Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gar Adj. (3229 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ich die rehte erbar;/ wan einez weiz ich: dâ was gar/ swaz ze vreude hœret/ und niht daz vreude stœret./ Nû | |
| hiez./ er sprach: ‘muoter, nû var/ vrœlich und âne angest gar/ hin dâ dir vreude bereitet ist/ von anegenge unz an | |
| quâmen nâch gewinne dar,/ dô geviel ez in ze verlüste gar./ ir fürsten vie mîn götlich hant,/ in daz abgründe ich | |
| swaz nû der armen geiste vert,/ die sint der chrefte gar behert/ und vor mînem gewalte toup/ als vor dem winde | |
| wange, ir hiufel, ir tinne,/ ir antlütze und ir lîp gar/ was wünneclîch und wol gevar./ an ir enschein niender ein | |
| den disiu vrouwe maget gebar.’/ ‘jâ, herre, jâ geloube ichz gar,/ wan daz ez uns niht helfen sol./ wir wizzen die | |
| entweich./ sus machte er si in churzer stunt/ âne fümfe gar gesunt,/ die versmæhten sîne lêre./ des engulten si vil sêre:/ | |
| den ougen sehent,/ ir danches nimmer verjehent./ Ir schallen was gar gelegen./ die der bâre solden phlegen,/ die sungen swaz si | |
| die lenge her unde dar./ dû weist ouch die gedanche gar/ des menschen, ê si geschehen./ wes möhte wir dar umbe | |
| dû wærest billîche/ gewesen ze ir bivilde./ dû bist uns gar ze wilde;/ swâ wir sîn, dâne bist dû niht./ diz | |
| güetlîchen hiez/ daz ich nû geloubic wære/ und den zwîvel gar verbære./ des vreute ich mich und sprach alsus:/ «dominus meus | |
| niuwe und stæte.’/ Dô die herren diz alle vernâmen/ und gar an ein ende quâmen/ daz er in die wârheit/ mit | |
| sold ich mîn leit besunder chlagen,/ sô würde der rede gar ze vil./ ûf genâde ich aber wil/ gotes und guoter | |
| chumt er sîn mit dem lîbe hin,/ diu werlt geloubet gar an in./ sô denne die Rômære/ gevreischent die niuwen mære,/ | |
| guot daz ein man/ êr alterseine vervar,/ denne disiu werlt gar/ sô wunderlîchen zergê/ daz ir iht lebendic bestê./ daz bedenchen, | |
| vernæme./ si wolden einen bringen dar/ gevangen, der hæte in gar/ reht und ê verchêret/ und si irretuom gelêret./ dô diz | |
| er mit übelen dingen/ sînen lîp hât verworht./ er swachet gar unervorht/ unser ê und ir gebot/ und giht, sîn vater | |
| daz er immer mêre/ der juden geselleschaft vlôch/ und sich gar von ir râte zôch./ Alsus sprach er wider sie,/ wand | |
| ‘nû tuot ir iuwers dinges war’,/ sprâchen jene, ‘und sît gar/ âne angest, wir entuon alsô.’/ si giengen hin mit grôzer | |
| si hêten ûf geleit;/ Jôsêp an sîner gewarheit/ vor in gar âne angest was/ und dâ harte wol genas./ ‘Rûmet umbe, | |
| birt/ dâ dehein sêr nâch vreuden swirt./ An iu stât gar âne teil/ nâch got allez unser heil,/ sît iu diu | |
| ist niht gegeben,/ daz wir iu sîn berihten megen/ und gar mit worten für gelegen./ welt aber ir beiten,/ sô heizet | |
| die schouwet unde las,/ dô wâren buochstap unde sin/ sô gar gelîch daz mê noch min/ wider einen puncten nieman vant/ | |
| alsô tugentrîchen/ nie man vant noch envindet./ von dem smacke gar verswindet/ swaz iemen sieches bringet dar,/ diu stat ist aller | |
| und wære gerne chomen dar,/ daz ich der wünne garten gar/ innen hæte gesehen./ des enmohte leider niht geschehen./ Ein engel | |
