Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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g – gâchlîchen
gâchmuot – gagen
gagen – galander
galanderisch – 1galle
2galle – galter
galtnüsse – gamerot
gamîe – gancheil
ganclîche – ganteren
ganz – gärmic
garn – gartenhuon
gartenhûs – 3garwe
garwwurz – gastmeisterin
gastnusse – gaʒʒenspringer
ge- – gebæric
gëbærin – gëbendic
gebenedîunge – gebietære
gebietærin – gebiurischlich
gebiurlich – geböume
gebôʒ – gebrëst, gebrëste, gebrësten
gebrëstelîn – gebrûchic
gebrûchlich – gebunt
gebunt – geburst
geburt – gedâht
gedâht – gedense
gederbe – gedinge
gedinge – gedrange
gedrâte – gedünste
gedurchtriben – gegate
gegatrom – gegenkouf
gegenlëder – gegensetzunge
gegensidele – gegenwertes
gegenwertic – gegihte
gegiric – gehaʒʒic
gêhe – gehëlfe
gehëlfelîche – gehilfe
gehilfic – gehœric
gehœrlich – gehügenisse
gehugesam – geifer
geifervrâʒ – geiselrieme
geiselruote – geisticlich
geistîn – geiʒhorn
geiʒhût – gejeitschuoch
gejeitvogele – gekünne
gël – gelegede
gelegelich – gelende
1gelende – gêlîche
gelîcheit – gelîchmëʒʒunge
gelîchnisgëbende – gelide
gelidemâʒe – gêlingen
gelîp – gëlm
gëlmen – geloup
geloup – gëlte
gëltel – gelückede
gelückederat – gelüstelîn
gelustic – gemahel
gemahelbettelîn – gemæʒicheit
gemæʒiclich – 2gemeine
1gemeinen – gemeinsin
gemeinunge – gemerrede
gemêrsal – 2gemüete, gemuote
gemüetic – gemutzet
gemʒe – genâdenschüʒʒel
genâdensol – genæmicheit
genamʒôn – genemede
genende – genëserinne
genetzen – genieʒen
genieʒlich (?) – genôʒen
genôʒgeselle – gensîn
gensischen – genuhtlîchen
genuhtrîch – genuʒ
genuʒt – gephrange
gephünde – 1gerat
2gerat – gerëhen
gerëht – gereisic
gereitære – gerieme
geriemen – gerihticlîche
gerihtinsigel – geriune
1geriusche – gerouche
geröufe – gerte
gerte – gerûmiclich
gerummel, gerumpel – gêrvalke
gerwære – gesaten
gesatznissede – gescheftbrief
geschefte – geschepfnisse
geschepfunge – geschiuwede
geschoc – geschrihte
geschrîp – gesëhen
gesëhenheit – geselliclîcheit
geselligen – gesihtic
gesihticlich – gesite
gesiten – geslihte
geslinge – gesnæren
gesnarren – gespenstnisse
gesper (?) – gespræchelich
gespræchetac – gespunst
gespür – gestelle
gestellet – gestifte
gestille – gestrenglîche
gestrenze – ge|stunge
gestungede – gesuoch
gesuochære – geswerme
geswërte – gesworn
gesworne – getelle
getelôs – getougen
getougen – getreigeret
getrenke – getrüese (?)
getrügede – getwædicheit
getwædigen – gëtzen
getzsal – gevalte
gevanclich – gevëderen, gevëdern
gevêhe – geverte|lehe
gevertinne (?) – gevlester
gevlitter – gevrier
gevrist – gevülle
gevuoc – gewahsenheit
gewahst – gewaltroubunge
gewaltsame – gewar
gewar – gewe
gewëbe – gewellen
geweltigen – gewërben
gewërbic – gewern
gewërn – gewiere
gewieret – gewinnen
gewinnic – gewist
gewiste – gewonunge
geworden – gewzen (?)
gezagel – gezëmelich
gezemen – gezît
gezîte – gezoc
gezogen – gezwîen
gezwîge – giefen
giege – gifticheit
gifticlich – giht
gihtboum – gimbîʒen
gimme – gippengappen
gippentuoch – giric
giricheit – gischen
gîse – gîtigære
gîtige – 1glan
2glan – glas(e)väʒʒelîn
glas(e)vënster – gleimel
gleimelîn – gleten
glêtphenninc – glipfen
glise – glocke
glockehûs – glôriôs
glôriôslich – gluothaven
gluothert – goder
goedertieren – golf
gollen – goltgesmîde
goltgesteine – goltreit
goltrîch – golttropfe
goltvar – gos (?)
got – gotesarm
gotesbeckære – gotesmordærinne
gotesphenninc – gotgeformet
gotgelâʒen – gotmeinunge
gotmensche – gouch
gouch – goukelære
goukelbilde – goukelspil
goukelsprütze – göumütte, -mutte
göu|phâwe – grabe
grabe – grâf-
graft – gramerʒîe
gramerʒîen – gransprunge
gransprunge – gras(e)phenninc
gras(e)spier – grâvenrëht
grâveschaft – grebinc
grebnisse – gremiclich
grempære – griekech
grien – griffel
griffelære – grimmetât
grimmic – grisegrammen
grîseleht – griuslich
griuwe – groppe
gros – grôʒmüetic
grôʒmuoticheit – grüenheit
grüenlich – grunderëbe
gründic – gruntübele
gruntvestære – gruon-
gruon- – grütschîn
grutte – 1gücken
2gücken – güfticheit
güfticlich – gûlen
gülle – gumpenîe
gunderam – guotdunken
guotdunkende – guotswender
guottât – gürtelgewant
gürtellîn – gymnosophiste

