Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sünde stF. (1331 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| kriſtenheit. Swa ir nv gevallen ſit in die vinſter der ſvnde, die ſvlt ir hivte lazen vnde ſvlt vf ſten gegen | |
| vnſer herre Ieſus Chriſtus, der erlvhtet ivch denne von iwern ſvnden vnde bringet ivch ze dem ewigen libe. Wie daz lieht | |
| ſvndære, der hie in dirre werlte ſol wůffen vmbe ſine ſvnde. Zwaier ſlahte riwe ſint vnde zwaier ſlahte bvͦze. Der offenliche | |
| der ſol offenlichen bvͦzen. De[r] aver toͮgenlichen ſvndet vnde der ſvnde toͮgenlichen ze bihte kvmet, der ſol toͮgenlichen bvͦzen. Div tvrteltvbe | |
| Von div bezaichent div tvrteltvbe die, die da toͮgenlichen ir ſvnde bvͦzent. Div ander tvbe bezaichent die, die da in ir | |
| ſol niht der totlichen werche minnen. Die botiche ſint vnſer ſvnde, die wurme vnſer boſez gewizzen. Dehain menniſk getorſte komen vnder | |
| ſin gewizzen an im waiz. Sælich iſt der, der die ſvnde vermidet, wan er iſt ſchalk alſ mænigeſ $t herren ſam | |
| wan er iſt ſchalk alſ mænigeſ $t herren ſam mæniger ſvnden. Div tvbe wirt oͮch gefvͦret mit dem korne vnde welt | |
| riche gefroͮt.’ Mit den zæheren vertiligote $.s$. Marie_Magdalene alle ir ſvnde, $.s$. Peter garnete da mite antlaz der ſvnde, daz er | |
| alle ir ſvnde, $.s$. Peter garnete da mite antlaz der ſvnde, daz er Kriſteſ verloͮgende. Nv bewainet ivch ſelben vnde ander | |
| ſîbenzic tage unſ ſelbe mit gotiſ dienſte kolin, ſulin unſer ſunti wainin, goti tagelichen chlagin unſer miſſetât, ſchuln #;owffente ſprechen, alſo | |
| gedurſtet nimmir mêre, uon div daz er im alle ſine ſunti uertiliget unde ime gît die gnuſſam deſ êwigin lebeneſ. Nu | |
| vernomen, wie egeſlich urtêile uber ivch getan iſt. Umbe iwer ſunti ſît ir ze der helle gahtet, uon ubelin werchen vil | |
| ubil #;owcher, uon ſchantlicher rîterſchefte ſchantlichiv corona. Div %<vͦre der ſuntin, alſo $.s$. Pauluſ ſprichet, iſt der herwe tôt. Div %<vͦre | |
| er begrabin wart in der helle, do rûwen in ſîne ſunti vil hârte, er beiach uil riwechliche ſine mîſſetât $.s$. Abrahame. | |
| in diſeme lebene’, ſprach $.s$. Paulus, ‘iſt ein geuelliclich zît, ſunti ze riwenni, ſine bihte ze tůn, rehte bůzze lêiſtin, betin, | |
| habint den gewalt uon gôte, daz ſi den menniſchen ir ſunti uergêbin $t mugen, bintin, ſwen ſi wellint, lôſin, ſwen ſi | |
| dort êtwaz vindet. Lât ivch iuver unreht riwen, biêht iwerre ſunti mit durnahticlicher becherde. Lêidir iz ſint uil mange, die ſo | |
| êine, daz er bitterlichen wâinti. $.S$. Maria_Magdalena, der got ir ſunti uergab, div de%<#;owch got ſine %<vͦzze mit ir zâhern. Ir | |
| mit minen zahern.’ Div heilige ſchrift ſprichet, daz wir unſer ſunti mêgin uirtiligen mit unſern trâhen, ſam ſi uertiliget wrdin in | |
| iâre. Uon div wâinet hie in diſeme lebene dancwillen iwer ſunti, daz ir da zênir werelt ieht beduûngenlîche ûntir iwern danc | |
| zahern gewitzit werde, daz oͮch der brode lîp, der die ſunti da tůt, mit uâſten gecheſtigit werde. Iewedirz $t gebôt der | |
| enthâbit uon dem ezzene, er enthabi ſich oͮch uon den ſuntin. Von div, ſo wir uaſtin, ſchûlin wir unſich enthabin uon | |
| div, ſo wir uaſtin, ſchûlin wir unſich enthabin uon den ſuntin, ſchulin ûnſir almoſin unſerme armen uil willechliche gêben. Daz hat | |
