goltkouf
stM.
‘Handel mit Gold’
es mag auch unser amptman ein recht genemen von dem, da er sich merchlichen
goltchaufes hin versiecht WeistÖ
1:201,30
(a. 1346)
MWB 2 852,4; Bearbeiter: Hansen
goltkrône
swF.
‘goldene Krone’
daz sie im wolden lonen / mit schoner golt cronen / und mit opfere an maniger
gift Pass I/II (HSW)
33150
MWB 2 852,8; Bearbeiter: Hansen
goltlîm, goltleim
stM.
ein zur Herstellung von goldener Farbe dienendes Mineral,
‘Auripigment’
auripigmentum mag aigenleich goltlaim oder goltleim haizen
ze däutsch und wirt an des mers grunt in der weis gar klaines ertreichs und lindes,
daz an des mers grunt ligt BdN
477,20
MWB 2 852,11; Bearbeiter: Hansen
goltlûter
Adj.
‘rein wie Gold’ (übertr. von sittlicher Reinheit):
her bedutet gotes irwelten, / die
[...] in der werlde schinen / dem roten golde glich
gevar, / wen sie sint golt lutter gar / enbinnen als enbuzen HeslApk
21830;
golt lutter von allem meine ebd.
10536
MWB 2 852,17; Bearbeiter: Hansen
goltmâl
stN.
Goldverzierung an der Rüstung (vgl.
mâl
):
Hillunc unt Uastmar / zehiwen in die goltmal: / da uielen
genuge Rol
4930;
von den von Francrîche / sach man diu swert erblîchen: / ob dem herten stâle /
der liehten goltmâle / vil lützel dâ geschônet wart Bit
8794.
– spez. vom Helm:
ein helm [...] / mit manigim goltmâle
/ [...] / gezierit an den listin / vnd an dem barbiere
Athis
B 58;
diu schœnen goltmâl / diu ûf den helmen lâgen StrDan
5102;
Krone
2854
MWB 2 852,23; Bearbeiter: Hansen
goltmasse
swF.
auch -messe stF.
‘Goldklumpen’ (vgl.
masse
stF.):
der eine [der Heiligen Drei
Könige] truch in der hant / die goltmassen wolgebrant
[...]. / der ander brahte wiroͮch
[...]. / der dritte mirren darbot Wernh
D 4636;
der eine truͦk in der hant / ein golt messe wol
gebrant ebd.
A 4028
MWB 2 852,33; Bearbeiter: Hansen
goltnâdel
stF.
goldene Nadel zur Feststellung des Feingehalts einer Goldprobe, ‘Goldnadel’
(zur Sache vgl. Krünitz 19,381ff.):
wir wellen auch, das goltnadel, stain, wag und gelöt in dem perchgericht
nieman haben sol, denn wem es der wechsler erlaubt WeistÖ
1:201,25
(a. 1346).
1:201,33
(a. 1346)
MWB 2 852,39; Bearbeiter: Hansen
goltphedel
stMN.
goldene Platte, Leiste (hier zur Edelsteineinfassung auf dem bischöflichen
Rationale, vgl. auch Anm.z.St.; zu mlat. petalum, vgl. Etymol.Wb.d.Ahd.
1,510):
darnach lagen aber drei [Edelsteine] / in æiner
streimen unden / in golde bewunden. / daz was ein charfunchel. /
[...] / ein saphirus wolchenvar / der was sein
gesedele. / in dem selben goldphedele / ein jaspis schone lachete Serv
550
MWB 2 852,45; Bearbeiter: Hansen
goltphenninc
stM.
eine Goldmünze:
‘vumfzen goltpfenninge’, / sprach er, ‘sult ir disem geben,
/ der mir hute nimt min leben’ Pass III
480,22
MWB 2 852,54; Bearbeiter: Hansen
goltporte
swF.
das Goldene Tor in Jerusalem:
‘nu gereite / und ganc rischlich hin vor / zu dem guldinen tor, / daz
also genennet ist, [...].’ ir
[Annas] gut geloube ir do riet, / daz si nach sinen
worten / quam zur Goltporten Pass I/II (HSW)
654.
622.
