girbe
F.
‘Winde, Haspel’
gyrgillus: girbe Gl
4:186,63
(BStK938)
MWB 2 797,36; Bearbeiterin: Baumgarte
girde
stF.
auch gërde (z.B.
LivlChr
36;
Daniel
5898
).
bezeichnet allg. einen inneren Antrieb ‘Bedürfnis, Verlangen, Begierde’ (vgl.
begir
,
begirde
,
gër
, gir); Schwerpunkt in geistlichen
Texten, in höfischen Texten selten und spät.
– bezogen auf natürliche Bedürfnisse:
swenne si des ersten swanger werden so sal man bewarn
[verhindern] , daz in imant vornenne di spise, der man
zu der cit nicht gewinnen mac. wan si gewinnen groze girde nach der spise
SalArz
65,26;
den vogeln gab er spise, / den dar nach stunde ir girde
Minneb
5201.
– negativ gewertet ‘Gier, Begierde’
die enphliehent des tîefales chelen nieht. die der nach
werltlichen girden lebent JPhys
15,10;
der oren habe, der hore daz / und laze manslacht, roub,
girde, haz HeslApk
4282;
also schuln wir tvͦn, so uns div girde rihtvͦmes
begrîffi Spec
9,12;
VMos
72,27;
owê, daz iemer wîb ir êr engentzet / dur valscher minne girde
SM:Tu
1: 2,6.
– in neutraler oder positiver Wertung bezogen auf ein Streben oder eine
Sehnsucht (oft herzen girde):
unsern muͤt und alle unser girde, / die waize
er [Gott] baz denn wir StrKD
12,245;
er git reinez gemute, / todes vorhte, gotes minne, / rehtes
girde, rehte sinne Wernh
D 2758;
si beide sich dâ flizzen / ûf ritterlîche wirde: / mit edels
herzen girde / zesamne si gesprancten KvWTurn
198;
dû solt nâch dîner girde / dâ vinden ein erwünschet leben
KvWTroj
18910;
ez ist mins herzen girde / daz ez [meine
Taufe] geshehe in kurtzer vrist Rennew
2212;
so wizze, bruͦder Rennewart, / daz ich muͦz
des todes vart / durch ir minne girde varn ebd.
24865;
zarter herre mine, [...], min herz
soͤlte dich han gemeinet mit gantzer girde Seuse
298,15.
– bezogen auf einen geäußerten Wunsch ‘Bitte, Aufforderung’
dâ von sô wil ich unde sol, / swie leide mir dar an
geschiht, / erfüllen iuwer zuoversiht / und iuwer girde nû zehant
KvWTroj
22849;
nach diner
gerde [:werde
] / wizze, daz daz vierde wilt
/ ist des vierden riches schilt Daniel
5898
MWB 2 797,38; Bearbeiterin: Baumgarte
girdelich
Adj.
‘wünschenswert, begehrenswert’
unde fur nihte heten si erde die girdlichen [interl. zu
terram desiderabilem
]
PsWindb
105,24;
dei urteile des herren wariu rehthaftigitiu an sih selbiu. girdlichiu
[interl. zu desiderabilia
] uber golt unde
stein den tiuren ebd.
18,11
u.ö.
MWB 2 798,14; Bearbeiterin: Baumgarte
girden
swV.
auch gerden.
‘begierig sein, verlangen’
sehent, wie sin hant vnd sin fúsz / nach mordes werck girdet
Krone
24537;
min herze nach siner truͥwe girdet
TürlArabel
*A 210,6;
die miner herbergen gerden, / vil selden ich di werthe
SüklU
57;
UvZLanz
2859.
– subst.:
zuosamen was ir [der Ritter] gerden. diu swert sie
geviengen Wigam (B)
609
MWB 2 798,20; Bearbeiterin: Baumgarte
girdic
Adj.
