Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schînen stV. (658 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| mîn lieber vriunt her Gâwein,/ der ie nâch vrouwen willen schein,/ ie ranc und noch tuot?/ het ir im gesaget iuwern | |
| ze trôste/ mîn herre Gâwein,/ der ie in rîters êren schein:/ done was er leider niender dâ./ er kam aber sâ/ | |
| truoc./ nû vreute sich her Îwein/ daz er als ungewâfent schein./ under den arm sluoc er/ mit guotem willen daz sper/ | |
| sô daz an in niht mêre/ blôzes wan daz houbet schein,/ und die arme unt tiu bein./ die kolben die sî | |
| die arme und in diu bein/ und swâ er ungewâfent schein,/ dâ gap er im vil manegen slac./ wan jener der | |
| sagen./ ich bin genant Gâwein.’/ ‘Gâwein?’ ‘jâ.’ ‘wie wol daz schein/ disen unsenften tac!/ manegen vîentlîchen slac/ hân ich von iu | |
| //‘Ei’, sprach mîn her Îwein,/ ‘der tac der dâ hiute schein,/ daz swert daz den slac truoc/ den ich hiute ûf | |
| mac ich anders wan alsô/ daz ich iuwer Îwein/ iemer schîne, unde ie schein,/ niuwan hiute disen tac,/ den ich wol | |
| wan alsô/ daz ich iuwer Îwein/ iemer schîne, unde ie schein,/ niuwan hiute disen tac,/ den ich wol iemer heizen mac/ | |
| den abgoteren. daz bůzte got alſer iſt. Mit miſſlichem wiſtůme ſcinet got want er iſt gůt. unte frůt. einualt. mitwari. gnadig. | |
| rîche karge giengen in den landen,/ die gen den êren schînent hasen/ und sam die lewen kreftic in den schanden./ //Swâ | |
| in senfter stille,/ schiere wider an ir irrevart:/ dar nâch schînet meien schîn:/ sâ zehant sô wil ez aber winder sîn./ | |
| noch da. in dem liht daz von himel uͤber in schain da namen in die hiligen engel und furten in ze | |
| wunder: an der ſtat, da das crûce funden wart, da ſchein ein lieht, ſchoͤner denne div ſvnne, vnd die heiligen nagele, | |
| lieht, ſchoͤner denne div ſvnne, vnd die heiligen nagele, die ſcheinen ſam das golt. Alle, die das ſahen, die lopten den | |
| ir lîp gar/ was wünneclîch und wol gevar./ an ir enschein niender ein teil/ tôten bilde noch meil./ Dô huop sich | |
| der glîz âne ende glîzet./ an dirre chrône diu hie schein,/ dâne was golt noch edel gestein/ noch deheiner slahte gesmîde,/ | |
| man dannoch von in truoc/ tischrûme zwelf chörbe vol./ ouch schein an Lazarô wol/ sîn genâde wie der genas,/ der in | |
| wir uns enstân,/ hundert rîter undertân –,/ er sprach: ‘nû schînet wol an/ disem sæligen man,/ er was zewâre gotes suon.’/ | |
| dô die engel quâmen/ und den stein abe nâmen,/ dâ schein ein lieht vaste,/ daz uns in diu ougen glaste/ und | |
| ze sîner reinen spîse/ schuof er im guoten gemach./ dâ schein daz er in gerne sach./ er bat die juden heim | |
| verdrôz/ unz sich der tac entslôz/ und der liehte morgen schein./ nû wurden aber die juden enein/ daz der besten under | |
| ir schimpf./ Ûf stuont der tugenthafte man,/ zuht und edel schein dar an./ er sprach gezogenlîche:/ ‘nû wizzet wærlîche/ daz ich | |
| verspart,/ und umbe einen chleinen stein/ unganzes niht dar an schein./ ir wahtære sliefen ouch niht./ sô wunderlîcher geschiht/ erquâmen si | |
| diu sorge mich niht slâfen lie./ schiere dûhte mich wie/ schine ein lieht sô vaste,/ daz ich vor dem glaste/ nie | |
