Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sünde stF. (1331 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| chantnuſſe brâhte.’ Nu bittit hiute den almahtigin got umbe iwer ſunde unde lat iv leit ſin, daz ir îe wider ſinen | |
| die da bedwngin $t wârn mit viwerineme gebênti uon den ſuntin Adâmiſ, lâite dannin $t die geuangin wider in den êrrn | |
| den êrrn vritvͦm. Die unſaligen blintin von der vinſter der ſunti erlûchte er mit ewigem lîehte. Nu habit ir uernômin, daz | |
| chomin, heilant, du den lebintigin in der werelt antlaz ir ſundin gîſt? Nu biſtu her chomin, $t die armin tôtin, die | |
| unſich alli gelîch vroͮwin. Niemin ſol ſich hivte durch ſine ſunti uon der gemeinen vroͮde enziehin. Niemin iſt ſo ſuntic, daz | |
| die hetin gotiſ hulde ſo verre verlorn uon ir grozzin ſuntin, daz er ſî vertiligen wolti. Do ſanti er einin ſinin | |
| ſanti er einin ſinin wiſſagin, $.s$. Ionam, der in ir ſunti kûnti, die gotlichin vrtêile, div ubir ſi getan waſ, offinote. | |
| daz, ob got ſinen zorn verwandilt unde virgît vnſ vnſire ſvnti.’ Div ſtat, alſo unſ div bvͦch ſagint, waſ drier tâgeweidi | |
| ein wnderlich $t ſache, daz daz vihe vaſtete wr die ſunti der ſvntlichin ſtête, vnde iz deheine ſunti hieti. Uon div | |
| vaſtete wr die ſunti der ſvntlichin ſtête, vnde iz deheine ſunti hieti. Uon div ſchulin wir arme ſuntare uil gerne vaſtin | |
| die êwigin vraiſe niht enphliehin wil; er vûlit an den ſûntin von der boſheit ſiniſ gemůtiſ. Der menniſchen geniſt iſt enzwîvil, | |
| ze den zîtin lachint unde ſpilint, ſo ſi got ir ſunti clâgin ſoltin. Wie ſalich die ſin, die gerne uâſtin, daz | |
| ipſi ſaturabuntur. Wie ſalic oͮch die ſin, die hie ir ſunti clagint unde hie #;owffint, daz iſt geſchribin ânim %;êwangelio: Beati | |
| et orate pro. Er ſprâch: ‘Gehit alle an andir iwer ſunti unde bittit in ſamt, daz ir geheilit wêrdit.’ Der heilige | |
| wêrdit.’ Der heilige bôte mânt unſ niwet durch daz unſiri ſunti gote gehin, ſam er ir niht wizzi, der alliz daz | |
| ampliuſ non recordabor. Er ſprichet zvͦ unſ: ‘ſuntare, ſage dine ſunti, ſo gehuge ich ir niemer.’ Wie ſalic der ſi, der | |
| gehuge ich ir niemer.’ Wie ſalic der ſi, der ſine ſunti andirn menniſchin gihet, daz erzeigte er herre wol. Einiſ tagiſ | |
| iwer wndin den gotiſ êwartin, ſchamit $t ivch niht iwerri ſuntin ze beclagin, wan alſo $.s$. Gregoriuſ ſprichit: ‘Nimmir wirt geheilit, | |
| wie genadic got iſt. Do ſi ſich bechêrte uon ir ſuntin unde ſich mit uaſtin gegin got gerêinti, do ſenfte got | |
| Uon div vaſtin oͮch wir williclichin, enthabin unſich uon hoͮpthaftin ſundin, begehin alli ain andir unſerri miſſetât, daz wir unſere viandi, | |
| ze himele get, niemin enphahit wan den, der ſich ſiner ſundin $t hie erclagit hat, der ſi gebůzzit hat, der ſich | |
| Unſir herri Criſt der iſt daz wâre lâmp, daz unſir ſunti mit ſin ſelbiſ blůte hat uertiligit, der lôſte unſich uon | |
| geriweſtin, daz viragezzint ſi danne unde chêrint widere zvͦ den ſuntin, ſam ſi ſe nie bewaintin. Von div der got warlichin | |
| ſprach: ‘Inphahit in ivch den heiligin gêiſt; ſwem ir ſine ſunte uergebit, deme werdint $t ſi oͮch uon mir uergebin.’ Ze | |
| ſlaht achuſte, mit lutirre bihte, mit warin riwen aller iwer ſundi, mit rehtir bůzzi, daz ir inphahen můzzit den heiligin geiſt, | |
