Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
michel Adj. (1176 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| geſahe. Sichomor iſt ein boͮm uil hoch, wnneclich ze ſehenne, michel ſîn woͮcher. Der bezeichent daz chruce deſ heiligen Chriſteſ. Uf | |
| niht gebenmazzet werden unſerſ herren hûſe. Von der ſtete ſint micheliv wnder geſaget. $t Die heiligen wiſſagen unde die heiligen zwelfpoten | |
| deſ grozzen huſeſ breite ſine lenge, ſine hohe, daz daz michele hûſ iht ualle. Waz iſt div gruntueſte? Daz iſt div | |
| liſt in deme heiligen euuangelio. Der hete oͮch ein uil michel teil mit unrehte gewnnen, daz galt er allez uierſpilde unde | |
| // Nu ſcult ir uernemen, mine uil lieben, eine uil michele nôt, div unſ chunftich iſt an dem abgenge dirre werlde. | |
| welt ez oͮch leiſten. Dizze gebete chumet iv einweder ze michelen genaden oder ze michelen ungenaden, wan ir uergezzet harte, deſ | |
| Dizze gebete chumet iv einweder ze michelen genaden oder ze michelen ungenaden, wan ir uergezzet harte, deſ man iv ze leide | |
| in ninder verwarf./ swes ein mâler bedarf,/ des vuort er michel rât/ und dar zuo swes ein arzât/ ze sîner erzenîe | |
| er ensæhe ouch dâ niht, weiz got./ do wart ein michel spot/ dâ ze hove und ein grôzer schal./ ze jungist | |
| ich ir leides übel gan,/ der leit hie siech ein michel teil./ gît iu got ein solch heil/ daz ir die | |
| gebet/ daz ez dem phaffen sanfte tet./ //Als er dâ michel guot gewan,/ dô schiet er vrœlîchen dan/ und warp aber | |
| bejage./ er vant an einem vrîtage/ einen gebûr der het michel guot/ und het alwæren muot./ in des hove ein brunne | |
| vil kurzlîchen kunt/ in der stat überal/ wart ein harte michel schal./ si lûten unde sungen./ die liute zuo drungen/ mit | |
| und einvaltic,/ und iedoch was er gewaltic/ über ein vil michel guot./ dô riet dem phaffen sîn muot,/ möht er den | |
| iuch bite:/ dâ wirt ditz arm klôster mite/ gebezzert ein michel teil,/ und wirt ouch iuwer sêle heil,/ daz ir hie | |
| ein koufman/ werden nâch gewinne/ und wil mit mînem sinne/ michel guot erwerben/ oder benamen sterben./ waz hilfet mîn ringen/ nâch | |
| entran/ von Kriechen unde dâ gewan/ an sînem koufe sô michel heil,/ nu kom er vrô und geil/ hin wider heim | |
| ich muoz aber dar./ ich bin worden wol gewar,/ swer michel guot erwerben kan,/ der wirt ouch schiere ein rîcher man./ | |
| irrikait deszhalb nit mer nott tůn werde, so hautt ain michle raut uff ains groussen rautz verbessern und darnach durch ainen | |
| mit einem vremden gute,/ got wirt wider dich ze muͤte/ michel wirs, danne dir were/ wider dinen kelnere,/ ob er sich | |
| wert,/ ist im niht ein catze beschert,/ so ^+mage er michel wirs gevarn./ ieglich man sol sin reht bewarn!/ Daz ist | |
| im selben gefromen/ noch niemen zehelfe ch(o)men./ durch daz vil michel golt/ wrden si im alle so holt,/ daz sis zegot | |
| an,/ da ouch niht g(u)etes von geschiht,/ wan daz man michel golt da siht./ ein armer herre guter,/ getriwe und wol | |
| ungwin,/ daz duhte in danne vil gůt,/ so man im michel wirs tůt./ swer wider got gewinnet gůt/ und daz durch | |
| wol der helle wert./ wær dannoch ein ander swære,/ diu michel wirser wære,/ der wær er wert und alle die,/ die | |
