Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gar Adj. (3229 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| baz./ //Nû was diu reine guote maget/ von vorhten alsô gar verzaget/ daz sî vil kûme ûf gesach:/ do gevienc sî | |
| mans ouch den gewer,/ und der ouch danne vehte/ sô gar wider dem rehte./ wan ez hât allez diz lant/ ir | |
| wæren von strô./ sus entworhter in dô,/ wand er in gar zevuorte,/ swaz er sîn beruorte./ vor im gewan vrou Lûnete/ | |
| vil/ daz er sî brâhte ûf daz zil/ daz sî gar verlurn ir kraft/ und gehabeten vor im zagehaft./ //Sus wârens | |
| bekêrte sî ir muot:/ wand sî was des ân angest gar/ daz sî iemen bræhte dar/ der ir kempfen überstrite,/ ob | |
| er mir einen risen sluoc./ der hete mir mîn lant/ gar verwüestet und verbrant,/ und sluoc mir zwei mîniu kint:/ und | |
| herre/ vor dem tôde bewar!/ ez ist an sînem lîbe gar/ swaz ein rîter haben sol./ deiswâr ich gan iu beiden | |
| wie sælec ich danne wære,/ und daz ich mîne swære/ gar hete überwunden./ nû hân ich in vunden:/ alrêst gât mir | |
| verre./ sît daz iuch got sô gêret hât/ daz alsô gar ze prîse stât/ vür manegen rîter iuwer lîp,/ sô êret | |
| var ich.’/ //Sus wart der bote enpfangen,/ und was vil gar zergangen/ ir zwîvellîchiu swære./ vil manec wehselmære/ sagetens ûf ter | |
| unêren:/ man sol iuch hie lêren/ dise hovezuht baz./ wie gar iuwer got vergaz,/ daz ich iuch brâhte dâ her in!/ | |
| die hûstüre vant,/ unde gienc zuo in dar in./ swie gar von armuot ir sin/ wære beswæret,/ doch wârens unerværet,/ im | |
| leite/ über des palas breite:/ wan dô het erz ersuochet gar./ nû nam er einer stiege war:/ diu selbe stiege wîst | |
| güete und wîse rede hât./ diz was an ir, und gar der rât/ des der wunsch an wîbe gert./ ir lesen | |
| enwil ich niemer mînen lîp/ gewâgen umbe dehein wîp/ sô gar ûz der mâze/ daz ich mich slahen lâze/ sô lasterlîchen | |
| einer dem andern schaden wil/ und daz er im vil gar gevrumt:/ swelh dienest sô ze staten kumt/ daz er im | |
| ze staten komen:/ wand im hete der lewe benomen/ sô gar die kraft untten sin/ daz er vür tôt lac vor | |
| entweich./ der ander lebete dannoch:/ der muose sich im iedoch/ gar in sîn genâde geben:/ dô liez er in durch got | |
| und sîn lant./ er sprach ‘wære iu daz erkant/ wie gar mîne sinne/ eins andern wîbes minne/ in ir gewalt gewunnen | |
| gunêret.’/ der wirt sprach ‘swar ir kêret,/ daz ist mir gar unmære,/ und muoz mir wesen swære/ daz ichs iuch ie | |
| gebôt,/ wan ich ir iuch unz an mînen tôt/ harte gar erlâzen sol.’/ der gast vertruoc den zorn wol./ //Er sprach | |
| dâ der künec Artûs/ unde von sînem hûs/ sîn massenîe gar,/ die gerne wolden nemen war/ wie dâ wurde gestriten./ nû | |
| nie gesâhen,/ des sî alle jâhen,/ zwêne rîter gestalt/ sô gar in Wunsches gewalt/ an dem lîbe und an den siten;/ | |
| sîne kraft/ erkande und sich des trôste/ daz er sî gar erlôste./ //Dô der künec Artûs ersach/ daz ez niemen an | |
| ist hin, ein anderz her.’/ dâ wart vil gestochen/ und gar diu sper zebrochen/ diu sî dâ haben mohten./ heten si | |
