht/ ein gislacht $s minnære harte,/ des sîn frowe ruochen wil./ Sô der tag sîn liecht | |
| er vil manigem dinge wê./ Daz muoz mir und manigem harte missevallen./ ich klage ouch heide und anger,/ diu hiure wurdent | |
| selchen spot, $s dêswâr ich $s ahte ûf iuwer claffen harte cleine!’/ //Nein, vil süeze frowe, nein,/ stætem vriunde sol nieman | |
| niuwer mâne hât nach wunsche sich gestalt:/ er hât gevangen harte werdeklîche./ sîn schœne kunft hât gemachet manigen armen rîche./ danne | |
| berg unde tal./ gal, $s schal $s und gebræche/ machet harte wæche/ manig nachtegal./ Ûf der heide $s manigem kleide $s | |
| inne;/ Daz er wazzer dâ mit gewinne,/ Des versuochet er harte vil;/ Sô er danne ûfheben wil,/ Sô hât er dar | |
| unde ſvlt ivch erchennen alleſ iwerſ unrehtiſ. Ivch ſol vil harte riwen, ſwaz ir wider gotiſ hulden habet getân. Vnde ſprechet | |
| $t die chertin an die winſtir. Ôrigineſ der geawichte ze hârte an die zêſwin da von, daz er bridigôte, daz got | |
| ſtîge volgin. Wir ſchuln wedir an got gezwiveln noch ze hârte %<vf ſine barmherze ſuntin. Dannin ſprichet ſanctus Dauid: Beneplacitum eſt | |
| gebûrte; do hetin die iuden in Ieruſalem wider got vil harte getân, hetin got ir herrin, der ſi ûz Egypte lande fůrte | |
| wart in der helle, do rûwen in ſîne ſunti vil hârte, er beiach uil riwechliche ſine mîſſetât $.s$. Abrahame. Daz alliz | |
| wibe kunt, div hiez Maria_Magdalena. Div becherte $t ſich alſe harte, daz min trehtin ir ze erſte erſchêin, do er erſtůnt, | |
| die helleſchâr, die ubiln tîeuel, erſâhen, deſ erchômin ſi vil harte unde vrâgtin vil ângiſtlichen ein andir unde ſprâchin: ‘Wannin iſt | |
| daz, daz er iz iſt, ſo iſt unſereſ meiſterſ geheiz harte uerwândelt. Er wânte, daz er geſigin ſolti, nu birn wir | |
| gotiſ îngebot wart geſeit dem kunige. Deſ erchom er vil harte. Waz tet er do? Da lêite er ab ſinime hoͮbte | |
| got engegin chomin unde ſî unſereſ herrin bôtin ſahin, ſo harte erchômin unde wndretin ſogetanir zeichin. Do ſprachin ſi zvͦ den | |
| Do min trehtin ze himele fůr, do wrdin ſine ivngir harte gevntrôſtit, daz ſi der ſaldin darbin ſoltin, die ſi tagelich | |
| engil, zêſwinthalbe bi dem altare. Deſ erchom der ewart vil harte. Do ſprach der engil zvͦ im: Ne timeaſ, Zacharia, exaudita | |
| iſt êwic.’ Da nach wart er gevangin unde wart vil harte gemartyrot, uf einim iſininem roſte uerbrennit. Driv dinc ſint unſ | |
| die rehten, daz ſi goͮtlichen leben, unde urowent ſich uil harte uor gote der goͮten ſel%;;e; ſo auer die menneſſcen ſundent, | |
| woͮffen unde uueinen. Alle, die da waren, begunden in uil harte uurhten, wan ſi wol weſten, daz der goteſ ſcalch an | |
| goteſ boten uil uorhtlichen, uon div daz er ime uil harte mac uurhten, daz er uur den rihtare moͮz, den er | |
| wir den rîctoͮm haben, daz wir unſer gemoͮte niht ze harte daran lazzen. So ſint oͮch ſumeliche, die niht gernt, wan | |
