Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
klagen swV. (1183 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| ein verh uns beiden.’/ ‘trage wir triuwe under brust,/ wir klagen unser gemeine vlust,/ Heimrîs und ich, wir zwei’,/ sprach Irmschart | |
| sul wir kiesen/ ob irz der vürsten vrouwe sît:/ sô klagt ûf Alischanz den strît/ dem der rœmische krône tregt,/ ob | |
| ‘ich berâte mich umb iuwer ger.’/ //[Û]f stuont diu sêre klagende./ dâ von was si bejagende/ daz si ir bruoder helfe | |
| mir diz leit hilfet tragen,/ der sol mir billîch armuot klagen:/ den verteg ich alsô mit habe,/ daz er niht darf | |
| sprach:/ ‘durh der wirtîn ungemach/ und durh ander die hie klagen/ sulen wir des niht gar verzagen:/ ich wil die hôchgezît | |
| wir zwô sîn mit in reslagen./ nû helfet unser sterben klagen:/ sône sît ir von uns beiden/ der helfe niht gescheiden,/ | |
| wart ie triuwe an iu geborn,/ ir sult durh triuwe klagen sie./ der rœmische keiser Karl nie/ eines tages sô manegen | |
| ame tôde sint ervunden,/ daz ich die zallen stunden/ solte klagen und dâ nâch rechen,/ swenne ich möhte daz gezechen./ nû | |
| als ein kiuschiu maget,/ und enwart von im ouch niht geklaget./ ‘in schimphe man sus tuon sol’,/ dâht er, und brâht | |
| hât er gotlîchen sin./ doch hân ich im sô vil geklagt,/ daz ich sîner helfe bin verzagt,/ und hân michs nû | |
| si si hin wellen tragen,/ daz die von ir swære klagen;/ und ob michs sibne wolden heln,/ daz si ir doch | |
| marhgrâve enphienc,/ etslîcher sîne zuht begienc,/ daz er mit herzen klagete/ kumber den er in sagete./ die werden begunden sprechen,/ si | |
| gelegen. die heten hin getragen/ sîne stangen. die begund er klagen./ //Der tür er wênic deheine liez,/ mit den vuozen er | |
| zorn enbern,/ want ich Arofele nam den lîp,/ den immer klagent diu werden wîp./ //[I]ch half noch Terramêre/ vürbaz gein herzesêre./ | |
| wære ich gar verzagt,/ als ez im Alys erbôt./ si klagete sîne manege nôt/ die er in Franchrîche het erliten./ dar | |
| enphâhen.’/ //Die künegîn druct er nâhen/ an sîne brust und klagt ir nôt./ den andern erz mit rede erbôt,/ die bî | |
| juncvrouwe oder ander maget,/ ‘diu mir her nâch die nôt klaget,/ als ir durh mich habt gedolt/ unt iuwer dienst an | |
| die sulen den Franzoysen sagen/ daz si niht ze sêre klagen/ daz uns die heiden sint entriten./ er sol die vürsten | |
| vor den bewaren:/ der selb und al die sîne/ ouch klagent die mâge mîne.’/ //[F]ranzoyser tâten nâch ir siten:/ eteslîche banken | |
| vruht/ mit alsô ellenthafter zuht/ gein vreuden was entsprungen?/ ich klage den schœnen jungen/ Vîvîanz ze vorderst muoz/ mînen siuftebæren gruoz/ | |
| enwil nû nimmer sô betagen,/ ich enwelle den edelen Mîlen klagen,/ und ander die wir hân verlorn./ ich wart zem jâmers | |
| ûf Aliscanz der mâge mîn./ die sol von reht ich klagende sîn,/ swie si heten des toufes niht:/ diu sippe vlust | |
| stiure/ mit wazzer. dâ was tiure/ der man der niht enklagete/ daz diu küneginne dâ sagete./ grôziu vreude in doch dar | |
| bürgen nemen/ ob si strîtes kan gezemen.’/ //Der wirt dô klagete sêre,/ daz der rîter was niht mêre/ ûzem here komen | |
| ist âne mâze grôz/ an manegem herzen triuwen vol./ ich klage si als ich ze rehte sol,/ wan ich hân ir | |
