Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
niemêr Adv. (1164 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| mâle./ nein ir von Curnewâle,/ ir müezet selbe dâ hin:/ niemêre râtet mir ûf in!’/ ‘hêrre’ sprach aber Tristan/ ‘sin misseredent | |
| daz er in seite sînen muot./ //Tristan sprach: ‘dâ entuot niemê,/ bewart, daz iuwer keiner gê/ hin vür den liuten zougen;/ | |
| under wegen sî/ vier tage oder drî,/ zehant enbîtet mîn nimê,/ entrinnet wider über sê/ und neret leben unde lîp!/ sô | |
| trachen leit,/ und müedet in sô sêre,/ daz er iezuo niemêre/ und vil kûme mohte leben./ nu gesach er eine lachen | |
| er im durch die hant reit./ daz er aber dô niemêre streit,/ daz liez er niuwan durch den list:/ er dâhte: | |
| wær ich/ senfte alse ein ander man gewesen,/ ine wære niemer genesen./ ine weiz niht, wer er wære:/ ein âventiurære,/ der | |
| nien weine, tohter mîne:/ diu clâren ougen dîne/ diun suln niemer werden rôt/ umb alsô swechlîche nôt.’/ ‘â muoter’ sprach diu | |
| ergê,/ ich nim mir selber ê den lîp./ ern gewinnet niemer wîp/ noch vrouwen an Îsôte,/ ern habe mich danne tôte.’/ | |
| samet verlorn;/ und hætes al diu werlt gesworn,/ ern wirdet niemer dîn man.’/ und alse ez nahten began,/ diu wîse vrâgete | |
| entuot;/ umbe dîn leben und umb dîn guot/ ensorge nu niemêre./ mîne triuwe und mîn êre,/ sê hie, die nim in | |
| êre,/ sê hie, die nim in dîne hant:/ daz dir niemer zÎrlant/ bî mînem lebene leit geschiht./ //Entwer mich einer bete | |
| vürbaz:/ den trachen vander ouch zehant/ und alse er dô nimêre vant/ von keinen sînen dingen/ an gewande noch an ringen,/ | |
| ich ger unde bite,/ daz ir dem lande küneges site/ niemer zebrechet an mir./ welt irs jehen, sô sprâchet ir/ und | |
| sprach diu junge Îsôt/ ‘durch alsô mæzlîche nôt/ enwil ich niemer veile sîn.’/ ‘âhî vrou junge künigîn’/ sprach aber der truhsæze | |
| Îsolt/ ‘ine wart iu nie getriu noch holt/ noch zwâre niemer werden sol.’/ ‘jâ’ sprach der ander ‘ich weiz wol,/ ir | |
| und diz swert durch in stechen:/ ezn kumet uns beiden niemer baz.’/ ‘ist diz Tristan? wie weistû daz?’/ ‘ich weiz ez | |
| duo/ wir haben iemer mêre/ verloren unser êre/ und enwerden niemer mêre vrô.’/ //Jener in dem bade der sprach dô:/ ‘sæligen | |
| sô lât mich ûz dem vride wesen/ und lât mich niemer genesen.’/ diu wîse sprach: ‘Brangæne, sprich,/ waz rætestû, wie dunket | |
| mir kein schade iht ûf erstê.’/ ‘nein hêrre, vürhtet iu nimê,/ dân ist niemêre sorgen an.’/ //Hie mite giengen die vrouwen | |
| iht ûf erstê.’/ ‘nein hêrre, vürhtet iu nimê,/ dân ist niemêre sorgen an.’/ //Hie mite giengen die vrouwen dan/ in ir | |
| ein was;/ wan swederthalp ich hin las,/ sôn was ie niemê dar an/ wan Tantris oder Tristan/ und ie an einem | |
| daz er ze sînem hêrren gê;/ und sage ouch nieman niemê/ und bringe in lîse, als höfsch dû sîs.’/ nu hêrre, | |
| vol der schrîn/ und was daz allez alsô guot,/ daz niemer keines herzen muot/ des gedenken möhte,/ waz ez bezzer töhte./ | |
| selber zeinem vederspil,/ dem wunsche zeinem endezil,/ dâ vür er niemer komen kan./ si truoc von brûnem samît an/ roc unde | |
| ouch dâ von sîn./ ‘truhsæze’ sprach diu künigîn/ ‘dazn wândich niemer geleben,/ dazt iemer soltest ûf gegeben/ alse gar gewunnen spil.’/ | |