   gestalt - gesten    


gestalt stF. 1 ‘Gestalt, Form, Aussehen’ die Übergänge sind fließend; vgl. gesteltnisse
1.1 ‘Körper, Statur’
1.2 ‘Form’
1.3 ‘Aussehen, äußeres Erscheinungsbild’
2 ‘Zustand, Gegebenheiten’
   1 ‘Gestalt, Form, Aussehen’ die Übergänge sind fließend; vgl. gesteltnisse    1.1 ‘Körper, Statur’ darumb habentz [die Teufel] nicht gestalt [keine materiellen Körper] . / [...] / si habent weder fuez noch drozzen [Hälse] / daz mann legt ein cheten dran. / solt er aygen gestalt han / von natur, die belib im auch stet / daz ers nicht verwandeln tet Teichn 564,3826. 564,3843. 564,3791; der tiuvel [...] in aines grifen gestalt WhvÖst 10895; wan er was wenyges libes der gestalte EvAug 187,22; sô schüll wir nu sagen, wie des menschen gestalt und seiner glider schickung [Anordnung] uns bezaichent sein nâtürleich siten BdN 42,17. 427,21    1.2 ‘Form’ wanne ob der himel ain ander gestalt het, daz er drieket wer oder viereket oder vileket KvMSph 12,21; uz silber wiz von Kakumaiz / die buͦchstaben gaben schin, / die sus kunten [verkündeten] sine pin / mit der gestalt ir figur WhvÖst 3101; do nate si den selben namen jesus mit roter siden uf ein kleines tuͤchli in diser gestalt: ihs Seuse 154,8; als es an [...] der bvrigær ze Mvͦnchen briefe [...] geschriben ist vnder der gestalt: [... Text der Urkunde] UrkCorp (WMU) 2230,29    1.3 ‘Aussehen, äußeres Erscheinungsbild’ daz flaisch daz hât mangerlai gestalt in mangerlai glidern, wann daz flaisch in der lungen ist von rôter rôsenvarb und ist satrôt in dem herzen, [...], in der milz ist ez swarz oder swarzlot BdN 23,22. 460,30; in der vinster mag niemd varb erkennen, dar umb gibt daz lieht der varb ir gestalt und ir form ebd. 59,12; hêrre, sîne gestalt / kan ich wêrlîch nicht gesagen. / dô ez alrêst begonde tagen, / in der tunkel er mich quam an; / ichn kante weder ros noch man HvFreibTr 2236; ich wil iu zeigen ir [der Walhen] gestalt: / er sî junc oder alt, / die tragent all houben, / daz sült ir mir gelouben, / unde wît röck zwâr EnikWchr 27401; HvNstAp 4459; Helbl 1,274    2 ‘Zustand, Gegebenheiten’ also, daz er vns den selben tvren [Turm] an dem selben tag schol wider antworten in aller der gestalt, vnd er wos [wie er war] UrkCorp (WMU) N516,5; daz [der genannte rechtmäßige Zustand] dem chauffær vnd dem verchauffer nach der gestalt der zeit vnd auch der duͦrftichait werde behalten [nach den Gegebenheiten der Zeit und der Notwendigkeiten gewährleistet bleibt] ebd. 2345,6. – auch von der körperlichen Verfassung: die da heißent gotes kint, / schone [...] die sint, / verre schoner dann sie / ie gewesen sin alhie, / doch in rehter gestalt. / wer eins huͤndert jar alt, / kruͤmp, lam oder blint, / oder wer es ein kint, / ez wirt [...] / als ez zu drissig jaren / enmoͤge niht gereichen [ als ob es an die dreißig Jahre nicht heranreichen könnte/ nicht ganz dreißig Jahre alt wäre] HvNstGZ 6232; ist aber si in der gestalt, / daz si iuch lîhte dunket zalt Ottok 1809. 14448

MWB 2 591,30; Bearbeiterin: Baumgarte

gestalticheit stF. ‘körperliche Erscheinung, Person’ (vgl. gestalt stF. 1.1): auch datz chirchen sicht man wol / daz man chnien und naigen sol. / da mit ert man nicht di stain, / nur dw heilichait allain / [...] / also wiͤrt auch nicht genigen / der gestaltichait der man / deu got wirdig hat getan Teichn 435,143