636
MWB 2 852,57; Bearbeiter: Hansen
goltrant
stM.
‘goldener Schildrand’
sein edel schilt ward verprant, / der porten und der goltrant
HvNstAp
10196
MWB 2 852,62; Bearbeiter: Hansen
goltrat
swF.
→
kulter
MWB 2 853,1;
goltrëht
stN.
die Goldgewinnung betreffende Regelungen:
von allirhande goltrechte [Überschrift]
UrkSchles
20,9
(13. Jh.?)
MWB 2 853,2; Bearbeiter: Hansen
goltreif
stM.
‘goldener Reif, Ring’
si bant si [die Rosen] um den golt reif / mit eime
silber drate Pass I/II (HSW)
15762.
– als Steigbügel:
beide guot und gemeit / wâren die stegereife, / breite goltreife, / gebildet
nâch zwein trachen Er
7671
MWB 2 853,5; Bearbeiter: Hansen
goltreit
Adj.
‘goldfarben und gelockt’
ir goltvarwis hare / si zesamen do gevienc / [...] /
ir golt reiden lockel / getrungen als ein trube Martina
169,22
MWB 2 853,10; Bearbeiter: Hansen
goltrîch
Adj.
‘reich an Gold’
ir aller sin gemeine / stuont an dem goltrîchen berc Reinfr
25087;
poten wurden schier gesant / in das goltreiche land
HvNstAp
13588
–
‘goldverziert, -durchwirkt’ (von Textilien):
ein goltrîcher borte Flore (S)
2831;
goltrichiu sidinlachen JTit
2849,1
MWB 2 853,13; Bearbeiter: Hansen
goltrinc
stM.
‘goldener Ring, Reif, Diadem’ (vgl. auch
goltschapël
):
aureola: goldrenc GlAnzfWK
41,17
(BStK154a)
MWB 2 853,19; Bearbeiter: Hansen
goltringelîn
stN.
‘(kleiner) goldener Ring’
wo sint die golt ringelin? / wo sint die guldin vingerlin?
HvNstVis
91
MWB 2 853,22; Bearbeiter: Hansen
goltrôt
Adj.
‘rotgolden’
zvelf bovge golt rot Roth
2034;
ein scône tier geworht was, / daz was alliz golt rôt
SAlex
6003;
vil goltrôter sätele si fuorten in daz lant
NibB
268,1;
VMos
58,4
MWB 2 853,25; Bearbeiter: Hansen
goltsaz
stM.
Bed. unklar, wohl allg. ‘Goldbesitz’
ich huden yme allen sinen schatz, / alle sin silber und sinen
golt satz Pilgerf
9422
MWB 2 853,29; Bearbeiter: Hansen
goltschâpære
stM.
Bez. für goldene Widder:
goltschepper ist es [Tier] genant,
/ das ist in latein alsuß: / ‘aureum vellus’. / sein wolle ist als
goltvar, / gleyssenden und durchleichtig gar. / [...]. /
das was der junckfrauwen tier. / wol zway hundert hett sy ir HvNstAp
13314
MWB 2 853,32; Bearbeiter: Hansen
goltschapël
stN.
‘goldenes →
schapël
’
aureola: golt schappel VocClos
Au45
MWB 2 853,38; Bearbeiter: Hansen
goltschëlle
swF.
‘goldene Schelle, Glöckchen’
alse man zouh den umbehanc, / manic goltschelle dar an
irclanc SAlex
5966;
sîn wâfenroc was rîche / von kleinen goltschellen
UvZLanz
363;
RosengD
293,3
MWB 2 853,40; Bearbeiter: Hansen
goltschûm
stM.
wohl ‘Mehltau’, eine Getreidekrankheit (vgl. Twingers Glossar z.St.):
aurugo: golt schum VocClos
Au66
MWB 2 853,44; Bearbeiter: Hansen
goltslahære
stM.
Handwerker, der Blattgold herstellt, ‘Goldschläger’
Henricus pictor, goltslehere BerufeFrankf
52b;
magister Heilmannus pictor, d. goltslerere de Moguncia ebd.
52b
MWB 2 853,47; Bearbeiter: Hansen |