Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schînen stV. (658 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| drier hande l#;iude/ in diner kronen werdcheit sin./ danaf me schint diner eren schin./ ////An dir is schiͤre der l#;iud ambacht | |
| otmuͤdich magetdům,/ den du hiͤ druͤgs al ane rům./ //Darümbe schint he sunderliche/ in diner kronen in dem riche,/ da du | |
| lone./ ////Diͤ kron der gůder predigere/ si is schön, si schinet sere:/ de gruͤn Smaragdus edel ind schone,/ he ziͤret ser | |
| diͤ dich in dise vröud hat bracht,/ da din dach schint al an nacht!/ //Diͤ suͤʒ gebruchung unses heren,/ de dich | |
| bit aller macht,/ da noch wolk enis noch nacht?/ //Wiͤ schins du, godes můder, da,/ da du alein bis god als | |
| dat engeine creat#;iure/ dich scheit van sinem schinem v#;iure!/ wiͤ schins du, dar eins iͤwlichen schin/ der lutrer sunnen glich sal | |
| der lutrer sunnen glich sal sin,/ diͤ dan sal sivenveltlich schinen!/ dat hat got gelovet al den sinen./ ////O allerschönst, wiͤ | |
| merke daz glas, daz dir is gelig:/ daz sunnen liet schinet durg mittlen daz glas,/ iz is alinc unde luter sint, | |
| quam/ daz liet, daz vinesternisse der werlde benam./ van dir schein daz godes liet in alle die lant,/ do van dir | |
| necegienc;/ her bran unde louvede,/ daz fur ime nine scadede./ //Schein van deme busche daz fur,/ daz meinede, daz vane dir/ | |
| Nu ist dú zit komen, das etlich lúte, die geistlich schinent, gottes kint pingent am libe und marterent an dem geiste, | |
| armen welle geben.» Do sach si, das ein lúhtendú strale schein usser únser froͮwen munt uf den altar und růrte das | |
| widersang gottes in der sele an fúnf dingen</KAP> <VERS>«Swenne ich schine, so můst du lúhten;/ swenne ich vlússe, so můst du | |
| Dú rinder essent doch ir stroͮ wol; wan etteliche, die schinent gottes kinder und stossent sich doch also ungebundenú rinder in | |
| sele, darumbe das der so vil ist wandelber, die geistlich schinent. Johannes_Baptista, ich bin mit dir gevangen, wan dú ungetrúwú dirne | |
| si vallent uf mich gros und cleine. Die gůte lúte schinent, die steinent mich ze rugge und vliehent und wellent nit, | |
| suͤsses himmelbliken, und ie hoͤher ich stige, ie klarer ich schine.» Do namen si die sele zwúschen sich und vorten si | |
| also schone in ein, das ir ieglicher dur den andern schein und waren doch gantz in ein. Der vatter was gezieret | |
| in heliger minne, als dú sunne spilende in das wasser schinet und doch das wasser unzerbrochen blibet. Mere do si assen | |
| oͮgen, dú das lieht angesehent, den sol ein sunderlich strale schinen in das oͮge ir bekantnisse von dem liehte.» Do vragete | |
| das ich ane hinderunge und ane underlas moͤge lúhten und schinen dur si und si wider in das mine.» <KAP><N>XX</N>. Von | |
| hoffart was der erste stein, als es an Lucifer wol schein. Ungehorsami, boͤse gitekeit, úberessen, unkúschekeit, das waren vier stein vil | |
| wan dú unschuldige sele můs von nature iemer lúhten und schinen, wand si ist geborn usser dem ewigen liehte sunder pine. | |
| beruͤren, die wile si in einer klarheit inen nit gelich schinent. Ein sele mag aber in ertrich die helfe han von | |
| mag pinen, das ich der also vil vinde, die engel schinent und es gerne fúr mich tůnt, das si dich pinent.» | |
| ziehen sunder arbeit, wan die spilende sunne der lebendiger gotheit schinet dur das clare wasser der vroͤlichen $t menscheit und die | |
| erliden mohten, die in der nidersten froͤde warent, wand got schinet in allen dar nach schoͤne als si hie geheiliget sint | |
| sehen als er ist.» Das ist war. Aber dú sunne schinet nach dem wetter. Maniger hande wetter ist under der sunnen | |
| got sunder underlas sinen vúrigen geist us siner heligen drivaltekeit schinen lat in die minnenden sele, glich als ein schoͤner sunnenstral, | |
| als ein schoͤner sunnenstral, der alswebende us der heissen sunnen schinet uf einen núwen goltvarwen schilt. Der gegenblik gottes und der | |
| alles das ze vare, das si gesehent und hoͤrent. So schinent si uswendig wise und sint doch alle leider inwendig toren. | |
| und grein, das sines zornes fúr úber alle die helle schein. Do sprach er alsust: «Sol ein mensche únser rihter wesen, | |
| Von dem scharpfen capittel, da der bilgerin zů kam, der schein ein grosser <FOLIO>(102#’v)</FOLIO> herre <N>XXXIV</N>. Der die welt versmahet, den | |
| were das ertrich guldin und dú clare sunne dar in schine ane underlas beidú tag und naht, dar zů des suͤssen | |
| und stant bi mir uswendig, also das allú min werk schinen nach diner gabe und ich gerne lide und noͤte kumber | |
| Von dem scharpfen capittel, da der bilgerin zů kam, der schein ein gros herre</KAP> Ein mensche pflag des lange, das er | |
| eren. Mit unspreclicher grůsse ruͤret er ir herze, das si schinet und lúhtet, also das der hohe gegenblik der heligen drivaltekeit | |
| vor der brust einer ieglichen sele [und lip]. Dar in schinet der spiegel der heligen drivaltekeit und git warheit und bekantnisse | |
| gabe, die dú sele in ertrich ie enpfieng. Da von schinet der here gegenblik von einer ieglichen persone wider in die | |
| noch vegefúr niemer begriffen mag noch widerstan. Die ewige gotheit schinet und lúhtet und machet minnenlustig alle die seligen, die ime | |
| menschen glich und hat den goͤtlichen schin in ir und schinet dur den lichamen als das lúhtende golt dur die clare | |
| mir nu sere ze scheltende, wan es ist unnútze an schinenden werken und ist leidor kalt von gnaden. Es ist oͮch | |
| «Herre, was wiltu in geben?» Do sprach er: «Ich wil schinende spiegel us in machen in ertriche, also alle, die si | |
| der súndenwint, die valsche wollust der welte, das si schoͤne schinet und hat doch manig bitter pine. Wil úns dis wol | |
| vroͤden gerne liden. So moͤgen wir vor gotte bliken und schinen. <KAP><N>XXIX</N>. Von einer lere</KAP> Wiltu din herze gantz zů gotte | |
| únsers herren</KAP> Wie des gůten menschen werk soͤllent lúhten und schinen in der himelschen ere, das merkent an disen worten: Darnach | |
| wir hie unschuldig sin gewesen, darnach sol gottes helig unschult schinen und lúhten in únsere helig unschult. Darnach als wir hie | |
| in gůten werken, darnach sol gottes heligú arbeit lúhten unde schinen in únsere helige arbeit. Darnach als wir hie innekeit haben | |
| und gedulteklich liden, darnach sol gottes heligú pine lúhten und schinen in únsere pine. Darnach als wir hie alle tugende geuͤbet | |
| han mit vlisse, darnach soͤnt gottes helige tugende lúhten und schinen in únser tugende in manigvaltiger ere; das were eweklich iemer | |
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