Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sünde stF. (1331 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ze der gnade wir uliehen ſculn, ſo wir mit unſeren ſunden goteſ hulde ulîeſen. Si iſt, uon der elliv gnade vnſ | |
| Maria_egiptiaca nach uil mangeme hoͮre unde uil mangen grozzen $t ſunden wrden ſi gote uil lieb, alſ wol ſcîn iſt worden, | |
| tieuele ze hantueſte einen brief ſcreib. Do in do ſine ſunde ruwen, do ſoͮht er gnâde mit grozzer boͮzze ze der | |
| têt ſi trûturowe $.s$. Marien_egiptiace, $t div mit uil unzallîchen ſunden bewollen waſ. Do ſi ire gnâde ſoͮhte, do half ſi | |
| grozziv uîntſcaft worden zwiſcen goteſ unde der menneſcen uon den ſunden Adâmeſ, wan der menneſce $t gote ê gelich waſ mit | |
| der reinecheit, da nach wart er ime ungelich uon ſînen ſunden. Der ê ein warer menneſce waſ unde redelich mit gote, | |
| geſunte, do wart er deme uihe gelîch uon den ſcantlichen ſunden. Ez waren zwo goteſ geſcephede, die beide geſunten, der tieuel | |
| werdet $t ir geheilet uon dem bitteren eitere aller iwer ſunden. Nu uernemet, uil liebe, noch ein ander bizeichenunge, div warlicher | |
| an dirre werlt mit noten unde mit angeſten umbe unſer ſunde lebete. Noch bîtent die iuden mit dem eſele under dem | |
| daz er unſer nith uergezze, der ſanctum Matheum uon ſinen ſunden $t loſte unde in in ſiner heiligen zwelfpoten genozſcaft erwelte. | |
| daz er îv hiute ſi wegende, waren antlaz aller iwer ſunden weruende, dem got den gewalt hat uerlihen, ſwaz er zerloſe, | |
| trohtine uolgeten ſundige lute, bediv man unde wîb, die mit ſunden unde mit mangeme unrehte $t beuangen waren vnde ſi erlôſt | |
| daz er iv helfe hin ze gote, daz ivch iwer ſunde geriwen moͮzzen unde daz ir ſi geboͮzzen moͮzzet, ê ir | |
| iuden, uon den got geborn wolde werden, $t dvrc ire ſunde, daz ſi div abgot anebetten, geuangen wrden ze Ieruſalem unde | |
| der tagelichen roͮcte die lûte uor gote unde îetian ir ſunde uor gote zalte, daz dvrc die ſunde daz arme uolc | |
| unde îetian ir ſunde uor gote zalte, daz dvrc die ſunde daz arme uolc uon rehte in ellende unde in ſogetanen | |
| roͮgent unſ uor dem oberſten rihtære, $t uor dem nehein ſunde, chleiniv noch grozziv, unberihtet mac beſtân. Unſer herre der almahtige | |
| daz der goteſ ſcalch an ir ettelicheme hete geſehen iamerliche ſunde. Do geſaz der goͮte man uor der chircture weinende unde | |
| er îe ein hoͮrare ware allez ſin leben. Die ſelben ſunde het er gote nu gechlaget unde hete ſi tivre beweinet, | |
| der tieuel alle unſer ubeltæte uur breitet unde alle unſer ſunde roͮget, daz er mit ſinen undertanen, den heiligen engelen, unſ | |
| iſt mir gegeben.’ Ez iſt geſcriben, daz daz almoͮſen die ſunde erleſcet, alſ daz wazzer toͮt daz uiwer. Wir leſen an | |
| zwei uetech uertiligent unde uerbergent $t allen goͮten lûten ire ſunde uon den oͮgen deſ almahtigen goteſ. Uon div, alſ wir | |
| uetech bedechent in den lîb. Der got uurhtet unde ſîne ſunde riuſet, der bedecchet wol ſine miſſetât, daz ſi nimmer uur | |
| gallen. Waz iſt div galle? Daz iſt div bittere unſerr ſunden. Der bittere wil got daz wir ane ſîn unde daz | |
| uleiſlichen wizzenare, wir ſculen auer uehten wider den laſterlichen $t ſunden. Si wider ſtoͮnten den werltlichen woͮtrichen mit dem goteſ worte, wir | |