‘verlangend, (be-)gierig’
sein edel hertze wirdich / tzu gueten sachen girdich / was Suchenw
13,164;
swie daz ich nu leider sî / der êren gar unwirdic, / sô muoz mîn herze girdic
/ doch sîn nâ hôhen dingen Reinfr
3234;
swâ sin nâ hôher minne / ist mit luste girdic, / ist dâ daz herze wirdic / sô
lobelîcher minne, / diu minne tuot dem sinne / mit gedenken dicke wol ebd.
1115.
–
man solte dich in eine gruobe / nu lange han versenket /
[...] / wan du bist gar girdig / so lesterlicher fuore
MinneR 418 (M)
126
MWB 2 798,28; Bearbeiterin: Baumgarte
girdiclich
Adj., Adv.
adv. auch -lîchen.
‘gierig, begehrend’
er [der Falke] stiez / ûf des rehten beizes spor, /
als er dicke hât dâ vor / getân mit willeclîcher ger, / sô koment girdeclîchen her /
in snellen fluken schier gevarn / zwên ungefüege grôze arn / und wolten ûf in ziehen
Reinfr
13566;
swenn sich der troun volendet, / sô wart diu schœn gephendet /
girdeclîcher küsse ebd.
1651;
ir [Marias] lob ist so ahtich, /
ir gnade also mahtich / daz sie girdekliche ansehent / die engel vnd ir iehent /
iemer ze keiserinne Wernh
D 2617
MWB 2 798,39; Bearbeiterin: Baumgarte
girdisch
Adj.
→
girisch
MWB 2 798,50;
gîre
→
gir
Adj.
MWB 2 798,51;
girel
Subst.
→
gires
MWB 2 798,52;
gires
Subst.
auch giritse, girst, gers und gersch;
bei Lexer irrtümlich als girel angesetzt (vgl. DWB 4,1,4,7385; Marzell
4,348).
überw. als Glosse für verschiedene lat. Pflanzenbezeichungen (vgl.
Etymol.Wb.d.Ahd. 4,370-372 u. 178f.):
macedonicvm: gîres Gl
3:481,45
(BStK945);
de ostricio: gerese vel ostriz ebd.
3:593,59
(BStK784);
ostricium: giritse vel ostriz ebd.
3:598,26
(BStK431);
astricia: girst ebd.
4:362,7
(BStK24);
aristolotia: gers ebd.
3:522,2
(BStK261);
aristologia longa: gers ebd.
3:547,30
(BStK455);
olisatrum heizet gersch. des same mit wine genutcet heilet,
da der tarant gestichet [...] hat Macer
96,1
MWB 2 798,53; Bearbeiterin: Baumgarte
girgele
swF.
obwohl lat. ocimus
‘Basilikum’ bedeutet, ist hier wohl die ‘Pastinake’ gemeint (vgl. Marzell
3,367 und →
gerhilla
):
ocimus herba: girgila SummHeinr
2:393,02.2;
ocimum: girgel Gl
3:562,56
(BStK285);
ocimus heizet girgele Macer
95,1;
swelchez tagez man di gyrgeln gesse ebd.
95,4;
wizzet, daz di girgele dem magen gesunt ist ebd.
95,5
MWB 2 799,1; Bearbeiterin: Baumgarte
girguot
stN.
übers. lat. mammona, abwertend für ‘Reichtum’
ir muͦget gote niht gedienen und dem girgûte EvBeh
Mt 6,24;
wan wer getrûwe ist in dem minsten, der ist ouch in dem grôzsten
getruͦwe; und wer in dem cleinen ungetrûwe ist, der ist ouch in dem grôzten
ungetruͦwe. und darumme ob ir nicht in dem unrechten girgûte getrûwe sît
gewesit: waz ûwir ist, wer gloubit ûch des? ebd.
Lc 16,11.
Lc 16,9
MWB 2 799,9; Bearbeiterin: Baumgarte
girhaft
Adj.
‘begehrend, verlangend’
ich bin des offenlichen wer / daz er gehœret nimmer mê / kein mære dâ
von er bestê / ze triuwen alsô girhaft [nie eine Geschichte gehört hat,
aufgrund derer er so begierig nach Treue zurückbliebe]
KvWEngelh
201
MWB 2 799,18; Bearbeiterin: Baumgarte
girheit
stF.