MWB 2 592,22; Bearbeiterin: Baumgarte

gestaltlîcheit stF. ‘feste, materielle Gestalt, Körperlichkeit’ (im Ggs. zu → geistlîchschaft ‘Körperlosigkeit’ ebd. V. 3850); vgl. gestalt 1.1: dein torisch frag [ wie man got ein gestalt czu setzt V. 3854] / ich dir nicht erlayden mag. / waz wiltu gestaltleichait gotes? / wer sich fleizzt seins gepotes, / der erchentn im himelreich Teichn 564,3857

MWB 2 592,29; Bearbeiterin: Baumgarte

gestanc stMN. ‘(unangenehmer) Geruch, Gestank’ (vgl. gestenke ): ez sprechent auch etleich, daz der frawen daz kindlein ab gê von dem gestanch ainr erleschten kerzen BdN 42,9; sô kümt der fuhs dar ein [in den Dachsbau] gegangen und læzt im seinen mist dar ein. daz gestank hazzet der dachs gar sêr und kümt nümmer in daz hol ebd. 163,23; der vnreine gestanch von dem trache Konr 5,84; wi dise dugentriche / mochte in keinen ziden / nie bosen ruch geliden, / si leit doch hi ir dankes / unmazen vil gestankes / [...] / in somerlicher hitze / vor der siechen betten Elis 3548; HvNstAp 4416

MWB 2 592,36; Bearbeiterin: Baumgarte

gestanden Part.-Adj. ‘erfahren, erprobt, bewährt’ daz sü in soltent einhellicliche erwelen zuͦ kunige, der von alter ein gerehter gestanderre man were gewesen ClosChr 41,22; vnd die schullen alz oft vnd ein priester abgestirbt, einen andern gestanden vnd erbern wertleichen priester zu der gvlt vnd zu der messe ouf dem vorgenanten alter erchiesen vnd erwelen UrkKlostern 1,260 (a. 1336); waz der geherzete man / und der gestandene muot / durch liebes wîbes willen tuot! / Tr 9225. 6484. – dem unerfahrenen kint gegenübergestellt: mîn munt im hôher vreche giht, / sô touc er doch vor kintheit zuo dem kampfe niht. / gestanden swert ist guot ze grôzer herte Loheng 553; ez [Silber] suln tragen wan diu kint, / diu ritterschaft ze junc sint, / und ein rîcher koufman, / dem stêt ez niht übel an. / ein gestanden edel kneht, / treit er silbr, er tuot niht reht Helbl 8,665

MWB 2 592,48; Bearbeiterin: Baumgarte

gestandene swM. ‘jmd. der verlässlichen Rückhalt gibt, Anhänger’ wir [...] tvͦn kvnt vch, vnseren burgeren von Strazburc, [...] vnser ansprache, die wir hant gegen den, die sich meisterschefte vnd des rates zi Strazburc an nemment, vnd iren gestandenen UrkCorp (WMU) N2AB,22

MWB 2 593,1; Bearbeiterin: Baumgarte

gestandenheit stF. ‘Standhaftigkeit’ vnd do der richter sach die gantz trew vnd westendichait tzwischen den tzwain gesellen [...], da lie er den schuldigen mit den vnschuldigen ledig vnd wundert in von der gestandenhait in rechter frewntschaft Schachzb 85,158; herre Ihesu, [...] dv̍ wist vnd geleitest in mit gestandenheit, daz ist, daz er gestat in dinem willen, vntz vf daz iungst ende RvBib 111,10

MWB 2 593,7; Bearbeiterin: Baumgarte

gestanget Part.-Adj. ‘mit einer Stange versehen, (zum Tragen) an einer Stange befestigt’ min herren gebitent ouch, daz di schrotaͤr alle di meister sind und heizzent, schuͤlen haben von ir ampte zwelf zuͤber gestanget [...] und swa ein fewer uz chumet in der stat [...] da schuͤlen si di [...] zuͤber hin schikhen bi den chnehten UrkRegensb 726 (um 1350)

MWB 2 593,16; Bearbeiterin: Baumgarte

gestat stN. ‘Gestade, Ufer’ (vgl. gestete ): der swan der wîst daz schiffelîn / gein dem gestade Loheng 712; man setz ain zil an dez meres ufer oder an daz gestat KvMSph 15,15; der vogel [Alcio] legt sein air winterszeiten in den sant und allermaist wenne sich daz mer aufzeuht auf daz lant und daz ûfer oder daz gestat beswært mit seinen ünden BdN 172,2

MWB 2 593,24; Bearbeiterin: Baumgarte

gestæte Adj. ‘standhaft’ joncfrow, [...] / so ratich uch mit rechten rate / daz ir ur hertze halt ghestate / end vander mynnen keren MinneR336 56. ~ stërne ‘Fixsterne’ alle sternen an dise siben heizent die steten sternen oder die gesteten, wonde si gestetent sint in die witen, die da heizit daz firmamentum MNat 2,17