| eruulten unde hiute darumbe uon allen heiligen antlaz aller ire ſunde enphiengen. Nu habet ir wol uernomen, warumbe dirre here tac | |
| durc die ſoͮzze deſ himelricheſ, ſculen an unſ toden hoͮbthafte ſunde, daz wir mit geiſtlichen oͮgen got geſehen moͮzzen. Uidenſ autem | |
| uindet ungerehte unde daz hûſ unſerr bruſt uindet eruultez uon ſunden, ſâ neroͮchet ze der ture unſerſ herzen niht ze chomenne. | |
| ſo betriuget in der Satanaſ, daz er uellet mit den ſunden $t alſe lange, daz er gezwîuelt. Dauon ſprichet der herre | |
| peccatorum uenerit, contempnit; ‘ſo der ſundare in die tieffe der ſunden chumet, ſone ſcamet er ſich der ſunden niht unde enroͮchet, | |
| die tieffe der ſunden chumet, ſone ſcamet er ſich der ſunden niht unde enroͮchet, waz man reit.’ Der ſtein mac niht | |
| uihe dorret uf dem miſte, alſo uûlent ſi in ir ſunden, die dunchent ſi leider ze ſoͮzze. Ez ſint oͮch ſumeliche, | |
| uil inneclichen, ſwelc man ze deme goteſ huſe chome unde ſîne ſunde da chlagete unde ſine nôt, daz er ime darûz hulfe. | |
| ſagen wir iv umbe daz, ob iwer deheiner in deheine ſunde geualle, daz er deſ ninder ſcierer uzkunft gewinnet denne daz | |
| unde ſcult iuch da uil roͮchlichen ſculdech geben aller iwer ſunden uor dem almahtigen gote, daz er iv helfende ſi, daz | |
| heil uon iv niht uorderen, ſo ſterbet ir in den ſunden, unde wirt iwer bloͮt uon unſ geuorderot. Wir ſculen iv | |
| uon uater unde uon moͮter alſ ein ander menneſſce, mit ſunden wirt er geborn, mit ſunden wirt er eweclichen uerlorn. An | |
| alſ ein ander menneſſce, mit ſunden wirt er geborn, mit ſunden wirt er eweclichen uerlorn. An der ſtunt, ſo ſin moͮter | |
| alanc ze ſicher ſin, daz wir durc ſine barmherze unſer ſunde iht ze harte meren, unde neſculen niht ſprechen, ſo uil | |
| helle, ez enſi, daz wir ſi entſliezzen mit unſeren $t ſunden. An deme heiligen ſunnentage erſtoͮnt der goteſ ſun, unſer herre | |
| iwerre ſele ivch bezzert, ſwa ir muget, chlaget gote iwer ſunde, unze div ſele in dem lichenamen ſî. Wir ſculen weruen | |
| Pater noſter. Alrerſt ſint unſ ſuntaren uur geſezzet ſiben laſter hoͮbthafter ſunden, da wir unſ uone behoͮten ſculen: der zorn, der nît, | |
| wir enbiten anderſ niht, niwan daz unſ got uergebe unſere ſunde, alſ wir toͮn unſeren ſcolaren.’ Deme gebete gît got ze | |
| heiligen geiſteſ moͮzzen uon unſerme herzen uertriben werden alle hoͮbethafte ſunde. Darumbe ſprechen wir zaller iungeſt an deme uronen gebete: Libera | |
| ane roͮfen, daz er unſ genadec ſî unde unſ unſere ſunde uergebe. Die heiligen tage ſint unſ darumbe niht geſezzet, daz | |
| daz er iv deſ niht geſtate, daz ir in deheine ſunde immer geuallet, unde habet in gebeten, daz er ivch erlôſe | |
| zu der stat der rûwe bringe, sô sal er sîne sunde bîhten, ob er sô creftich ist unde ouch hat, deme | |
| daz sol ein iegelich brûder priester dises ordenes vur die sunde unde umbe daz heil aller der brûder unde der heimelichen | |
| gecimet, êrsam sîn, unde daz sî niht alleine vermîden offenbare sunde, sunder daz sie ouch unerloubeten $t gewin unde gescheffede niht | |
| /Ist daz ein brûder wirt gewar eines anderen brûderes heimelicher sunden, der sal in vridesame $t unde bruderlîche mit trûwen wîsen | |
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