‘Verlangen’
– in positiver Wertung ‘Begehren, Streben’
ie gottes lob mer gebreitet wirt, ie ir girheit
groͤsser blibet Mechth
1: 22,34;
und beginnet [die Seele] denne ze
gerende mit des aren girheit, so volget si der hitze uf ze himmele, wan es dunket si
alles kalt und ungesalzen, das zergenglich is ebd.
5: 31,10.
– in negativer Wertung ‘Begierde, Habgier, Geiz’
daz nemen wir selben âne strît / und ân aller slahte nît, / daz ist âne
girheit LBarl
6793;
van dir sint verre haz ind girheit, / diͤ machent
sündich sunderlicheit MarlbRh
68,33;
irdensche girheit verdilgget an úns das helige gottes
wort Mechth
3: 7,3;
ist her uf der girheit straze, / her sehe an Marien di maze
Brun
5563;
bewarit uch vor allir gyerheit, wen keyn genugunge ist an dem
menschen an dem daz her besyczit EvBerl
110,30
MWB 2 799,24; Bearbeiterin: Baumgarte
giric
Adj.
1
‘(nach etw.) verlangend, strebend; gierig, habsüchtig’ (das semantische
Spektrum ist
gir und
girde
vergleichbar) 1.1 attr. 1.2 präd. (zu sîn , wërden ,
machen ) 1.3 subst. 2
‘Begehren, Gier hervorrufend’
1
‘(nach etw.) verlangend, strebend; gierig, habsüchtig’ (das semantische
Spektrum ist →
gir und →
girde
vergleichbar):
1.1
attr.:
die kurtzen hant die hochvart, / die langen hant den
girigen art Physiogn
220;
die gedanke mîn si lucket, die fliegènt zuo zir geschart. /
manic giric sin der flucket / nâch ir ûf die jagevart KLD:BvH
3: 4,3;
ich hab anders nit gesehen / von ym [dem gut abgerichteten
Falken] dann snellen, gyrigen stoz, / wenn ich ym fuͤr
daz luder schoz MinneR 503
191.
–
girige lûte, di widersprechen daz ermute unsis herren
HvFritzlHl
81,28;
der predier orden wart sere angevohten von valschen
meistern, dar zuͦ von manigem girigem súnder
Mechth
4: 27,4
1.2
präd. (zu sîn, wërden,
machen):
– mit Dat.d.P.:
ezzen ist in [den Gänsen]
lustig und ruoen und slâfen ist in girich BdN
169,12.
– mit Gen.d.S./d.P.:
síu máchet ín
contemptorem [zu einem Verächter]
állis írdisken gûotes: únte máchet
ín gîregan dés êuuegen rîchetûomes Will
140,4;
des wâren die prophêten giric KvWGS (G)
645;
sie [...] waren des strites
gierig Lanc
236,35;
nu half aber ime, daz er genas, / daz sîn Urgân sô
girec was Tr
16148.
6856;
sie waren sin gierig, wann er yrn herren darnyder
gestochen hett Lanc
241,4.
–
~
nâch:
er [...] was sô nîdic ûfe die / daz ein
grimmer lewe nie / sô giric was nâch einem vihe KvWEngelh
2749;
Claudas der was aber genöt und gyrig nach guͦt
allewege Lanc
26,14;
BdN
304,21.
–
~
ûf:
so was der heilige man / so girec uf gotes wort, / daz er den ewigen
hort / immer nuwen luten maz Pass I/II (HSW)
21679;
er izt auch ainen andern hecht, alsô gräuleich ist er
von nâtûr und sô girig auf den raup BdN
254,12.
150,6.
