guotnisse
stF.
‘Güte’
[Gott erwies uns Menschen ein groze libe und wurde
Mensch:] die guͦtnisse suͦle wir nemmen in vnser
herze vnd suln in libe haben PrLpz (L)
38,28
MWB 2 1049,47; Bearbeiter: Bohnert
guotsælic
Adj.
‘durch Vermögen beglückt’
er ist ein guotsæliger man. / [...] mit guote lebt er
sæliclîch Helbl
1,34
MWB 2 1049,51; Bearbeiter: Bohnert
guotschînende
Part.-Adj.
‘rechtschaffen, fromm scheinend’
man vindet zwaierlay wisen under guͦtschinenden
menschen: etlichú fuͤrent ein vernúnftig wise und
etlichú ein unvernúnftig Seuse
156,17;
also ward er jemerlich zertragen in verrú land
[weithin ins Gerede gebracht, verleumdet] von derley
guͦtschinenden menschen ebd.
125,18
u.ö.;
den genuͤget mit iren guͦtschinenden werken
Tauler
288,2;
mit uswendiger guͦtschinender sinnelicher blinder
wise ebd.
288,18.
374,11;
Eckh (Pf)
340,30;
MerswZM
49,2
MWB 2 1049,54; Bearbeiter: Bohnert
guotswende
swM.
‘Verschwender von Vermögen’
[der verlorene Sohn (Lc 15,11ff.) ist] der gutswende, /
der in dem ellende / sin erbeteil verwesen hat Litan
1195;
ein guotswent ân êre Helbl
2,429
MWB 2 1050,1; Bearbeiter: Bohnert
guotswender
stM.
‘Verschwender von Vermögen’
ein itslich rehter spiler / hat vierhande gutswender [nämlich
Würfelverleiher, Augenzähler, Pfandner und Wirt]
[...]. / waz krefte hat do sin gewin, / die viere zihen wol
einen hin Jüngl
364
MWB 2 1050,5; Bearbeiter: Bohnert
guottât, -tæte
stF.
Nom. Sg. -tæte
PrLeys ; PrSchw (St) ;
PrBerth
1:7,29;
StrKD
149,107.
149,113;
TvKulm
5821.
– auch gu(o)tat, -æte, -ete.
1
‘(jmdm. erwiesene, von jmdm. empfangene) Wohltat’
2 was jmdm. zum Nutzen, Vorteil getan wird, ‘nützliche Sache,
Gabe’
3
‘(in guter Absicht, in frommer Gesinnung vollbrachte, gottgefällige)
gute Tat, gutes Werk’
4
‘hervorragende Tat, tüchtige Leistung’
1
‘(jmdm. erwiesene, von jmdm. empfangene) Wohltat’
ouch lônten si der stæten / mit manegen guottæten / des siun
ze liebe ie getete UvZLanz
7668;
sô hœre ich sprechen unde sagen, / ez künne ein übeler niht vertragen /
guottæte die der mensche tuo KvWEngelh
1563;
BdN
208,13.
208,17.
–
der [Pharao] uil sciere uergaz / der manigen
guͦttâte, / die got erboten hête / [...] der
heidinisken diete Exod
65;
deweder wîp noch wîser man / die guottât vollesprechen
kan, / die ich von gote enphangen hân RvEBarl
5866;
PrLeys
9,25
u.ö.;
Vät
3267
2
was jmdm. zum Nutzen, Vorteil getan wird, ‘nützliche Sache,
Gabe’
die poten [bei ihrer Abfertigung] wuͦrden
beraten / mit maniger guͦttate. / speyse und gewate, / des ward in wunnder
gegeben Dietr
1041
3
‘(in guter Absicht, in frommer Gesinnung vollbrachte, gottgefällige)
gute Tat, gutes Werk’
von dem guͦtewilligen mensche kuͦmet guͦttat oder
guͦte werk. vnd von dem boswilligen menschen cuͦmet bose tat oder bose
werk PrLpz (L)
53,28;
daz wir mit der bichte, mit den vasten, mit wachen, mit
stætigem gebet, mit dem almusen, mit andern gutæten unser hail suchen
PrOberalt
14,31;
Konr
24,49;
(Almosen:)
tu dine guͦttete heimeliche [vgl. ut sit elemosyna
tua in abscondito Mt 6,4]
PrLpz (L)
69,27;
daz got mensch wart, da treiben [trieb
ihn] sin minne zv, wir heten ez niht verdient mit cheinen vnsern
gutæten PrBerthKl
6,3;
JPhys
16,20;
RvEBarl
3909;
Warnung
691;
Pass III
132,14.