| der zuo mir dâ sprach,/ des antlütze sam diu sunne schein,/ sîn gewant wîz als ein/ niulîche gesnîter snê./ dâ sô | |
| den bechande unser dehein./ an wæte und an antlütze er schein/ dem gelîche als er wære/ ein diep und ein roubære./ | |
| erbete uns an:/ unser vater was ein rehter man,/ daz schein an sînem alter./ in dem templô ûf dem alter,/ dâ | |
| an ainem andern tail dez himels. Wanne daz selb dinch scheinet uns groͤzzer, so ez nahent ist, danne so ez verre | |
| ist’ [Figur 6]. Nu geschiht dez hie niht. Wanne uns scheint ain stern als groz, so er in seinem aufgange des | |
| als so er in der mittel dez himels stet; oder scheint uns vil grozzer in seinem aufgang, wan so er stet | |
| der geworfen wirt in den grunt aines durchsihtigen wazzers, der scheint uns groͤzzer, denne er sei an im selber. Wild auch | |
| ist deu spitz des kegels in dem augen stumpf, und scheint daz dinch groͤzzer. Ist aber daz dinch verre, so ist | |
| ist deu spitz dez kegels in dem augen scharpf, und scheint daz dinch klainer. Ez moͤhte auch daz dinch von dem | |
| an der stern scheingeprechen. Wanne der selb mongeprech, der uns scheint in der ersten stund der naht, der $f:(6ra)$f. scheint den | |
| uns scheint in der ersten stund der naht, der $f:(6ra)$f. scheint den leuten gegen der sunnen aufgank uͤmb die dritten stund | |
| daz ist aber falsch. Daz aber uns daz ertreich sleht scheinet, daz macht neur sein uberigeu groͤzze. @n:BEGRÜNDUNG DER KUGELFORM DER | |
| vind wir also: wo ain mensch ist auf ertreich, so scheinend im die stern in der selben groͤzze, si sein ze | |
| dem ebennehter wonent. Und davon spricht Lucanus: ’daz klain wagenknehtlein scheint in klain, da ez snel in der naht ist’, und | |
| ze tauken. Und davon undertaukt ez den leuten $t und scheint wenik. Daz selb sternlein haizzet auch daz ohsentreiberlein und daz | |
| ainem end an daz ander und kuͤmt davon, daz daz scheind leibik dink und daz dunkel leibig dink geleich groz sint. | |
| dar,/ der edel unde wünnevar/ an herzen und an lîbe schein./ diu liute im alle sunder mein/ vil hôhen prîs dâ | |
| inne zuo dem tuome/ ist prôbest unde ein bluome/ dâ schînet maneger êren./ Got welle im sælde mêren,/ wand er sô | |
| ir valscher rât/ unz ûf den tôt verleitet <hât>./ daz schein daran/ dô Troie bran/ und der vil werde künc Pârîs/ | |
| an sînes bildes crefte,/ daz sîn pfleger der in twanc/ schein dâ wider im ze cranc:/ des entweich er sîner meisterschefte./ | |
| einen $s spiegel, der gesiht/ in den stückelînen/ ganziu bilde schînen: $s sus wirt volliu tât/ in der cleinen gâbe erkant, | |
| $s clê $s spranc/ blanc, $s bluot $s guot $s schein: $s ein $s hac $s pflac $s ir./ schœne $s | |
| êren ganz./ /Der biber ist rîlîcher vil dan gnuoge herren schînen;/ sô man in jagt, sô kan er sich ûf hôhe | |
| sam gesteine ûz golde/ kan ez vil wünneclichen brehen./ ez schînet sam ein lieht juncfrouwe in kiuschem magetuome,/ sîn varwe glestet | |
| an lîbe und an gelâze,/ liutsælic ûz der mâze/ sô schein diu guote bî der zît./ si zierte ein grüener samît,/ | |
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