Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gân V. (4315 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| man den bœsen wol becleit mit purpur siht behêret,/ dar gât unde kêret/ der frume ân allen phellel wol./ ez wart | |
| durch sîn adellichez dœnen, daz dâ klinget hôhe enbor./ er gât an der wirde vor/ smaragden und saphîren;/ er dœnet vor | |
| helfe wan der zungen und der brüste:/ sunder valsche âküste/ gât er dâvon für alle kunst./ /Dem adelarn von Rôme werdeclichen | |
| der helt mit starken/ êren schône enphangen,/ wan Karle quam gegangen/ im engegen an daz mer/ mit eime ritterlichen her,/ unde | |
| spehen/ nie sô wünniclichen mêr./ der künc gewaltic unde hêr/ gienc an sîn gestüele wider/ und saz an daz gerihte nider/ | |
| si müest einen kemphen hân,/ oder aber von ir lande gân/ und von ir erbeschefte./ deiswâr mit leides crefte/ diu schœne | |
| vil wîten schranz enphienc./ daz ort des swertes im dô gienc/ durch allez sîn gewæfen hin./ wan daz daz spalier schirmet | |
| er langer niht bestân./ er hiez für$/ sich diu kinder gân,/ diu kuste er unde sprach alsô/ mit leide erbermiclîche dô:/ | |
| er wider niemer sît/ ze kinde noch ze wîbe./ daz gienc der frouwen lîbe/ ze herzen und ze beine./ Diu herzoginne | |
| schîn/ mit golde sînen schilt bevienc./ ein rant geblüemet drumbe gienc/ <sô> rôt als ie kein rôse erkant./ <ouch> was enmitten | |
| questen/ bewunden was mit golde,/ nâch hôher wirde solde/ enmitten gienc darümbe/ ein schîbe diu mit crümbe/ die liehten stangen dâ | |
| küneclichen prîs./ von im in eines sternen wîs/ guldîne strîme giengen,/ daran von golde hiengen/ bisande michel unde breit,/ die wâren | |
| golt,/ daz in bedahte und umbevienc./ entwerhes von dem orte gienc/ unz an die spitze ein rôter strich;/ der liez von | |
| strichen was/ vil wol bedecket überal, / <die> durch in giengen hin zetal/ als in diu wâre schult gebôt./ von kelen | |
| stücke lieht von golde,/ in dem die siben striche/ dâ giengen wünnicliche/ darinne gein der spitze./ mit rîcheit und mit witze/ | |
| ûzerwelte striche/ den schilt sîn überviengen/ <und> von sîm orte giengen/ schôn unde lobelichen dâ./ drî wâren guldîn und drî blâ/ | |
| fuor ouch in der selben schar/ daz von dem rosse gienc der rouch./ der striche sehse wâren ouch,/ die an dem | |
| wart mit stoube alsô verdaht/ diu sunne liehtebære,/ als ob gegangen wære/ dafür ein wolken tunkel./ smaragden und karvunkel,/ jachande und | |
| die er las./ dô er alsus gesezzen was,/ dô quam gegangen dort her/ ein wîp nâch sînes herzen ger/ ze wunsche | |
| uwer burgk wirt wol behůt biß ir wiedder koment.’ Da ging der konig zu der koniginn und sagt ir wie yn | |
| gebott. Er hett das roß groß und starck und wol gande und was von allen dingen wol bereytt. Da ging der | |
| wol gande und was von allen dingen wol bereytt. Da ging der konig zu synem truchseßen und saget im allen synen | |
| wann ich sol uch das wol bewarn!’ $t Des abends ging der konig bezytt schlaffen, wann die nacht kurcz warn, wann | |
| von dem weg den er hatt zu farn, wann es ging im an syn ere. Da stund @@s@er off vor tag | |
| uber eyn cleyn brúcken, die von hurden was gemacht, die ging uber ein cleyn bach, die under der burgk floß, und | |
| wann es was eyn tieff mere und breyt, und da ging nit me weges zu dann eyn cleyn pfedelin sere schmal, | |
| der konig uß und die koniginn uff zweyn pferden sanfft gande und schon, und ein knecht mit yn der wol kunde | |
| liechter wurd. Da erbeizt $t er von sym pferd und ging den berg oben schauwen ob er von dannen kúnde syn | |
| sere mynnet gejegcz zu wald als sie det. Der walt ging vor all die felde von Gaune, und all tag wolt | |
| were gemachet und gut, und det alles das volck schlaffen gan, wann sie waren sere múd. @@s@Das volck was geheißen schlaffen | |
| wann sie waren sere múd. @@s@Das volck was geheißen schlaffen gan. Aber Banin den ging keyn schlaffen an, der ging vil | |
| schlaffen gan. Aber Banin den ging keyn schlaffen an, der ging vil stille uff eynen cleynen thorn stan warten was das | |
| wart er wol geware das die statt verraten was, und ging hernyder $t von dem thorn und rieff mit hoher stymm: | |
| verstunt was des dinges was und warumb sie redeten. Da ging er zu Claudas, alda er stund under synen mannen, und | |
| spricht das der konig Ban ist off eynen hohen felß gegangen zu sehen syne burgk die im so lieb was; und | |
| ir kam, da stund sie off mit dem kinde und ging off den lac und saczte ir fuß zusamen und sprang | |
| aber nicht enthun, so muß ich in dißem wald irre gan als ein unselige creatur; so verließ ich licht lib und | |
| sie von der kirchen kam und meß was gesungen, so ging sie off den lac da zugegen da die jungfrauw innsprang | |
| da zugegen da die jungfrauw innsprang mit irm kinde, dahien ging sie siczen yren salter lesen und sprach da manch gut | |
| leyt. Und die dritt beleib lebendig, wann derselb böse geist ging so lang umb sie mit synen bösen listen das er | |
| bat yn, als lieb als er sie hett, das er ging zu dem konig Claudas und saget im das sie beschlossen | |
| und macht sich als es im vil liep were. //Phariens ging zuhant und det die frauwen ußkomen und det sie wol | |
| enpfing yn inn syn herberg lieblich. Da Claudas gaß, da ging er und die frauw neben ab siczen off ein bette. | |
| fur zu hofe. Da yn Claudas der verreter sach, da ging er zu im und enpfing yn sere wol. Des andern | |
| und stolcze von den die nye gut ritter wurden.’ Da ging Phariens nefe vor Claudas und sprach: ‘Herre konig, herre, ich | |
| und fúrt die kint hinweg. Da Claudas das vernam, da ging er zu Phariens und gebart vil fruntlich wiedder yn und | |
| die zene wiß und ein hohes kinne. Die understen zene gingen vor die obersten, die schultern und die brust stunden im | |
| zu genöte was das sin nymant nicht kund genyßen. Gern ging er zur kirchen, armen luten dethe er nit viel guts; | |
| stan als es stett.’ //Alsus gedacht Claudas zu imselber und ging zu eim sym öheim, der ein sere wise man was, | |
| wil dirs sagen, wann ich dir wol getruwe:@@s@ $t ich ging fernat zu eynem mal gedenckende zu mirselb, wie ich were | |
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