MWB 2 593,32; Bearbeiterin: Baumgarte

gestate Subst. ‘Überbringer, Bote’ legalma interpretatur nuntius: gestate Gl 2:624,1 (BStK221)

MWB 2 593,39; Bearbeiterin: Baumgarte

1gestaten swV. staten1

MWB 2 593,41;

2gestaten swV. zu deutlich seltenerem staten2 . ‘(jmdm.) etw. erlauben, gestatten, zugestehen’ (oft zusätzlich mit Dat.d.P.) 1 mit Gen.d.S.
2 mit Akk.d.S.
3 mit abh. Satz
4 mit Inf. oder Gerundium mit ze
5 mit Ersparung des Gen./Akk.d.S.
   1 mit Gen.d.S.: die heten vil ungern / gestatet solher tât Ottok 31328; des enwil sîn magenkraft / niht verhengen, noch gestaten KvWTroj 7041; GenM 78,2; Lanc 385,35. wir mugin vil wole / in wîgis gestaten. / weiz got, wir sulin si gesaten / strîtis unde vehte SAlex 4542; do Herman [...] dem eine offene wunde stach [...], darumme nu zu rechte Herman dem richtere gevangens gestaten sal StRFreiberg 196,31; Mechth 2:24,77; 5:34,25; Litan 1386; Tr 1240    2 mit Akk.d.S.: ‘hey herre got’, sprach die konigin, ‘warumb gestattet das myn herre? Lanc 139,5; wer, das aber der vorgenante schultheise [...] dekeinen [irgendeinen] vbergrif wolte tvͦn anders, danne da erteilet wurt, das sol ein bischof von Strasburg weren vnd dekeine wis gestaten UrkCorp N185,39 (WMU). alles das dir got gestattet, das tuͦ mir Mechth 4: 17,23; ‘ez [Euch mein Reitpferd zu leihen; Hs. er ] mohte mir licht gestaten’, / sprach er, ‘die rede, die ir tūt [die Vereinbarung, die Ihr vorschlagt, würde mir das sehr wohl erlauben] Krone 19587 (anders BMZ: intr. ‘angemessen sein’    3 mit abh. Satz: gestatestû, daz dich diu minne / verleitet Eracl 2988; gestatent ir, daz Pârîs / belîbet hie ze hove niht KvWTroj 3368. von diu so nesol dehein vrouwe / gestatten ir diwe, / daz si sie vor lazze gan VRechte 210; herre got, gestate mir, / daz ich si sehen müeze MF:Reinm 7: 10; swelch rihter [...] andern liuten gestatet daz si unreht urteil sprechent SpdtL 149,24; auch mit des als Stellvertreter im übergeordneten Satz (vgl. 1): dar umbe gestatet des der getriuwe got, daz dicke sîne vriunde vallent in krankheit Eckh 5: 260,4; Parz 701,24; Mühlh 103,13. nu gestate, herre, mir des, / daz ich din lop gesprechen mege SüklZw 2    4 mit Inf. oder Gerundium mit ze: daz si nieman dehein unreht tuon noch gestaten ze tuon SpdtL 151,9. das si [die Pflanze] di bosen druse vertribet unde in nicht gestatet zu wachsene Macer 6,23    5 mit Ersparung des Gen./Akk.d.S.: daz almusen gebet mit gutem willen eur iegliches alz im got gestat PrOberalt 116,39

MWB 2 593,42; Bearbeiterin: Baumgarte

gestæticlîche Adv. zur Suffixvariante -enclich vgl. Mhd. Gr. Wortb., A102. ‘beständig’ tzo dem iersten mael suldir ur lief / altzyt mynnen sonder blyf / und gestedencliche mynnen MinneR336 365

MWB 2 594,23; Bearbeiterin: Baumgarte

geste stF. ‘Geschichte’ (aus lat. gesta, vgl. afrz. geste): wider daz tal zAnferginân; / daz was des trachen heimwist [Heimstätte] , / alsô man an der geste list Tr 8942

MWB 2 594,28; Bearbeiterin: Baumgarte

gesteguot stN. ‘fremdes Kaufmannsgut’ (vgl. DRW 3,1194 s.v. Gastgut; vgl. gastguot ): were aber daz etlich burger gesteguͦt fuͤrten und doch burchreht darumb niht ufgeben, die sullen die buͦzze dulden StRAugsb 44,10; der geste gut fuͤret NüP 106

MWB 2 594,32; Bearbeiterin: Baumgarte

gesteige stN. auch gasteige. ‘ansteigender Weg’ an deme gesteige [ per ascensum Is 15,5 ] Luit wirt er ufgen weininde Cranc Jes 15,5. Jer 48,5; daz der erber herre, [...] gechauffet hat [...] iren weingarten, [...], vnd ist gelegen an dem gastaig ze nachst dem Radecker UrkKlostern 1,138 (a. 1313)