| daz ani, ir da uil verre uon gote uon iwern ſuntin entwichen birt, denchet, wie ir ivch ime geholden meget, iuuer | |
| mit andern gůtin werchen, daz ir luterlichen, rainechliche uon iwern ſuntin in dirre heiligin dietuaſte garnin můzzit mit lûterm herzen, daz | |
| ie baz mit uârin, ſo er unſ îe ze merôrin ſuntin gelâitit, ſo er îe lôſir iſt unde wirſir iſt. So | |
| unde gereinen uor diſen ôſtern, daz ir danne allir iwer ſunti antlaz gewinnen můzzit unde den heiligen wizzot wirdeclichen enphahen můzzit | |
| naht. Daz têt er umbe daz niht, daz er dehêine ſunti da mit bůzte, uuande er deheine hête, wan daz er | |
| trehtine unmange tâge ze zehentin ditzeſ iâreſ unde bůzzit iwer ſunte unde gedenchet an minen trehtin unde denket, daz dirre lîp | |
| vz vnſerm herzen vertriben vnde beiehen alle ein andern vnſer ſvnde vnde beten inneklichen vmbe vnſ ſelben vnde vmbe alle kriſtenheit | |
| alten, herten e vnde gebvnden mit den ſailen der hoͮbethaftigen ſvnde. Daz ivnge eſelli, da niemen vf geſezzen waſ, bezaichent die | |
| vnde ir ſchvlde ze vergebenne. So wir in mit vnſern ſvnden von vnſ latten, ſo iſt er ſo gnædich vnde ſo | |
| heiligem blůte, dei ûz ſiner ſîten runnin, uertiliget alle unſer ſunte. Durch die gnade, daz unſer herre diſin tac, den nâhiſten | |
| die ſiechin mit ôlet. Da uon gewinnent ſi antilaz ir ſundin unde gnâdi ir ſele. Nu, mine uil liebin, ir habit | |
| ſint dei kint, dei nu getoͮfet ſint, dei habint deheiner ſundin niht, unde ſumeliche $t geiſtliche liute, die wedir in ſelbin | |
| nie ze ſchade wrdin. Die auer gâwicet habint mit hoͮpthaftin ſundin, die ſchulin chomin ze wârer riwe unde ze warer bůzze. | |
| d#;owch, daz bezeichint daz, daz er mit ſiner toͮfe unſer ſunte uertiligote. Der heilige Kriſt iſt unſir hoͮbet, wir birn ſiniv | |
| heilant an ſinen iungern, do er uertiligote ir lîhtin $t ſunte. Die zewelfpotin warn rêin vor maintatigen ſuntin wan Iudaſ êine. | |
| ir lîhtin $t ſunte. Die zewelfpotin warn rêin vor maintatigen ſuntin wan Iudaſ êine. Alſo ſprach er zvͦ in: Voſ mundi | |
| warn die einlef pôtin, die wârn rein uor allin hoͮpthaftin ſuntin unde wârn iedoch niht alzogiſ âne ſunte antlazliche, an die | |
| uor allin hoͮpthaftin ſuntin unde wârn iedoch niht alzogiſ âne ſunte antlazliche, an die niemin in diſem brôdim lebin lêbit, vnde | |
| der ſtoͮb clebt zvͦ den vͦzzin, ſame clebint die wenige ſunde den gůtin in deme můte. Wenige ſunte ſint dei muzzigin | |
| clebint die wenige ſunde den gůtin in deme můte. Wenige ſunte ſint dei muzzigin wort, uerlazzinliche gedanche, der man allir ze | |
| riwigiz herzi unde unſ uon ſineme grozzin gewalte alle unſir ſunte uergêbi unde antlaz ze gebin, daz er unſ beſchirme uor | |
| die urſtende, nehein dîelih werch. Waz ſint dielichiv werch? Hoͮpthafte ſunte unde anderiv laſtir. Der die ſunte tůt, der iſt ein | |
| ſint dielichiv werch? Hoͮpthafte ſunte unde anderiv laſtir. Der die ſunte tůt, der iſt ein ſchalch der ſunte. Die iuden phlêgint | |
| laſtir. Der die ſunte tůt, der iſt ein ſchalch der ſunte. Die iuden phlêgint an ir ſâmiztage nindir ze gên; ſi | |
| ir mordâre, der gotiſ ſcheltâre, der iſt tôt in ſinen ſundin. Den iûdin wart Barrabaſ lazin, unſ wart der heilige Kriſt | |
| huſgenozzin, ve[r]wandilet iwer ubil werch zvͦ dem gůti. Uart uon ſunden ze den obriſtin tûgindin, daz wir unſern erlôſar, den gotiſ | |
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