| ſin, daz wir durc ſine barmherze unſer ſunde iht ze harte meren, unde neſculen niht ſprechen, ſo uil manege toͮnt: ‘Wir | |
| Von div, lieben lute, minnet diſen ungewiſſen rîchtoͮm niht ze harte. Soͮchet den gewiſſen rîchtoͮm, den er iv ſelbe geheizzen hat. | |
| ze michelen genaden oder ze michelen ungenaden, wan ir uergezzet harte, deſ man iv ze leide getoͮt. Uon div uergizzet oͮch | |
| habet grœzern hof/ ze allen zîten danne ich,/ daz ist harte unbillich./ ir habet überigez guot/ daz ir mit höfscheit vertuot,/ | |
| die kirchen umbe daz.”/ der bischolf sprach: “ir lieget./ swie harte ir mich betrieget,/ doch muoz ich iu gelouben ê/ dann | |
| sehen./ deiswâr, und enmag es niht geschehen,/ ich gemache iuch harte unvrô.”/ nuo dâht der phaffe dô:/ “wirn geleben nimmer drîzec | |
| ich lêre in swaz ich sol.”/ des was der bischolf harte vrô./ alsus schieden si sich dô/ harte minniclîche./ nu lôste | |
| was der bischolf harte vrô./ alsus schieden si sich dô/ harte minniclîche./ nu lôste got der rîche/ den phaffen von der | |
| het den esel gelêrt./ des wart der phaffe geêrt/ und harte wîten bekant./ swer daz mær bevant,/ der reit dar ode | |
| niuwen ê/ und zôch die alten dar in/ und redete harte starken sin./ danâch sprach er alsô:/ “ir mugt wol immer | |
| vienc./ swaz venster in den sal gienc,/ die beslôz er harte sêre/ und lie dâ niemen mêre/ wan sîn knappen inne | |
| bescheidenlîche sehe:/ sô vrist ich dannoch mîn êre./ mich müet harte sêre,/ daz ez ritter unde vrouwen/ und ouch knehte süln | |
| in enwurre niht umbe ein hâr./ des wart der meister harte vrô./ “nuo gêt dan”, sprach er dô,/ “und sagt ez | |
| ze Kerlingen./ si sprâchen alle, Amîs/ der wær der liste harte wîs./ //Dô der phaffe von Lutringen quam,/ swâ er kirchwîhe | |
| gâch/ nâch dem phaffen als ê./ im tet diu sünde harte wê/ daz erz tuoch wider nam./ dô er aber zu | |
| klâr/ und ist der beste durch daz jâr/ unt vliuzet harte schône.”/ “her wirt, daz iu got lône,/ sô suochet uns | |
| nâhen,/ nuo was der brunne vische vol,/ die lebten alle harte wol:/ die wâren grôz unde guot./ nuo het der wirt | |
| wart vil kurzlîchen kunt/ in der stat überal/ wart ein harte michel schal./ si lûten unde sungen./ die liute zuo drungen/ | |
| williclîchen tuot/ swaz der engel gebôt.”/ nu wart dem prôbest harte nôt/ daz er in bereite dâ zuo./ des andern morgens | |
| an die vart/ wol zwei hundert marke./ dô gâht er harte starke,/ daz er ân schaden hin quam./ dô man daz | |
| stat./ den er sich herbergen bat,/ der was der rede harte vrô./ sîn geverte was alsô/ daz sîn ein wirt vil | |
| wol genôz,/ dâ von in lützel verdrôz,/ er schuof im harte guot gemach./ dô er vil müeziclîche besach/ die stat und | |
| oder ê/ ie gesæhe bî sînen tagen./ daz begund im harte wol behagen./ si wâren sô manger slahte/ und sô hôher | |
| geschiht./ nû verstên ich dirre sprâche niht,/ daz müet mich harte sêre.”/ “wolt ir nuo immer mêre/ reht in herren wîse | |
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