MWB 2 594,37; Bearbeiterin: Baumgarte

gesteine stN. Koll. zu stein . 1 i.d.R. bezogen auf Edelsteine; häufig in Kollokation mit edel , seltener mit guot und Adjektiven, die den Glanz hervorheben
1.1 bezogen auf eine Anzahl von Edelsteinen
1.2 bezogen auf das Material
2 ‘Schachfiguren’ (sowohl als bloße Mehrzahl als auch als vollständiger Satz)
3 ‘Steine, Gesteinsbrocken’
   1 i.d.R. bezogen auf Edelsteine; häufig in Kollokation mit edel , seltener mit guot und Adjektiven, die den Glanz hervorheben    1.1 bezogen auf eine Anzahl von Edelsteinen: di tabele, dâ si zô saz, / [...], / di was von elfenbeine, / gezîret mit gesteine SAlex 5902; er gap im rîcher koste solt, / lieht gesteine und rôtez golt / und silbers manegen stærlinc Parz 335,28; daz nie dhein künic sîn krône / mit gestein sô wol gezieret, / also der palast was gefurrieret EnikWchr 18177; milte zieret edeln muot / sam daz golt gesteine tuot KvWLd 18,2    1.2 bezogen auf das Material: daz muosen tiure näphe sîn / von edelem gesteine, / wît, niht ze kleine. / si wâren alle sunder golt Parz 84,25; da lach ane der iachant / so man in bezzesten uant / saphirus unde tobazivs / zirten wole daz gotes huͦs / unde andere edele gesteine VMos 56,10; ein kunigin [...] brachti michilin scaz, / thymiama undi opes, / des edilin gistenis / grozzis undi cleinis LobSal 141    2 ‘Schachfiguren’ (sowohl als bloße Mehrzahl als auch als vollständiger Satz): Tristan in dem schiffe ersach / ein schâchzabel hangen, / [...] / vil schône und wol gezieret, / [...] / dâ bî hienc ein gesteine / von edelem helfenbeine / ergraben wol meisterlîche Tr 2225; daz virde teil [des Buches] wil rangin [bemüht sich um] / von der gesteine gangin. / daz erste capitil in der gemein / sagin wil von dem gestein. / daz andir capitil sundir wanc / sagit von des kungis ganc PfzdHech 164,18; ir daz bret und sîn velt / mit dem gestein bestellet seht HvBer 9644; ieglîchs gestein zwên alten hât ebd. 10212 u.ö.    3 ‘Steine, Gesteinsbrocken’ do floc in [den Angreifern] engeine / schutze vnde gesteine Herb 4330; liebe mynne, / du bist sterker dann gestein Minneb 2055. 5371; do sprach zv im ainre vz sinen ivngern. meister siech vf. welich gesteine vnd welich gestifte. do antwurt Ihesus vnd sprach zv im. siehst dv dis grozzen bawvnge [hier der Tempel] . niht wirt gelazzen steine vf steine [ Mc 13,1 ] EvAug 110,17

MWB 2 594,43; Bearbeiterin: Baumgarte

gesteinede Subst. ‘Edelsteine’ [Das wâpencleit war] von baldekîn ein phellel breit, / dar ûf gesteinde mancher hande: / robîn men dâr erkande, / [...], / smaragdus und adimant, / crisolde und calcidône Demantin 8489

