Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ungemach stnm (475 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| unde si mit im, unde heten ez für einen grôzen ungemach. Dô sprach der vater: #.,Swer iu ditz silber und ditz | |
| ditz golt în hât gestôzen, der hât iu daz ze ungemache getân.#.’ Der vater vrâgete die süne, wâ sîn sun Symeon | |
| vervluzet,/ Ungelouben gnuc entsten/ E disse rede volgen,/ Untruwe und ungemach.»/ __Ich, Danyel, darnach sach/ Zwene andre aldort stan/ Geformet wol | |
| man ir zere giezen,/ Vil ougen wazzer liezen/ Um Susannen ungemach./ Behullet in wimpils vach/ Waren der zarten blicke/ Durch daz, | |
| hie mit im ze tvͦn gervͤchest ze gemache oder zu vngemache an hertzen oder an libe, so dv imz ie vollechlicher | |
| willen zechennen, vnd da von wir trost haben wider allez vngemach, di weil wir hie noch in disem ellend von diner | |
| swa vns [247#’v] din vaterlichiv triwe niht behvͤtet. Gemach und vngemach, lieb vnd lait, ere vnd laster, vrid vnd sorige, trost | |
| wil von tiefem vnde von heilſamem rate den menſchen mit vngemache $t gevͤbit werden, das er ſines gebreſten deſte bas ſich | |
| vriunden. Daz dritte ist an im selben an smâcheit, an ungemache und an smerzen des lîbes und an leide des herzen. | |
| in der sich der mensche trœsten mac in allem sînem ungemache, betrüepnisse und leide, und hât diz buoch driu teil. In | |
| spriche ich: in gote enist niht trûricheit noch leit noch ungemach. Wiltû ledic sîn alles ungemaches und leides, sô halt dich | |
| niht trûricheit noch leit noch ungemach. Wiltû ledic sîn alles ungemaches und leides, sô halt dich und kêre dich lûterlîche ze | |
| gerehticheit aleine sîn vater ist, dar umbe mac leit und ungemach als wênic in in gevallen als in got. Gerehticheit enmac | |
| wizzen sol, daz ouch den menschen trœstet in allem sînem ungemache. Daz ist, daz sicherlîche der gerehte und guote mensche sich | |
| redelîchen menschen in sînem leide. Daz êrste ist: wan allez ungemach und schade enist niht sunder gemach, noch kein schade enist | |
| Daz ist gesprochen: sô dû bist in leide und in ungemache, sô gedenke des guoten und des gemaches, daz dû noch | |
| tuont arme liute, die daz selbe oder grœzer siechtagen und ungemach hânt und enhânt nieman, der in kalt wazzer gebe? Sie | |
| vrâget: waz ist der beste trôst in lîdenne und in ungemache? und sprichet: daz ist, daz der mensche alliu dinc neme, | |
| erden’ ’als in dem himel’ in gote selben! Im dienet ungemach in gemach und leit glîches als liep, und dâ bî | |
| umbe: daz verliesen ist lôs werden und verliesen leit und ungemach und schaden. Wærlîche, leit verliesen ist ein gewâre trôst. Dar | |
| wâ von er ungetrœstet $t ist in allem sînem leide, ungemache und schaden. Daz kumet alles und aleine dâ von, daz | |
| danken. $t Sô er des schaden gewar wirt und des ungemaches, daz er nû hât, sô allerêrst weiz er, waz nutzes | |
| billîche trœsten. Ein mensche gibet doch sîn guot und lîdet ungemach, daz er sînen vriunt ervröuwen $t müge und im eine | |
| sîn willen in lîdenne wære und in leide und in ungemache, sicherlîche, ez wære gar billich, daz er bî im wære | |
| Dâvît sprichet in dem salter: ich bin bereit in allem ungemache, und mîn smerze ist mir alle zît gegenwertic in mînem | |
