Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
soln stV. (6751 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ein stunde wúrde gelúhen, das úch eweklich ist gegeben. Darumbe sont ir von úch legen beide vorhte und schame und alle | |
| alleine die ir binnen úch tragent von nature, <FOLIO>(14#’v)</FOLIO> der sont ir eweklich phlegen: Das ist úwer edele begerunge und úwer | |
| jamerig můs nach im gan.» Do sprach der botte: «Ir soͤllent wúschen und begiessen und betten und blůmen stroͤwen.» Do sprach | |
| wan die wile das die súnde uf ertrich weret, so soͤllent Christi wunden offen sin, blůtig, ane sere. Mer nach dem | |
| das nie wart gesehen, es wisete denne got ungeschehen; so súllent die suͤssen wunden heilen, als ob ein rosenblat $t geleit | |
| bat si, das er ir wolte sagen, wie lange si soͤlte leben. Do sprach Johannes: «Ich můs dir es nút sagen, | |
| ewangelium Liber generationis. Do sprach dú arme zů únser froͮwen: «Sol ich oppferen?» Do sprach únser froͮwe: «Ja, wilt du im | |
| ein mensche tusent selen mit den minne trehenen</KAP> <FOLIO>(22#’r)</FOLIO> Ein mensche soͤlte betten mit grosser begirde vil einvalteklich vúr die armen selen | |
| die si geloͤset hatte von hinnan, und sprach: «Dise krone sont ir tragen eweklich ze erkennende allen den in minem riche, | |
| gottes ere. Alle, die luterlich an diseme strit gestant, die soͤllent richen solt von dem keyser enpfan. Eya notlichú sele, an | |
| in beschiht. Dú helig beschoͮwunge und dú vil$/ werde gebruchunge sont ir han von mir, die userwelte bevindunge von gotte sol | |
| in dem vinsteren stalle und sprechent, was inen sogtan getúsche soͤlle, es si von můtwillen gedaht und in valscher helikeit vúrbraht.» | |
| ich: «Herre, selig sint dú oͮgen,/ dú dis minnesweben eweklich sont schowen/ und dis wunder bekennen,/ ich mag es niemer genemmen!»/ | |
| niemer genemmen!»/ Do sprach der berg: «Dú oͮgen, dú mich soͤnt alsust sehen,/ dú muͤssent gezieret sin mit siben dingen, es | |
| Die groͤssi mines wunders sol úber dich gan, die loͤwen soͤllent dich voͤrhten, die beren soͤllent dir sicheren, die wolfe soͤllent | |
| úber dich gan, die loͤwen soͤllent dich voͤrhten, die beren soͤllent dir sicheren, die wolfe soͤllent dich vliehen, das lamp sol | |
| soͤllent dich voͤrhten, die beren soͤllent dir sicheren, die wolfe soͤllent dich vliehen, das lamp sol din geselle sin.» Ich bin | |
| beriben,/ ich tů dir unmassen we an dinem armen libe./ Soͤlte ich mich dir ze allen ziten geben nach diner ger,/ | |
| nút múgen verstan,/ die mit der unkúscheit sint durgan;/ sie soͤllent doch suͤssen wandel han./ Liebú, nu sing an und la | |
| únser herre: «Si hant es mit guldinen bůchstaben geschriben, also soͤnt allú disú wort des bůches an irem obersten cleide stan | |
| tragen, das wir úns vor gebresten bewaren. Ein minnenklich vare soͤn wir zů únsern ebencristanen haben, so si missetůnt, das wir | |
| von den nún koͤren und wer den bruch billichen $t soͤlle erfúllen und von dem throne der aposteln und Sante Maria | |
| machent siben schaden <N>VIII</N>. Von siben dingen, dú alle priester sont haben <N>IX</N>. Von dem anegenge aller dingen, die got hat | |
| himelriche und von den nún koͤren und wer den bruch soͤlle erfúllen. Von dem trone der apostelen und Sante Marien und | |