MWB 2 595,20; Bearbeiter: Richter

gestelle stN. (?) 1 der Ort oder der Unterbau, auf den etw. gestellt oder aufgebaut wird, tragende Konstruktion, Gerüst (vgl. mülen ~ , tisch ~ )
1.1 ‘(Aufenthalts-)Ort, Stelle’
1.2 Gestell eines Wagens
1.3 hierher wohl auch, im weiteren Sinne einer Ablage ‘Kiste, Truhe’
2 Arm-/  Handhalterung, mit der man den Schild in Stellung bringt (vgl. armgestelle und Schultz, Höf. Leben, 2,72)
3 ‘Beschaffenheit, Aussehen, Zustand’ (vgl. gestalt 1.3 und DWB, 4,1,  2,4221)
4 ‘Nachstellung’ (vgl. stellen ‘nachstellen’ )
   1 der Ort oder der Unterbau, auf den etw. gestellt oder aufgebaut wird, tragende Konstruktion, Gerüst (vgl. mülen ~ , tisch ~ )    1.1 ‘(Aufenthalts-)Ort, Stelle’ [Geistwesen sind ausdehnungslos. Wenn sich alle Engel, Seelen usw. in einer Kirche versammelten] giengen als vil lauͤt in chor / zu der weil als nach und vor, / [...] / so gar chlain ist daz gestell / da sich gaistleich dinch enthaben [aufhalten] Teichn 7,72. 311,106    1.2 Gestell eines Wagens: der herwagn / der den künec solde tragn ─ / daz gatr und daz gestelle was / silber wîz lieht als ein glas RvEAlex 5443; dô hiez der künic Nerô / bereiten einen wagen dô, / der was aller silberîn. / die schîben wâren guldîn / und daz geriht [La. gestelle, vgl. 2gerihte 2 ] gemeine. / mit edelm gesteine / was daz geriht [La. gestelle ] beleit EnikWchr 23237    1.3 hierher wohl auch, im weiteren Sinne einer Ablage ‘Kiste, Truhe’ theka: kaste, gestelle VocOpt 8.005    2 Arm-/  Handhalterung, mit der man den Schild in Stellung bringt (vgl. armgestelle und Schultz, Höf. Leben, 2,72): die [Schilde] wurden ouch alsô gar / unz anz gestelle zeslagen, / daz si ir niht mêre getragen / vor den armen mohten / und in ze wer niht tohten Er 9142; er stach ir einen [einem von ihnen] ûf den schilt, / daz daz gestelle gar zerbrach / und man den schilt vallen sach / verre und der man gesaz UvZLanz 6385; En 5760    3 ‘Beschaffenheit, Aussehen, Zustand’ (vgl. gestalt 1.3 und DWB, 4,1,  2,4221): wer in einen spiegel sehen well, / der sech nur in der werlt gestell. / alle dw werlt mit iͤr sach / ist als ein vaym [Schaum] in einem pach Teichn 22,54; in grozer andacht si enphienc / von meister Cunrade / zu dugentlicher gnade / in grozer odmudekeit / ein hertes unde ein smehes cleit, / an gestelle dunkelvar / unde an gulde snode gar Elis 6805    4 ‘Nachstellung’ (vgl. stellen ‘nachstellen’): do [am Kreuz] die menscheit wider quam / zu ir rechten vrilichen art / und der tuvel geschelket wart, / der mit spen [l. spæhen ] gestellen / zu der tiefen hellen / den menschen dachte vorsenken HeslApk 19621

MWB 2 595,25; Bearbeiterin: Baumgarte

gestellet Part.-Adj gestalt Part.-Adj. und → stellen swV.

MWB 2 596,3;

gesteltnisse stFN. (stF. z.B.: Eckh 3:24,3; stN. z.B.: ebd. 3:37,8 ) auch gesteltnis und gestaltnisse. ‘Gestalt, Aussehen’ (vgl. gestalt ): Maria ir zu helfe quam, / di sulche forme an sich nam / an gesteltnisse und an cleide: / ane alles underscheide / was an ir der volle schin, / als ob ez di [von Teufel bedrohte] vrouwe solde sin MarLegPass 20,177; wiltu di selbin genantin frucht, das si habin menschlich gesteltnisse odir eynis andir tyris, so tu als ich habe gesaczt eyn wenik do vorne, do ich sprach von den quiddin Pelzb 129,21. 126,15; swer wissen wil der wegetrete gesteltnisse, si iz der ruten gelich an den bleter, di blumen wiz rosenlecht var Macer 65,7; eines nachtes im [ Vlixes ] zv quam / in dem finsternisse / sines gotes gesteltennisse, / nicht vollen gotliche, / wen ein teil mensliche Herb 18211; gang von mir, du furunge der sunden und du spîse des tôdes und du gesteltnisse des vîndes HvFritzlHl 67,22; Mügeln 230,2; NvJer 4100

MWB 2 596,5; Bearbeiterin: Baumgarte

gestëmen stV. ‘jmdm./etw. widerstehen, Stand halten’ mîn rât ist daz ir gestement / iuwerm zorne Flore(S) 942; UvZLanz 1814; nieman darf des wunder nemen, / daz sî mich hât gebunden. / ich enmác ir kreften niht gestemen MF:UvG 1:5,35. – mit Dat. des Pers.-Pron. ‘sich zurückhalten’ swelhes rîters schilt geruort wart, / der muos die êrste juste nemen. / die andern muosten in [sich] gestemen, / sin gesæhn wie im gelunge UvZLanz 5466; frou Scham ir selber des gesteme / daz si in [den dienestman der Milte] gar vermîde KvWKlage 29,1

MWB 2 596,25; Bearbeiterin: Baumgarte

gestempfe stN. ‘wiederholte Anstrengungen’ (zu stempfen ‘stampfen, prägen’): der tuvel ist der kempfe, / der machet manic gestempfe, / daz her die sele vordige [überwältige] , / daz sie [Akk.] daz vleisch ubersige HeslApk 4916

