Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
bî adv_prp (1451 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| quartiere/ dekeinez iht vil grœzer sî/ danne daz ander dâ bî:/ diz ist in disem lande site./ kint, kanstû ihtes iht | |
| mir ze mâze sî,/ und sît ouch des gemant dâ bî,/ swenn ich an hebe, sô hœret mir,/ und alse ich | |
| lieht, sîn ougen clâr;/ brûnreideloht was ime daz hâr,/ gecrûspet bî dem ende;/ sîn arme und sîne hende/ wol gestellet unde | |
| als ich dir sî,/ //Tristan, dâ vrâge ich dich es bî.’/ ‘hêrre’ sprach Tristan al zehant/ ‘irn dörftet mich niht hân | |
| kein man sînen kinden sol:/ drî süne, wær ich gewesen bî in,/ daz eteslîcher under in drin/ iezuo wol ritter wære | |
| hie vor alsô,/ als ir wol wizzet unde die,/ die bî den zîten wâren hie,/ daz mîn hêrre Riwalîn,/ des man | |
| hân.’/ //Hie wart genigen rîche:/ si nigen al gelîche,/ die bî dem mære wâren./ si buten im unde bâren/ êre unde | |
| und iu behage/ und schône an disem mære stê./ wan bî mînen tagen und ê/ hât man sô rehte wol geseit/ | |
| daz lôrschapelekîn/ wân âne volge welle hân,/ der lâze uns bî dem wâne stân;/ wir wellen an der kür ouch wesen:/ | |
| gesehen;/ nu hœre ich aber die besten jehen/ die, die bî sînen jâren/ und sît her meister wâren,/ die selben gebent | |
| bringen/ ir trûren unde ir senedez clagen:/ und daz geschehe bî mînen tagen!/ //Nu hân ich rede genuoge/ von guoter liute | |
| leben/ zir ritterschefte müeze geben!/ //Truoc ieman lebender stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ sô truoc Tristan ie stæte leit/ bî stæteclîcher | |
| leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ sô truoc Tristan ie stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ //Als ich ez iu bescheiden wil:/ im was | |
| mit ritterlîcher werdekeit:/ lât hœren, welher hande leit/ hæt er bî dirre linge?’/ weiz got an einem dinge,/ daz iegelîchem herzen | |
| sagen,/ daz qual in in dem muote./ alsus was übel bî guote,/ bî linge schade, bî liebe leit/ eines herzen stætiu | |
| qual in in dem muote./ alsus was übel bî guote,/ bî linge schade, bî liebe leit/ eines herzen stætiu sicherheit./ //Ir | |
| dem muote./ alsus was übel bî guote,/ bî linge schade, bî liebe leit/ eines herzen stætiu sicherheit./ //Ir aller jehe lît | |
| lande unde mir!/ kieset, hêrre: sehet ir/ diz schœne lant bî disem mer?/ veste stete, starke wer/ und manic schœne castêl:/ | |
| diser rede der ist alsô.’/ //’Hêrre’ sprach aber Tristan dô/ ‘bî disem mære erkenne ich mich:/ ir meinet ez alsô, daz | |
| daz niemer bewarn,/ ern müeze ir einen lâzen varn/ und bî dem andern bestân./ lât hœren, wie sol ez ergân?/ vert | |
| ez sîn erbelêhen sî./ sô stânt ouch sîne süne hie bî/ und mit im ander sîniu kint;/ die aber sîn erben | |
| lantschaft/ und volkes ein sô michel craft,/ daz der stat bî dem mer/ aller bevangen was mit her./ //Môrolt vuor wâfenen | |
| zehant/ gein dem stade und gein dem her./ aldâ gehôrter bî dem mer/ grôze vröude und grôze clage,/ vröude unde clage, | |
| lant/ diu senden ime den prîsant/ unde enbieten ime dâ bî:/ swennez an sînem willen sî,/ daz ers geruoche unde ger,/ | |
