Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sancte Adj. (1383 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| man sprichet do her schiet danne,/ daz her si beval Sente Johanne./ her mochte baz dese wort algater/ han gesprochen zu | |
| und gehaz./ daz her uns widersatzig si,/ daz schribet uns Sente Peter do bi:/ adversarius noster diabolus quasi leo rugiens/ quaerens | |
| daz mere,/ und stunt nicht an der warheit,/ alsus hat Sente Johannes geseit./ stunt her nicht so vil her ouch,/ ja | |
| da heizet got?/ daz beschribet dir vrunt alsus/ der gute Sente Bernhardus:_......./ ab du daz nu horen wilt,/ got ist ein | |
| ich dich:/ di sele gebit dem libe leben,/ daz hat Sente Augustin geschreben:/ sicut deus inflat vitam animae sic anima inflat | |
| von der jogunt von dem aldir sus/ der vil heilige Sente Paulus/ sprach als ich an dem buche las:/ cum eram | |
| einem mere,/ daz uns beschrebin hat alsus/ der heilige man Sente Paulus:/ caro concupiscit adversus spiritum et spiritus adversus carnem./ her | |
| ist vil alt/ und bezeichent pristerliche gewalt,/ daz got zu Sente Petro sprach, als ich las:/ pasce oves meas./ daz sprichet: | |
| sprichet: hute miner schafe./ ich vrage dich sundir strafe,/ ab Sente Peter ein hirte was?/ nein her was ein pabist also | |
| oren./ daz gotes stimme suze si sus,/ daz beschribet uns Sente Bernhardus:/ Jhesus in ore mel in aure melus in corde | |
| trache wesen,/ von dem ich in apokalypsi han gelesen,/ den Sente Johannes in Pathmo sach,/ do her offenbar alsus jach:/ seht | |
| trache ist der sterne,/ von dem in dem selben quaterne/ Sente Johannes offenbar jach,/ do her alsus zu der werlde sprach:/ | |
| meister Virgilius si,/ der do vant di kunst nigromanti,/ den Sente Paulus do klagete,/ do her alsus klagende sagete:/ o Virgili, | |
| zunge./ von der rede gabe sprichet sus/ der vil heilige Sente Paulus:/ omnia quae scripta sunt ad nostram doctrinam/ scripta sunt. | |
| zeichen sen,/ di uns hat beschriben alsus/ der vil heiliger Sente Jeronimus:/ __prima dies saeculo tale signum dabit:/ __mare surgens turgidum | |
| sele hert,/ zu kurz mag nimmer sin di zit,/ also Sente Bernhart uns quit,/ komestu zu gotes genaden leite,/ got ensi | |
| me!/ ir herren, ich spreche vort als e:/ du entschuwetes Sente Petern nicht,/ der dich vorsworen hete, man spricht,/ du entschuwetes | |
| der vuzkus tilge jegeliche sunde,/ des irzeige ich sus orkunde./ Sente Peter von gotes genaden gab/ itslichem babiste des gewaldes stab,/ | |
| nicht scheiden sol./ des mag si sprechen alsus/ do sprach Sente Paulus:/ ich han gestreten guten strit,/ ich han den louf | |
| et pater domini nostri Iesu Christi etc. Der edel apostel sant Paulus sprichet disiu wort alsô: ’gesegenet sî got und der | |
| bilde enist dan got blôz lûter aleine. Wan alsô sprichet sant Johannes in sînem êwangeliô, daz ’allen den ist gegeben maht | |
| müede, krank und alt. Bî dem willen des mannes meinet sant Johannes die hœhsten krefte der sêle, der natûre und ir | |
| der vernünftigen sêle, vindet der mensche gewâren trôst alles leides. Sant Augustînus sprichet: gote enist niht verre noch lanc. Wiltû, daz | |
| gemach, noch kein schade enist lûter schade. Dar umbe sprichet sant Paulus, daz gotes triuwe und güete enlîdet des niht, daz | |
| got verhenget, daz ich gar billîche schaden und leit lîde? Sant Augustînus sprichet: «herre, ich enwolte dich niht verliesen, ich wolte | |