| Er gibit ware riwe, er gibit warin antlaz allir iwir ſunde. Er gibit triwe unde warheit. Er ſtillet haz unde nide. | |
| den ſin unde die gnade, daz ſich der man ſiner ſundin inneclich beclagin mach. Er gibit daz innechliche gebêt. Er gibet | |
| gebêt. Er gibet oͮch die gnadi, daz der man ſine ſunde bewainin mac. Elliv gůte chumit uon im. Von div, liebin, | |
| ir lebin an clage. Heia, wie die ſint, die dehein ſunte nieni ſleht in dirre werelt, nehein laſtir nie wndit. Von | |
| ze botin, daz er iv antlaz hivte erwervi allir iwer ſunte unde nach diſime libe den ewigin lib. Preſtante domino noſtro | |
| bevelhin, daz er minin trehtin růche ze bittin fur unſir ſunde, daz ir daz garnin můzzit in dirre werelt, daz ir | |
| er ſich deſte baz mahte behůtin $t uor allir ſlahte ſundin, da dehein menniſche mite bewollen mach werdin. Deſ ezzin waſ | |
| gewalt in der chriſtinheit, $t daz einim ieſlichem manne ſine ſunte uirgâbe, der mit warir riwe unde mit rehtir bechantnuſſe zvͦ | |
| ſundich ſi ſin, daz ſi alle die ledich ſagin ir ſundin, die mit warir riwe zvͦ in chomin. Swer abir der | |
| unde halſte die unde ergab ſich da ſchuldich allir ir ſundin unde ſůchte da gnâde. Die ſi da bechandin, daz ſi | |
| innechliche genâde da geſůchit hete, unde virgab ir alle ir ſunde unde getrôſte ſi mit dem trôſte deſ heiligen geiſtiſ. Do | |
| kvit: ‘ſwelhiſ tagiſ ſich der ſuntar becheret unde innechliche ſine ſunti beclagit unde zvͦ mir gevlîvhet, deſ tagiſ irgizze ich aller | |
| unde zvͦ mir gevlîvhet, deſ tagiſ irgizze ich aller ſîner ſunde. Uon div gedenchit an ivch ſelbe, gedenchit, waz ir gefrumit | |
| unde ergêbt ivch ſchuldic, ſo uergît er iv alle iwere ſunte unde gîbet iv den êwigin lîp. Nu bittet hivte die | |
| Nu bittet hivte die heiligin Mariam, der min trehtin ir ſunde uergab, daz ſi unſ wegindi ſi, daz oͮch wir mit | |
| chomin iſt mit gůtim willen vnde warliche durch got ſine ſunde ze clagine, der ſol michelin trôſt habin unde michele zvͦverſiht | |
| die mit nôtin unde mit angiſtin begriffin ſint unde mit ſundin bewollin ſint. Uon div bittet hivte den gůtin $.s$. Laurentium, | |
| unrehtir dinge erleſchin můzzin an unſirme lîbe, die unſ ze ſundin unde ze unrehte lâitint. Ir ſchult wizzin, waz viwereſ $t | |
| daz ir mit rehtim geloͮbin unde mit warir riwe iwer ſunde uon dirre werelt ſcheidin můzzit. Quod ipſe preſtare. //DE SANCTO | |
| der ſprichet: ‘Alſo luzzel ſo den goͮten menneſcen ſumeliche antlazliche ſunte, der niemen in dirre werlt ane iſt, deſ goteſ richeſ | |
| uon uroſte unde uon anderre boſheit, deme iſt gebenmazzet div ſunde. Alſo toͮt div ſunde, machet uil manegen gôt unmære unde | |
| anderre boſheit, deme iſt gebenmazzet div ſunde. Alſo toͮt div ſunde, machet uil manegen gôt unmære unde ime ſelben unnuzze $t | |
| liebiv moͮter min, in daz ewige lieht. Der winder aller ſunden iſt uon dir geuarn, unde der regen deſ himeliſſcen zorneſ | |
| deſ himeliſſcen zorneſ der iſt uon dir entwichen. Uon Euen ſunde, div ſich uor mir barch unde uon mir uloch, chom | |
| mir barch unde uon mir uloch, chom der winder aller ſunden ûf die werlt, unde der regen mineſ zorneſ ſloͮc allez | |
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