| die zwei und zwîvalt wâren ê;/ si zwei enwâren dô niemê/ widerwertic under in:/ //Îsôte haz der was dô hin./ diu | |
| ‘nein’ dâhter allez wider sich/ ‘lâ stân, Tristan, versinne dich,/ niemer genim es keine war.’/ sô wolte et ie daz herze | |
| daz ist der sâme, den si hât,/ von dem si niemer zegât./ //Si dunket schœner sît dan ê./ dâ von sô | |
| wege komen/ sô starke und alsô sêre:/ in erhol mich niemer mêre./ mich müejet und mich swæret,/ mir swachet unde unmæret/ | |
| ê lân,/ swes ir wellet ane gân./ durch mich enlât niemêre,/ swes ir durch iuwer êre/ niht gerne wellet lâzen;/ swâ | |
| leben,/ als iu ze muote gestê./ nâch dirre zît enhabet niemê/ dekeine vorhte her ze mir:/ swaz iu gevalle, daz tuot | |
| unde ir nôt:/ der wille wære der geschehen,/ sin hæten niemer lant gesehen./ diu vorhte ir beider êren/ diu begunde ir | |
| und einen list,/ den allerbesten zuo der vrist:/ daz si niemêre tæten,/ niwan Brangænen bæten,/ daz si an der êrsten naht/ | |
| Marke ir hêrren læge,/ geselleschefte im pflæge./ ezn würde im niemer baz entsaget,/ wan si was schœne und was ouch maget./ | |
| unde Îsôt/ gevielen in ir herzenôt./ nein des trankes was nimê:/ //Brangæne warf in in den sê./ //Nu si dem site | |
| iuwer ungemach/ daz müet mich harte sêre./ nun bîtet ouch niemêre:/ heizet mich wîsen eteswar,/ dâ ich eteswaz ervar,/ daz ziuwern | |
| verswigen nie niht dar an./ ‘jâ’ sprach si ‘seites iu nimê?’/ ‘nein vrouwe.’ Îsôt diu rief: ‘ôwê/ und wâfen dirre mære!/ | |
| mich niht rüeren sol:/ nu wizzet endelîche wol,/ daz ich niemêre kume dar an,/ mich envüere der spilman.’/ //Gandîn bôt ime | |
| als liep iu wîp und êre sî,/ sôn lîdet in nimêre.’/ diz muote Marken sêre:/ der zwîvel unde der arcwân,/ den | |
| sô næmer zwîvel unde wân,/ daz er der wâren künde/ niemer niht bevünde./ sus kumet, daz übel übele vrumet,/ biz daz | |
| siz von herzen tæte./ wan an den vrouwen allen/ enist nimêre gallen,/ alsô man ûz ir munde giht,/ noch enhabent dekeiner | |
| mir michel nôt:/ ich bin ein ellende wîp/ und hân nimê wan einen lîp/ und sô vil sinne, sô ich hân;/ | |
| dar gebâre,/ sôn gesæhe ich in zewâre/ mit vriundes ougen niemer an;/ und sît ich niht verberen kan,/ ine müeze in | |
| dar an:/ iuwer neve, mîn hêr Tristan/ dern gepfliget mîn niemer tac./ ob ichs iuch erbiten mac,/ ir müezet mîn zwâre | |
| ezn wirt mîn rât noch mîn muot/ weder hiute noch niemer,/ daz ir iuwern neven iemer/ von iuwerm hove gekêret,/ wan | |
| diu mir lasterbære/ und iu kein êre wære./ ine gevolges niemer,/ daz ir durch mich iemer/ iuwer vriunt gunmæret/ oder ieman | |
| selbes êre,/ daz er dekeine kêre/ zer kemenâten næme/ noch niemer dâ hin kæme,/ dâ der vrouwen keiniu wære:/ der hof | |
| der vrouwen heinlîche was./ kemenâten unde palas/ dâ enkam er niemer în./ daz ingesinde daz nam sîn/ und sîner vremede grôze | |
| und ir leit ungescheiden;/ ezn was ouch an in beiden/ niemê wan ein herze unde ein muot:/ ir beider übel, ir | |
| elliu driu verlorn/ unser vröude und unser êre:/ wirn komen niemer mêre/ an unser vrîheit als ê./ //Îsôt ôwê! Tristan ôwê!/ | |
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