Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sünde stF. (1331 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| heimuot./ durch daz soltû dich kiusche gar/ behalten gote und sünden bar."/ //Jôsaphât belîben bat/ in der gotes erwelten stat,/ die | |
| alsô:/ "diz ist der sündære pîn./ die man siht in sünden sîn/ in ir lebenden stunden,/ und alsô werdent vunden,/ den | |
| dô gie,/ vür in viel er ûf sîniu knie./ sîn sünde im tet von herzen wê;/ vor dem künege er lûte | |
| vreuden gar,/ sô got den sünder lêret,/ daz er von sünden kêret:/ des werdent al die engel vrô./ noch sprichet unser | |
| alsô:/ "ich bin niht durch die rehten komen./ die diu sünde hât benomen/ deme himelrîche gar,/ die sol ich laden wider | |
| sterbe;/ ich wil, daz er sô werbe,/ daz er von sünden kêre/ und ersterbe niemer mêre/ und ân ende lebende sî."/ | |
| rehte merken bî,/ daz der gewære gotes trôst/ dich von sünden tuot erlôst:/ dar an solt dû zwîveln niht./ als man | |
| toufen siht,/ so bestât in dem toufe gar/ swaz dû sünden bringest dar,/ und wirdest anderstunt geborn/ und gote ein reinez | |
| predigære,/ ein reiniu sêle, lûter gar./ er machte sich von sünden bar/ mit guoter werke stætekeit;/ durch got er manege swære | |
| geistes minne./ nâch der vil süezen lêre/ rou in sîn sünde sêre/ und wolt ir gerne komen wider./ er saz mit | |
| gewârhaften siten/ gên mir mit gotes helfe striten./ owê der sünden unde owê!/ mîner schulde ist leider mê/ danne ich nû | |
| kleine,/ daz ich ez nenne seine./ in der naht der sünden mîn/ hât sich ein kleiner liehtes schîn/ in mînem muote | |
| lêre geben,/ wie ich sül redelîche leben/ nâch mînen grôzen sünden./ daz soltû mir künden/ mit dîner lêre, sô tuon ich/ | |
| ein krône bist:/ diz ist ein trôst der kristenheit./ niemannes sünde ist alsô breit,/ swenne er dîner hulde gert/ mit buoze, | |
| //Dô sich der künec bekêrte,/ als Jôsaphât in lêrte,/ sîner sünden er verjach./ nâch buoze man in reinen sach/ gên dem | |
| gote kristenlîche./ sus wuohs mit geistlîcher zuht,/ dâ ê der sünden was genuht,/ ein übergenuht an güete/ in des küniges gemüete:/ | |
| im genant/ volleclich durch sînen munt./ swenne im wart sîn sünde kunt,/ er begunde sich sô schamen,/ daz er von sünden | |
| sünde kunt,/ er begunde sich sô schamen,/ daz er von sünden gotes namen/ selten ie genande./ sô daz sîn sun erkande,/ | |
| sîn klagen,/ daz er in sînen jungen tagen/ alsô grôzer sünden phlac./ in solhen vorhten er gelac,/ daz er von herzeriuwen | |
| tet vil wirs, danne der tôt,/ diu vorhte, die sîn sünde im bôt./ mit vorhten er niht anders schrê/ wan: "owê | |
| vil:/ mit zal ist vunden schiere ein zil/ des mannes sünden, die er tuot./ unser herre ist alsô guot,/ als er | |
| gote gereinet hât;/ gotes geloube dich niht lât/ in dînen sünden sterben./ dir sol dîn riuwe erwerben/ der êweclîchen vreuden rât,/ | |
| dîn lêre mir daz leben bôt,/ dô ich was in sünden tôt./ dîn rât mich gote wider gewan,/ dô ich abtrünnic | |
| er leider manigen tac/ mit sündehaftem muote phlac./ swâ sîn sünde sî geschriben/ und daz buoch noch ganz beliben,/ die schrift | |
| tilgen abe,/ daz im dehein buochstabe/ vor dir gebe der sünde vluoch./ heiz in an der lebenden buoch/ den rehten schrîber | |