| gemach./ swaz uns leides ie geschach,/ des vergâze wir dô gar./ nû was einer ê chomen dar,/ den bechande unser dehein./ | |
| ir muot unde ir leben/ ein dinc was worden alsô gar:/ swaz der frouwen arges war,/ daz war ouch deme ritter;/ | |
| unz an den grunt/ mit ir fiure enzündet/ und alsô gar durgründet/ mit minneclicher trûtschaft,/ daz niemer möhte ir liebe kraft/ | |
| an ir gebærden wart gewar/ daz si diu süeze minne gar/ het in ir stric verworren,/ daz si muosten dorren/ nâch | |
| daz ich künne si bewarn/ vor im unz daz er gar von ir/ gewende sînes herzen gir/ und si den muot | |
| würde leit/ daz mit langer stætekeit/ von im gescheiden würde gar./ dar umbe ich gerne mit ir var/ zuo dem frônen | |
| ir var/ zuo dem frônen gotes grabe,/ unz daz si gar vergezzen habe/ der hôhen minne die si treit/ dem werden | |
| sam mir alle frist/ dînen willen deste baz,/ ob man gar verredet daz/ daz man ûf uns ze mære saget./ dem | |
| ich tuon mit willen swaz ir went./ ich hân sô gar an iuch versent/ herze muot und ouch den sin,/ daz | |
| muot/ nâch iu muoz grôzen kumber doln./ ich bin sô gar an iuch verquoln/ mit herzen und mit lîbe,/ liebest aller | |
| snîden ûf den lîp/ und nim dar ûz mîn herze gar,/ bluotic unde riuwevar;/ daz soltu denne salben/ mit balsam allenthalben,/ | |
| mit hôhem flîze mahte./ daz tet der koch mit willen gar:/ er nam zuo im daz herze dar/ und mahte ez | |
| sî gemaht/ als daz herze vil geslaht./ /Als ez was gar bereitet,/ dô wart niht mê gebeitet;/ der wirt gienc ezzen | |
| frisch/ die trahte sînem wîbe dar./ ‘frouwe’, sprach er suoze gar,/ ‘diz ist ein spîse cleine,/ die solt du ezzen eine,/ | |
| nam diu frouwe vil geslaht/ und az ir friundes herze gar,/ alsô daz si niht wart gewar/ welher slahte ez möhte | |
| ich wæne daz an keiner stete/ wart nie vergolten alsô gar/ noch niemer wirt: des nim ich war/ an den liuten | |
| truhsæze/ und schihte daz man æze,/ sô man gesungen hæte gar./ der selbe der wart des gewar,/ daz der juncherre wert/ | |
| alle schult/ geslagen hânt den herren mîn’./ ‘daz lânt iu gar unmære sîn!’/ sprach der truhsæze,/ ‘mir ist daz wol gemæze/ | |
| hânt gegeben/ als ungefüege biusche?/ daz iuwer hant unkiusche/ sô gar unedellîche tuot,/ des muoz begiezen iuwer bluot/ den sal und | |
| seit von im diu wâre schrift/ daz er sich schône gar betruoc,/ wande er hæte gülte gnuoc/ und was an êren | |
| für den keiser niht getar/ ze hove komen, wande ich gar/ verwürket sîne hulde hân./ ir sult der reise mich erlân/ | |
| den dienest mîn./ der keiser hât die hulde sîn/ vil gar von mir geleitet/ und über mich gespreitet/ sîner ungenâden büne./ | |
| tet swaz in sîn herre hiez/ und wart im undertænic gar./ si wâren beide schiere dar/ für die selben stat gezoget/ | |
| Otten wolte slahen,/ dô liez er baden unde twahen/ vil gar belîben under wegen:/ reht als ein ûzerwelter degen/ sprang er | |
| wende,/ den nam er zuo der hende/ unde ein swert gar ûzerwelt./ dâ mite quam der blôze helt/ geloufen zuo dem | |
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