| wunder hânt, sô sie sehent guote liute smerzen lîden und ungemach, und vellet in dicke ein gedank în und ein wân, | |
| guot wære. Wie ist, daz er sô grôz leit und ungemach lîdet, und ich wânde, im engebreste niht? Und ich spriche | |
| dise werlt minnent, sint des unwert, daz sie leit und ungemach lîdent durch got. Dâ von ist geschriben, daz die heiligen | |
| lîdet grôzen gebresten an spîse und trankes, slâfes und anders ungemaches und doch alles des vergizzet gerne und williclîche $t durch | |
| sô mac man wol êre nemen oder gemach. Geviele aber ungemach und unêre ûf den menschen, daz man die ouch tragen | |
| und bis in vride. Got der lîdet gerne smâcheit und ungemach und wil gerne enbern sînes dienstes und lobes dar umbe, | |
| Daz ir zu leide ie geschach./ doch was ir vil ungemach,/ Daz si den liebesten man,/ den ie vroͮwe gewan,/ Niet | |
| schier!’/ der Weisen einer jæmerlîch sprach:/ ‘wie hab wir disen ungemach/ verdienet und ouch disen tôt?/ war umb schul wir lîden | |
| weinen über al./ her Sîfrit jæmerlîchen sprach:/ ‘nû klagt mînen ungemach/ und mîn herzensêre/ durch iuwer selbes êre./ ôwê! nû was | |
| diu tohter zuo dem vater sprach:/ ‘noch hân ich einen ungemach,/ daz ich den roc sich offen stân,/ den ich dir | |
| solde./ der engel zühticlîchen sprach:/ ‘ich tuon dir kunt den ungemach,/ den all diu werlt lîden sol,/ dar umb bewar dich | |
| iuch besehen.’/ dô diu stimm daz gesprach,/ di meister gewunnen ungemach./ daz was von grôzen vorhten,/ daz si nimêr enworhten/ und | |
| sînen segen.’/ daz kint jæmerlîchen sprach,/ dô ez vernam den ungemach:/ ‘nein, lieber vater mîn,/ lâ ez ein ander opfer sîn./ | |
| guot,/ tuo an mir dîn gnâde schîn/ und sich den ungemach mîn,/ den ich von dînen handen dol./ mîn lîp ist | |
| êr./ zehant er hinder sich sach/ mit freuden und ân ungemach./ dô sach er zwischen den dornen/ einen wider bî den | |
| ein frœlîch wort der vater sprach:/ ‘ich klag niht mîn ungemach,/ sît du mir mit freuden bist komen./ daz hân ich | |
| Josep mit frîem muot sprach:/ ‘diu red ist mir ein ungemach,/ wan ir sült, schœniu frou mîn,/ disen schimpf lâzen sîn./ | |
| pîn./ von einem troum daz geschach,/ daz ich lîd grôzen ungemach.’/ dô sprach Joseph zehant:/ ‘lâ mir den troum werden bekant./ | |
| verspehen.’/ der ein für die andern sprach:/ ‘wir lîden grôz ungemach,/ wir und Jacob, der vater mîn./ in Chanaan muoz er | |
| gewaltig Pharaô/ tet den juden manic drô/ und vil mangen ungemach./ eins tages er wider Josephen sprach:/ ‘ich weiz wol, daz | |
| si ein wort niht ensprach./ si vorht von im den ungemach,/ wan er was ein eislîch man./ dâ von muost si | |
| ersterben.’/ der künic dô ûz zorn sprach:/ ‘wir lîden grôz ungemach;/ daz wil ich zwâr understân.’/ einen boten hiez er für | |
| Saul ûz grôzem zorn sprach_–/ sîn red was im ein ungemach_–:/ ‘dû wurde zwâr nie mîn kint./ dîn ougen müezen werden | |
| zuo der muoter sprach:/ ‘ich sich wol, daz ir habt ungemach;/ iuwer barmung diu ist grôz’_–/ daz wazzer ir ûz den | |
| __Zehant der heiden zuo ir sprach,/ dô er erhôrt ir ungemach,/ er sprach: ‘liebiu frou mîn,/ dîn klag wil ze grôz | |
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