Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
niemêr Adv. (1164 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ich ez allermeiste niht/ durch mîn selbes êre,/ irn geseitet niemer mêre/ hin wider ze hove mære,/ waz iu hie getroumet | |
| des sî got mîn urkünde/ und enmüeze ouch mîner sünde/ niemer anders komen abe,/ wan alse ich iuch gemeinet habe,/ mit | |
| nu verkêret man mir daz./ und enwil ich iu doch niemer haz/ durch ir aller lüge getragen./ hêrre, swaz ir mir | |
| nahtes wære,/ ich kæmes in daz mære,/ daz er mir niemer mêre/ erbüte liep noch êre./ ob ouch daz iemer sus | |
| morgen wider/ an iuwern arcwân als ê.’/ ‘nein zwâre vrouwe, niemermê:/ ine wil im niemer mêre/ gedenken an sîn êre/ und | |
| arcwân als ê.’/ ‘nein zwâre vrouwe, niemermê:/ ine wil im niemer mêre/ gedenken an sîn êre/ und iuch, vrou küniginne,/ umb | |
| man si niht ervunden hât/ an keiner slahte missetât/ noch niemer lîhte ervinden kan?/ etswer seit Tristanden an/ dise schulde und | |
| niht,/ ob mir der rede ouch nôt geschiht;/ ine möhte niemer sîn verswigen,/ ine müese werden bezigen/ unvuoge und missewende,/ durch | |
| verre über truoc,/ wær er von êre gewesen,/ ern wære niemer genesen./ nu half aber ime, daz er genas,/ daz sîn | |
| mîne wârheit/ und leiste, swaz iu lieb ist:/ ine wil niemer valsch noch list/ gewenden noch getuon hie zuo./ swie rehte | |
| Marke/ holt unde willic wære/ noch hin zim dirre mære/ niemer war genæme:/ daz er binamen kæme;/ si hætez allez hin | |
| bin?/ war umbe erlache ich iemer,/ sît daz sîn herze niemer/ dekein gemach gehaben kan,/ mîn herze daz ensî dar an?/ | |
| reht in ir tugende als ê./ man saget, daz si niemer mê/ erlaschte noch zestôrte,/ swie vil man si gehôrte,/ dekeines | |
| hof was aber ir êren vol:/ ir beider lobes enwart niemê./ si wâren aber heinlîch als ê/ ir beider hêrren Marke./ | |
| stillen/ mit dem gewissen willen./ gespilen unde gesellen/ dien sulen niemer gewellen,/ daz in diu state widerseit,/ oder si wellent al | |
| keine viuhte hât,/ daz er dâ kûme zegât/ und joch niemer mac zegân:/ //Der unmüezege arcwân/ der begunde aber genôte/ an | |
| ir mir habet ûf geleit,/ mit solhen arbeiten/ mit iu nimêre leiten;/ ine lîde dirre unêre/ nâch dirre zît nimêre./ ouch | |
| iu nimêre leiten;/ ine lîde dirre unêre/ nâch dirre zît nimêre./ ouch enwil ich mich durch dise geschiht/ an iu sô | |
| bî,/ als iu ze muote gestê:/ durch mîne vorhte lât nimê./ sît iuwer liebe sô grôz ist,/ sôn wil ich iuch | |
| unde leben,/ als iu ze muote gestê:/ dirre cumpanîe wirt niemê!’/ //Nu diz ergie und diz geschach,/ reht alse ez Marke | |
| ze samene welbet an ein slôz./ sô gevælet ouch daz niemer,/ die tugende dien sîn iemer/ gesteinet unde gewieret,/ mit lobe | |
| solde:/ valle unde haft, diz unde daz,/ diun mohten beidiu niemer baz/ an ir eigenschaft sîn brâht:/ daz zin daz ist | |
| vil rehte mite,/ verstôze wir an eime trite,/ wirn komen niemer mêre/ ze guoter widerkêre./ swer aber sô sælic mac gesîn,/ | |
| gevilde/ ze wunsche loufen ûf der vart,/ sô daz er niemer lût wart./ mit dem vertriben si manegen tac,/ niht durch | |
