elter
stswM.
‘Elternteil’ (vgl.
altern
):
vnd dar vmb sol ein herr von in nemen die gewondleich schatzung vnd stewer,
die sein vorvar und sein elter genomen habent RechtssA
I6,12;
wer seinez eltern spott, oder einen schimpf von im macht ebd.
S47,18
u.ö.
MWB 1 1586,51; Bearbeiter: Diehl
eltere
swM.
→
alt
1.2
MWB 1 1586,57;
eltermuoter
stF.
→
altermuoter
MWB 1 1586,58;
eltervater
stM.
→
altervater
MWB 1 1586,59;
ëltes
stM.
→
iltis
MWB 1 1586,60;
elteste
swM.
→
alteste
MWB 1 1586,61;
eltisch
Adj.
→
altisch
MWB 1 1586,62;
elwer
Subst.
→
erle
MWB 1 1586,63;
êly
Interj.
auch hely.
hebr. ‘mein Gott’ (Ruf Christi am Kreuz):
an dem heren criuze fron: / ely, den jamerlichen don, / sang er des males
KvWGS
980;
‘heli!’ was sin krîe MarGr 10
32,14;
der an dem cruͤce lute shre / das reine wort hely, hely, /
des gnade wese dir bi Rennew
15373
MWB 1 1587,1; Bearbeiter: Diehl
êmâle
Adv.
‘ehemals, vorher’
er ahte harte kleine / der gelubde, diu ê mâle / geschehen
wâren âne twâle / zwischen dem kunic rîchen / und herzog Uolrichen
Ottok
10184;
vmb alle sache als si êmal verschriben sint zwischen vns vnd dem pischtum von
Gurk UrkCorp
3369,33
MWB 1 1587,7; Bearbeiter: Diehl
êmâlen
Adv., Konj.
auch êrmalen.
1 Adv. ‘ehemals, vorher’
2 in Verbindung mit denne als Konj. ‘bevor’
1
Adv. ‘ehemals, vorher’
solhe untât, / die man niemer hât / ê mâlen gesehen
Ottok
84375;
vmb den hove [...], den emaln vor vier iarn Vlreich
vnd Regenbart [...] verchouft heten UrkCorp (WMU)
2827,25;
die suͦne diu zwischen vnserem vorvaren [...] vnd im
ermalen ist verschriben UrkCorp
854A,19
2
in Verbindung mit denne als Konj. ‘bevor’
furevah unsih herro mit gnade diner ermalen denne [prius quam] der ante des
zornes wuote PsWindb
78,Oratio
MWB 1 1587,13; Bearbeiter: Diehl
êmâles
Adv., Konj.
auch errenmals.
1 Adv. ‘ehemals, vorher’
2 in Verbindung mit ê als Konj. ‘bevor’
1
Adv. ‘ehemals, vorher’
nein, ez wart engestlîcher sît, / dan ez ê mâles wære
Tr
9007;
alse ich dir / nu unde ê mâles hân getân ebd.
9511
u.ö.;
ez si der zins, den siv emals vf deme hove hettent oder den siv nu næhest
gekoͮffet hant UrkCorp (WMU)
3407,10;
ane minivͤ manlehen divͤ ich errenmals verlihen han UrkCorp
1363,10
2
in Verbindung mit ê als Konj. ‘bevor’
daz uͥnser herre got allez daz hiez werden, daz der ist, ê mals ê er den
menschen geschuͤffe Konr (Sch)
114,35
MWB 1 1587,24; Bearbeiter: Diehl
êman
stM.
‘Ehemann’
nimt si einen êman wider ir vater willen SpdtL
123,2;
swer dâ sprichet, ez müge dehein êman bî sîner hûsfrouwen geligen âne
houbetsünde, der ist reht ein arger ketzer PrBerth
1:406,10;
also wart die fraw gefüret / für irn rechten ehenman
Teichn
565,135;
der eman rechter küscheit pflit MügelnKranz
1675.
–
‘verheirateter Mann’
hat erz [das Kind] aber bi einem ewibe oder bi einr
ledigen vnd ist er selbe ein eman, so heizet ez ein hvͦrkint SchwSp
162b;
swelhe brvder oder swester [...] mit
ainem eman oder ehavsvrawen vnkvsch tvet SpitEich
17,24
MWB 1 1587,35; Bearbeiter: Diehl
êmathîtes
M.
auch emetin.
‘Hämatit (Blutstein)’, ein Edelstein (aus afrz./lat.
haematites):
von dem emathiten. emathites ist ain stain eisenvar,
besprengt mit rôten æderleinn und kümt von der môren land oder von Arabia
BdN
444,32;
Parz
791,10;
SalArz
103,5.
– aus dem Adj. haematinus gebildet (vgl. Suolahti 1,84 und Felder,
Krone S. 427):
zwen vnglich steine, / ein emetin was der ein, / der ander ein grüner iaspis
Krone
15780
MWB 1 1587,47; Bearbeiter: Diehl
emb-
s.a. enb-
MWB 1 1587,56;
ember
stM.
→
einber
MWB 1 1587,57;
emde
swF.
‘Elend, Leid’ (vgl. zur Bildung gerig(n)de
‘Regen’, Hiob
9627,10965):
so daz mine husgenozen, / daz sint dy mir solden dinen, /
[...] hatten mich als eynen vremden / und nicht achten
myner emnden [
miseriam meam
]
Hiob
7674
MWB 1 1587,58; Bearbeiter: Diehl
emede
stN.
auch emat, emide.
‘Gras des zweiten Schnittes, Ohmet’ (vgl.
âmât
und
üemet
):
das her Cvͦnrat [...] vnd die bruͦder
[...] hant verlúhen der priolin
[...] zwo juchert mattan [...]
vmbe halbes hoͤv vnd halbes emide UrkCorp (WMU)
1648,15;
daz vôter, daz uf dem hof wahset es sige howe, emat, alder stro
UrkHohenb
240
(a. 1322);
das drittail des aemedes, das mir ewiclich solt sin wordin us ir wise
UrkBebenh
21,358
(a. 1328)
MWB 1 1587,63; Bearbeiter: Runow
êmensche
swM.
‘verheiratete Person, Ehegatte’
dis merkent, bruͦder, swester, / ementschen, witwan, rainú
magt, / und arbaiten un verzagt, / das wir got frólich vinden / mit sinen liepsten
kinden! SHort
3835
MWB 1 1588,8; Bearbeiter: Diehl
emeral
stM.
→
amiral
MWB 1 1588,13;
emeralinne
stF.
→
amiralîn
MWB 1 1588,14;
emetîn
M.
→
êmathîtes
MWB 1 1588,15;
emeʒen
swV.
‘beharrlich sein im Tun von etw.’
1 tr. ‘sich jmdm. (Gott) inständig zuwenden’
2 intr. ‘fortführen (ohne Unterbrechung)’
1
tr. ‘sich jmdm. (Gott) inständig zuwenden’
dvrch sin selbes notdvrfte beginnet er [der
Mensch] got svͦchen vnde emzen vnde an in gedenken, von ime lesen,
hoͤren, in flehen, ime gehorsam sin DvAStaff
178
2
intr. ‘fortführen (ohne Unterbrechung)’
am vierden vnde dem sehstin tag si [die
Mönche] uasten unzi zi none. andren tagen zi sexte si inbizzen.
div des inbizze sexte ib werke in acchirn si hant oder des sumirs hizze zi uil wirt
zi emizzende wirt BrZw
41
MWB 1 1588,16; Bearbeiter: Runow
emide
stN.
→
emede
MWB 1 1588,27;
emmer
stM.
→
einber
MWB 1 1588,28; |