MWB 2 596,37; Bearbeiterin: Baumgarte

gesten swV. Part. Prät. auch gegast ( RvEGer 5733 ) und gegest ( SM:Had 19:1,1 ). Die Belegzuordnung ist nicht immer eindeutig zu entscheiden. 1 ‘jmdn./ sich zum Fremden machen, Abstand nehmen’ (mit ane oder Gen.d.S.; zu gast 1 ‘Fremder’ )
2 ‘sich feindlich verhalten’ (zu gast 2 ‘Feind’ )
3 ‘sich (auf einen Besuch, ein Fest o.ä.) vorbereiten’ (teils mit gegen, ûf ; zu gast 3 ‘Hausgast, Besucher’ )
4 ‘schmücken, ausstatten (mit etw.)’
4.1 refl. (teils mit gegen, ûf, ze )
4.2 tr.
4.3 als Part.-Adj.
5 ‘rühmen, preisen’ (teils mit Gen.d.S.)
5.1 tr.
5.2 refl.
6 refl. ‘sich freuen, erfreuen’ (mit Gen.d.S.)
7 ‘vergleichend beigesellen, messen’
   1 ‘jmdn./ sich zum Fremden machen, Abstand nehmen’ (mit ane oder Gen.d.S.; zu gast 1 ‘Fremder’): die sich helent under in, / sît daz si sich enbârent [nachdem sie einander ihre Gefühle offenbart haben] / und danne ir schame vârent / und gestent sich an liebe, / die sint ir selber diebe Tr 12383; ich kan mich freuden gesten / und sorge, die mich nit verbirt MinneR503 220    2 ‘sich feindlich verhalten’ (zu gast 2 ‘Feind’): ze jungist tribent sis daran / baidenthalp ir baide man / das si sich ze allen stunden / gasten, swa si kunden, / uf an ander gastecliche ze aller zit / in allen wis en widerstrit RvEWh 290. – mit Dat. ‘sich jmdm. feindlich zuwenden’ vurbaz wirt er sich gesten / den werdirn [Inseln, Dn 11,18 ] in dem mere Daniel 7026    3 ‘sich (auf einen Besuch, ein Fest o.ä.) vorbereiten’ (teils mit gegen, ûf; zu gast 3 ‘Hausgast, Besucher’): waͮ ain waibel benahtet by ainem armen man, da sol sich der arm man nützit vff jn gesten, er sol im des geben, sô er hât ze ezzen und ze trinken ungevaͮrlich WeistGr 4,497 (wohl a. 1315); si [die Artusritter] tâten daz der künec gebôt. / er muoste sîn an fröiden tôt, / swer sich niht gaste dar gegen [Hoffest Lanzelets] . / [...] / von allen landen wîte / kam volc ze der hôchgezîte UvZLanz 8951. 9134; alle die des wâren wert / die bat ich durch den willen mîn / alle gelîche bî mir sîn. / die gelobten ez gemeine gar / und gasten sich mit vlîze dar RvEGer 3434. 3420; RvEWh 5585 u.ö. – übertr.: man sol sich gen dem tage gesten / swâ liep bî liebe tougen lît: / ich sihe in durch diu wolken glesten KLD:BvL 2:1,1    4 ‘schmücken, ausstatten (mit etw.)’    4.1 refl. (teils mit gegen, ûf, ze): sist ein wunneberndez bilde, / sô si sich mit bluomen gestet: / swer si siht, demst trûren wilde KLD:BvH 11: 5,3; [da] warent [...] / der aventúre vroͮwan komen / hainlich an hainlich gemach, / da man si sich engesten sach / ir raiseclaiden und da si sich / mit richen claiden wunneclich / ze hoͮf gesten woldent RvEWh 13257. 13265; gegen im [den Geliebten] müezet ir iuch gesten / mit allen iuren sachen LvRegSyon 3818; si sich gelich / wappen kostlich wolten. / [...] / so ieder man sich gast / uf den andern vast, / wie er daz best braht, / so daz man sin gedaht / vor andern sinen genozzen WhvÖst 17431; SHort 757; KvWTroj 4181; WolfdD 875,2. – übertr. auf das Wiedererwachen der Natur im Frühling: willekomen sî diu zît / vil wünneclich, / diu mit gelfen cleiden hât / geziert anger unde plân! / heide in liehter varwe lît; / si gestet sich / mit rîlicher sumerwât KvWLd 22,6; mit grüenem loube stêt der walt / bekleidet wol, / recht als er sol / gên der wunne gesten sich, / in manger hande varwe rîch SM:Tu 6: 1,12    4.2 tr.: du sælden keiserinne, / din crone luter glestet, / got der hat dich gegestet / mit einem liehten cranze: / zwelf sternen mit ir glanze / din houbet zierent schone KvWGS 1833; KvWTroj 1187; die sternen spehe / die so schone glestent / und den himel gestent Martina 112,96; da von du dich zuͦ got habe! / mit im din hertz geste! / er ist der aller beste SHort 2351. 6974; mit fröden ward geziertt / vil menig hoch edel wib, / die hayden gasten och iren lib GTroj 908. 