| wurden/ durch Adames missetat,/ der aller manne chunne hat/ irworven michel arbeit/ mit siner chelgitechheit./ //Nu hore du, vrouwe, minen ruof;/ | |
| sprach,/ do er vil verre hie bevor sach/ den dinen michelen lop/ unde al daz der ware got/ mit dir tuon | |
| werde,/ mine dige irhoren,/ du da zu den niun choren/ michele vrouwede hast gegeben/ den zwelf boten unde den wissagen/ unde den | |
| heile./ da wil ich mir selbe umbe irteilen/ den dinen michelen gerich/ in diseme libe uber mich./ daz mir dort ze | |
| newolde/ mit huore began;/ dem manne ich sine konen nam,/ michel unreht ich begie;/ nechein wip ich nelie,/ ich si mit | |
| sin verdriezen./ /Nu dar! $s diu schar $s wirt aber michel, $s kómn wir zesámne in der gázze von den strázen./ | |
| Venus ein apfel wart gegeben,/ da von so huop sich michel not:/ dar umbe gap Paris sin leben,/ da lac ouch | |
| fri./ da bi ist vil verdorben,/ /Des besten lands ein michel teil./ die wile und daz er lebte,/ künc Kuonrat, do | |
| vor im’. Von disem vorgange des geistes so wirt ein michel gerúmel in dem menschen. So der vorgang klarer und worer | |
| mite sô müezeget der muot/ und ist dem muote ein michel guot;/ und gerâte ich niemer doch dar an,/ daz iemer | |
| diu vüerent übermuot./ vertragen, daz doch vil manic man/ in michelem gewalte kan,/ dar an gedâhte er selten;/ übel mit übele | |
| mir geschiht,/ und ist ez danne an ime geborn,/ sôst michel schœne an ime verlorn/ und ist unnütze lebende ein man./ | |
| berîten kunde./ zehant und an der stunde/ besande Marke ein michel her/ und kam in an mit starker wer./ er vaht | |
| ir meisterinne schôz./ der ir getriuwe senegenôz/ dô der daz michel ungemach/ an sîme herzeliebe ersach,/ er leiste ir wol gesellekeit;/ | |
| in aller dirre lebenden nôt/ wart Blanscheflûr ze grabe getragen./ michel jâmer unde clagen/ daz wart begangen ob ir grabe./ ir | |
| in manegen wîs sô was im wê:/ wê umb daz michel ungemach,/ daz er an Tristande sach;/ wê umbe sîn selbes | |
| der wolt unde der gebôt,/ dô huop sich ein sô michel nôt/ von sturmwetere ûf dem sê,/ daz salle samet in | |
| ich noch/ mit wol gesundem lîbe lebe,/ daz wære ein michel gotes gebe/ iu beiden unde dâ nâch mir./ wan zwâre | |
| sîne craft benomen./ nu wâren ouch die jegere komen/ mit michelem geschelle/ hürnende zuo gevelle./ //Tristan dô er den bîl ersach,/ | |
| hêrre mîn.’/ ‘dû solt mîn jegermeister sîn!’/ hie wart ein michel lahter van./ hier under sprach dô Tristan:/ ‘hêrre, gebietet über | |
| rîche/ der gewarp vil tugentlîche;/ ouch was des dô vil michel nôt:/ er bat besunder unde gebôt/ al dem hovegesinde,/ daz | |
| werlde gehaben kan.’/ ouch macheten si hier under/ mit rede michel wunder:/ ‘hôrâ!’ sprach diser, ‘hôrâ!’ sprach der/ ‘elliu diu werlt | |
| //Dan Rûal li Foitenant/ der schifte über mer zehant/ mit michelem guote,/ wan ime was wol ze muote,/ ern wolte niemer | |
| lebeten si, dô ich si nâhest sach,/ wan daz si michel ungemach/ von dînen schulden hæten./ wies aber sît her getæten,/ | |
| stân:/ er hæte ouch ê alsam getân./ //Hie huop sich michel rûnen/ von rittern und barûnen;/ si redeten hin, si redeten | |
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