– in Verbverbindungen:
der geloube [...] erfullet alle
guotæte VRechte
374;
die manigen guottâte / die si gefrumet hâte
Wernh
377;
aller der gvͤttæit, die die voͤrgenanten choͤrherren
tæglich mit singen oder mit lesen begent UrkCorp (WMU)
3257,30.
296,13;
niemens guottât wirt verlorn, / wan der zer helle wirt geborn Freid
5,3;
Wernh
D 2152;
Greg
1393;
StrKD
158,636.
– Sg. kollektiv:
guottæte wehset vor gote alle tage die wîle dû dich an guoten werken
üebest PrBerth
1:7,29;
ist, daz er sich bekêret / und sîne guottât mêret, / swelch guottât ê
verdorben was, / diu gruont her wider als ein gras Freid
37,27;
(den armen Seelen zugewendet:)
[den Teufeln im Fegefeuer] manic sele entgat, / die
also vil entpfangen hat / von guter lute guttat, / daz ir mit troste wirdet rat
Pass III
582,29.
– auf Stiftungen bezogen:
umb die gutteit, die daz gotzhaus hat gehabt uon unseren uorderen
UrkCorp (WMU)
3443,20;
von mir [Kaiser Otto I.] ist worden schîn / ein
guottât [Stiftung des Erzbistums Magdeburg] , diu vor
gote swebt / sô rîche daz nû niemen lebt / der umb daz êwiclîche leben / durch
got hab als vil gegeben RvEGer
269;
in al der welt ist lobelich / mîn grôziu guottât worden ebd.
465
4
‘hervorragende Tat, tüchtige Leistung’
wie / möht ich den turnei understân? / hie ist sô manic biderbe man, / daz vil
guottât hie geschiht: / sol ich der einer wesen niht, / der ez wol ûf dem veld hie
tuot, / sô bin ich immer ungemuot UvLFrd
116,5
MWB 2 1050,10; Bearbeiter: Bohnert
guottæter
stM.
‘Wohltäter’
umbe daz heil aller der brûder unde der heimelichen unde der
gûttêtere [
benefactoribus
] unde alle des hûses
vrûnde [...]
[soll man] zehen messe iêrgeliches sprechen
StatDtOrd
37,16.
119,8;
daz sie ir êhtern unde leidigern alse willic sint als irn friunden unde
guottêtern Eckh (Pf)
365,6.
–
‘der heiden kunige [...] /
sint genant benefici, / gûttêter [...]’
[Lc 22,25] . / [...] di glôse
spricht / als: von in wirt wol gericht / daz si di bôsen twingen, / di ungerechten
dringen / durch der gûten lûte nutz JvFrst
3014
MWB 2 1051,8; Bearbeiter: Bohnert
guottætic
Adj.
1
‘Rechtschaffenes tuend, richtig handelnd’ , subst. 2
‘wohltätig, mildtätig’
1
‘Rechtschaffenes tuend, richtig handelnd’, subst.:
bichter
[Bekenner]
[...], / die
[...] die schuldigen berefsen, / die guttetigen leren,
/ daz sie nicht wider keren [zu früherem Fehlverhalten]
HeslApk
6339
2
‘wohltätig, mildtätig’
umb das ich [Gottes Gnade] gutdedig
bin / und kein schelderße [Tadlerin] nit enbin
Pilgerf
1561
MWB 2 1051,19; Bearbeiter: Bohnert
guottuoer
stM.