| niht liehtes bar,/ des wunderte si sêre./ nun bitens ouch nimêre:/ si stuonden ûf beide under ein/ und giengen ûzen an | |
| hæte,/ und jach, daz er untæte/ von Tristande unde Îsolde/ niemer gelouben wolde./ sîn rât enstuont sich al zehant,/ wie sîn | |
| er dâ niht erkande,/ daz wider den êren wære,/ und niemer bœser mære/ von in genæme keine war./ man besande Curvenâlen | |
| hulde und sîne minne/ und daz si wider kæmen/ und niemer war genæmen/ dekeines arges wider in./ //Curvenal der kêrte hin/ | |
| ir vart/ an ir hêrschaft als ê;/ sin wurden aber niemer mê/ in allen ir jâren/ sô heinlîch, sôs ê wâren,/ | |
| an den êren/ und wætlîch alsô sêre,/ daz si sich niemer mêre/ sô verrihtet an ir site,/ irn hafte iemer eteswaz | |
| sol er ir hüeten;/ und wizze wærlîche daz:/ ern gehüetet niemer baz./ wan sî si übel oder guot,/ der ir ze | |
| gegozzen/ von êre oder von golde,/ ezn dorfte noch ensolde/ niemer baz gevüeget sîn./ //Tristan und diu künigîn/ die sliefen harte | |
| uns scheiden/ sô wætlîch, daz uns beiden/ sô guotiu state niemer mê/ ze vröuden widervert als ê./ nu nemet in iuwer | |
| niht!/ wan swaz dem mînem geschiht,/ dar ûz enkomet ir niemer:/ //Îsôt diu muoz iemer/ in Tristandes herzen sîn./ nu sehet, | |
| valsch wider iuch begie?/ hêrre, durch iuwer êre/ getuot ez niemer mêre:/ vermîdet sus getânen spot/ durch iuch selben und durch | |
| bewarn;/ wan solte er lange bî mir wesen,/ sôn kunder niemer genesen./ durch daz sol ich sîn haben rât;/ swie rehte | |
| rede Tristande büte,/ reht alse er selbe vor gebüte,/ und niemer kæme an keine tât/ âne in und âne ir vater | |
| wirde cleine/ von iu getrœstet iemer/ und ich enkan doch niemer/ mit mînem herzen von iu komen./ durch waz habt ir | |
| uil leiplîche: Dîn nabil[e] ist als ein gedrân napf, der ni#p+%{{e#p-mmir âne trinchen wirt. daz ist dîn herze. daz ist der | |
| wol, daʒ ist mir leit.’/ si sprach ‘ern wirt dir nimer geseit.’/ ‘durch waʒ? wer ist derʒ iu verbôt?’/ ‘mîn schamen | |
| beidiu dîn burc und dîn name./ des râtes ich mich nimer geschame,/ wan der helt ist sô gemuot,/ daʒ er vil | |
| er hât daʒ bœste nu getân./ er wirt mir ot nimer mære.’/ dô sprach diu clagebære/ ‘owê mir sîner êre!/ nu | |
| sprach diu clagebære/ ‘owê mir sîner êre!/ nu getar ich nimer mêre/ samt im gevarn einen fuoʒ./ ach, ach, daʒ ich | |
| er ist bewæret, des ich gihe./ ob ab ich in nimer mêr gesihe,/ daʒ sol ich wegen harte unhô.’/ mit der | |
| von sîn wir rîche./ ich enkunde iu wærlîche/ ze gloube nimer daʒ gesagen,/ waʒ er ritter hât erslagen,/ Iweret der vogt | |
| munde/ kom nie wort eʒn wære guot./ man gesach si nimer ungemuot,/ wan ie mit schœnen vreuden leben./ swaʒ siu mohte | |
| eʒ nu ist komen./ siu sprach ‘von mir wirt genomen/ nimer man, des muoʒ ich jehen,/ wan den ich hînaht hân | |
| het erslagen./ der nu dem andern zallen tagen/ mit willen nimer leit getuot/ und er allen sînen muot/ im ze dienste | |
| rehte stætikheit:/ eʒ wær im liep oder leit,/ siu enwolte nimer von im komen./ den selben muot hât er genomen,/ daʒ | |
| in unbederbe,/ die sich des hânt underwunden./ der man wirt nimer funden,/ der iu eins tages an gesige./ daʒ ist wâr, | |
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