| dâ geschach/ umb der küneginne ungemach,/ daz er von herzen klagete/ dô siz im undersagete./ niht anders si sich nerte,/ wan | |
| die santen dar diu wîp./ her ze Oransche kom ir klagende her;/ mîne porten, wîchûs und diu wer/ erleit von in | |
| vriunde mer:/ nu sprechents ûf mich herzesêr.’/ //Sus saz diu klagende vrouwe/ mit dem herzen touwe,/ daz ûzer brust durh diu | |
| hiez den liuten drunder tragen/ daz si keinen zadel dorften klagen./ //Der marchgrâve begunde biten,/ dô er hin ab was geriten,/ | |
| entwiche./ wand er die naht gewâpent reit,/ diu müede und klagende arbeit/ in schiere slâfen lêrten,/ ê daz si von im | |
| în,/ und horten wie die grane sîn/ Rennewart der junge klagete,/ und waz er al klagende sagete./ //Er sprach ‘nû wând | |
| grane sîn/ Rennewart der junge klagete,/ und waz er al klagende sagete./ //Er sprach ‘nû wând ich armer man/ daz ich | |
| doch Terramêrs barn.’/ //Durh die want si in hôrten alsus klagen./ do begundez alsô sêre tagen,/ daz diu sunne durh die | |
| noch brant./ dem marhcrâven man dô sagete/ daz harte sêre klagete/ sîne besancten grane Rennewart./ eteslîche heten sîne hôhen art/ vernomen, | |
| die het er mit im dar getragen./ Gyburc begunde sêre klagen/ sîne grane die besancten./ ir ougen im nie gewancten:/ eteswaz | |
| gebietet daz ichz verdage,/ mîn reht ist daz ich nimmer klage./ ein ieslîch rîter sîner êre/ gedenke, als in nû lêre,/ | |
| Nîthart gesehen/ über sînen geubühel tragen,/ er begundez sînen vriunden klagen:/ daz liez der marhcrâve âne haz,/ swie nâhe er bî | |
| im sibene alhie erslagen./ wil der tôten künege her nu klagen/ genendeclîch ir herren tôt,/ des koment die Franzoyse in nôt./ | |
| ist erschinen der geldes tac,/ daz wir Pînelles tôt/ sulen klagen mit der getouften nôt./ Thesereiz und Noupatrîs,/ die zwêne künege | |
| Rômære,/ dâ ich billîcher wære/ künec. ir hœrt michz lange klagen,/ mîn houbt solde rœmisch krône tragen,/ dar umbe mîn veter | |
| mit dem sun erslagen;/ ich meine, sô sêre beginnet er klagen./ ich schaffe ouch zuo dem vanen dîn/ die von Oraste | |
| //‘Mîn tohter vrumt mir herzesêr,/ Arâble’, sprach dô Terramêr,/ ‘daz klag ich guoten vriunden./ mîne schar die niunden/ soltû vüeren, künec | |
| dar an niht lazzen.’/ //[S]us der getriuwe heiden saz/ al klagende ûf sînem matraz./ îsern hosen und senftenier/ brâht im der | |
| sîn leben nam ûf Alitschanz,/ der wart mit maneger tjost geklagt/ und ouch mit swerten, sô man sagt./ die von Boctâne/ | |
| dô si herren und mâge verlurn./ daz selbe ouch dise klageten;/ dâ von si bejageten/ ze bêder sît noch vlüste mêr/ | |
| was in ûf Alitschanz erslagen./ die sîne begunden in dâ klagen/ mit den ecken und mit dem dône./ ir krîe Samargône/ | |
| iuch gestochen unt geslagen!/ swer triuwe hât, der solt iuch klagen./ ir sît durh triuwe in dirre nôt./ sît man von | |
| mich nû dar umbe sene,/ daz ist ein verre sippez klagen./ die ir leben dannen solten tragen,/ ob si nimer strîtes | |
| wart von den sînen manec kristen lîp,/ die dâ heime klageten werdiu wîp./ Bernarten von Brubant/ man noch bî Heimrîche vant./ | |
| durh barken und durh helm erslagen./ wîbe lôns enphâher solten klagen/ sîner zimierde liehten glast./ der clâre junge starke gast/ underm | |
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