‘Wohltäter’
so minnet der guͦttuͤier me von nature sinen guͦt
emphaher, denne der guͦt emphaher tuͤie sinen guͦttuͤier
BdT
56,6.7.11.17
MWB 2 1051,26; Bearbeiter: Bohnert
guotwillen
swV.
‘wohlwollend, freundlich machen’
uf daz er sie [das aufgebrachte Volk] gestillete /
und iren mut gutwillete, / so nam Johannes ienez gut /
[...], / da machte er mite
[...] ein spital / allen den armen
[...] zu gemache Macc
11470
MWB 2 1051,29; Bearbeiter: Bohnert
guotwillic
Adj.,
Adv.
1
‘wohlgesonnen, wohlwollend, freundlich’ ; 2
‘bereitwillig’
3
‘rechtschaffen, tugendhaft, fromm’ , überw. von Pers.;
1
‘wohlgesonnen, wohlwollend, freundlich’;
präd.:
mit der rede machte ich dô / die gebûr guotwillic unde frô Renner
1458;
si [Ehefrau] si wiz oder swarze, / vnfletic
oder schœne, / guotwillic alder hœne Martina
133,104;
ein brûder [soll] dem anderen
gûtwillich sich erbîten StatDtOrd
66,18.
66,4.
– attr.:
so wirt dir ein guͦtwillig herze und ein offen
sele, da dú gnade in vliessen mag Mechth
5: 11,29;
[Christus] kouft uns den ewigen gnist /
[...] mit sime thuren blute / durch gutwillige gute
HeslApk
2512;
guotwilliger wille:
ebd.
5511;
in gutwilliger ger ebd.
20919
2
‘bereitwillig’
[der Fromme sei] guͦtwillig zuͦ allen
tugenden Mechth
7: 29,3;
únser cristanlichú arbeit und únser
guͦtwilligú [bereitwillig ertragene]
pine ebd.
7: 34,21;
guͦtwillig arbeit ebd.
7: 48,15.
– adv.:
gib úns, herre, [...]
guͦtwillig alle únser ordenunge dur din liebin ze vollebringen
Mechth
7: 18,50
3
‘rechtschaffen, tugendhaft, fromm’, überw. von Pers.;
präd.:
kurzewîle und geselleschaft / nement ê der zît den liuten ir kraft, / die
blœde und doch guotwillic sint Renner
9873;
di vrowe was heilic und gutwillic HvFritzlHl
99,12;
Mechth
7: 49,7.
– attr.:
die guͦtwilligen richen
[...] oppfernt got ir guͦt
Mechth
7: 17,24;
die guͦtwilligen menschen loͮffent irrende also die
scheffelin vnder den wolfen MerswZM
53,23;
die guͦtwilligen gotmeinnenden menschen MerswNF
63,9;
swelch mensche sinen vliz / keret an gutwillige sinne
HeslApk
2653;
Seuse
28,31;
Tauler
131,10.
268,24.
– subst.:
daz sie [Geistliche]
[...] den unturen / ires irretumes sturen / mit
yserinnen gerten, / die gutwilligen zerten HeslApk
2290
MWB 2 1051,34; Bearbeiter: Bohnert
guotwillicheit
stF.
‘Freundlichkeit, Wohlwollen’
unnd dann [...] cheret
er [Redner] sich ze dem lobe des volks ze lobennde ir
guet siten, unnd da mit gevahet er ir guet willigkait [
captando
benevolentiam
]
HvHürnh
11,8.
1,15;
die gutwillicait gotes ladet dich zu der ruͦwe PrLpz
12,34;
dar umme sol die maze bi sich haben zvo andere tugende, die
othmuͦticheit und die guͦtwillicheit. die othmuͦticheit ist die
[l. dir
] selben nuͦtze wider den
hochmuͦt und die guͦtwillicheit dime nesten ebd.
26,9f.;
HeslApk
932.
– i.S.v. Freigebigkeit:
di sibinde [Frucht des Hl. Geistes (Gal 5,22)] ist
gutwillikeit [
benignitas
] , daz ist mildekeit
des gutes HvFritzlHl
183,9
(=
Parad
71,30
)
MWB 2 1052,3; Bearbeiter: Bohnert
gupfe
swF.