| sîn schade und joch sîn verdüemnisse wære. Dar umbe wunschte sant Paulus, daz er von gote gesundert wære durch got und | |
| und got wellen alsô bekennen, als got mich bekennet, als sant Paulus sprichet. Got bekennet allez, daz er bekennet, minnet und | |
| got, der noch ahtet und anesihet diz und daz guot. Sant Augustînus $t sprichet: hebe ûf diz und daz guot, sô | |
| reht und würde sicherlîche getrœstet in lîdenne. Daz meinet, daz sant Johannes sprichet, daz daz gewâre ’lieht liuhtet in die vinsternisse’, | |
| sprichet, daz daz gewâre ’lieht liuhtet in die vinsternisse’, und sant Paulus sprichet, daz ’diu tugent wirt volbrâht in krankheit’. Möhte | |
| und got nemen, dû muost von nôt die crêatûren ûzgiezen. Sant Augustînus sprichet: «giuz ûz, daz dû ervüllet werdest. Lerne niht | |
| von antlitze ze antlitze als in einem bilde überbildet, als sant Paulus sprichet, alsô spriche ich nû von glîchnisse und von | |
| biten den himelschen vater, daz unser vröude volkomen werde, und sant Philippus sprach: ’herre, wîse uns den vater, sô benüeget uns’; | |
| lîden sol, daz enbenimet niht alzemâle lîden, daz er minnet. Sant Paulus sprichet, daz er gotes durch got enbern wolte, umbe | |
| wolte, umbe daz gotes êre gebreitert würde. man sprichet, daz sant Paulus diz spræche in der zît, dô er noch niht | |
| wazzers, daz dâ springet in daz êwige leben, und sprichet sant Johannes, daz er daz spræche von dem heiligen geiste. Der | |
| eigens und menschlîches geistes und blôz koment ze gote. Und sant Paulus sprichet: ’got hât ez uns geoffenbâret in sînem geiste’. | |
| Paulus sprichet: ’got hât ez uns geoffenbâret in sînem geiste’. Sant Augustînus sprichet, daz der allerbeste die geschrift vernimet, der blôz | |
| inne si geschriben ist und gesprochen ist: in gotes geiste. Sant Pêter sprichet, daz alle die heiligen liute hânt gesprochen in | |
| alle die heiligen liute hânt gesprochen in dem geiste gotes. Sant Paulus sprichet: nieman enmac bekennen und wizzen, waz sî in | |
| geschrift, ein glôse, daz nieman enmac vernemen noch lêren kan sant Pauli schrift, er enhabe danne den geist, in dem sant | |
| sant Pauli schrift, er enhabe danne den geist, in dem sant Paulus sprach und schreip. Und daz ist alles und alliu | |
| er lîden und leit habe. Noch ist ein ander trôst. Sant Paulus sprichet, daz got kestiget alle, die er ze sünen | |
| er dar nâch vil lieber dan vor. man liset, daz sant Antônius in der wüeste sunderlîche eines mâles grœzlîche $t in | |
| siben lêre und sibener$/ leie trôste. Ze dem êrsten, daz sant Augustînus sprichet, daz gedult in lîdenne durch got ist bezzer, | |
| niht mê dan got, ob mir reht ist. Ez sprichet sant Augustînus: «der ist gar gîtic und unwîse, dem niht engenüeget | |
| ich bin mit dem menschen in lîdenne. Dar ûf sprichet sant Bernhart: herre, bist dû mit uns in lîdenne, sô gip | |
| mir alle zît gegenwertic in mînem herzen, in mîner angesiht. Sant Jeronimus sprichet, daz ein reine wahs, daz wol weich ist | |
| ’doch sie sint in vride’, in wunne und in sælicheit. Sant Paulus, dâ er schrîbet, wie vil der heiligen hânt geliten | |
| anderswâ geschriben hân, niht wâr ensîn. Dem antwürte ich, daz sant Augustînus sprichet in dem êrsten buoche sîner bîhte. Er sprichet, | |
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