13676. – mit Ersparung des Obj.: ob allen tugenden hôhe treit / vro Triuwe die krône: si ist daz alre beste kleit, / daz man an sich gesnîden kan, si gestet wol vor aller edelen wæte SM:JvR 1:1,3. mit worten ~ ‘schmücken’ im Übergang zu 5 ‘rühmen, preisen’ sprich frou ‘est der wille mîn, / kanstu mich mit worten gesten.’ / für die schœnsten und die besten / lobe ich dich KLD:BvH 17: 2,8    4.3 als Part.-Adj.: ouch het Helêne ir bestiu cleit / des mâles an ir lîp geleit / und was gezieret alsô wol, / daz man gesehen niemer sol / ein wîp, diu baz gegestet sî KvWTroj 23029 u.ö.; nû ist sumer so wol gegest, daz er êre hât SM:Had 19: 1,1; nû liezen sich hie schouwen / mit süezer minneclîcher schar / von der stat die herren gar, / mit solher rîcheit gegast / daz in nihtes gebrast / an rîcher gastunge dort RvEGer 5733; darzuͦ ist si [die Stadt Basel] gevestit, / gewehit und gegestet / mit maneger burc vil schone RvEWchr 2269; RvEWh 3487 u.ö.; wan ez [das Götzenbild] ist gegestet / uon edilem gesteine Martina 156,34; zer predien gan / gegestet als an ainen tantz SHort 5267; GTroj 2937; UvZLanz 601    5 ‘rühmen, preisen’ (teils mit Gen.d.S.)    5.1 tr.: da von [wegen ihrer Pflege des Knaben Paris] man daz raine wib [die Hirtin Lixa] / sol gesten und rümen, / mitt zartten wortten blümen / umb ir rechten wibhaitt GTroj 1429. 2459; ze stade kâmen si zehant / und stiezen an des meres sant / vor einer schœner veste, / die prîse ich unde geste / vor manger hôher werden stift [Bau] KvWTroj 7230; KvWEngelh 5237; ich wil die burg des gesten / daz man mit kainen dingen / besitzent noch betwingen / si mag SHort 6450. 6803; kan ich [der Dichter] die wol gegesten / die mir diu schrift vor bestet / und zuo den besten gestet RvEAlex 100; HBirne 10; Virg 222,9. man hôrte manic zungen / sîn lop in wirde gesten / man zalt in für den besten Reinfr 2051; man hôrt sîn êre gesten / wît in allen landen ebd. 4352    5.2 refl.: mitt rechter helffe usserlessen / bin ich dir, kaysser, ie gewessen / nach by den besten, / des mag ich wol mich gesten GTroj 23188; got ist ain, ainig, ewig, guͦt, / [...] / si [die Seele] sol sich gesten siner namen SHort 1466; ob sî [die Wörter Ja und Nein] ein ander niht mit valsche dringent ûz ir veste, / daz sich daz ein des andern überstrîtes iemer geste, / sô mac in beiden wonen bî / gewaltes kraft an wîte und an der enge KLD:  WvBreis 1:7,6. 1:5,4; Boppe 1:9,15    6 refl. ‘sich freuen, erfreuen’ (mit Gen.d.S.): Paulus, da bi alle / junger gar mit schalle / gasten sich der wünniklichen mære [Christi Auferstehung] AveMaria10 19; ûf esten gestent sich nit mê / vogellîn als ê SM:AvR 2: 1,1. 3:1,9; do wart ich alles laides vri / und lie das ungemuͤte nider / und wuͦhs in hohem muͦte sider / und gaste in minem herzen mich / der saͤlden das dú saͤld an dich / nach wunsche in richer werdekait / hat aller saͤlde vlis an dich gelait RvEWh 7583; ich [ Dietherich ] wais kaines [Schwertes] me so guͦt. / [...] / davon so gestet sich min muͦt, / swie [obgleich] ich es hab mit laide / gewunnen EckenlE2 222,9; war umbe húget manige sele abe dir [verlangt nach Dir] , war umbe gestet sich din [erfreut sich an Dir] maniger muͦt? Seuse 498,27 u.ö.    7 ‘vergleichend beigesellen, messen’ – refl. mit gegen: ich hân gehabet êr unde guot, / ich truoc sô hôhe ie mînen muot, / daz sich mit lobe die besten / gên mir ie muosten gesten RvEBarl 8626; hierher?: liehter varwe kan si glesten, / daz ir minneclîcher lîp / schaffet daz sich müezen gesten [Hs. muos engesten ] / gein ir schœne alliu wîp KLD:BvH 4: 1,7. – tr. mit ze: gewære, milte und kiusche / was er mit keiserlîcher tugent / in daz alter von der jugent / alsô lobelîchen komen / daz er ie was ûz genomen, / swâ man an lob die besten / ze den besten solte gesten RvEGer 98; die studen [den brennenden, aber unversehrten Dornbusch] [...] sol man, vrouwe, gesten / zuo dime magetuome KvWGS 456; si [Maria] worchte was sú wolte, / inallerhande wise / mit loblichem prise, / das man ir werk zembesten / mocht allenthalben gesten WernhMl 5516

MWB 2 596,42; Bearbeiter: Richter