→
kupfe
MWB 2 1052,17;
gupfen, kupfen
swV.
auch kü-.
1
‘etw. stoßen, drücken’
2
‘(beim Tanzen) stampfen, treten’
1
‘etw. stoßen, drücken’
uf dirre welte tobendem mer / [...] der svnden wellen
/ [...] vns dicke schuppfent / vnd frevillichin guppfent /
in frömede habe vnser schif Martina
89,56;
mit Ersparung des Obj.:
si menete unde kipfete [La. kupfete (:
stupfete)] , / si stach unde stipfete HBirne
(W)
391.
– bildl.:
trût, du setze mich ûz klage [...]. / schupfe
gupfe leit hin dan! KLD:UvW
Leich 4,139
2
‘(beim Tanzen) stampfen, treten’
er ist an dem tanze ein rehter treibel: / gefüeglîch er zispet,
/ mit dem fuozze erz walket [La. mit den fússen
kúpfet
] unde rîbet SM:Go
2: 3,6
(=
Neidh (S)
1,413 c42:8,6
)
MWB 2 1052,18; Bearbeiter: Bohnert
gupfoht
Adj.
zu kupfe swF.
‘gewölbt’ (vgl. E. Schönbach in: MIÖG 21 [1900], S. 522):
ein huot [...] guphoht
Ottok
20036
MWB 2 1052,31; Bearbeiter: Bohnert
guppelspil
stN.
→
gumpelspil
MWB 2 1052,34;
gurgel
swF.
st.
Iw
4674(La.);
Tr (M)
2982(La.).
– aus lat. gurgulio; vgl.
quërkele
.
‘Gurgel, Kehle’
gurgulio: gurgela SummHeinr
1:128,175;
mit grôzen kreften stach er in / enbor ûz dem satel hin, /
daz im ein ast den helm gevienc / und [er] bî der gurgeln
[La. gurgel
] gehienc. /
[...]
[so] leit er hangende nôt Iw
4674;
daz vorder stucke, daz stach er / dem trachen zuo dem gorgen
[Laa. der gurg(e)len
] în Tr (M)
9213;
[Zerlegung des Hirsches:] ric unde gorgen
[La. gurgel
] sneit er sâ / obene, dâ diu
brust erwant ebd.
2982;
[von der Kuh kann man verwenden] lebern, nieren, lungen,
/ hertze, gurgeln, zungen KgvOdenw
1,216
MWB 2 1052,35; Bearbeiter: Bohnert
gurgelen
swV.
auch gorgeln (
OvBaierl
103,7;
BdN ).
– zur Etymol. vgl. DWB 4,1,6,1152.
1 med., ‘gurgeln, (den Rachen) spülen’
1.1
mit einer Flüssigkeit 1.2 einen (mit Flüssigkeit vermischten) Wirkstoff 2
‘knurren’ , auf Blähungen bezogen
1
med., ‘gurgeln, (den Rachen) spülen’
gargarizo: gurgelon SummHeinr
2:319,147.1;
sonst immer mit präp. Erg. in dem halse / in der keln / in dem
munde
1.1
mit einer Flüssigkeit ~ :
[nachdem] er gegurgelt hat in dem halse mit ezziche da
rosen inne gesoten sint SalArz
106,8;
wer daz kraut mit wein seudet
[...], und sô man dâ mit gorgelt in dem hals und in
dem mund BdN
424,16
u.ö.
1.2
einen (mit Flüssigkeit vermischten) Wirkstoff ~ :
so man si [Opiumlatwerge]
gurgelt in dem halse mit warmem wazzer SalArz
103,53;
wenn man ez [Mark eines
Baumes] gorgelt in dem hals BdN
364,33;
SalArz
105,39
2
‘knurren’, auf Blähungen bezogen:
der [Kranke] hat bladem des zu uil
ist icweder halp bi den siten. vnde gurgelt in dem buche SalArz
52,42
MWB 2 1052,48; Bearbeiter: Bohnert
gurgelunge
stF.