| lande kâmen,/ ze handen si nâmen/ den jæmerlîchen prîsant,/ der bî in dar was gesant./ diu stucke meine ich elliu driu:/ | |
| leben/ ze bürgen und ze pfande geben/ und ouch versichert bî gote,/ daz sûz ir zweier gebote/ niemer vuoz getræten./ nu | |
| unde var/ hin heim ze Parmenîe wider/ und lâ dich bî Rûâle nider,/ mînem lieben vater: dem sage von mir,/ daz | |
| war, sich dise burc an/ und dise schœne stat hie bî:/ weistû noch, waz stete ez sî?’/ ‘nein hêrre, in weiz | |
| slac/ und machet einen solhen smac,/ daz nieman keine stunde/ bî ime belîben kunde./ //Aber sprach diu küniginne dô:/ ‘Tantris, swennez | |
| alsô gestê,/ daz dirre smac an dir zergê/ und ieman bî dir müge genesen,/ sô lâ dir wol bevolhen wesen/ dise | |
| sache,/ ê ich iu daz mære mache/ unlîdic unde unsenfte bî/ mit rede, diu niht des hoves sî./ umb mîner vrouwen | |
| allenthalben leit/ und nieman durch die wunden meit,/ der anders bî im wolte sîn./ sît gie diu junge künigîn/ alle zît | |
| dâ nâch als ez im was erkant,/ swer dô dâ bî dem mære was/ und ez rehte in sîn herze las,/ | |
| varn:/ ine mac mich vor in niht bewarn./ sol ich bî disem hazze wesen,/ sôn kan ich niemer genesen./ ê ich | |
| swalwe mê/ mit solhem ungemache,/ sô vil sô si bûsache/ bî ir in dem lande vant,/ dazs über mer in vremediu | |
| wîle ich morgen ûze sî/ (wan ich wil rîten hie bî/ ûf âventiure vil vruo,/ mir gelinge sône tuo)/ sô sî | |
| versehen sol./ durch gotes willen tuot sô wol:/ si ieman bî iu an der habe,/ der gewalt von dem lande habe,/ | |
| gevarn,/ doch mag mich got noch wol bewarn:/ sît ich bî disem gesinde/ weder vride noch ruowe vinde,/ sô kêre ich | |
| schaden/ sô schedelîchen überladen,/ daz der künec swuor einen eit/ bî küniclîcher wârheit:/ swer ime benæme daz leben,/ er woltim sîne | |
| zuo dem orse kam,/ eine ruowe er ime dâ nam./ bî dem sô habeter lange/ trahtende cleine und ange:/ in nam | |
| wider,/ nâch sînem sper greif er nider,/ daz ors er bî dem zügele nam,/ zeinem ronen er gezogen kam,/ ûf daz | |
| tôt,/ mich anet sêre, daz er sî/ verborgen eteswâ hie bî:/ ez wîsaget mir mîn muot./ von dannen, dunket ez dich | |
| beide ûf und umbe sach./ //Nu er der sæligen schar/ bî ime und umbe in wart gewar,/ er gedâhte in sînem | |
| aber ze handen nam:/ ‘nu Tantris’ sprach si ‘sage mir/ bî den genâden, alse ich dir/ nu unde ê mâles hân | |
| ich wæne, daz ich deste baz/ vride unde genâde vinde/ bî disem lantgesinde.’/ ‘vride unde genâde’ sprach Îsôt/ diu müezen dich | |
| hie, die nim in dîne hant:/ daz dir niemer zÎrlant/ bî mînem lebene leit geschiht./ //Entwer mich einer bete niht/ und | |
| saget mir, vrouwe, ist iu bekant:/ die zungen, die man bî mir vant,/ beleip diu oder war tet man die?’/ ‘entriuwen | |
| es danne zît sî,/ sô bin ich unde Îsôt dâ bî:/ sô gebietet mirz, sô spriche ich/ vür iuch, vür Îsôt | |
| kan niht wizzen, wie in sî:/ si lûtent nâhe ein ander bî.’/ ‘Tantris’ sprach si ‘und Tristan,/ dâ ist binamen heinlîche an.’/ | |
| sîn, nu sich ez an/ und sich die scharten dar bî/ und merke danne, ob erz sî./ ich sazte iezuo diz | |
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