–
~
zuo:
er wer zornig worden und girig zu stryt
Lanc
57,29;
[die Waldratte] ist gar girig zuo apfelsaf
BdN
140,11
1.3
subst.:
ih giriger Litan
532
2
‘Begehren, Gier hervorrufend’
wil si sich denne huͤten
[...] vor der girigen suͤssekeit aller
irdenischer dingen, so mag si vollekomenlich minnen und got manig lob an allen
dingen gewinnen Mechth
6: 1,150
MWB 2 799,41; Bearbeiterin: Baumgarte
giricheit
stF.
auch girkait (z.B.
Teichn
590,68
) und girekeit (z.B.
Herb
13016
).
‘Gier, Begierde, Leidenschaft’ (meist in negativer Wertung; vgl.
gir und
girde
):
di kunig hiessen [...] auf den weg
ez [Gold und Silber] strewn / durch all solich weishait, /
ob des volks girichait / des schatzes sich an nem Vät
40002;
der mensche lebet eine von brôte niht; / [...] / bî
des brôtes giricheit / sint uns alle die ûzgeleit / die in der werlde girde streben,
/ wie sie in grôzer vulle geleben Kröllwitz
3810;
[die Brüder und Schwestern des Spitals sollen] sich
hvͤten for aller hoͤfart. vnd for itel ere, hazze, gierigkait, for
nachrede vnd mvrmvͤlvmb SpitEich
36,9;
hazzis, nides sit ir vol, / vrazis unde trunkenheit. / uwer
lib treit unkuscheit, / girekeit stecket da bi Daniel
3071;
SAlex
6683;
Teichn
590,68;
Mechth
3: 24,19
u.ö.
–
Achilles also svnder frist / vf sine vinde reit / mit so
getaner girekeit, / als der lewe danne tu Herb
13016.
–
die wile das die minne wahset an der sele, so stiget si mit
girekeit uf zuͦ gotte und breitet sich alvliessende gegen das wunder
Mechth
5: 4,12.
5: 4,24.
1: 46,25
MWB 2 800,19; Bearbeiterin: Baumgarte
giriclîche
Adv.
‘gierig, leidenschaftlich’
untrûwe slîchet alsô ein mûs / in valsches mannes herzen hûs, / der sie mit
willen hûset, / der wænet, daz er werde rîch / und slint den angel girichlîch
Rumelant (R)
10:1,5;
Iulianus der valsche man / mit allem vlize was daran, / daz er gewunne richen
schatz. / uf einen klugen vorsatz / was er gireclich gewant Pass III
314,37.
–
wie girecliche du [Christus] bist
gereit / aller diner hant getat, / die dine kunst gemachet hat / in diner minne
gebot Vät
3252
MWB 2 800,41; Bearbeiterin: Baumgarte
gîrisch
Adj., Adv.
zu
gir
; Verbreitung des kurzen oder gedehnten Stammvokals unklar;
auch gierisch (
HeslApk
3771
), gijrisch (
Krone
14137
) und geirisch ( Warnung ).
‘gierig, habsüchtig’
alle die gîrisch in dirre werlt sint, / genist der einer, daz
ist wunder Erinn
812;
der geirische man, / der nimmer genuc gewinnen chan Warnung
2845;
so der girisch man ie mer des schatzes hat, so er ie mer
brinnet, daz er in gemer PrOberalt
164,24.
–
swenn ein giresch man nâch êre / dar an gedenket harte sêre, / ervindet er
einen listegen rât WälGa
3225.
– subst.:
daz ist an den gîrischen wol gewære Erinn
843.
– adv.:
die irdisch gut mit unwitzen / also girschen besitzen
HeslApk
5856
MWB 2 800,51; Bearbeiterin: Baumgarte
gîrischeit, gërischeit
stF.
zu gir/gër; Verbreitung des kurzen oder gedehnten
Stammvokals unklar; auch geriskhait (z.B.
TrudHL
47,25
), gereskhait (z.B.
ebd.
114,13;
), gi(e)rschait (z.B.
Spec
30,26.
149,16
), geirischeit (z.B.
Erz III
36,301
).