| diz ist unmügelîch gezalt/ dîner gotlîchen kraft./ swâ in sîner sünden haft/ beheftet habe von schulden,/ dâ lâ mit dînen hulden/ | |
| habe von schulden,/ dâ lâ mit dînen hulden/ brechen sîner sünden bant./ herre got, nû wis gemant,/ wie er dir in | |
| stille stânt/ und niht mit dem rehten gânt/ ûz den sünden in daz leben,/ dem niemer ende wirt gegeben./ owê, war | |
| hât,/ und daz er in sîner vrist/ verworht von sînen sünden ist./ diz ist diu vierde gotes zuht,/ dâ mite er | |
| gotes zuht,/ dâ mite er menschlîche vruht/ villet in den sünden/ nû wil ich iu künden,/ wie diu vünfte ist getân,/ | |
| ungelouben lebet/ und wider gotes willen strebet,/ und zallen zîten sünden wil/ âne vorhte und âne zil/ und nâch des tiuvels | |
| hât geborn./ bit in, daz er sînen zorn/ gên mînen sünden lâze,/ und mîner sêle mâze/ die leiden hellewîze:/ des bit | |
| in sînem rîche./ Reiner Krist, nû lœse mich/ Von mînen sünden, in den ich/ Ofte sunte wider dich./ Dîn güete ist | |
| vil kûme her entrunnen/ von einen kriechischen man./ von mînen sunden daz leider quam/ und durh mînen ubirmût./ Ungelucke, waz ir | |
| //Nû merket, waz ih û kunden:/ ir sult von uheren sunden/ ûh schiere bekêren/ unde sult êren/ in allen uheren herzen | |
| mach û wol gelônen/ mit der himelischen crônen./ bûzet uher sunden,/ wande ir ne wizzit niwit di stunden,/ daz ir hine | |
| in des crefte so ist der gewalt/ ze verlazen die sunde manichfalt,/ der die riwegen Marien troste,/ dor sie von den | |
| bluome wart gezwîget,/ der uns alle hât gevrîget,/ die mit sünden wân besnîget:/ sîn kraft ist so heilsan./ //Des kraft nie | |
| geistes brünste/ an dir zeigte sîne künste,/ dô er aller sünden tünste/ gar von dir geveimet hât./ Dû bist in der | |
| ist so tugentsam:/ Er kan heilen alle wunden,/ der mit sünden ist gebunden/ lœset er alsâ ze stunden/ und bedeket alle | |
| ir minne/ stellent, unde hulfe si mir,/ ez wære ir/ sünde nicht./ Wan sender smerze/ wil mîn herze/ bringen in tôdes | |
| hie laster abe, $s diu milte kan vor gotte diu sünde tœten./ Diu milte wirdet künigen leben,/ herzogen, grâven, vrîen und | |
| helle schar dort hât/ gemêret, diu kerge ist ein solich sünde,/ diu wîsen kan an bœse tât./ diu kerge lêret vil | |
| namen krenket!/ der let ûf sich beidiu hie und dort/ sünde und lasters hort./ Wîbes name und wîbes lîb, diu wunne,/ | |
| herzelieb unkunt./ Der hât sich entêret:/ wie kan er die sünde gebüezzen,/ die verdienet hât sîn schuldig munt?/ Er weiz niht,/ | |
| bîcht ich wol mit tûsent eiden!/ //Hab ich der rede sünde,/ des ruoche got vergeßen,/ Wand er gab mir ze künde/ | |
| vrömden græwet mich,/ der bin ich so holt, daz ich/ sünde vürhte davon enpfâhen./ Refr.: Schiere müeze ein ende hân | |
| von des meijen gâbe was so spæhe,/ daz ez lîhte sünde enphie dur sîne glanzen wæhe,/ daz wil nu twingen/ winter | |
| irrer lêret/ Und übel dâ von mêret,/ Der tuot grôze sünde:/ Ich mein ob er künde/ Und gerne schaden tæte./ Wie | |
| unreht gesterke/ Und ez niht ebene merke,/ Der tuot grôze sünd dar an./ Nu hebet sich ditz buoch an;/ Ich hân | |
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