güʒwaʒʒer
stN.
‘Wasserstrom, Sturzbach’
wenn dû die walvisch mit enander sæhest gên, dû wæntest
verrlingen [von weitem] , daz ain grôz güzzwazzer dâ flüzz
BdN
247,30;
du zefurtest die brunnen und div guͦssewazzer [:
torrentes
]
PsM
73,15
MWB 2 1062,5; Bearbeiterin: Herbers
Gwelf
stM.
auch Gelf.
‘Anhänger der Welfen’ (ursprünglich ‘Feind der Ghibellinen’, vgl.
Guelfen LexMA 4,1763-1765; →
gibelîn
):
in Italiâ / dî partîen wesin sâ / Gelfin unde Gibbelîn
NvJer
1482.
26753;
dû beginnest hetzen / den Gwelph an den Gibelîn, / der grœste schade der
wirt dîn BuchdRügen
229.
234;
ze einem mâle unvride was / under Roͤmeren, und michel has / von Gelfen und
von Gibellîn Ammenh
7329.
7339;
Loheng
3510
MWB 2 1062,10; Bearbeiterin: Herbers
gymnosophiste
Subst.
‘nackter Weiser, Asket’
auch sint läut, die haizent oxidrates oder gymnosophiste,
[...] die gênt plôz in armuot und in diemüetichait und
versmæhent die üppigen werlt BdN
491,13
MWB 2 1062,20; Bearbeiterin: Herbers |