| dehein schade mohte komen./ in hete diu müede benomen/ sô gar den lîp und die kraft/ daz sî des dûhte ir | |
| die kraft/ daz sî des dûhte ir rîterschaft/ diu wære gar ân êre,/ und envâhten dô niht mêre./ ez wart dâ | |
| er deheine minne/ vunde an der altern maget,/ diu sô gar hete versaget/ der jungern ir erbe./ diu bete was unbederbe:/ | |
| guot/ daz er sî nôte verstiez,/ wand sî sich vil gar verliez/ ze sînem hoverehte./ dise guoten knehte/ die hâten dem | |
| edel rîter guot,/ nû habet ir den selben muot/ vil gar an mir verkêret./ der tac sî gunêret:/ ich hazz in | |
| sich ouch mir wol vüeget.’/ //Diu rede wart im bevolhen gar./ die juncvrouwen lâter dar./ er sprach ‘wâ ist nû diu | |
| mir:/ ouch hât sich diu guote/ mit einvaltem muote/ sô gar her ze mir verlân:/ diu muoz ir teil ze rehte | |
| untter dôz/ werte mittem schalle,/ daz er die liute alle/ gar verzwîvelen tete./ dô sprach vrou Lûnete/ ‘vrouwe, kumt vil drâte/ | |
| vil gereit./ vrou Lûnete gap den eit,/ und wart vil gar ûz genomen/ daz im ze staten mohte komen/ nâch dem | |
| woche swant./ zem andern mâl bedûtet ist/ bî pascha di garbe vrist/ sô man ophern wolde/ daz lemmel, als man solde,/ | |
| ûffart/ (als er zû himel wider kart)/ unz an den garben phingstac,/ dô des heiligen geistes smac/ ervulte si und di | |
| di lêrêre,/ daz zû der heilikeit gewêre/ nicht von rechter, garber nôt/ gehôr zû mâl daz derbbrôt./ mit des urhabs bîwesen/ | |
| epulemur in azymis,/ ezze wir di derbe spîse/ in der garben, sûzen wîse/ sunder schentlich ubeltât./ daz derbbrôt sust di vûge | |
| gar/ di ganz geleget werden dar/ dâ selbest in der garben wîle,/ in ougenblickes gâher île/ wirt verwandelt und verkart/ daz | |
| di wort zem erken/ al gehôren ûf daz blût/ in garber nôtdurft, sô man tût/ daz sacramente [zu] wîchen./ ‘enim’ daz | |
| als di glôse bewîset daz./ wan schine daz blût in garbem schîn/ rôw und rôt, iz wêre ein pîn/ zû nutzen | |
| heilige lîchnam sô genent/ und Jesu lîb rechte gestalt/ in garber forme sint gezalt/ vur ein dinc an dem wesen,/ sô | |
| nicht gotes lîchnam,/ sunder, als ichz recht vernam,/ lûtr und garbez brôt iz was/ daz von im nam dâ Judas./ Uz | |
| «hêre, ich bin zû gên bereit/ mit dir in den garben tôt?»/ nû hâst dû durch kleine nôt/ verkorn Christum, dînen | |
| der bôsheit./ aber Lucas ûf in seit/ er wêre ein garber krîgêre/ und ein vîntlich werrêre/ [der?] begangen het ein missetât,/ | |
| plaich unt ubel gevar,/ ze dem tôde wart er wol gar./ daz clageten friunt unt mâge/ unt alle die in gesâhen./ | |
| neigen $s der vil lieben kan./ //Swie der affe sî gar wilde, doch sô vâhet in sîn schîn,/ so’r im spiegel | |
| sagen./ ir prîs kan sô hôhe strîchen/ unde unprîs sô gar verjagen./ sost ir schœne als ûz gesundert,/ swer si siht, daz | |
| werlte fröide gît./ suoze ir hellez lop erklinget,/ irdesch wunsch gar an ir lît./ künden vogel rehte schouwen,/ sô lobt%\en si | |
| herzen blüejet $s diu vil süeze minne./ //Leider ich bin gar verkrenket, mîn hôher muot ist ouch dâ hin./ fröide ist | |
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