| denne in den sehsten kor. Da nach untz in Seraphin soͤnt die megde den bruch erfúllen, die sich besodelten mit kintlichem | |
| haben die luterkeit verlorn. Die luter geistliche megde sint, die soͤllent nach dem jungesten tage den bruch erfúllen obe Seraphin, da | |
| sine gnade, wan er ein meister ist aller gaben. Do soͤllent die gottes predier und die heligen martirer und die minnenden | |
| notlichú vereinekeit, das ich des gliches nit weis. Die witwen soͤllent oͮch volgen in herzeklicher lust, und in suͤsser anschowunge $t | |
| wie sich das lamp zů den megden fuͤget. Die ehte soͤllent das oͮch minnenklich ansehen also verre, als es in nach | |
| wir pine liden, so woͤlten wir es iemer klagen, nu soͤllen wir úns wol gehaben.» Nu mag etliche lúte wundern des, | |
| herre, an minen <FOLIO>(39#’r)</FOLIO> sinnen nit weis, wie es mir soͤlle ergan an minem ende. Mer an diner anschoͮwunge alleine so | |
| das ewig abgrúnde? <KAP><N>VIII</N>. Von siben dingen, die alle priestere soͤllent haben</KAP> Der himelsche vatter hat mir siben ding gesagt, die | |
| ein ieglich gottes priester an im haben sol, und sprach: «Si soͤllent unschuldig an in selben wesen und das gezúge, das da | |
| an, so sol man es lassen und nit tůn. Si soͤllent alle vorhte von in legen und soͤnt der judeschen e | |
| nit tůn. Si soͤllent alle vorhte von in legen und soͤnt der judeschen e vergessen und soͤnt min lamp lebendig essen | |
| von in legen und soͤnt der judeschen e vergessen und soͤnt min lamp lebendig essen und soͤnt sin blůt súfzende trinken, | |
| judeschen e vergessen und soͤnt min lamp lebendig essen und soͤnt sin blůt súfzende trinken, so moͤgent si siner grossen sere | |
| ich dich niemer verkiese; wilt du dich nit verlieren, so soͤnt dir mine engel ane ende dienen. Ich wil dir minen | |
| wesen. Ja, were oͮch Lucifer an sinen eren bliben, si soͤlte sin goͤttinne sin gewesen, wan ir was das brútbette alleine | |
| willen neme. So sprichet si: «Ich bin úwer meister, ir soͤnt mir volgen und in allen dingen gehoͤren; voͤre ich nit | |
| Do sprach die froͤmde sele: «Eya vil lieber herre, wa sont si nu hin keren?» Do sprach er: «Ich wil si | |
| nit nemen. «Vil lieber», sprach aber dú sele, «wie lange soͤllent si hie wesen?» Do antwúrt únser herre und sprach: «Als | |
| arglich getan. Ist dis, herre, das wunder, des ich geren sol?» Do antwúrte mir únser herre und sprach: «Min vatter gab | |
| tet dur das rote_mer; und Pharao und sin frúnde die soͤnt úns nit volgen alze verre. Owe, wie sint si ertrunken | |
| alles nacht! Dis ist das vierde bůch <INHALT><N>I</N>. Fúnf ding soͤllent die luteren megde han <N>II</N>. Dis bůch ist von gotte | |
| %/Unser súnden, zůkúnftig val, irdensch wesen, das himmelrich; gottes gabe sont stan offen vor únsern oͮgen <N>VI</N>. Gottes uswelunge mag nieman | |
| na ir statten <N>XI</N>. Wie die cristan gegen den juden soͤnt sich halten an vier dingen <N>XII</N>. Wie die brut, die | |
| lúten valscheit můs man verswigen die warheit</INHALT> <KAP><N>I</N>. Fúnf ding soͤnt die lutern megde han</KAP> Wilt du den magetům zieren, den | |
| dir disen engel nemen und wil dir zwene widergeben; die soͤllent din in disen wundern pflegen.» Do dú sele die zwene | |
| mines rates leben, ich wil dir gros ere geben. Du soltost den lúten dise gnade sagen, so keme da vil gůtes | |
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