‘das Gurgeln’ oder ‘Gurgelmittel’ (vgl. Mlat. Wb. 4,620):
gargarismus: gurlung, gurglung VocOpt
31.032
MWB 2 1053,1; Bearbeiter: Bohnert
gurgelwaʒʒer
stN.
‘(mit Arzneimittel versetztes) Wasser zum Gurgeln’
wer auch ain gargelwazzer [La.
gorgel-
] dar auz [aus
diadrogant
] macht, daz ist guot wider der prust
siehtum BdN
366,30
MWB 2 1053,4; Bearbeiter: Bohnert
gurppink
Subst.
→
gnippinc
MWB 2 1053,8;
gurre
swF.
gorre swM.
Fegfeuer
1:9,6.
‘schlechtes, minderwertiges Pferd, Klepper’
ir pfärit wâren [...] / tôtmager und
vil kranc [...]. / den gurren
[...] wâren die zagele under in / zesamene gevlohten
Iw
4941;
er slug di roß, das si churren̄, / er machte güte roß
zu gurren HvNstAp
9434;
StrKD
8,123;
Sibote
389;
auf ein Fohlen bezogen:
[der Bauer] fuorte ein gurren veile / an einem grôzen
seile Eracl
1561.
–
weder wære iu lieber: der iu ein schœnez ros gæbe daz junc unde stark
wære [...], danne der iu eine alte gurren gæbe, der
[La. die
] blint unde mager wære
PrBerth
1:383,4;
MF:Reinm
63: 7;
Lanc
604,14;
müediu bein [...] / gelîch den lamen gurren
Hadam
89,3;
zwêne stætige gorren schuofen, daz der wagen stuont sô stille Fegfeuer
1:9,6.
– sprichw. (TPMA 9,107):
altiu gurre darf wol fuoters PrBerth
2:143,16
u.ö.
– geringschätzig von guten Pferden:
[Laurin über die Streitrosse Dietrichs und Witeges:] wer
hât iuch tôren geheizen / hernider ûf den plân beizen / und iuwer gurren spannen /
ûf mînen grüenen anger LaurinA
253;
daz ich sô lange belîbe, / des irret mich ein gurre [nur weil mir
noch ein Klepper fehlt, verweile ich so lange hier]
Helmbr
369;
der abt von Vult neben im [Kaiser]
reit / ein pfert, daz was gar gemeit / und was ouch übel zwâr: / daz beiz daz
keisers pfert [...]. / zehant der keiser Ott sprach: /
‘ [...] ez kumt mir niht ze mâz dâ, / daz iuwer gurr
daz pfert mîn / sol bîzen. [...] ’
EnikWchr
27821.
– übertr., von Menschen:
[die vom Engel geblendeten Juden:] wir blinde gvrren
MarHimmelf
1373
MWB 2 1053,9; Bearbeiter: Bohnert
gürrelîn
stN.
‘kleine gurre
’
nû zabel als ein gurre, als ein gürrelîn, als ein esel, als ein ros und als
der tiuvel: der geruowet ouch niemer PrBerth
1:270,23;
dû, schiltkneht, [...] hopfest
[...] ûf dîme gürrelîn ebd.
1:368,37
MWB 2 1053,41; Bearbeiter: Bohnert
gurren
swV.
‘gurren’
der esel gurret ûf den wân, / er wænet wol gesungen hân Freid
140,7
(vgl. Anm. z.St.)
MWB 2 1053,46; Bearbeiter: Bohnert
gurt
stM. , gurte
swM. ( JvFrst )
Pl. auch umgelautet.
‘Gurt, Riemen (am Pferdesattel)’
sie lôste [...] / die gürte von dem rosse
Wigam (B)
974.
–
‘Gürtel’
[er hob die beiden Männer] hô ûf impor, / wen er sî ôt
gevazzit vor / zurucke hatte in den gurt NvJer
12973;
ir gurt von golde was ein snur MügelnKranz
1013;
der prîster tragen sol / manipel, gurten
[Zingulum] und di stôl JvFrst
6622;
KgvOdenw
6,129.
– bildl.:
Frl
6:1,7.
8:18,4
MWB 2 1053,49; Bearbeiter: Bohnert |