‘Gier, Habsucht’
[eine Bürde des Reichtums] ist daz er gerne wære /
rîcher, diu heizt girescheit WälGa
2915;
swer an dem rîchtûm begriffen wirt, / den im diu gîrischäit
gebirt, / dem ist daz himelrîch vor bislozzen Erinn
824;
giriskheit unt huͦrlust. und ander werltliche achust
JPhys
9,13;
diu girischheit und ander haubthaft suͤnt
PrOberalt
126,31;
die geirischeit des gutes, / des willen und des mutes, / da bit dich got vor
bewarn, / wilt du sinen weck varn Erz III
36,301;
Spec
149,33;
WälGa
1578.
7360;
LBarl
11018.
–
diu girischeit ist alein an dem schatz niht, si ist auch an
den eren, so der man gert daz er hoͤher si und geweltiger danne ander
luͤte PrOberalt
59,20.
59,26
MWB 2 801,1; Bearbeiterin: Baumgarte
giritse
Subst.
→
gires
MWB 2 801,20;
girlande
swF.
‘kostbarer Kopfschmuck, Diadem’ (vgl. afrz. garlande):
da [an den
Fingern] sterkten [l.
steckten
] die edlen vingerlein / die pesser waren dann
zway landt. / [...] / sein haupt trug ain gyrlanden, / das
in Kriechen landen / oder in Marroch kain man / ze tragen auff seinem haupt gewan
HvNstAp
579
MWB 2 801,21; Bearbeiterin: Baumgarte
girlich
Adj. , girlîche, gërlîche
Adv.
adv. auch -lîchen.
‘gierig, begierig, leidenschaftlich, mit
Hingabe’
1 adj. 2 adv.
1
adj.:
vil maneger, der ze helle ist komen / niuwan durch girlîchen muot / und ninder
kristenlîchen tuot, / niuwan horden unde sparn; / der mac noch baz ze helle varn /
dann Etzele der mære, / swie er ein heiden wære Bit
13393.
–
fraw. / schaw, bitt ich dich, und rat mir eys. / heis stat
myn girlich gedencken MinneR 240
4.
– wohl nicht hierher sondern verschriebenes →
garlich
‘ganz und gar, vollkommen’
daz waz doch besunder / ein gierliches wunder / daz sie
[Maria] sin [den auferstandenen
Jesus] nit enkante / biz er sich selber nante
HvNstGZ
3838
2
adv.:
mir daz hertze hupfet / innewendig und krabelt. / nach ir ez
girlich zabelt Minneb
2368;
diu helle ist in der erden und ouch daz vegeviwer; dâ brinnet niht inne wan
erde, daz sint irdische sünde, die von irdischer liebe anklebent. sô denne daz viwer
sîner materje ie mêr an dem menschen vindet, sô ez ie girlîcher sich dar an heftet
DvASchr
314,23;
swaz er getuon mohte / und im ze tuonne tohte, / daz erfult er volleclîche, /
wand er regap sich gerlîche / unserm herren got alsô LvRegFr
988.
1064.
3545;
Glaub
647;
JvFrst
3382.
–
sin manlich sin, sin werdlich leben / dar
zu [zum Kampf] sich gerlich ruste
WhvÖst
7907;
nie man gesach ze strit / zwen man so gerlichen
tuͦn ebd.
3773
MWB 2 801,28; Bearbeiterin: Baumgarte
girlîcheit
stF.
‘Gier’
sant Augustein, / der vergicht, der wellt flust / sey nicht
anders dann ain lust / und ain girlichait betrogen Teichn
701,7
MWB 2 801,56; Bearbeiterin: Baumgarte
girn
swV.
→
gërn
MWB 2 801,59;
girnisse
stF.
auch gërnis.
‘Begehren’
des beleib sust ungehindert dô / von der girnis racio
JvFrst
3288;
ouch der lêrêr Thomas / uns kunte von der wârheit daz /
unsers hêrn vernunftikeit / lîbliche gernis vurseit / gote dem vater ebd.
3496
MWB 2 801,60; Bearbeiterin: Baumgarte |